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Vom römischen Rammen bis zu Nelsons waghalsigem Entermanöver: Schiffe entern und der Kampf zur See hat eine lange und überraschend komplexe Geschichte.
Gemeinsam mit Dennis Marius Thieme von den Schwert-Greifen Rostock sprechen wir über Entermanöver und Taktiken von der Antike bis zur napoleonischen Zeit. Du erfährst, warum Boarding oft wertvoller war als Versenken, welche Waffen wirklich genutzt wurden und weshalb Cutlass und Enterpike so gefürchtet waren.
Außerdem klären wir, wie Matrosen rekrutiert wurden, was Nelsons Patent Bridge war und warum Seekämpfe komplexer waren als jede Landschlacht.
Shownotes
- Schwert-Greifen Rostock https://schwert-greifen.de
- Der erwähnte Abenteurer https://de.wikipedia.org/wiki/Thor_Heyerdahl
- Castille Armory Pistole mit Gummi https://castillearmory.com/product/rbg/
In eigener Sache
Schwertgeflüster ist der HEMA-Podcast von Alexander Fürgut und Michael Sprenger. Alexander ist Trainer und Mitgründer der Schwabenfedern Ulm, Autor von Der Schielhau im Detail, fechtet Langschwert und Rapier und betreibt HEMA Hell Apparel. Michael ist Trainer und Mitgründer vom Fencing Club Dresden und fechtet vor allem Langschwert und Säbel.
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Transkription
00:02
Schwertgeflüster, der HEMA Podcast mit Alexander Fürgut und Michael Sprenger.
00:14
Also Kinderchen wie gehabt, Schiff entern, Kehle durchschneiden, Bauch aufschlitzen, aufengen, ins Wasser schmeißen. Alles hört auf mein Kommando. Achtung jetzt, Schiff entern! Schiff entern! Wer sagte da entern? Ja, liebe Hörer…
00:38
Passend zu dieser wunderbaren Szene aus Asterix und Obelix habe ich heute schon so eine kleine Melodie im Ohr, die da geht so… Für alle die es nicht erkannt haben, es ist Fluch der Karibik und das habe ich im Ohr, weil wir heute über das Schiffeentern reden wollen und zwar mit dem Dennis Thieme.
01:06
von den Schwertgreifen Rostock. Hallo Dennis. Hallihallö. Bevor wir in dieses wunderbare Thema einsteigen und vor allem natürlich auch herausfinden wollen, wie du dazu gekommen bist, Expertise auf diesem Gebiet aufzubauen, ob du das quasi durch eigene Reconstru- Live Rekonstruktion sozusagen der historischen Quellen gemacht hast oder rein durch Studium werden wir erfahren.
01:37
Du bist bei den Schwertgreifen in Rostock. Das ist passend dazu. Zur See oder mit Zugang zur See. Seit wann bist du denn bei den Schwertgreifen? Ja, bei den Schwertgreifen Rostock bin ich seit, ich tippe mal 2019. Also so ganz genau weiß ich es nicht mehr. Aber das sollte so das Jahr ungefähr sein. Also an der Stelle gleich eine sehr beliebte Frage, die ich häufig hier mal Leuten stelle. Ist das eigentlich Norddeutschland?
02:06
Ja, ich würde sagen, also ich meine, noch deutlicher kommt er nach Dänemark. Also für mich ist das auf jeden Fall Norddeutschland. Ja, sehr schön, dass wir das klären konnten. Die Berliner verneinen das immer vehement, obwohl sie, man Deutschland länger nach anschaut, deutlich im oberen Drittel sind. Ja, es ist aber Berlin ist ja Preußen. Das ist ja nochmal was ganz anderes. Ja, Norddeutschland ist so ein schmaler Streifen, wo man Küste riechen kann. Alles andere ist Mitteldeutschland oder Süddeutschland. Genau. Oder halt Preußen. Also ich glaube,
02:35
Wenn du Berlin und sagt, dass sie zum Mitteldeutschland gehören, dann werden sie dich auch komisch angucken. Das passt auch nicht so richtig. Aber wir einigen uns darauf. Rostock ist schon hart Norddeutschland. Also die Frage ist in dem Sinne einfach zu beantworten. Ich würde sagen ja, also hast du das wirklich Norddeutschland, wobei Schleswig-Holstein ist der wahre Norden. haben sie jetzt. Passend dazu.
03:01
hast du ja auch schon wikinger reenactment gemacht nachdem du neun jahre olympisches fechten gemacht hast also das ist quasi deine biografie baut eigentlich sukzessive darauf auf hier expertise zum schiff verentern zu haben wie wie kam es zum zum säbel fechten als erstes oder war das das erste sportliche was du gemacht hast das nur gute frage
03:31
Ja, ich kam ja vom Olympischen Fechten, habe ich ja auch schon Säbel gefochten und hatte aber irgendwann nicht mehr so die Lust darauf. Und das erste, was ich dann gefunden habe, war praktisch dieses Viking-Reenactment. Das habe ich dann auch gerne gemacht, aber dann bin ich da aufgestoßen, dass es ja einen HEMA-Verein gibt, der sich irgendwie zwei, drei Jahre vorher gegründet hat. Und dann war der Sprung sehr schnell zum HEMA und im HEMA habe ich als allererstes natürlich Säbel gefochten. Das war eine klare Linie.
03:59
Was war die Zeit oder die Region, du dargestellt hast? War das auch etwas, wo du gekämpft hast oder nur Darstellung?
04:14
Nö, das ging schon über die Darstellung hinaus. Das Kämpfen war wohl auch mehr im Fokus als die Darstellung. Die Darstellung war vielleicht nicht A, eher B. Da ist ein Grab, das andere Grab ist ungefähr nur 100 Jahre auseinander, 200 Kilometer entfernt. Also da war ich nicht so sehr hinterher. Da gibt es einige, die das wirklich, andere gar nicht so in der Szene. Genau, das Kämpfen stand im Vordergrund. Ohne Fechtmaske, aber auch mit klaren Trefferregeln, dass du einen Helm trägst und das nur von oben auf den Helm schlagen.
04:44
dass man einen Speer hat und der Speer darf nur Wurstwarzen abwärts stechen und solche Sachen. Hat das funktioniert, dass keiner das Ding aus Versehen mal im Gesicht hatte? Weil wir hatten da schon mal drüber geredet. Wenn man die HEMA-Standards gewöhnt ist, was so Fechtmasken angeht, fühlt sich das schon alles mit 100 % sicher an. Auf jeden Fall. Das Problem ist natürlich, dass die Ausrüstung nicht auf dem gleichen Niveau ist wie beim HEMA und die Klingen biegen sich nicht.
05:12
Das heißt, du brauchst praktisch eine ständige Kontrolle und einen Treffer kannst du auch wirklich nur setzen. Nicht wenn du das Gefühl hast, ich kriege den durch, das ist eher zweitrangig, sondern du hast das Gefühl, ich kriege den durch und er landet sicher. Das heißt, man braucht sehr viel Kontrolle und Leute, die das nicht können, die fallen natürlich schnell negativ auf. Es gibt auf jeden Fall auch Verletzungen, aber ich würde sagen, so all dem, was ich mitbekommen habe die drei, vier Jahre, ist das auf dem gleichen Niveau wie immer oder eher sogar noch weniger.
05:39
Okay, also nicht ständig irgendjemand, einen Speer im Auge hat oder so? Nee, ich glaube, ich würde einfach mal behaupten, ja, Neustadt Lewe, vielleicht das eine Mal, da gab es das, dass einer mit einem Speer im Auge getroffen wurde. Das war aber irgendwie wohl ein großer Sonderfall und auch, ja, man hat natürlich wie im HEMA Leute, die sind gut trainiert und Leute, die sind schlecht trainiert. Und beim Reenactment ist die Sache einfach, da sind Fehlverhalten oder untrainiertes.
06:07
nicht können natürlich viel problematischer und können schneller zu problem fühlen aber im ganzen ist die zähne schon gut fit. sehr gut und passend also ist deine deine biografie ist ja wirklich wie. Wie dafür gemacht dass dann auch noch tom springen gemacht. Und voltigieren also für unsere höre die nicht wissen was voltigieren ist kannst du es vielleicht auch direkt selber mal erklären.
06:35
Plump gesagt wäre das jetzt Kunstreiten. Das heißt, du machst diverse akrobatische Figuren auf dem Rücken des Pferdes.
06:43
Während das fährt halt zum beispiel in trap oder im galopp ist natürlich ist das alles in unterschiedlich schwer. Und so eine klassische einfache akrobatische übung wäre die mühle das heißt du schwingst dich mit deinen beinen über das fährt vorne an die seite hinten rum auf die andere seite und dann wieder nach vorne so dass da einmal eine mühle theoretisch gezeichnet hast mit deinen beinen über den pferd rücken. Für alle die noch dass sich da nichts so drunter vorstellen können.
07:11
Ich bringe immer gerne die Anekdote, wie ich mal auf einem Pferd saß und Versuch habe, Kampffechten oder Rossfechten nachzuempfinden. Und mein erstes Problem war einfach von einem stehenden Pferd, was vielleicht mal sich so bisschen geschüttelt hat, nicht runterzufallen. wenn man das noch nicht erlebt hat, ist es sehr, schwer vorstellbar, was es bedeutet, einem Pferd zu sitzen. Geschweige denn, sitzen zu bleiben, wenn es sich bewegt.
07:40
geschweige denn galoppiert und dann als ich das das erste mal gesehen habe so voltigieren dieses konzept davon ich dachte mir dass also das das war schon peak also das ist so dass das krasseste was ich mir aktuell so mit pferden vorstellen kann du machst dann halt irgendwie handstand auf dem pferd während es galoppiert das ist richtig krass wie lange hast du es gemacht? Fallschule. Ja, genau, Fallschule.
08:08
Falsche Fälle vom Pferd runter. Also für alle, meinen, falsche Fälle finde ich schon bisschen krass. Jetzt einfach das, was ihr macht, noch überlegen jetzt vom Pferd runter. also es gab da ja unterschiedliche Sachen. Ich bin auch nicht so in den ganzen Hardcore-Kram so reingestiegen. Ich war da noch relativ jung. Aber soll ich mal auf dem Pferd stehen?
08:27
während es im Trab ist oder so zum Beispiel solche Sachen. Das war schon drin. Es gab auch schöne Übungen, wo du vom Pferd runter gesprungen bist und dann wieder aufs Pferd gesprungen bist, als es im leichten Überloch an dir vorbei ist und all so eine Sachen runtergefallen. Bin ich, glaube ich, selten. Man hatte halt immer gute Coaches, die ein Dasee aufgefangen haben. Aber ich weiß, es noch Einspruch, es war so ein Pferd zum Ende.
08:53
Da hatte unsere Trainerin irgendwie einen angeschissen, der mit seinem Pferd viel zu nah an uns heran ist und meinte so, wenn du nicht aufpasst, liegen hier bald die ganzen Leute tot in der Ecke. Das macht jetzt aber nicht gerade Mut. Wie lange hast das gemacht? Nur drei Jahre. Nur drei Jahre, das ist ja schon mal krass innerhalb von drei Jahren auf ein Level zu kommen, dass man irgendwie auf dem Pferd steht.
09:18
Ja das geht alles ne also wenn man da wirklich hinterher ist so wie die menschen sein können engagiert dann und einem die sache spaß macht dann lernt man ja auch schnell und gerne. Dazu hast du dich dann auch mit geschichte beschäftigt du hast geschichte studiert und da hast du jetzt irgendwann gesagt okay ich kann säbel fechten ich kann tom springen ich kann reiten ich habe eine akademische historische grundausbildung.
09:48
All das führt jetzt dazu, dass ich mich mit. Fechten zu sehen und Schiffe enttrennen beschäftige wie kam es dazu. Das ist wenn man sich das so anhört wäre das natürlich so filmologisch erzähltechnisch eine perfekte aneinanderfolge mit der logischen konsequenz ich beschäftige mich jetzt mit dem kämpfen zu sehen aber ich muss sagen in der wahrheit war das vier plumper.
10:11
Da steckte einfach nur der Gedanke hinter, wie wir das anfangs hatten, Piraterie und Schiffe internen. Wie spannend. Kann man das nicht auch im Hema machen? In der Zeit hatte ich viele Gruppenspiele mitbekommen und hatte überlegt, kann man nicht ein Gruppenspiel machen, Schiff internen und so. Dann kamen viele Enttäuschungen, wie Beispiel, dass Piraten nie wirklich kämpfen wollten und dass die meisten Übernahmen komplett kampflos geschahen.
10:36
Ich bin aber auf ein Buch getroffen, davon werde ich das Fernbauf ein bisschen behandeln heute. Das ist von Pringle Green, einem englischen Leutnant zu der Zeit. Der hatte ein ganz umfangreiches Buch aus seiner periodischen Zeit, wie man denn Kampftechniken für die Seeleute bereitstellt und gleichzeitig wie man taktisch ein Schiff verteidigt.
11:00
Und daraus damit hatte ich mich viel beschäftigt und bin dann praktisch unseren rabbit hole gefallen wo es dann tiefer und tiefer und tiefer ging weil dann dann war die nächste frage wurden überhaupt eigentlich äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh so viele sagen so na gar nicht und warum und die wird das war multiverkzeug und dann bist du von einer frage in die nächste und nächste und nächste und nächste immer tiefer da reingerutscht und dann wurde das relativ viel im komplex was wann ging das denn.
11:30
los mit was wir wissen oder was du weißt mit dem thema schiffe entern was sind so die ersten berichte von da fährt jemand mit seinem schiff an meins ran und da kommen die leute rüber und danach ist es nicht mehr mein schiff das fängt eigentlich schon bei den römern an also da können wir direkt in die antike gucken das ist auch so ein interessantes thema
11:53
Weil über eigentlich zweieinhalb, dreitausend Jahre ist der Kampf zur See tendenziell von dem, wie er geführt wird, immer gleich geblieben. Das war eins zu eins eine Landschlacht, sie wurde nur auf Schiffen geführt. Also es gibt da, hatte ich mir…
12:09
auch bereitgelegt, um natürlich fachliche schöne Quellen anzufüllen. Naja, nicht die Quellen selbst, jetzt schauen wir nochmal bei einigen Zitate. Genau, das ist das Werk Empithoma Rei Militares von Publius Flavius, vierten oder fünften Jahrhundert v. Chr. und da heißt es, die Landkriegsführung erfordert viele Arten von Waffen, die Seekriegsführung verlangt jedoch noch mehr Arten von Waffen, darunter Maschinen und Torsohnsmaschinen.
12:35
als ob die Kämpfe auf Mauern und Türmen stattfänden. Es könnte grausamer sein, dass eine Seeschlacht in der Menschen durch Wasser und Feuer umkommen. Daher sollte die Rüstung besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, damit die Soldaten mit Kürassen, Helm und Beinschienen geschützt werden können. Niemand, an Bord von Schiffen kämpft, kann sich über das Gewicht der Rüstung beklagen. Gegen den Aufprall von Steinen werden zudem stärkere und größere Schilder eingesetzt. Also es gibt einfach schon aus 500 vor Christus schöne
13:03
die beschreiben wie eigentlich der sie kampf ist und genau also vor allem dass er jetzt so wie ich das interpretiere krasser ist als der kampf zu land oder anspruchsvoller. Also die die seegefechte sind in auch über die jahrhunderte oder jahrtausende hinweg auch immer was ich so rausgelesen habe zwischen den zeilen sie sind alle anspruchsvoll wir sind deutlich anspruchsvoll als die land schlachten ich hatte so im gedanken was wäre eine schöne analogie.
13:32
Wenn die Landkämpfe zweidimensional sind, sind die Seeschlachten fünfdimensional. Also da kommen wir vielleicht noch später zu, wenn wir ein bisschen durch die Jahrhunderte gehen, zu der einen Interaktion, Nelson, der britische berühmte Admiral, selbst gemacht hat, wo er zwei spanische Linien-Schiffe erobert hat, mit einem Schiff dritten Ranges. Aber die Seeschlachten sind unglaublich komplex. Die Werkzeuge, die benötigt werden, sind umfangreich, sehr viel vielreicher.
14:02
und genau und es ist auch deutlich deutlich brutaler also wenn wir irgendwie quellen haben die sagen das war jetzt eine unglaublich brutale schlacht im mittelalter da guckt man mal auf die wenigen seeschlachten wir mittelalter hatten und es ist ja vom konzept auch würde ich sagen nachvollziehbar du stehst mit dem rücken buchstäblich zum wasser leute haben natürlich in rüssel gekämpft auf schiffen und über die unter dir wird gekämpft und alle
14:30
Kreativität zur Waffenfertigung, zum Töten von Menschen wird genutzt, um irgendwie diesen Seekampf zu gewinnen. Es gab da ein Zitat, eine Quelle, die hatte das aus der Schlacht von Trafalgar. Als das große spanische Linien-Schiff, das größte der Welt, es gab, mit 122 Kanonen erobert wurde, das Boarding selbst, also das Entein, lief kampflos. Aber es gab so Berichte, dass das Blut in dem Schiff knöchelhoch stand.
14:59
Und ich finde, das sagt eigentlich schon alles, wie Seeschlachten laufen. Jetzt hast du ja gemeint, dass es so wie eine Landschaft nur zu sehen ist. Jetzt bei dem Beispiel, das du vorgelesen hast, dürfen wir uns das vorstellen. ich möchte jetzt, was möchte ich denn eigentlich machen? Wann kommt es denn überhaupt zu einer Seeschlacht? es so mit, ich würde halt gerne so eine Hafenstadt angreifen und dann verteidigt sich die Stadt quasi mit eigenen Schiffen oder wann kämpfe ich denn überhaupt zu sehen? Ja, das ist ganz interessant. da können wir ja mal so bisschen ins Mittelalter selbst springen.
15:30
Wenn du im Mittelalter Beispiel auch ja oder generell Landschlachten geführt hast, dann brauchst du ja so ein gewisses Agreement bei der Armee, dass sie sagen, okay, das ist jetzt unser Austragungsort, hier kämpfen wir. Und das war mit Schiffen genauso. Du hast zum Beispiel im Mittelalter waren die Schiffe, das ist natürlich ein dynamischer Prozess, die haben sich ja durchgehend weiterentwickelt, die von 1100 bis 1500. Aber so ab 1285 hatten Kocken dann diese Festungsaufbauten. Das waren buchstäblich Burgen zur See.
15:59
weil es darum ging, umso höher dein Schiff ist, umso mehr hast du den Vorteil. Und deswegen kann man sich das blutstäblich vorstellen, als wenn man eine Stadt belagert, eine Mauer belagert. Man hat vor sich einen Turm und da will man irgendwie hoch, wenn man das niedrigere Schiff hat. Und wie das so im Mittelalter war, in der Antike kann ich nicht so genau sagen, da wird es ähnlich gewesen sein, aber nicht identisch, eher deutlich dynamischer. Aber im Mittelalter hast du dann 50 Schiffe aneinander gebunden und hat dann praktisch eine schwimmende Plattform.
16:25
Mit dieser bist du dann zu den anderen Schiffen, die du erobern wolltest, weil du ja praktisch diese Agreement hattest, ja, jetzt machen wir hier die Seeschlacht, wir wollen das jetzt auskämpfen. Und bist zu der anderen Flotte geschwommen, die das irgendwie ähnlich gemacht hat, durch Ketten zusammengebunden oder wie auch immer. Und dann hatte du so praktisch zwei Inseln, aneinander angedockt haben. Und dann fing der Seekampf in Anführungszeichen an. Und du sagst aneinander gebunden, also so, ich von einem Schiff zum anderen hätte.
16:49
rüberhüpfen kann oder wie eng? Genau, genau. Die lagen direkt aneinander. Es ist wirklich wie eine Insel. Also wir haben da zeitgenössische Berichte, sagen, die Truppen haben sich von einem Schiff über mehrere Schiffe hinweg ganz dynamisch einfach hinweg bewegt. Also okay, also wirklich wie eine Plattform. Ich habe eine Plattform gemacht, dafür habe ich meine Schiffe genutzt. Ich bin einzeln hingefahren, weil es ja bei Sturm und Säure wahrscheinlich nicht so toll ist. Und dann, okay, jetzt findet hier die Schlacht statt. Beide machen eine Plattform und dann aufeinander zu. gekämpft wie auf Land.
17:17
In Rüstung mit Formationen. Jetzt weiß ich nicht so ob Formationen verwendet wurden. Aber ja, es war sehr ähnlich. Warum hat man sich das nicht geklemmt? ich meine, du könntest jetzt natürlich sagen Ja, wir verabreuten uns jetzt hier. Aber du kannst auch sagen, dann scheiße ich. Ich habe ein Schiff. Ich falle hier einfach weg. Ich bin ich bin da nie bekloppt und.
17:45
Wir fechten jetzt hier zur hohen See dieses Ding aus. Wir fahren schön an Land und dann machen wir das dort. Also warum so dieses Verabreden und dann das wirklich auf See austragen? Meinem Geist erschließt sich das noch nicht als sinnvoll. Was waren also die Hintergründe? Also ausschließen können wir jetzt per se nicht auch, dass einzelne Schiffe gegeneinander gekämpft haben oder dass es irgendwie Verfolgungen gab. Aber
18:13
Wir haben das jetzt ein bisschen wie eine Armee zu Land. Du möchtest mit deinen Schiffen vielleicht aus der Stadt fliehen, bist in der Meereinge. Also die meisten Seeschlachten im Mittelalter fanden ja zum Beispiel auch im seichten Gewässerstadt. In Flussmündungen oder so. Nicht auf dem hohen Meer, das war sehr untypisch. So und dann, ja, wenn du jetzt aus der Flussmündung raus möchtest, aber vor dir steht dann die englische Flotte und bewacht diese Flussmündung, dann musst du da irgendwie dran vorbei. okay. Und die Schiffe wirst du nicht aufgeben. Also versuchst dich frei zu kämpfen und das war der Art mit deiner Flotte zu kämpfen.
18:42
Ok das ist noch ein interessanter hinweis dass es in der tat ja im seichten gewässer dann stattgefunden hat und nicht zur hohen se aber gibt es auch berichte über gefechte auf hoher see wo so zufällig leute sich getroffen haben wir das im intro hatten bei asterix und obelix und da plötzlich jetzt komm hier komm mal ran. Das ist schwer zu beantworten also mit mit seeschlachten auch im mitte alter das ist so generell.
19:11
nicht so super vorgekommen. Es gab ja in der Zeit auch keine militärischen Schiffe. Das waren alles Händlerschiffe oder Transportschiffe. Da wurden diese Befestigungen aufgebaut, diese Türme, wie man sie von den Kocken kennt, bis sie dann um 1350 ein normaler Standard waren. Das waren alles Zivilschiffe, die dann militärisch genommen wurden von ihren Lehnsherren, vom König und gesagt wurden, die brauche ich jetzt hier für den Feldzug.
19:39
Und Gefechte zu hoher See haben natürlich extrem viele Problematiken. Also gerade wenn wir uns die Schiffe dieser Zeit angucken, so eine Kogge mit einem Mast, also die gab es auch später mit mehreren Masten und die wohnen immer größer, aber so in mittleren Zeit im Hochmittelalter, die sind unglaublich schwer zu steuern, die sind nicht so gut seetüchtig und damit in unruhigen und hohen Gewässern zu kämpfen ist, touristski ist praktisch nicht selbst, sondern ein Schiff fast mehr als das.
20:07
die Gefahr durch dein Gegenüber, durch das gegnerische Schiff entsteht. Aber es kann das natürlich gegeben haben, es gibt nur dazu nicht wirklich Berichte. Und jetzt würde ich mir ja auch denken, wenn ich drum herumkomme, diesen Plattformkampf zu machen gegen ein anderes Schiff, dann würde ich das ja tun. Also würde ich versuchen, irgendwie das Schiff zu versenken und dann habe ich das Problem gar nicht. War das ein, es gab einfach die technischen Möglichkeiten nicht, ein gegnerisches Schiff tatsächlich mit Mannschaft einfach zu versenken, dass ich gegen die nicht kämpfen musste?
20:37
Oder war das was, was man nicht wollte? Vor allem gab es die technischen Möglichkeiten gar nicht. Also ich sag mal in der Antike, da haben wir ja die Galerien, die in Ramburg kamen, die auch eingesetzt wurden oder das Arbeiten mit Feuer, das berühmte griechische Feuer, was ja auch selten benutzt wurde.
20:52
Also es gab möglichkeiten aber zum beispiel wenn du ein schiff ramst hast du fast 50 prozentige chance dass du einfach mit untergehst weil du stecken bleibt. das ist natürlich ungünstig also ich was ich gelesen hatte in einigen berichten war dass das rammen gar nicht so häufig vorkam weil es auch wieder enorme risiken fürs eigentliche fadde. Und wenn wir uns das anschauen bei den koggen du es gibt todds workshop wenn ihr den kennt den youtube kanal die haben sehr geilen praktischen archäologischen.
21:19
praktisches archäologisches Video gemacht, wie sie mit Brandfeilen, die wohl oben vom Krenen, also von der höheren Position des Schiffes aus, Mast geworfen wurden, um das regnische Schiff anzuzünden. Aber auf der anderen Seite muss man sagen, technische Möglichkeiten sind fast gar nicht da. Und so Schiff zu erobern ist natürlich eine tolle Prise, wie man immer so schön sagt. gerade wenn du uns selbst zu einer präonischen Zeit baust, brauchst zwei bis fünf Jahre an einem Schiff und hast einen Wald, du 50 Jahre vorher anlegen musst.
21:48
noch trockenen zeiten des holzes von 56 jahren also das das dauert das dauert so enorm und ist so teuer ein schiff zu bauen wenn du es erobern kannst es ist unglaublich gut. Aber ja auch technisch waren einfach die möglichkeiten nicht da so wirklich was ist das griechische feuer dass du gerade erwähnt hast. Ach das griechische feuer naja das ist praktisch kann man sich das vorstellen wie ein flamme.
22:11
Nur die antike Variante, also ein Gemisch, das kann ich jetzt nicht sagen, so kenne ich mich mit der chemischen Auseinandersetzung nicht aus. Aber ein Gemisch, das du angezündet hast und das gebrannt hat. Und dann konntest du zum Beispiel, ja, damit Schiffe im Brand setzen. Ich glaube, der Film 300 hat das in sehr schlechter Art Weise aufgearbeitet. Das ist auch sehr schön.
22:33
Aristoteles soll diverse Stadtverteilungen geplant haben bei einer Stadt und umgesetzt haben, so zum Beispiel auch Fähle, die aus dem Wasser im Hafen einfach rauskommen und Schiffe fangen oder aufspießen. Und Aristoteles hatte so viele wunderbare Gedanken, wie man Schiffe zerstören kann, dass die Römer diese Stadt gar nicht mehr belagern wollten und Angst hatten vor seinen ganzen Erfindungen. Wie gut die funktioniert haben und so. Und ich will jetzt auch nicht sagen, dass er jetzt griechisch Feuer entwickelt hat, das weiß ich jetzt gar nicht, aber es gibt ja schon tolle Geschichten.
23:02
Es ist halt diese Risikoerwägung. Will ich es riskieren, dass das alles nur so Hörensagen ist und das alles gar nicht gibt? Oder will ich riskieren, dass es funktioniert tatsächlich so wie angedacht? Ja, ja, genau. Und da muss man sagen, wie kann man in einer Zeit, wo es keine Katapulte und Basilisten gab, aber damit ein Schiff zu treffen und da auch wirklich zu versenken. Also es gab einen coolen Wissenschaftler, den habe ich viel verfolgt. Und der hat einmal sehr plump gesagt und er hat damit absolut recht. Schiffe der größte Zeit der Menschheitsgeschichte sind aus Holz.
23:32
und Holz schwimmt. Ein Schiff ist ungemein schwer zu versenken. Das passiert gar nicht mal so schnell. Vor allem bei Katapulten oder so, du musst ja die Geschosse mitnehmen, dass die so groß genug sind, dass sie eine Wirkung haben, die ist durchschlagen und so. Dann hast du kaum Masse übrig für deine andere Ladung oder brauchst ein Riesenschiff und so.
23:51
Ja und in der antike die fast alle schiffe also auch die gesamten galerien typen das waren ja auch alles schönwetterschiffe also es waren auch keine die bei hohen wellengang oder so gefahren sind also die waren auch wieder super beschränkt auf dem mediterranen raum und sage ich mal auf küsten gewässer aber. All diese schiffe sind nicht wirklich rausgefahren und ja was bleibt da eigentlich noch das feuer aber feuer ist natürlich so wer mit dem feuer spielt kann sich selbst verbrennen also möchte man das dann wirklich machen. Das sein eigenes schiff angefackelt hast weil er.
24:20
nicht aufgepasst hast, sozusagen. Ja, also ne, genau. musst ja, was auch immer du am Projektil hast oder was auch immer du nutzt, du musst es ja erst mal entzünden. Und das macht man ja üblicherweise auf den eigenen Schiff. Von daher also hohes Risiko mit hoher Belohnung, wenn es klappt. Ja, das, du gerade gesagt hast, ist auch nochmal wichtig hier vorzuheben. Also man stellt sich bei Schifffahrt ja gerne so was vor, was man halt heute irgendwie kennt, so dass die Schiffe um die ganze Welt fahren. Aber.
24:44
Und da gibt es natürlich ein paar Routenteile, die auch über die offene See führen. Aber selbst da wird ja relativ viel noch an Küsten entlang gefahren. Und vor der modernen Schifffahrt ist das ja das, was man vor allem gemacht hat. Du bist halt irgendwie in Küstennähe geblieben. Mittelmeer ist ja eh noch mal so ein eigenes Ding, weil relativ begrenzte Raum. Die Verhältnisse sind vom Meer her ja auch nicht ganz so rau wie an anderen Stellen. Es ist super spannend, weil ich hatte auch viel gelesen, dass die Langboote der Wikinger ja
25:13
unfassbar bahnbrechend waren und ich habe nie so wirklich verstanden was daran bahnbrechend ist aber wenn du dann erst mal diesen fakt hast die sind damit ja nach amerika gesegelt die also diese schiffe waren großteil ich doch irgendwie hochseetauglich was wir dann irgendwie 500 600 jahre lang danach dann nicht mehr konnten also bis zum beispiel bis zu kolumbus vielleicht die 500 jahre aber lange zeit war das dann einfach nicht mehr in der fähigkeit der menschen schiffe zu bauen die das können das krass
25:41
Und vorher konnte man es auch nicht wirklich wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe in der antike. Ja also genau die galern das waren wie gesagt alles schön wetterschiffe und es gibt da noch irgendwie ein zwei teorien von schiffen aus ägypten aus stroh gebaut die das auch vielleicht geschafft haben den atlantik zu übertragen zu zu überschiffen aber das sind halt wieder so sachen da haben wir einfach nur wirklich das faktisch richtig richtig gut belegt außer halt mit den langen boten bei den vikingern.
26:12
Bei den ägyptischen Schiffen gab es ja die, ähm, wie heißt der Kollege? Tor Hayerdal, der das 1969 versucht hat, mit so einem Papyrus-Strohschiff den Atlantik zu überqueren. Interessanter Typ, passt nicht so ganz in die, äh, zum Format unseres Podcasts, aber der hat viele interessante Sachen gemacht. Lest euch mal den Artikel von ihm durch. Gibt’s auch paar ganz interessante Filme und Bücher von ihm und mit ihm. Hm. Jetzt …
26:42
haben wir schon jetzt haben wir über die antike geredet über das mittelalter und über die napoleonische zeit schon gibt es dazwischen noch eine episode der menschheitsgeschichte wo du sagst das ist auch noch mal so ein bisschen irgendwie so eine abgeschlossener zeitraum wo dinge irgendwie special waren also wir hatten diese galerien werden die kocken im mittelalter werden dann die napoleonischen kriege wo es dann halt schon
27:12
eine größere armada war gibt es dann dazwischen noch bereiche wo man sagt das war auch noch mal irgendwie special. Genau also vielleicht was man noch mal fix hervorheben kann in diesen also ich habe mich viel belesen. Wie damit auseinandergesetzt habe aber auch meine themenschwerpunkte das ist zum beispiel vorwiegend die englische navy so mittelalter und der frühen moderne frühe moderne ist ja so ab 1800. Und.
27:40
Es gibt aber diese Schiffsentwicklung, die Kampferentwicklung, das sind dynamisch. Eine Kocke hat im Mittelalter angefangen mit Einmast. haben sie um 1400 hin, hat sich die Hanse nach Italien, also ins Mittelmeer ausgeprägt, hat lokale neue Bauweisen, Schiffsbauweisen entdeckt. Dann wurden die Kocken größer, haben mehr Masten bekommen, wurden besser zu steuern. Also wir verallgemeinern ja jetzt hier viel. Und zum Beispiel im Mittelmeerraum
28:08
gab es lange Zeit noch Galieren, was aber überall anders in Europa überhaupt nicht typisch war. Also es gibt so geografisch, regional super viele Unterschiede, die wir hier jetzt alle gar nicht abdecken können. Und wenn wir jetzt von der Zwischenzeit einfach zwischen Mitte, Alter und der Moderne sprechen, ist natürlich die frühe Neuzeit, so die Renaissance, wo sich ja super viel getan hat. Also es ist ja eigentlich diese ganze Transformationszeit, wo sich zweieinhalb, dreitausend Jahre Seegeschichte komplett ändern durch die Einführung von Geschützen.
28:37
Aber das problem ist einfach dass es nicht so mein fachgewicht. Leider nicht so viel sagen es ist eine super spannende zeit weil. Kannon funktionieren ja nicht einfach du hast jetzt nicht die die kanonen und du hast jetzt nicht auf einmal die neue taktik und die neue strategie und das alles ist jetzt von heute auf morgen implementiert also ich spreche von prozess von 100 jahren. Das die kanonen werden nach und nach besser das schwarzpulver wird nach und nach besser und günstiger die steinkugeln werden irgendwann durch eisen getauscht also die projektile.
29:06
Und neue strategien fahren sich auf was ich dazu sagen kann ist so dieses diese notwendigkeit ein schiff zu ändern die geht einfach verloren großteilig weil du genau das dann hast du hast dann ein mittel kanon um schiffe zu versenken auf distanz. Und das ist so das passiert praktisch in der reine songs dass sich das mehr und mehr festigt und dieses ändern bleibt ein wichtiger bestandteil aber es rückt weit weg vom fokus von der von der hauptätigkeit der schiff besatzung des schiffes.
29:36
Dazu noch eine Frage. Wenn du sagst, es gab lange keine spezifischen militärischen Schiffe. Das waren alles Schiffe, die für andere Dinge gebaut worden sind. Das Hauptding, was man gemacht hat, ja im Endeffekt Waren- und Personentransport. Oder wahrscheinlich sogar deutlich mehr Waren als Personen. Ja, genau. Es waren vorwiegend Handelsschiffe. Das ist ja auch wieder von Land zu Land unterschiedlich gewesen. Soweit ich weiß, war das zum Beispiel in England zum Mittelalter. Alle Handelsschiffe und Transportschiffe gehörten dem König.
30:05
Und er hat die dann praktisch an Händler vermietet. Und wenn er nun eine Kriegszeit kam, dann hat er gesagt, jetzt brauche ich aber das Schiff. dann wurden einfach alle Schiffe wieder eingezogen. Und wie gesagt, kamen bis 1350, da waren dann die Schiffe schon mit diesen Aufbauten generell gebaut, so wie die Hansecocke wie wir sie alle kennen in unseren schönen Bildern. Aber ansonsten wurden diese Aufbauten Tempo einfach nur raufgebaut für die Zeit des Krieges.
30:28
Dann war es einfach temporär ein Kriegsschiff. Es gab einen englischen König, hatte auch tatsächlich, ich glaube die Mary Rose ist so ein berühmtes Schiff, das er gebaut hatte. Da sind wir auch schon so 15, 20, ich schlage mich tot. Und der hatte auch wirklich versucht, militärische Schiffe zu bauen. Aber er war der Einzige oder einer der sehr wenigen und als er tot war, haben seine Nachfolger alles verkauft.
30:51
weil sie gesagt haben brauchen wir nicht und sind wieder zurück zu dem modell ne wir bauen einfach handelsschiffe und ziehen die ein und militarisieren sie wenn wir sie brauchen das erinnert mich das hat es erinnert mich so an an so strategiespiele für einen für einen computer wo du dann die option hast so handelsschiff upgraden auf militärschiff und wieder so downgraden und dafür dann irgendwie ressourcen zurückbekommst wo er denkt dann.
31:17
Das ist ja in Realität gar nicht möglich. Das ist ja totaler Quatsch. Scheiße, genau so lief es. Ich muss ein bisschen eher so in Wohnung denken. So die nutze ich nicht das Ganze. Ja, dann lasse ich ein bisschen Geld verdienen. Mach ich Airbnb draus. So, ich ja die Schiffe, die rumstehen haben und nichts damit machen. Die Händler machen da was hier. Kann nur bisschen Gebühren kassieren. Zölle, was auch immer. Abgaben. Und wenn ich es brauche, sind sie ja da, weil die kümmern sich auch drum mit verdienen sehr Geld.
31:47
Ja also es ist man muss ja man denkt ja immer so generell so ein bisschen stereotypisch wie die menschen aus dem mittelalter so von wegen gewaß konnten die denn keine kultur dann hat man den hollywood schwarz weiß filter und perfekt. Alles schmutzig und dreckig als waren ja unfassbar intelligente menschen und ressourcen voll und. Guter einsatz ökonomisch sinnig zu arbeiten na klar also ein land damals zu regieren war bestimmt nicht viel leichter als heute mit den ganzen weniger technischen möglichkeiten.
32:16
meintest du hast dich auf die englische navy spezialisiert wo wo steigt man wenn man sagt fechten zu seh als thema bei der englischen navy am besten ein wo würdest du anfangen zu erzählen genau wenn wir so den fokus aus auf fechten zu seh dann ist so die esse sagen ich kann sie eigentlich eine tolle quelle
32:46
die wirklich interessant ist, sie ist nicht wirklich toll und nicht wirklich interessant, aber sie ist das Beste, was es gibt. Das ist Leutnant William Pringle Green, hat 1812 ein Manuskript geschrieben zur Ausbildung von Matrosen. Man würde sich so denken, ich will jetzt hier rein in das Pirates of the Caribbean, schönes See kämpfen und kriege dann sehr, sehr, sehr, sehr, viele Enttäuschungen. Weil zum Beispiel, wer ist auf den Schiffen? Auf den Schiffen sind natürlich die Marinesoldaten.
33:16
Die haben eine typische Infanteristen-Ausbildung in den meisten Fällen. Also nichts sehspezifisches oder sonst wie. Und wenn wir so eine sehspezifische Ausbildung haben für Soldaten, bei Matrosen, dann sind die so spät, dass eigentlich Planwaffen gar nicht mehr verwendet wurden. Und dann ist es nur noch Tradition und nicht mehr interessant für uns aus dem HEMA-Aspekt. Na gut, man könnte auch, keine Ahnung, 1900 die Kartschlussübung der Juist Army, Juist Marine benutzen, aber die Leute selbst haben damit gar nicht mehr gekämpft, dann wäre das halt, ja.
33:45
nicht so nah dran an der Realität oder an den Originalen, wo wir hinwollen mit Kampftechniken zu sehen. Genau, also der hat aber was geschrieben. Das muss man aber in einem Kontext betrachten. Der schreibt ja dieses Werk. Wie nannte sich das? Instructions for training a ship’s crew to the use of arms in Ja, genau. Ich danke dir. Den Namen habe ich mir nicht ausgeschrieben. So, und dieser Mann…
34:13
Der hat noch nicht viel Erfahrung und der kommandiert eine Brig mit, was war das, glaube 18 Kanonen und 62 Mann. Also das ist jetzt, der ist nie der große Admiral Nelson gewesen. Ich meine, das konnte auch niemand nach Nelson, aber das ist jetzt ein Mensch, schreibt dieses Buch, der möchte damit vielleicht auf mich aufmerksam machen, also worauf ich hinaus möchte, ist der Kontext ist hier wichtig. Das ist jetzt nicht das Buch, was sagt, so hat die Royal Navy gekämpft.
34:42
Und die Sache ist, haben einfach generell zu der Thematik kämpfen zu sehen eine super schlechte Quellenlage. Wir haben tolle Bilder, aber wir haben so unfassbar wenig Manuskripte oder irgendwie ein Fechtbuch wirklich dazu zu finden. Das gibt’s alles nicht. Und ich finde bei Pringle Green merkt man auch sehr… ach, jetzt hab ich’s gescheckt mit…
35:04
Ja, wie furchtbar. Okay, und der hat geschrieben hier mal ein Zitat. Das bezieht sich jetzt auf die Matrosen, weil er schreibt dieses Buch vorwiegend wegen der Matrosen. weiß ja, dass seine Marine Soldaten eine Ausbildung haben und kämpfen können. Wisst ihr, warum er schreibt die rechte Seite?
35:34
Die Säbel fechten und ich auf seine rechte Seite von seiner rechten Seite aus macht er den Hieb genau. Es ist natürlich der einfachste Schlag also es ist so den den Schlag kann ich immer mit Wucht reinbringen wenn ich. Wenn ich oben pariere und dann nach rechts runterfalle dann dann ist es ja wie dann stößt er von oben nach unten wenn ich rechts hinten mein Arm aufgeladen habe und den einfach nach vorne bringe dann kommt dieser Hieb auch mit Wucht rein und was er einfach schreibt in diesem in seinem Werk ist.
36:02
Die Matrosen können diesen einfachsten Hieb einfach nicht. Die sind unglaublich unfähig. Du kannst überhaupt nicht auf die bauen, aber du brauchst ja alle Menschen des Schiffes, um ein Schiff zu erobern. Aber da sind wir wieder bei dem Punkt. In dieser Zeit sind Matrosen ja da, um das Schiff zu steuern und die Kanonen zu bedienen. Das Enten ist so dritte, vierter Aspekt. Das ist überhaupt nicht mehr im Fokus. Wie gesagt, hat sich die gesamte Militärgeschichte ja komplett gedreht. Das ist jetzt in der Zeit von Pringle Green 1812. Genau, genau.
36:30
Jetzt sprechen wir von von den linienschiffen die und warum heißen die linienschiffe habt ihr eine idee. Die heißen linien als linienschiffe die schiff auf so leihen. Heute hätte ich linienschiff mit irgendwie so einer so einer fair linie sozusagen. Aber ich hätte jetzt gesagt linie so eine kanonlinie vielleicht an der seite.
36:52
Genau also es gibt ja diese schiffe ersten rang ist das sind 206 kanonen zweiten rang ist 80 kanonen und dritten rang ist noch weniger also so ist die aufteilung. Bei britischen marina jetzt oder ist das ja auch generell das haben viele nationen sie übernommen die spanier auch und so. Und die franzosen das war so wie heute ein schlachtschiff hat hat auch jeder gehabt. Und war ein schlachtschiff die heißen schipp auf so leinen oder linien schiffe weil die in einer linie hintereinander weggefahren sind.
37:19
weil die Kanonen nach links und raus gezeigt haben und dann hast du eine lange Feuerlinie gebildet. Dann bist du mit deinen fünf Schiffen hintereinander weggefahren und dein Gegenüber ist parallel zu dir gefahren und dann habt ihr euch die ganze Zeit beschossen. Kannst du das vielleicht einmal kurz erklären? Warum hat man nicht zusätzlich noch Kanonen noch vorne gebaut zum Beispiel? Ist das eine reine Platzfrage oder ist das taktisch einfach nicht das, was man gemacht hat? Kanonen hast du auch vorne und hinten gebaut.
37:44
Du hattest ja auch zum beispiel manchmal verfolgungsjagd und dass du ein schiff gejagt hast aber vorne passen vier bis acht kanonen hin. Nach schiffsgröße und schiffe sind vorne nicht so aber hinten besonders besonders verletzlich hinten sprechen wir von den ganzen glas aufbauten wo die captain screw ist das heißt du hast nach rechts und links nach vorne hast du die die hülle die auch schon in der zeit sehr gebogen gebaut ist und da werden unterschiedliche hölzer auch verwendet ne heitere hölzer zum beispiel.
38:14
Ich glaube außen für die Verschalung war das und zum Beispiel für die Spanten für das, wo die die harten Hölzer dran sind, dann weichere Hölzer, damit sie mehr die die Kraft aufnehmen können und wieder abgeben können. Es ist Verbundmaterial aus unterschiedlichen Holzarten. und Schiffe sind dann auch schon wie gesagt schwer zu versenken und viele Kugeln prallen ab, vor allem wenn du doch zu weit weg bist, nicht der Wind gut für dich stehst. Und wenn du einfach deine Rückseite zeigst, dann fliegen die die Karugeln einmal hinten durch den Aufbauten durch das ganze Schiff durch.
38:43
Die meisten Feuerkraft kriegst du von einem Schiff, wenn du dich seitlich zeigst. Von einem 106-Kanonschiff sind 45 Kanonen an Seite. Und vorne sind vier oder sechs. Das war ein Nummernspiel. Man konnte nicht so präzise schießen. Man nicht sicher, was die Wirkung angeht. Man einfach rausgehauen und bleibt hängen. Das ist das typische Credo dieser Zeit, wie das Volley-Fire, dieses Schießen in
39:13
napoleonische kriegen zu lang funktioniert hat. 10 musketenkugeln bringen mir nichts. 10 musketen bringen mir nichts ich brauche 200 und davon treffen dann 10. So funktioniert das und so war es dann mit den kanonen zu sehen auch so. Also es gab so schöne grafiken oder abbildungen auch wo man genau sehen konnte die es rekonstruiert haben. Die kugel fliegt nicht einfach von links nach rechts raus sondern die die bounds die fliegt ein bisschen hoch runter hoch runter in dem innerhalb des kanonen lauf ist. Und dann fliegt sie irgendwie am ende in die richtige richtung aber da ist keine präzision oder irgendwas dabei.
39:43
Das heißt es so so bisschen try and error dann auch die kanone auszurichten und das schiff auszurichten und sehr viel hoffnung das gegnerische schiff zu treffen sozusagen. Ja ja also deswegen und so eine schlachten natürlich auch sehr lange gedauert viele stunden manchmal auch tage und genau und wir sind dann halt praktisch mit der entwicklung der kanonen und über flakken wurde ja dann kommuniziert weg von diesem chaotischen ich.
40:11
schwimmen mit meiner Insel zu deiner Insel und kloppen uns in Rüstungen über die Renaissance dann hin zu den fokussierten Seetaktiken mit Fokus auf die Kanonen selbst. Und die hast der Zeit einfach an der Seite. Und was machst du damit? möchtest natürlich immer so gut, du kannst das volle Potenzial deiner Kanonen benutzen. Die Franzosen hatten immer sehr lange Kanonen, die auf sehr weite Distanzen sehr gut und präzise schießen konnten. Die Engländer haben es dann anders gemacht. Die hatten Karonan. Das waren sehr kurze Kanonen.
40:39
Ihr konntest so viel schneller nachladen, weil die ja so kurz waren. Und die Engländer sind dann einfach rein in die Linie. Also sie haben diese Linie praktisch wie Sonté, kannst du dir das vorstellen. Die Franzosen sind der eine Strich und die Engländer sagen dann, nö, ich will nicht in Linie mit euch fahren, ich brete jetzt einfach frontal in euch rein, hab dann aber den Vorteil, meine Kanone sind kürzer, ich kann doppelte Ladung nehmen, ich kann sie schneller nachladen und brechen dann diesen Vorteil der längeren, präziseren Kanone der Franzosen. So lief das praktisch verallgemeinert im französischen napäonischen Krieg.
41:10
Und kam dann auch diese Spezial-Munition zum Einsatz, was jetzt nicht nur eine Kanonenkugel ist, sondern was man auch irgendwie in den ganzen Museen immer sieht. So diese zwei Kugeln an der Kette und… Also Schrappenschlüssel. Genau, also die gab es lange Zeit. Die gab es auch irgendwie schon vor den napäonischen Kriegen und das war ja einfach auf Segel, auf Masten ausgelegte Kanonenkugeln mit den zwei, mit der Kette verbunden.
41:37
Das war jetzt per se nichts so Spezifisches, sondern das war einfach nur, möchtest du den Mast zerstören oder möchtest du das Schiff direkt angreifen und die Besatzung verletzen? Das war so die Option, die du mit diesen beiden Kugeln hattest. Und dann ist ja die Frage, also gerade bei Pringle Green, wir haben hier schon Kanonen, es wurde viel mit Kanonen auch gekämpft, aber ihr habt noch immer was zum Entren geschrieben, dann ist ja die Frage, wieso denn eigentlich? Genau.
42:04
Das Wichtige ist, wir gucken uns mal die Schiffe dieser Zeit an. Zum Beispiel die Hermes-Rictory. Rictory hat ungefähr eine Bauzeit von 5, 6 Jahren gehabt. Das ist ja enorm. Also in Kriegszeit konntest das auch bisschen verkürzen oder auch je, wie die Ressourcen waren. das war auch ganz spannend. Eine Nation, ich weiß gar nicht mehr, welche das war. Die hatte so um 1840 einen Wald angelegt, weil die gesagt haben, sie wollen auch mal eine Flotte bauen. Ich glaube, das war Schweden oder so.
42:30
Und dann, als circa 50 Jahre später dieser Wald gewachsen war und man hätte die Flotte bauen können, dann gab es ja schon die ganzen Metallschiffe. Also du musst für den Bau einer Flotte, musst du so lange vorausplanen, das ist der absolute Hammer. Die Logistik, dahintersteckt. Und ich arbeite auch mit Holz, deswegen weiß ich das auch. Wenn ich jetzt den Baum geschlagen habe und wenn ich da meine Bretter habe, dann musst du die drei, vier Jahre trocknen lassen, weil das verzieht sich ja alles noch.
42:55
Und wenn du jetzt ein schiff baust mit frischen gefällten holz dann verzieht sich das weil es dann irgendwann auch teilweise trocknet. Da hast du überall lächer im schiff es ist ja eine sehr hohe präzisionsarbeit und die erfordert wirklich sehr sehr viel jahrelange logistik und jahrelangen bau. Wenn du dann aber ein schiff erobern kannst an einem tag die menschen den menschenleben kriegst du immer in menschen kriegst du ganz viele das nicht das problem aber so ein schiff ist schon viel wert also für die zeit ne.
43:23
Oder du hast dann so eine Aktion wie bei der Vasa, das ist ein schwedisches Schiff, was bei der Jungfornfahrt quasi im Hafenbett umgekippt ist, weil es bescheuert konstruiert war. Also es war zu hoch für die Breite, es hatte nicht genügend Tiefgang und es ist einfach umgekippt und gesunken und die meisten Leute an Bord konnten nicht schwimmen und sind dann entsprechend mitunter gegangen.
43:53
Das ziemliche Tragödie. Das Schiff lag dann eine ganze Weile dort im Hafen von Stockholm, bis Leute gesagt haben, komm lass mal hochheben. Jetzt gibt es ein Museum in Stockholm und da kann man sich das Schiff komplett angucken. es ist total faszinierend. Du gehst in ein Museum und plötzlich hatten die riesen Schiff. Da bekommt man auch mal eine Vorstellung davon, was das für Dinger waren. von was für Dimensionen wir dann schon reden.
44:22
Die Vasa ist ein total cooles Ding, weil das ist praktisch schon ein Schiff aus diesem Ende dieser Transformationszeit, wo man noch nicht so tief im Wissen war, wie man solche Schiffe baut, wie wir später aus der Aperionischen Zeit ohne Ende haben. Und bei der Vasa war das ganz spannend, weil, wie du sagst, die wurde immer höher gebaut, weil die war nicht auf so viele Kanonen konzipiert.
44:44
wie sie am Ende gehabt hat. Der König hat dann gesagt, ich will noch mehr Kanonen. sollen einen Schiff, also 3 dritten Ranges, 3 Ränge soll sie haben, also 3 Geschützebene soll sie haben. 2 Geschützebene reichen mir nicht, baut oben noch mal eine 3. Geschützebene oben drauf. Darauf war das Ding aber von Anfang an nicht konzipiert. Also baust du auf ein Schiff, was nicht darauf ausgelegt ist, noch mal irgendwie, Geschütze wiegen ja viel, die Geschütze rauf. Wenn wir z.B. von einem 6-Pund entsprechen, entsprechen wir nicht von der Kanone, die Kanone wiegt nicht 6 Pfund.
45:13
Das ist nur das Geschoss. Und dann baust du da oben noch mal die ganzen Kanonen, dann brauchst du sowieso auch mehr Ballast auf dem Schiff, damit du sag schon, gut im Wasser liegst und dann ist dann einfach das Wasser durch die untersten Kanonenforten reingelaufen. Ich glaube, es ist nach 16 Minuten gesunken, irgendwie so hieß das, in dem ich dich gelesen hab. Ja, das Ding ist, es wurde zwei Jahre gebaut, Leute, Wicke Artikel, und das ist halt eines der besten Museums, das ich kenne, weil …
45:42
Sie haben halt einfach dieses Schiff geborgen in den 60er, haben es dahingestellt, haben es natürlich reserviert, gepflegt und so weiter. Haben Museum außen rumgebaut. Also das Gebäude ist quasi um das Schiff drumherum gebaut. Und es ist halt einfach mega gut. Du kannst auch locker einen kompletten Draht einfach drin bleiben, weil das Ding ist halt einfach mächtig. Es ist eine unglaublich schöne, schöne Aktion, die sie da getätigt haben mit dem Aufbau. Und es gibt ja auch zum Beispiel die Mary Rose, das was ich meinte, was ein sehr frühes Transformationsschiff ist.
46:10
Wo wir schon am Ende des Mittelalters sind gar nicht mehr Mittelalter sondern eher schon in Renaissance. Die ist praktisch aus dem gleichen Grund auch gesunken. ich wie viel Konstruktion war. Das war halt ein Schiff was ich meinte mit diesen Aufbauten mit diesen Festungsaufbauten das hatte sie in extreme. Sie hatte gigantische Aufbauten und sie hatte teilweise auch schon sehr sehr frühe Kanonen wobei soweit das Todds Workshop behandelt das. Wobei diese Kanonen wahrscheinlich noch Pfeile verschossen haben also das waren so die ersten Geschosse die du hattest bei Kanonen.
46:40
Und ja ja also das war trotzdem mit schwarzpulver verschossen genau feiler dann sowie praktisch ja So ist zumindest die theorie das ist jetzt noch nicht so gesichert aber diese meri wals die ist halt auch untergegangen weil sie einfach zu groß war und nicht Zu so seh tauglich und die haben sie auch geborgen die ist leider nicht so gut erhalten wie die war aber ich glaube so drei viertel des schiffs Korpus ist erhalten und steht auch in dem museum sehr schön
47:09
Genau, aber ansonsten können wir noch mal dazu kommen, welche Waffen wurden eigentlich verwendet beim Boarding, weil das ja auch immer so interessant ist. finde, mein Freund, hast jetzt gemein. Ich finde den Begriff Boarding so schön, da muss ich ja immer was am Flughafen denken. Welche, Waffen werden eigentlich beim Boarding verwendet? Ja, ich lese nur englische Quellen und da heißt es natürlich immer Boarding, Boarding Action. das, der englische Begriff für entern. Genau, also du hast eine Boarding Action. Okay.
47:39
Vor allem, weil du ja jetzt auch gemeint hast, eigentlich auf die Leute kommt es nicht so sehr drauf an. So bisschen Schwund ist immer. Hauptsache ist ja eigentlich nur, dass man eigenes Schiff am Ende dann nicht verliert und genug von der eigenen Seite übrig bleibt, dass man dann beide Schiffe kriegt. Genau, also vielleicht nehmen wir das noch mal kurz als Aufhänger. Wie wurden eigentlich Leute zum Beispiel in der napoleonischen Zeit auf Schiffe rekrutiert? Es gab dann Philosophen, die hatten einen schönen Text geschrieben, die hatten mal gesagt, ein intelligenter Mann begeht eine Straftat und geht ins Gefängnis.
48:08
Dort hatte ein Dach und die Mahlzeiten sicher. Ein dummer Mann geht zur Navy. Einfach nur mal um Ausdruck der Hygiene und der Bedingungen, die Matrosen unterlagen, weil die waren wirklich unglaublich schlecht. Und das nennte sich, gib mir eine Sekunde, pressen, in den Dienst pressen. Das ist der Begriff. Dann hast du junge, betrunkene Männer, Leute, die vom Wurf einfach mal in die Stadterwärme kommen. Und dann kommen die Marinesoldaten und dann wirst du in den Dienst gepresst.
48:38
Entweder wirst du besoffen gemacht und der schreibsten vertrag oder schon wirst du die schulde gepackt und direkt aus schiff getragen also ist auch wirklich zwangsfrikottierung. Wir haben auch lustige berichte die sagen dann kommen matrosen vom einschiff runter gehen in die taverne besaufen sich und irgendwelche marines soldaten vom allen schiff pressen sie in den dienst. Das sind halt keine menschen großteilig nicht menschen die sich das ausgesucht haben.
49:04
Oder die irgendwie verzweifelt sind also das ist man könnte irgendwie ganz böse behaupten das ist der bodensatz der gesellschaft so ich nehme hier was ich kriege und drauf aufs schiff und mach den dienst den keiner machen will. ist wirklich wirklich so. Zack ich schnapp mir die ich pack mich über die schulter bist du wieder aufwacht bist du eh schon auf sie und dann keine rechte mehr von welcher zeit reden wir da jetzt wo das so sind jetzt wieder bei der napoleonischen. Also in der napoleonischen zeit war so dieses pressen augenburg genau genau.
49:34
Und vorher hat sich der Status oder das Ansehen eines Marinesoldaten im Laufe der Jahrhunderte geändert? in der Notapoleonisch Zeit, in dem ich jetzt, war das nicht das Allerhöchste, war das vorher mal besser? Also ich meine Marinesoldaten, das sind dann wieder die ausgebildeten Soldaten, die haben schon ein hohes Ranking. Marinesoldaten sind nicht Matrosen.
49:59
Okay, dann dann sollte das ganz ganz anders dann lass uns doch direkt mal darauf eingehen was ist da der unterschied? Marine soldaten sind ja praktisch soldaten also menschen mit einer soldatischen ausbildung wir sagen jetzt zum beispiel in dem bezug marine soldaten weil die vielleicht noch mal ein kleines bisschen extra ausbildung haben für das kämpfen zu seh aber am ende sind es einfache infanteristen die auch so eine normale infanteristische ausbildung hatten auch schon zu napoleonischen zeit die sich von den soldaten die zu land gekämpft haben nicht unterschieden hat wirklich
50:29
Da gibt es auch im Zweiten Weltkrieg und zur Zeit des Kaiserreichs. Damit habe ich mich dann mehr mit Deutschland beschäftigt, die nie eine wirklich große Marine vorher hatten. Da war das genauso. Also jegliche Offiziersausbildung oder jegliche infanteristische Ausbildung, die du dann da bei den Leuten gesehen hast, also in Bezug aufs Fecht, nicht generell, aber alles so fechtbezogen, die hat sich nicht unterschieden bei Marineinfanteristen hin zu normalen Infanteristen.
50:57
Und auch in der Antike, da bin ich jetzt nicht so viel mit Fällen versiert, waren das auch einfach Soldaten. Und die haben auf dem Schiff gekämpft oder die haben auf dem Land gekämpft. Aber die werden alle guten Rang gehabt haben als Soldaten. Matrosen ist dann aber eine andere Geschichte. Die haben natürlich im Zweiten, ersten Weltkrieg auch einen hohen Rang gehabt. Also eine hohe, würde ich sagen, soziale Anerkennung. In der napäonischen Zeit war es aber einfach überhaupt nicht der Fall.
51:25
Was ist …? Matrosen waren die, die man eingesammelt hat. Genau, Matrosen sind die, die die Segel bedienen, die die Kanonen bedienen. Das sind all die, du brauchst, das Schiff am Laufen zu halten. Wer ist denn der an Bord, Tatsächlich Ahnung hat, wie man überhaupt zu See fährt und Leute anleitet? Wenn du jemanden Taverne aufsammelst, ist er nicht zwangsläufig gut ausgebildet und erfahren, was das zu Seefahren angeht. Das überläuft über viel Praxis und durch die Offiziere. Also, hast ja die Offiziere, Beispiel gerade in apionisch Zeit,
51:55
Du fängst mit, ich glaube, zwölf Jahren an auf dem Schiff als Offizier. Und dann wird ja alles. Dann bist du auf dem Schiff und dann bist du auch bei den Gefechten dabei. Mit mit 18 oder mit 16 leitest du dann vielleicht schon ein erstes Gefecht an. Irgendeine kleine Truppe oder du bedienst eine der Beschützebene, Kommandiesti. Und du wirst dann praktisch durch Praxis und Theorie auf dem Schiff selbst im Krieg angeleitet, wirst erwachsen und kommst dann, sag ich mal, mit.
52:25
28 daraus als fähige Offizier den Schiff kommandieren kann ohne Probleme und hast jahrelange Kriegserfahrungen und bist immer an der Praxis zusammen mit Theorie durch deine anleitenden Offiziere aufgewachsen. Das heißt als Kind mit zwölf Jahren fängst du auf dem Schiff an? Genau, entweder als Offizier, aber es gab auch Kinder, die auch einfach in den Dienst gepresst wurden und die nannten sich zum Beispiel Powder Monkeys. So war der Begriff.
52:51
Und das waren junge Kinder, sind dann über diese Geschützdecks gelaufen mit dem Schwarzpulver, was immer wieder nachgeschafft werden musste für die ganzen Kanonen. Aber frag mich nicht, warum es Kinder waren. Das weiß ich nicht. Aber ich weiß, es waren immer Kinder und sie nannten sie sie nannten die generell Paul der Monkeys. Aber die die Kinder, die jetzt quasi die Soldatenlaufbahn dann auf dem Schiff vollzogen haben, sind die da freiwillig drauf gelandet oder?
53:18
Das wird ganz unterschiedliche Beweggründe gehabt haben das ist jetzt so einige wurden von der Familie reingegeben es war ja auch immer das war ja die offizierslaufbahn und auch im viktorianischen auch im napoleonischen england offizier ist ja meistens irgendwie adelig teilweise noch irgendwie der armer landadel oder was auch andere. Sachen das sein können also das ist das ist ja rum im militärdienst fürs land.
53:45
von den Eltern reingezwungen oder irgendwie fanatisiert selbst reingewachsen. Jetzt muss ich aber noch mal fragen, wenn da auch teilweise Kinder in den Dienst gepresst worden sind, wie alt darf ich mir denn so die Matrosen vorstellen? reden wir hier von 16-, 17-Jährigen, sind das eher Leute Anfang Mitte 20 komplett bunt gemischt? Du, ich würde sagen, da sprechen wir von 16 bis 50, ist da alles möglich.
54:12
Also schon ein großer Teil der Gesellschaft, der da abgedeckt ist. Also da kann man auch selbst gerne mal einfach googeln, Powderbunky. Das ist eine sehr interessante Geschichte. Die haben auch eine eigene Medaillegewitt mitbekommen, die sie dann teilweise als Auszeichnung erhalten haben. auf so einem Schiff, ein Schiff kann man sich wirklich vorstellen wie ein Spielgebiet der Gesellschaft. Nur sehr patriarchalisch. Natürlich waren da nirgends wo dann Frauen auf einem solchen Schiff organisiert.
54:39
Aber da hast du wirklich alles an Gesellschaft auch drauf gehabt ansonsten. Okay. Ich muss mich die ganze Zeit an den Film Captain Dotterbar denken, auf Englisch Yellowbeard. Das ist so eine Art inoffizieller Monty Python Film, wo es auch eine sehr schöne Szene gibt, wie sie Leute in den Dienst pressen und jemand versucht eine Frau an Bord zu schmuggeln und dann gestoppt wird mit den Worten, nein, Frauen an Bord bringen Unglück, das ist wissenschaftlich erwiesen.
55:07
Also, einen Film, ich auf jeden Fall empfehlen kann, wie hieß er, Am Ende der Welt mit Russell Crowe in der Hauptrolle als Kapitän. Ich komm grad nicht auf den Namen. Auf jeden Fall ist der Film Master in Commander? Ja, genau, Master in Commander. Der Film bedient ein fiktives Szenario, ist aber interessanterweise angelehnt an ein reales Event, das ist das Aufeinandertreffen eines englischen Schiffes mit der USS Constitution.
55:36
Also diesen noch dem zweitältesten Kriegsschiff in Dienst, diesen amerikanischen Frigate. Und dieser Film ist aber von unglaublich vielen Historikern in den Himmel gelobt, weil er eine wirklich unfassbar realistische Darstellung des Schiffslebens ist und des Krieges zu sehen. Also wenn man irgendwie nur ansatzweise mal ein Bild davon haben möchte, wie das alles gelaufen ist, dann guckt man sich diesen Film an und danach ist man sehr viel schlauer.
56:00
Das ist doch ein guter Dota Bad möchte ich an dieser Stelle noch mal kurz sagen, ist eine Komödie. Der hat nicht den Erzspuch realistisch zu sein. Aber wollen wir noch mal kurz zu den Waffen, die auf diesen Schiffen eigentlich verwendet wurden, zu sprechen kommen? Ja, unbedingt. Genau, weil das ist auch super interessant. Denn was glaubt ihr eigentlich, so was waren die am meisten verwendete Waffe zu sehen? Neben Kanonen.
56:26
Ja jetzt jetzt blank war also auf die auf das entfokussiert ja ich denke ein messer. Ja ja cutlass ente messer heißt ja schon so und halt irgendwie so eine so eine bestohle noch mit dran wie man es halt kennt. Genau cutlass was war aber so hauptsächlich tatsächlich hatten waren piken. Also so ente piken die kann man sich wirklich einfach spären und die hatten so meistens eine länge von um die drei meter fünfzig.
56:55
So man denkt jetzt Schiff, enger Raum, Cutlass, kurze Waffe, ist alles richtig. Aber du brauchst ja auch, diese Schiffe haben ja praktisch eine U-Form, wobei der obere Teil des Us nach innen einfällt. Das ist eine Distanz, die musst du irgendwie überwinden. Höhenunterschied musst du irgendwie überwinden. Und bevor du überhaupt auf ein Schiff raufspringst, du kannst es nicht nur mit den Marinesoldaten, die ihre Mosketen abfeuern, klären. Es gab ja auch schon in der napäonischen Zeit Granaten.
57:23
Aber wirklich vielfach wurden diese Enterpiken verwendet von vor allen Dingen Matrosen, weil du damit eine gute Distanz überbrücken kannst, erstmal Leute töten kannst und dann dir gewissen Platz schaffen kannst, dass du dann überhaupt mit den Nahkampfwaffen erstmal rauf gehst aufs Schiff. Ist das das, was man umgangssprachlich Enterhaken nennt oder ist das nochmal was anderes? Das wollte ich auch gerade fragen. Ja, kann man auch umgangssprachlich Enterhaken nennen. Das geht so in die gleiche Richtung. Wobei ein Enterhaken hat mehr den Hintergrundgedanken, dass du ja einen Haken hast und etwas zu dir ranziehst.
57:52
Diese Piken waren nicht zum Einhaken, die hatten auch meistens keinen Haken, sondern das waren einfach wirklich 3,50 Meter Späre, um Leute abzustechen. Das heißt, du hast es nicht benutzt, um dann quasi die Leute abzustechen und dann auf dem gegnerischen Schiff festzumachen und dann darüber zu krabbeln, quasi über diese 3,50 sondern nur zum Abstechen.
58:16
Nur zum Abstechen. Wobei, wie in dem ersten Bericht aus der Antike, aus 500 v. Chr. Die Waffen, die du brauchst für den Seekrieg, super komplex. Da wirst du Pikern gehabt haben, wirst du Enterhaken gehabt haben. Aber die Pikern kommen meistens zum Einsatz, wenn die Schiffe schon aneinander liegen. Und natürlich brauchst du Pikern, hast du gerne auf dem Schiff, wo du dich verteidigst, weil du verändern möchtest, Leute raufkommen. Aber natürlich auch super gern auf dem Schiff, mit dem du angreifst, weil du ja die Leute irgendwie auch wegbekommen willst, die Schiffe verteidigen, damit du überhaupt erst raufkommst.
58:46
Mhm. Das ist super, ne? Da kannst du so eine Truppe nehmen, die sonst Landsknechtreinactment macht mit Pickenhaufen. Zack, stellst die auf den Schiff, schon perfekt ausgestattet. Jaja. Und dann kommt natürlich auch der Cutlass. Ich weiß nicht, ich hab mal einen in Hand gehabt, die wiegen so, die Englischen sind einfach nur gegossen. Gegossenes Eisen. Riesiger Hauch drauf, macht Räten, 1,4 Kilo.
59:12
Einhändig, man dazusagen? Einhändig, so lang wie eine Machete. Also wirklich nicht die Welt. Aber das sind unglaubliche … Ich sag mal, man merkt, ist einfach nur eine Waffe, gibst du den Matrosen, die ist primitiv, ist durch ihre Funktionsweise, Bauweise, ist die einfach schon dafür da, um Leute zu töten. Auf Plump mit Gewalt raufhauen.
59:34
Da ist es zu sagen wenn du was triffst dann hat das auch eine wirkung egal hat das auch eine wirkung genau und zum beispiel schreibt ja auch in seinem mannuskript matrose müssen nicht viel lernen sie müssen lernen dass ihre rechte seite verteidigen dass die linke seite verteidigen dass sie den kopf verteidigen und vor allen dingen müssen sie den kopf verteidigen können und ansonsten soll er einfach nur auf den kopf zuschlagen oder vielleicht mal einen stich machen also das ist sehr reduziert so was du so von dem cutlass beschreibst da würde ich jetzt sagen so aus
01:00:01
die Trainerperspektive so Constraints-led Approach mäßig, haben sehr gute Affordance, also sind quasi sehr, sehr einladend für die Bewegung, die man dann damit machen soll. Genau, genau. Tätigkeit. Und ich hab selbst hab ich ein Klivang. Das ist sehr cutlassähnlich, wenn auch ein gutes Stück leichter. Das ist dann mehr so aus 1918. So ein Militärsäbel kann man sich den vorstellen. Und das ist sehr spannend. Da hab ich aber direkte Vergleiche, weil ich hab …
01:00:30
Bilder gefunden, wo Leute damit geschlagen wurden oder angegriffen wurden. Manchmal wurden Leute damit in den Niederländischen Kolonien an Fehler gebunden. Da hat man mit diesen Cutlets ihnen auf den Rücken geschlagen und den Rücken durchschnitten. Das ist natürlich extrem brutal und unschön. Es ist aber in diesem Bezug rein forscherisch sehr spannend, weil man sieht, was ist eigentlich das Verletzungspotenzial, was ich von so einer Waffe raushole.
01:00:56
Und bei diesen doch schon gut leichteren Klivan ist dieses Verletzungspotenzial enorm. Also die Verletzungen waren wirklich tiefgehend. Und jetzt kann man sich vorstellen, wie wäre das bei einem Cutlass, der noch mehr wiegt und der, ich sag mal blöd, noch barbarischer geführt wird. Die wären schon enorme Verletzungen hinterlassen. Also das ist wirklich sehr hart. Und es ist ja eine Waffe, die jeder bedienen kann, deswegen kriegen sie auch Matrosen. Cutlass kann man…
01:01:22
Kann man sagen, die hatten alle schon in irgendeiner Form ein bisschen Handschutz dran? Ja, die haben schon ein Gefäß, was über die Finger vorne geht, wie ein klassischer Säbel, moderner Säbel. Also das hatten die schon. Genau, also ich kann auch das schön vor dem Körper halten. Die Hand ist relativ gut geschützt. Und dann traue ich mich auch ein bisschen, jemand damit zu hauen, so taktisch Man kann damit eigentlich wirklich wunderbar Parade, Repost machen, also sich verteidigen und angreifen. Man könnte wunderbar damit Säbel fechten.
01:01:52
Es ist halt nur, aber die Waffe ist darauf konzentriert, das nicht kampftechnisch versiert und ausgebildet zu machen, sondern einfach, ja, hast du was, damit kannst du dich schützen und damit kannst du die anderen einfach tot kloppen. sag nochmal kurz zum Vergleich, so diese Offizierssäbel, mit denen sonst sehr viele Leute auch einfach fechten. Wenn sie HEMA-Säbelfechten machen, wo sind die ungefähr vom Gewicht her? Naja, da haben wir jetzt zum Beispiel, wenn wir uns die von Krieger angucken, ich glaube 890 Gramm.
01:02:20
Und ich glaube, springen da zwischen 700 Gramm war da eine Kriegersäbel, glaube ich. Also wir springen da von 700 Gramm bis 900 Gramm oder 950 Gramm. ja, also wir haben dann also noch mal die Hälfte des Gewichts oben noch mal drauf. Und dann haben wir einen Cutlass, das aber gleichzeitig zu 30 Zentimeter kürzer ist. Und das Ganze halt einhändig, wo man sich bei Langschwertern, die 1,4 Kilo haben, schon manche Leute auch denken,
01:02:50
Ja, ist schon eher, merkst du, dass du was in der Hand hast, so 200 Gramm Hebel oder so, das dürften es schon sein. Genau, und was wir natürlich auch an Waffen haben, die wir Verwendung finden, sind die Enter-Pieken oder natürlich Gewehre mit Bayonett vorne dran. Oder auch Äxte, oder am Ende wird alles genommen, was auch immer du findest. Da muss man wieder im Auge halten, man hat zwar ausgebildete Soldaten auf diesen Schiffen, aber den Großteil dieser Schiffe, so ein HMS Wigdewee, die hat irgendwie 600 Leute gehabt, die auf dem Schiff gedient haben.
01:03:19
Davon waren vielleicht 100 leute marine soldaten das heißt 500 matrosen unausgebildete und die müssen aber alle kämpfen können alle müssen wir in rangezogen wenn ein schiff geändert wird zum angreifen verteidigen. Und dann ja hast du halt man könnte sich vorstellen wie eine extrem brutale. Wie kann man sagen knallt schlägerein. Wie läuft es denn generell ab also ich habe jetzt wir haben jetzt irgendwie das nicht geschafft die das andere schiff mit kanonen zu versenken.
01:03:49
Die sind so nah ran dass wir die kanonen nicht mehr abfeuern können ohne uns selber zu schrotten. Wie was passiert jetzt wie läuft es ab. Das ist ein geiler übergang zu nelson’s pentune bridge. Also seine parton brücke das ist die bezeichnung für eine aktion die nelson damals als kapitän der captain dieser schiff hatte. Das schiff hieß captain das schiff ist kapitän ich bin captain der captain.
01:04:21
Das war die Schlacht am Cap Sant Vincent im Jahre 1797. HMS, Her Majestät’s Ship, mit 74 Kanonen, befindet sich Nelson am Ende dieser Schlachtlinie. Er befindet sich am Ende dieser Linie mit seinem Schiff. Die spanischen Schiffe wollen abhauen. Die haben keine Lust, sind in zwei Linien. Und Nelson sagt sich, das bringt hier alles nichts. Entgegen der Befehle seines Admirals …
01:04:46
Neidet er die linie den den weg dieser einen spanischen linie ab jetzt wird schwer noch also er bricht aus seiner linie aus fährt von a nach b so rum bevor ich es auf linie sahre zu den spanischen schiffen um den den weg zu versperren für die eine linie von den zwei linien die sie haben aus ihren schiffen verständlich also das eine gleis da setzt er sich drauf sozusagen genau genau
01:05:11
Und die Schiffe, auf die er da aber stößt, sehr viel größer und stärker bewaffnet. Das sind alle Schiffe ersten Ranges. Er hat einen Schiff dritten Ranges. Schiffe ersten Ranges waren dann so zum Beispiel die Santissima Trinidad von der 22 Kanonen. Er hat 76. Dann noch zwei andere spanische Schiffe, ich glaube, mit 98 und 80 Kanonen. Und er legt sich mit den drei Schiffen an. Stellt sich da in den Weg. Nelzen halt. Er hatte eine Unterstützung durch die, ich glaube, Exelence war das. Ein anderes englisches Schiff mit so 76 Kanonen.
01:05:41
oder 74. Aber Nelson endet in der Situation, sein Schiff ist ein Frag. Er hat alle Masten verloren, er hat nicht wenig Verluste gehabt. Und was macht er? Er treibt mit seinem Schiff auf das andere, auf das eine Spanisch Schiff zu und enter dieses. Und das ist eine sehr interessante Sache. Ich meine, es ist ein bisschen Spezialfall, aber so wird der Ablauf eines des Enter-Vorgangs am Ende auch gewesen sein. Du musst ja dann irgendwie auf dieses Schiff kommen.
01:06:09
Soziale erst bildet er mehrere ente kommandos also so bisschen wie einsatz kommandos so also gruppen den er befehle gibt und sagt du gehst über den weg auf schrift du gehst über den weg auf schrift und bei dem. Gib mal eine sekunde genau bei dem einschiff also die schiffe liegen praktisch verkehrt herum einander wobei mein schiff das vorne ist ist bei dem schiff an den es anliegt den spanischen das hinten.
01:06:35
Und von Nelzens vorderen Schiff aus springen sie hinten zu der Captain’s-Kabine, schlagen die Fenster ein und gehen praktisch in den Bauch des Schiffes direkt rein. Also nicht oben rüber, nicht über die Rähling, wo die Schiffe ungefähr auf gleicher Höhe aneinander liegen in den längeren Weg. Sondern er geht von hinten rein über die Fenster der Captain’s-Kabine und die zweite Endermannschaft geht vorne über das, das nannte sich, warte, da gab es einen schönen Fachbegriff, über den Bugspeed.
01:07:04
Also das ist dann der vordere Mast des Schiffes. wir nur noch mal zur Einordnung. Also ein Schiff liegt jetzt hinten dran. Und das andere Schiff liegt vorne dran. dem Schiff. Die Schiffe liegen praktisch verkehrt auch aneinander. Okay, wenn ich das so sprachlich abbilden kann. Aber reden wir jetzt von zwei Schiffen? Oder zwei Schiffen, aneinander liegen nur. Aber das ein spanisches und ein englisches. Genau. Und die.
01:07:33
Das Englische ist jetzt sozusagen hinten an dem Spanischen dran, wo sie über die Captain’s-Kabine … Nee, sie liegen seitlich aneinander. Ah, okay. Jetzt hab ich’s verstanden. Genau. die Schiffsvariante von 69. Ja. Genau. Und, äh, genau. Also, beim einen geht der über die Captain’s-Kabine hinten rein, schlägt die Glasfenster ein. Diese Linien-Schiffe haben ja hinten diesen großen Aufbauten, wo auch Scheiben sind oder manchmal auch Balkone.
01:08:01
Da geht er rein und geht praktisch direkt in den Bauch. Und auf der anderen Seite gehen sie vorne über den Mast auf das Schiff, auf das feindliche Schiff. Also dieser Bugspeed heißt das, das ist das Stück, was so vom Schiff nach vorne weg zeigt, wo die Galionsfigur drunter ist. Okay. So, das ist anscheinend nicht so normal, weil ansonsten kämpfst du dich ja in der Mitte, wo beide Schiffe längst aneinander liegen, ja. Und versuchst, da rüber, rüber zu kommen. Aber das ist quasi die größte Fläche sozusagen, wo am meisten Leute gleichzeitig rüberkommen könnten. Was Nelson also gemacht hat, ist praktisch eine Flankierung von zwei Seiten.
01:08:31
Weil der Fokus liegt natürlich da, wo wir sagen, wo die meiste Kontakt ist, wo man am ehesten rüberkommt am einfachsten. Aber er flankiert halt. Einmal hinten durch den Bauch des Schiffses und einmal oben vorne über den Bugspeed, da wo die Gayonsfigur ist. Und sie rennen sofort zum Achterdeck, weil da ist ja dann der Kapitän und die gesamte Offiziersbesatzung, also ein Großteil der Offiziersbesatzung, die Befehle geben, schaffen das zu erobern und die Leute dazu töten und dann ergibt sich ein großer Teil der Besatzung.
01:08:59
Achterdeck ist wo für die nicht Norddeutschen von unter uns? Das ist der hinterste und höchste Aufbau auf dem Schiff. das da haben sich normalerweise die Offiziere aufgehalten. Genau, da wo auch das Steuerrad ist. Das wo du weit hoch, weit hinten bist. Das ist nicht überblickt, du bist ein bisschen aus der Gefahrenzone raus, weil die Mitte ist da wo es sich konzentriert. Und da hast du auch das Steuerrad. Und das schafft er schnell einzunehmen. Da hat er aber ein Problem. Dann legt er ein weiteres spanisches Schiff an.
01:09:25
Und jetzt haben wir so dieses Event, diese Pantunenbrücke. Also da liegen jetzt drei Schiffe aneinander. Und Nelson hat jetzt die Wahl. Er kann jetzt gucken, er irgendwie, er schickt zu alle erstmal Leute zurück zu seinem Schiff, die Reinforcements, also Nachschub holen, also neue Besatzungen, neue Crewleute, weil seine ja auch alle ein bisschen kaputt sind von dem ersten Kampf. Und springt dann, ganz unerwartet, damit haben die Spanier gar nicht gerechnet, endet er dann das zweite Schiff, was auf spanischer Seite angelegt hat an dem ersten spanischen Schiff.
01:09:56
Das hat die total überrascht und währenddessen wurden sie auch von einem anderen englischen Schiff noch beschossen. Sodass diese Crew halt auch schnell aufgegeben hat. Und Nelson hat dann einfach zwei Linien Schiffe erobert. Geile Aktion. Was ich mich halt frage ist, wie funktioniert denn das, dass du den Leuten überraschen kannst? Weil das ist ja jetzt nicht so, also würde man das nicht mitkriegen. Weil wir sind ja direkt aneinander. Ich sehe, wo die Leute hinlaufen. Wie kann das überraschend sein? Oder habe ich da so viel Rauch von dem ganzen Schwarzpulver geschießen und so?
01:10:26
Also na klar wir sprechen jetzt wieder so wie gesagt so dieses wenn landschlachten zweidimensional sind sie schlachten fünfdimensional. Du hast den ganzen rauch du hast ein ungemeines chaos schiff kommunizieren über flaggen dann ist die also so ins detail geht ja der bericht nicht dann ist aber die frage wurde überhaupt noch mit flaggen kommuniziert zum beispiel zum anderen spanischen schiff war überhaupt schon klar dass das spanische schiff aufgegeben hat oder sind sie direkt in den moment reingekommen es war aber schon klar sie haben alle die waffen niedergelegt es war eine entscheidung von.
01:10:54
Vielleicht nur eine halbe Stunde, aber eine halbe Stunde ist ja auch nicht so viel Zeit in so einem Gefecht oder Krieg. Auf jeden Fall, was wir wissen, diese Schiffe hat er angelegt und sie waren überhaupt nicht darauf vorbereitet, dass Nelzen sie entlernen würde. Vielleicht war das aber auch so aus der Situation heraus, dass sie dachten, naja, sie haben gerade schon den Kampf auf dem einen Schiff gehabt, jetzt legen wir hier als zweites Schiff an, mit größerer Besatzung und frisch und dann wirst du aber einfach angegriffen, weil du sagst, das ist nächster Angreifer und rechne es nicht damit.
01:11:24
Wobei aber was wir wissen aus dem Bericht ist, dass die Besatzung des zweiten spanischen Schiffes auch schon hohe Verluste hatte im Zuge des gesamten Gefechtes, bevor sie angelebt haben. Okay. Ja, ich dachte jetzt auch an, dass das erste spanische Schiff, wo sie vorne und hinten quasi rein sind, auch da, also ich meine, wenn du dich in der Mitte sammelst und da kommt keiner, können wir vielleicht nochmal kurz machen, wie komme ich denn auf das andere Schiff rüber? Also in Filmen wird das ja so dargestellt. Ich habe da meinen Enterhaken, wo nur ein Haken dran ist, ein Seil und ich schwing mich dann da irgendwie rüber.
01:11:52
Ist das so, wie das funktioniert oder kletter ich dann quasi von mit so einer Strickkleider, die außen dran hängen, auf das andere irgendwie rüber oder wie funktioniert das? Na, da gibt es ganz viele Möglichkeiten. Du kannst einfach nur klettern. Also sie haben es jetzt zum Beispiel so gemacht, die die Scheiben, sie eingeschlagen haben von der Captain’s Cabine, die waren wahrscheinlich gut gelegen, dass sie da direkt so rüber springen konnten oder schnell rüber klettern konnten ohne großen Umweg auf den vorderen Teil des Schiffes, wo sie rauf geklettert waren.
01:12:19
Da ist sonst so ein quer balken der raushängt an den danker liegt das heißt du kannst über den quer balken praktisch ein gutes stück der distanz zu dem an ein schiff über. Überbrücken und kannst dann vielleicht mit dem sprung oder auch nur mit dem schritt kommst du dann vorne auf das schiff. Also man hat irgendwie die gegebenheiten die baulichen gegebenheiten schiffe schon genutzt. Als vorteil so gut man konnte um diese distanz zu überbrücken das ist auch interessant deswegen haben wir auch diese boarding axis also diese diese ente eckste.
01:12:48
Die haben ja auf der rückseite diesen diesen nagel praktisch sie sind ja sehr spitz zulauft einfach nur auf der rückseite. So damit kannst du dann wie das leute machen um eiswelle hoch zu klettern. Hau auf so die dinge einfach in die bordwand wie eispickel quasi so genau der schwert pickel. Der der achtspickel ist es dann praktisch den haus in die bordwand und klettert damit dann hoch oder du wirst ente haken und mit seilen und klettert das hoch also.
01:13:16
Wobei aber auch die Frage ist, ist der Höhenunterschied zu groß zwischen Schiff ersten Ranges und Schiff zweiten oder dritten Ranges? Das ist mal mehr, mal weniger. Das hängt immer ganz von den Schiffstypen ab. dann, also bei den Enter Äxten hatte ich aber trotzdem nur eine, weil beim Eisklettern habe ich ja zwei tatsächlich. Genau, genau. Aber man muss auch sagen, an so einem Schiff hängt auch sehr viel dran. Also da hast du ja die ganzen Kanonluken an.
01:13:44
Mindestens einer Seite, meistens an beiden Seiten, du auch so eine Holzwerthafelung, die zum Klettern gedacht ist. du kannst wirklich gut an solchen Schiffen hochklettern. Aber es ist natürlich trotzdem eine sehr verletzliche Position. Und die Nummer mit mich im Seil rüberschwingen von einem auf das andere, ist das tatsächlich was, was gemacht wurde oder ist das eher so ein Hollywood-Ding? Nee, gar nicht. Das hast du überhaupt nicht gemacht. Das ist dann so ein bisschen das Gleiche, pardon, zu ich kletter die Bordwand hoch.
01:14:09
Wobei da hast du den Vorteil, du kannst nur auf einer Richtung angegriffen werden von oben und hoffentlich geben deine Leute so viel Deckung, dass von oben nichts auf dich kommt. Mit diesen, ich schwing mich jetzt Hollywood-mäßig mit dem Seil übers Schiff, das sehen ja alle. Das ist eine Bewehrung, die fällt dir sofort ins Auge und du hast Leute über und unter dir, auf dich schießen. Also das ist verletzlich, hier könntest du nicht sein. Die Schiffe, haben die dann eigentlich aneinander festgemacht oder sind die dann immer so bisschen hoch runtergetrieben auseinander zusammen? Die werden sie schon versucht haben aneinander fest zu binden, festzumachen.
01:14:38
Aber natürlich hast du dann trotzdem mal so einen Höhenunterschied, der durch den Wellengang entstehen kann, wobei der auch nicht zu massiv sein sollte. Na gut, auch wieder je nach Situation und Gewässer. Es gab ein, zwei Interaktionen, die fanden im Sturm statt. Die waren unglaublich komplex und fragwürdig, wie das geschafft wurde. das ist eher die Ausnahme. Also du brauchst schon irgendwie optionale Bedingungen, damit so ein Intermanöver gelingen kann. Also optionale Bedingungen in dem Sinne, dass die Schiffe gut aneinander kommen müssen, dass die Schiffe ungefähr eine gleiche Geschwindigkeit haben.
01:15:07
dass die Schiffe einander festgemacht werden können. Ja, weil das ist ja auch ein anderes Ding, wenn ich jetzt da vom einen aufs andere klettere und dann in dem Moment sieht es irgendwie gut aus und dann ändert sich das oder geht auseinander zusammen. kann es ja auch irgendwie die Matrosen dann halt zwischen den Schiffen einquetschen. Also auf jeden Fall, da haben wir viele Berichte auch, dass sie dann zwischen den Schiffen runterfallen, ertrinken oder auch zerquetscht werden. Das war auch ein bisschen schwund, das immer. Da muss es aber schon noch ein bisschen.
01:15:35
oder ausreichend viel externe Motivation, dass du das dann halt auch machst. Also das, du vorher gesagt hast, mit du stehst mit berühmt zum Anwalt, du kannst ja nicht weglaufen, das ist sicherlich irgendwie ein Faktor. Aber so dieses mit, ja, kann also auch ohne Feinkontakt, kann da richtig viel schiefgehen. Ja, auf jeden Fall. Also das ist alles nicht ohne. Und deswegen hatte ich auch dieses Beispiel gebracht von einem englischen Philosophen, meinte,
01:16:02
Ein intelligenter Mann geht ins Gefängnis und nicht auf dem Schiff. Wie hat sich das eigentlich… Du hast ja das Beispiel gebracht, das waren im Mittelalter so schwimmende Festungen mit Aufbauten. Und wenn ich jetzt eine Festung habe, dann ist klar, einer erobert und die Festung wird verteidigt. So jetzt habe ich aber, jetzt komme ich ja quasi mit meiner, mit meiner Burg an eine andere Burg rangefahren. Und jetzt kann mir ja generell das passieren, wie jetzt irgendwie bei den Spaniern.
01:16:32
dass dieses zweite Schiff das kommt ran und will jetzt eigentlich hier unterstützen und wird selber geentert. Also es ist ja jetzt eigentlich nicht unbedingt klar wer Angreifer und wer Verteidiger ist, sondern ich kann mir auch sagen hier direkt gegen Angriff und wenn jemand kommt um mich zu entern wie bei Asterix und Obelix, dann enter ich jetzt den Laden. Wie oft ist das vorgekommen? Gibt es da Berichte, dass
01:17:01
oder dass man sagen kann und oder war es eigentlich immer klar irgendwie einer fährt ran und der andere verteidigt. gut bei dem mitteil hatten wir mitteil hatten wir den punkt dass es irgendwie dieses agreement gab man hat sich auf diese sicht wirklich vorbereitet aus vielleicht aus meist irgendwie aus dem zwang heraus vielleicht aber auch weil beide gesagt haben ja das gewinne ich sie.
01:17:25
Und dann musstest du ja die Schiffe auch vorbereiten, dass du praktisch so mit Plattform an Plattform fahren konntest. Das heißt, du erst mal musstest ja alle Schiffe zusammenbinden, deine eigenen. Jetzt mehr in der napoleonischen Zeit hast du das in diesem Sinne ja gar nicht mehr, weil du ja andere Werkzeuge hast und auf dieses Boarding mehr in einem Notfall zurückgreifst. Der Notfall kann wie bei Nelson sein. Du bist kampfunfähig geschossen tendenziell. Hast du noch deine Besatzung, kämpfen kann und die anscheinend auch will?
01:17:50
und hatte dann den Vorteil, dass er einfach zu einem gegnerischen Schiff hingetrieben ist. Sie konnten ja gar nicht mehr hin segeln, sie sind einfach nur ran getrieben. Ah ja, okay. Haben gesagt, geil, das ist eine Chance, die nutzen wir. Tendenziell in der napoleonischen Zeit dadurch, dass, wie gesagt, das nicht mehr die Hauptwaffe ist. kannst immer noch natürlich die Situation haben, beide Schiffe sagen, ich gewinn das jetzt. Wobei das aber immer so ein englisches Ding war, die Franzosen wollten immer gern zum Beispiel auf Distanz kämpfen.
01:18:17
Aber natürlich dann auch, dass dann mehr eine Angreifer-Verteidiger-Rolle eingenommen wird. Mhm. Okay. Und dann auch nochmal, du bei den Aboloniolink jetzt auch mit diesen, wir haben das ein bisschen angerissen mit dieser ganzen Ausbildung von den Offizieren, dass sie als Kinder potentiell auf diese Schiffe kamen. Also wenn es zum Kampf kam, ungeschickt, wenn man auf einem Schiff ist, das im Kampf involviert ist.
01:18:42
Aber wie wahrscheinlich war das denn? Also hier gibt es ja tatsächlich explizite militärisch genutzte Schiffe, also nicht welche die zufällig in Kampf haben geraten. Aber war das jetzt wirklich was, wo man regelmäßig mit rechnen musste, da Kampf auch führen zu müssen oder war das ein superseltenes Ereignis? Die Frage ist jetzt also eher, wie oft dieses Entern passierte, Nicht nur das Entern alleine, sondern einfach nur, dass man wirklich in der Situation war, man schießt auf das andere Schiff schon überhaupt.
01:19:11
Also wie oft bin ich in Kampfhandlungen generell involviert? Ist das so was, ich halt wirklich regelmäßig mache am Kriegsschiff und eigentlich fahre ich nur von A nach B und das einzige Mal, wenn ich sozusagen nicht kämpfe und schieße, ist halt, wenn ich von A nach B fahre, um beim nächsten Ort zu schießen oder war das ein relativ seltenes Ding? Das ist eine gute Frage. Also dazu habe ich jetzt bisher noch keine tolle Statistik gesehen, die das irgendwie gut aufgearbeitet hat. Was man aber in dem Bezug sagen kann, ist so ziemlich alle
01:19:39
wirklich fast alle Marineoffiziere haben Kampferfahrung. Das heißt, einen Kampf auf so ein Schiff wird es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gegeben haben, gegen ein anderes Schiff. Ob es dann ins Ende ging, da sinkt die Wahrscheinlichkeit schon deutlich. Das ist vielleicht, ich, da bin ich jetzt nicht mehr so faktisch unterwegs, da würde ich jetzt sagen, vielleicht ist das ein- oder zweimal Matroselehnen passiert. Vielleicht auch gar nicht. Aber das Kämpfen per se, das fand auf jeden Fall statt. Und auf diesen Schiffen gab es auch ungemein harsche Vorgaben.
01:20:09
gegenüber den Matrosen, den Soldaten und es wurde auch sehr viel gedrillt immer wieder. Schiff, also die ganze Besatzung wurde immer und immer wieder trainiert. Dann nur für diesen einen Fall, dass wenn sie mal auf ein anderes Schiff treffen oder halt irgendwie an Militäroperationen teilnehmen und klar ist, dass sie ja irgendwo in Kämpfe verwickelt werden. Okay, ja, ich konnte also nicht drauf zocken mit ich gehe zur Marine, weil Gefängnis war keine Option, aber ich kann ein bisschen spekulieren, dass ich aus der Nummer wieder rauskomme, ohne tatsächlich kämpfen.
01:20:39
zu müssen. Diese Rechnung wäre in meisten Fällen wahrscheinlich nicht aufgegangen zur Napoleonic. Nee, nee, nicht wirklich. Wobei man aber auch sagen muss, ich sag mal, dann fährst du drei Jahre zu See und hast vielleicht drei Kämpfe, drei Tage Kämpfe. Die musst du auch erst mal überleben. Aber es ist ja auch so generell in dieser Zeit, die Kämpfe zu See sind schon sehr, sehr blutig und brutal. vor allem die Interaktion, die Kämpfe mit den Kanonen allen wahrscheinlich auch. Ich meine, es fliegt
01:21:08
Die Kanonkugel selbst ist gar nicht so das Problem, sondern die fliegt, wenn sie die Bordwand durchbricht, fliegen halt 3000 Holzsplitter durch die Gegend. Das ist eher das Problem. Aber generell war es in dieser Zeit ja so, auch wenn zum Beispiel bei der Schlacht von Austerlitz die französische Armee auf die österreichische und russische gestoßen ist, die Leute haben ja da auch mit Musketen aufeinander geschossen und da gab es auch mal höhere Verluste. Also wir sprechen dann von 8000 oder so.
01:21:38
Aber von der tausend die gekämpft haben also es war immer ein bisschen mehr ein ding wann kippt die moral deine armee als dass deine ganze armee ausgeholtet wird und so war es auch auf schiffen es ging eher mehr darum wann kippt die moral und du kapitulierst als dass du wirklich stirbst wobei auf schiffen waren die verluste natürlich schon noch mal höher ja du bist aber dann irgendwann auch also du konntest wieder aus dem dienst zu sehen ausschalten auch wenn du in den dienst gepresst wurde das war kein
01:22:07
Amt auf Lebenszeit sozusagen. Das kann ich dir gar nicht so gut beantworten, weil das war bisher kein Punkt, der mich sehr interessiert hat, obwohl ich auch noch nicht so drauf gestoßen bin, wie es eigentlich weitergeht danach. Aber auf jeden Fall wird es ja eine Möglichkeit gegeben haben, irgendwie wieder rauszukommen. Wie ging es dann im Verlaufe der Geschichte weiter? Also wir haben jetzt sehr exzessiv über die napoleonische Zeit geredet und da war Enton noch ein Thema, aber eher bedingt.
01:22:37
Wenn du nicht so eine leute hattest wie nelson die gesagt haben auch du mit sind wir ja gerade mal an das andere schiff dran getriftet Mittag ist vorbei ist jetzt noch nicht zeit für kaffee kommen lass mal schiff entern Wie lief es dann Wie ging das dann weiter also du hattest ja schon angekündigt dass das eher zurück ging mit dem entern Wie war es genau?
01:23:05
Genau, also wir haben uns jetzt praktisch in der wirklich sehr frühen Moderne bewegt. Jetzt gehen wir so in die spätere Moderne. so wir kommen ja in, wie gesagt, wir hatten ja die 3000 Jahre, dann kommen die Kanonen, neue Strategien und so ab dem frühen, Mitte 19. Jahrhundert nimmt ja unser Wissen als Menschheit und Technologien kontinuierlich zu. Also alle Entwicklungen finden immer schneller statt und es gibt immer mehr Entwicklungen. Also es wird immer dynamischer.
01:23:34
so in unserer Moderne, uns gerade befinden. Und so war es auch damals mit den Schiffen. Das hat nicht lange gedauert. Um 1860 waren die ersten Schiffe mit Schmiedeisen in Beplattung. Also die waren komplett mit Eisen umhüllt. Und es ist eine ganz spannende Entwicklung, man schnell festgestellt hat, also dann hast du wieder die Konservativen, gesagt haben, naja, ist ja Schwachsinn, warum soll ich meinen Schiff mit Metall verkleiden. Also es waren noch Holzschiffe, die mit Metall verkleidet wurden. Und irgendwann fand aber so ein
01:24:04
Wettrüsten statt, weil die Leute gemerkt haben, ich kann ja ein Schiff mit Metall, komme mich gar nicht mehr durch. Und die Panzerung hat sich schneller entwickelt als die Geschütze. heißt, Schiffe wurden unglaublich stark, aber die Geschütze haben schnell aufgeholt. Zum Beispiel im amerikanischen Bürgerkrieg kamen dann drehbare Türme auf und die dann auch wieder extreme Vorteile hatten. Und dann kommen wir immer weiter weg von dem Ich fahre in Linie, sondern wieder mehr zu Schiffen, die für sich vielleicht auch mehr selbst agieren.
01:24:31
mit drehbaren Türmen, mit Metallbeplattung. genau, das erste Schiff, was man so wirklich als ein Schlachtschiff betiteln kann, war 1906 gebaut worden. Und das war die HMS Dreadnought. Und alle Schiffe danach, bis wir dann irgendwann zu den Schlachtschiffen kamen, die wurden auch einfach Dreadnought genannt. Also die wurden einfach nach dem ersten Schiff benannt. Ah, okay. Ich hatte mich schon gefragt, wie der Name herkommt, weil der klingt schon natürlich ein bisschen fetzig, aber irgendwie auch so…
01:25:00
Erstaunlich spezifisch für einen Schiffstyp. Ja, also Dreadnought ist auch ein sehr lustiger Name. Ich hatte die Übersetzung mal, ich hab sie jetzt nicht im Kopf. Ich glaub Aufbruch in Hoffnung oder irgendwie so. Also hat einen ganz, ganz lustigen Namen, wenn man es ins Deutsche übersetzt. Ja, sonst sag gern.
01:25:25
Vicky meint, Red North ist ja quasi die zwei Einzelwörter und auf Deutsch übersetzt ist das mit Fürchtenichts. Genau, Fürchtenichts. genau. Irgendwie so war das. Ja, Fürchtenichts. Ja, weil das ist jetzt das modernste Schiff, was weltweit gebaut wurde. Und natürlich nennt man dieses Schiff Fürchtenichts nach dem Motto, wo dieses Schiff ist, da gewinnst du nach dem Motto. Also super lustig.
01:25:51
Ich weiß nicht, die Bilder von der HMS Red Note waren oder von einem anderen Red Note Schiff dieser Zeit. Du siehst dann ein riesiges Stehlendesgeschütz. Gigantisch. Die Menschen daneben sind klein. Weil das Kaliber hat ja auch nachgeholt, damit man solche Schiffe überhaupt wieder zerstören kann. Und dann siehst du links in dem zeitgenössischen Bild, das ist ja eine Fotoaufnahme, an der Wand hängen dann zehn Cutlass.
01:26:16
Also es war ja anscheinend immer noch sehr bedeutend dass man auch ein solches schiff noch gegen interaktion vorbereitet. Und dann kommen wir jetzt so in diesem bereich so der letzte catalyst der in england eingeführt wurde das war der 1000 neun das war neunzehntel neun das war der pattern. Der wurde entwickelt und eingeführt in masse und unglaublicher masse eingeführt das war neunzehntel neun. Aber da sprechen wir jetzt wirklich von der zeit jetzt sind interaktion nicht.
01:26:44
mal eine vorkommende Notwendigkeit, sondern jetzt sind sie eine so unglaubliche Seltenheit, dass es eigentlich keinen Sinn mehr hat. Aber wir sprechen vom Militär, das Militär liebt Tradition. Und Tradition, Ausbildung von Leuten mit einem Cutlass ist ja etwas, was man dann beibehalten hat. Wir haben dann auch super viele Fechtmannesskripte, die uns erklären, wie man mit einem Cutlass kämpfen kann. Aber das ist, wie gesagt, die Zeit, wo man damit gar nicht mehr kämpft.
01:27:09
Deswegen ist jetzt so wirklich zu hinterfragen in dem Kontext, was ist der Grundgedanke? Ist es der Erhalt von Tradition? Ist es körperliche Ertüchtigung? Ist es vielleicht die Vermittlung von Disziplin? Also, ja, es ist eigentlich komplett obsidiert geworden in dem Bereich. Nicht ganz, nicht ganz. Es gibt noch einige Bereiche, wo dann sowas wieder aufkommt.
01:27:31
Und es gibt sogar auch Videos aus der Zeit. Es gibt Videos von ungefähr 1900 herum, wo man sich dann zum Beispiel von der ganz frühen US-Marine anschauen kann, wie Matrosen Übungen mit dem Cutlass machen. Und böse gesagt sehen die sehr schlecht aus. Böse gesagt sehen diese Leute alle nicht aus, als wenn sie damit fechten könnten, wie sie die Übungen machen. Wir müssen eben noch kurz auf diese ganze Geschichte eingehen, wie ich mit dem Cutlass fechte. Weil wenn ich jetzt mal enter, enterpicke, ich klett da rüber, bin dann auf dem Schiff.
01:27:59
Weil gerade auch der William Pringle Green hat ja durchaus auch so ein paar Techniken drin, die immer gut sind für so eine Geschichte abends in der Kneipe. Weil er ja Techniken für Cutlass mit Beiwaffe Pistole oder Pistole mit Beiwaffe Cutlass, je nachdem, wie man das so sieht. Kannst du da noch mal was drüber erzählen? Ja, na klar. Genau, also da wieder unter dem Kontext, die Quelle vorsichtig zu betrachten, ob das wirklich in Masse irgendwo angewendet wurde, alles sehr zu hinterfragen.
01:28:28
Aber er hat ja irgendwie versucht zu sagen, ich möchte diese unfähigen Matrosen für einen Kampf vorbereiten und sagt ja in seinem Kontext, der Kopf zu schützen ist das Wichtigste. Also er hat eine Technik, in der er sagt, er sagt generell, feuere die Pistole nicht irgendwie von deinem Deck aus auf das andere Deck des Schiffes, weil du eh nichts triffst. Hat er recht, ich habe auch schon mit Schwarzpulver geschossen, das ist unglaublich unpräzise. Sondern er sagt, spring mit der geladenen Pistole auf das Schiff, nimm die Pistole in die linke Hand und feuere auf einer Distanz von 6-7 Meter einfach in die Masse, du wirst irgendwas treffen. Und das ist allemal effektiver, als wenn du
01:28:58
Von weiterer Distanz aus versuchst präzise mit deiner rechten Hand zu schießen. Da würde ich ihm recht geben. Was du dann machst, ist du nimmst praktisch ein Reverse-Prip mit dieser Pistole, sodass du die Pistole falsch herum in deine Hand nimmst und der Lauf der Pistole geht dann auf der Außenseite deines Unterarms entlang. Dann hast du praktisch einen Schild. So einen sehr primitiven, sehr kleinen Schild. Man kann sich das bisschen vorstellen, wenn man dazu ein Bild haben möchte.
01:29:24
Wie bei Herr der Ringe bei der Hobbit, Thorin Eichenschild, der dann irgendwie diesen Eichenast genommen hatte, der fast so wie so eine Pistole geformt ist und damit einfach nur seinen Unterarm bedeckt hat mit diesem Ast. Und so ist der Grundgedanke mit der Pistole auch, dass du dann diese Pistole hast, um damit deinen Kopf zu schützen. Praktisch wie so eine Metallschiene, die man über den Unterarm hat, dass man den Unterarm vor dem Kopf halten kann. Er hat wie bei so einer Tonfahne, die geht einfach parallel zum Unterarm entlang und damit kann ich blocken.
01:29:52
Ja, kenne ich nicht, aber das mag dann das gleiche sein. Er hat ja dann auch behandelt, wie du dann ein Gewehr oder eine Pike parierst, weil ja nur das Spitz der Ende gefährlich ist. Prinzipiell kann man sagen, wie fähig ich mit dem Cutlass. Es ist wirklich eins zu eins genau das gleiche wie mit jeder andere Säbequelle. nicht jede. Polnisch, Crosscutting wäre jetzt was krass anderes. Der Rückschneider geht damit auch nicht wie aus dem Ungarischen.
01:30:18
Aber du schützt deine rechte Seite, deine linke, deinen Kopf und ansonsten lässt du die Klinge einfach fallen und machst ganz normale Hebe. Also es ist wirklich sehr, sehr ähnlich. Hatte Pringle Green nicht auch so irgendwie eine Technik drin mit, äh, dann paree ich nach oben mit dem Cutlass und schieß dann einfach auf den Typen, vor mir steht, wäre dann auf jeden Fall nah genug dran? Ähm, er hatte das zur Abwehr von Bajonett und Gewehr oder Piken. Dass er sagt, er lässt die Spitze seines Cutlass nach unten hängen.
01:30:48
Pariert einmal über seine Körper hinweg, also schiebt diese Waffe einmal zur Seite, sodass sie seitlich an einem vorbeisticht. Und in dem Moment, wo sie das gemacht hat, feuerst du deine Pistole ab aus der Hüfte.
01:31:05
Ich habe ein messer zum ganz weit gebracht so ein bisschen ja also es ist ja es ist und das ist ja auch so der punkt besprechen von der steinschlosspistole das kann sein dass die dann doch nicht auslöst das kann sein dass du trotzdem irgendwie verfehlt oder sonstige sachen es ist alles gar nicht so einfach und zu safe das sie dir in der hüfte los also explodiert sozusagen und. Aber ich sag mal wenn es klappt ist ja schon eine filmreife version.
01:31:33
Also, ist ja schon echt jeden Fall. Auf jeden Fall. mal sehen, Applaus. Nee, und das ist halt, finde ich, das war, was ich am Anfang angedeutet hatte, so spannend. Wir haben einfach nicht wirklich irgendwie was an Fechtmanuskripten, die uns sagen, wie wurde denn in der napäonischen Zeit, und vor allen Dingen nicht früher irgendwie gekämpft zu sehen, mit Schwertern und Kuh. Und dann, wenn wir aber die Zeit haben, wo es Quellen dazu gibt, dann war es einfach total veraltet und keiner hat’s mehr gemacht.
01:32:04
Das ist ein bisschen traurig, ein bisschen schade. Aber wie gesagt, die meisten Ausbildungen, die die Leute hatten, eigentlich die gleiche, wie die Leute zu Land hatten. Daher kann man gar nicht so groß differenzieren. Und wenn ich mich jetzt dafür interessiere, wie habe ich auf einem Schiff im Hochmittelalter zur See gekämpft, dann machst du genau das Gleiche wie das, was du an Land machst. Nur, dass es noch bisschen blutiger ist. Ich möchte an dieser Stelle einwerfen. Das ist von Castille Armory. Wir packen das in die Show Notes.
01:32:32
so einen Simulator gibt für die Steilschutzbestohle. Zwar ist die aus Holz, so ein, durch verschießtes Gummibänder tatsächlich. Und sie warnen aber explizit davor und Leute, die das schon ausprobiert haben, haben ja auch versichert, ja, das stimmt. Das ist gedacht für die Verwendung in HEMA-Ausrüstung, so, du es durch die Ausrüstung durchmerkst. Sollst du mit nicht auf Leute schießen, die keine Ausrüstung tragen. Das ist eine gute Info und eine gute Ergänzung. Das klingt so nach Jackass, Alter ey. Also, hin.
01:33:03
Das Ding von Castille ist auch ein bisschen teuer. Das kostet irgendwie 250 Dollar. Aber das gibt es wahrscheinlich auch irgendwo günstiger. Das ist letztendlich halt irgendwie Holz mit einem Abzugsmechanismus. Aber finde ich lustig, dass das halt auch so Ding war. Irgendjemand hat halt gesagt, ja, wäre doch eigentlich lustig, das mal auszuprobieren. Die HEMA-Hersteller, hold my beer. kriegen wir noch hin. Ja, schon sehr geil auf jeden Fall. Was man ansonsten auch viel gemacht hat, es gab mal so eine Tradition,
01:33:32
dass die Leute mit Schafen, also Waffen, scharf schießen können, aufeinander geschossen haben, aber sie haben Wachskugeln benutzt. Und dann konntest du praktisch Duelle nicht blutig auskämpfen. Mhm. Das war dann auch eine Zeit lang Sport. Leider gibt es das aber auch nicht mehr. Ja, ich glaube, also das haben auch ein paar Leute versucht, auch in so einer Art Hämerkontext quasi mit Wachs aufeinander zu schießen. Es hat auch so bisschen die Frage, wie du das dann machst und so weiter und so fort. Aber du weißt Weil eine Trechtmaske geht da nicht, ne?
01:33:59
Ja, das stimmt, da brauchst du ein geschlossenes Visier irgendwie. Aber du, das ist eine megagute Überleitung zu den letzten so wirklich verwendeten Cutlissen bei der deutschen Marine. Zumindest zu dem, was ich herausfinden konnte. Und zwar gibt es da ein schönes Bild, da posiert die 1. und 2. Torpedo-Division, also Leute, die auf Torpedo-Booten gedient haben, mit der Luger-Pistole, also der kaiserlichen Marine-Variante, und deutschen Entenmessern.
01:34:29
Das war dann das Seitengewehr M1911. Und genau, das ist nochmal so ein Entermesser, was 1911 rausgebracht wurde. 10.600 Exemplare mindestens. Und die wurden ausgeliefert an Torpedo-Besatzungen, also die auf Torpedo-Booten dienten, oder an U-Boot-Besatzungen. Das ist ja auch spannend, wenn man sich denkt, ne, also so zu keiner Zeit des ersten Weltkriegs.
01:34:56
Bringe mal ihr erst mal sage ich mal 100 enteinemesser auf ein U-Boot. Da stellt sich die Frage warum? Genau genau das ist eine sehr sehr berechtigte Frage. Genau aber ich habe dafür tatsächlich eine faktisch gute Erklärung gefunden. Als der erste Weltkrieg begonnen hatte gab es ja noch keinen uneingeschränkten U-Boot Krieg. Das heißt entsprechend der Maritimen Regeln hatte ein U-Boot Vorschrift das heißt das U-Boot taucht auf.
01:35:22
Und es schenkt eine wenn es zum beispiel ein handelsschiff kontrollieren möchte oder gar versenken möchte weil es ja von der feindlichen nation ist. und den vorschriften zu beginn des ersten weltkriegs was ein uber zu tun hat ist dann eine enteermannschaft zu schicken. Ach auf das handelsschiff und dann können sie die ladung überprüfen können vielleicht das handelsschiff beschlagnahmen wenn es feindlich ist oder sie können die crew von bord schicken können sagen dieses handelsschiff wird jetzt versenkt. So.
01:35:50
Ist ja noch eigentlich eine ganz faire Lösung. Mit Ankündigung. Ankundigung. Genau. Und da ist natürlich klar, diese Leute hatten dann Pistolen, vielleicht auch MPs, wobei ich glaub, erster Weltkrieg gab’s das ja noch sehr selten. Also Pistolen aber und natürlich Entenmesser, weil du bist auf einem Schiff und grade, wenn du da irgendwie durch ein paar Türen gehst, natürlich wieder alles enger Raum und auch eine Pistole ist mal leer geschossen. Also bereitest du die Entenbesatzung auch von U-Booten vor, wenn sie dieses Weiher zwischen allen Nationen vereinbart.
01:36:20
Das U-Boot muss einmal auftauchen, aber dann hatten wir ja nach ein, zwei Jahren diese Kehrtwende, wo dann die U-Boote, die Deutschen, wenn sie aufgetaucht wurden, sofort angegriffen wurden. Und dann haben sie das einfach nicht mehr gemacht, wie es mit dem auftauchen war. Dann haben sie einfach direkt von unter Wasser aus versenkt. Tja, hätten sie mal die U-Boote beim auftauchen nicht beschossen, dann, ne.
01:36:38
Ja, es ist ja so wer ist schuld bis einer weint ungefähr aber es gab auch ganz interessant Mien schlepper hatten auch dann diese diese Cutliste diese deutschen bekommen diese kaiserlichen und es wurde auch zu einer Marine Truppe nach Flandern Flandern ist ja eine berühmtes Schlachtfeld des ersten Weltkriegs dort war anscheinend auch eine kaiserliche Marine Truppe und die haben auch einen guten Satz an Cutlist bekommen was dann ich würde mal sagen wahrscheinlich für Grabenkämpfe oder so gedacht war.
01:37:07
Die waren ja auch sehr close-porter, also sehr nahkampflastig teilweise. Hatten die das Problem, dass die Teile gerostet sind, ich meine Seeluft, Feuchtigkeit, salzhaltiges? Ich bin der Meinung, wir sind jetzt schon, sag ich mal, von dem, wo wir uns gerade bewegen faktisch oder erzählerisch in einer Zeit, wo es zum Beispiel nicht Chrom, aber Vernickelung oder so, wo es Methoden gab, die dagegen zu schützen.
01:37:35
Aber in der Napoleonic ja eigentlich noch nicht, aber da hat ja auch jeder Hintenkunst irgendwie einen Cutlass gehabt. Genau, das stimmt in der Napoleonic auf jeden Fall nicht. Die waren ja aber auch billig aus Eisen gegossen, zumindest das die Englischen großteilig. Und ich tippe mal, das wird dann so gewesen sein, wenn wir mal zum Beispiel einen Blick werfen auf napoleonischen Soldaten in der Zeit. Du, der musste täglich seine, sag schon, den Hut, da war ja aus Bronze was dran oder seine Schnalle, war ja aus Bronze was, das musste täglich geputzt werden. Da hat man sehr hohen Wert drauf gelegt.
01:38:04
Die wären also auch typisch mal bei den Schwertern unglaublich hohe Auflagen gehabt haben, dass alles sehr gut zu warten ist. wenn ich mal, glaube ich… Ich vergaß Soldaten, den kann man Fleißarbeit aufinstruieren. Genau. Und ich würde sagen, jeder Bundeswehrsoldat kann wahrscheinlich ein Lied davon singen, was für hohe Auflagen zur Wartung der Waffe und Co. bestehen. Und so wird das damals auch gewesen sein. Ich denke, das kriegt man hin, so ein Cutlass zu putzen und rostfrei zu halten. Ja.
01:38:32
Ne, auf jeden Fall. Und genau, das wäre zum Beispiel zeitlich das Letzte. Wir bewegen uns in einer Zeit. Es gibt irgendwie im Zweiten Weltkrieg noch mal, dass ein deutsches Handelsschiff von der englischen Fregatte gekapert wird, weil da anscheinend auch englische Kriegsgefangene drauf waren auf dem deutschen Handelsschiff. Oder es gab so eine, das bringt uns jetzt gleich zu meinen Spaß-Anekdoten, die ich noch ausgesucht habe für die spannendsten Interaktionen.
01:38:57
Es gibt auch irgendwie ein, was war das, englisches Fischerboot, was ein deutsches U-Boot gerammt hat, weil es gerade aufgetaucht war. Also es gibt noch diverse Aktionen, aber es ist nicht mehr die Normalität, es ist keine Pesitaktik mehr und wo auch immer dann jetzt noch Intermesser geführt wurden, war das für eine superspezifisch kleine Sache. Aber das Kämpfen mit Schwertern ist einfach passé. Also die Zeit ist dann jetzt praktisch schon abgelaufen.
01:39:24
Du hattest im Vorgespräch auch noch gemeint, hast noch irgendwie zwei Lieblingsanektoten. War das die eine, das Fischerboot, das das noch viel, besser. Also was wir zum Beispiel einmal hatten, war ja, dass ein Fischerboot ein U-Boot rampt und dann kämpfen die zur Hand. Aber ich möchte ja erst mal fragen, was denkt ihr denn, was denn so die beiden absurdesten Sachen gewesen sein könnten, die zumindest faktisch belegt sind, dass sie stattgefunden haben als Interaktion? Oh. Absurd.
01:39:53
Absurd müsste eigentlich immer heißen, dass die eine Seite extrem unterlegen ist und man nicht auf die Idee kommen würde, dass die überhaupt irgendjemand entern. Oder das Gefährt ist sehr, sehr merkwürdig. Ja, wollte ich auch gerade sagen. dass da irgendwie nicht damit zu rechnen ist, dass jetzt irgendwie von da aus ein Enter Vorgang ausgeht, zum Beispiel. Ja, das ist schon wahr. Also Fischerboot ist natürlich eine interessante Geschichte.
01:40:21
Aber ich könnte mir auch irgendwie so so Kreuzfahrtschiff irgendwie so was vorstellen. So ein Ausflugsdampfer. Na, noch eine Idee. Ansonsten löse ich mal auf. Nee, nur außer es hätten ein paar Flösser ein Kriegsschiff geentert. Flösser ist auch schön. Kavallerieangriff. Okay. Also wir haben das Jahr 1795 und die niederländische Flotte ist mit 14 Schiffen und 850 Kanonen.
01:40:50
in den wat mehr von den helder und der winter ist extrem früh eingebrochen. Und das ganze wat mehr ist komplett zu. Und die schiffe kommen da nicht mehr weg. Und die franzosen greifen ja gerade die niederlande an und genau. Dann findet ein kavallerieangriff auf diese schiffe statt. Weil die da fest weil die da fest gefroren sind und diese hosan erobern dann diese schiffe.
01:41:18
14 Stück, 850 Kanonen. So, jetzt muss man aber auch ganz fair sagen, dass es keinen Sturmangriff Also es wurde gar nicht gekämpft. Das hat die französische Presse natürlich nur so dargestellt und groß aufgehangen. Sondern die niederländische Regierung hatte der Flotte schon vorher angewiesen, dass sollte ein französischer Angriff kommen, sie alle kapitulieren und die Schiffe übergeben. Also ist die französische Kavallerie hin zu den Schiffen und hat aber direkt die Kapitulation empfangen. Ist als Story, muss man auch fairerweise sagen, nicht so gut wie hier. Wir haben hier gestürmt und erobert.
01:41:48
Na klar, na klar. Aber ich fände, ist ein sehr schöner Punkt, weil es zeigt, wie unglaublich vorsichtig man immer mit den Quellen sein muss. Also man mag dann aus der Zeit von 1795 oder den paar Jahren danach, mag man noch originale Zeitungsartikel finden oder originale Berichte, die sagen, da war ein Sturmangriff. Aber mittlerweile ist es faktisch schon aufgeklärt, da gab es keinen Sturmangriff.
01:42:10
Ja, deswegen das Thema hatten wir am Wochenende. Was werden Leute in keine Ahnung ein paar hundert Jahren über uns sagen anhand unserer Quellen wie Facebook, die Hemadach Gruppe? Also wer war die Hema Community im Jahr 2026? Und wenn du dann irgendwelchen Facebook Beef liest, denkst du, um Gott, das haben sich alle gehasst. Das ist ja auch die Wahrheit.
01:42:34
Aber 150 prozentig repräsentativ witzig hätte ich gefunden hätten die schiffe dann auch noch ihre kanonen gegen die kawalerie eingesetzt. Da sind wir aber wieder bei den punkten wenig kanonen nach vorne und nach hinten ja und kannst eigentlich nur in zwei richtungen nach rechts und links schießen ja und von der seite muss er nicht unbedingt anhalten ja das ist clever. Genau ansonsten die zweite geschichte handelt um ein zeppelin. Oha.
01:43:02
Da sind wir neunzehntes zweites Luftschiff. Oder sind wir im Steampunk angekommen jetzt? Also am 23. April 1917 hat das deutsche Luftschiff L323 der kaiserlichen Marine die norwegische Dreimastbarge Royal geentert. Genau die dänische norwegische Barg segelte über neutrales Gebiet.
01:43:29
Der Zeppelin kam angeflogen und als die Besatzung den Zeppelin gesehen hat, sind sie schon alle ins Wasser gesprungen. Dieser Zeppelin hat aber so eine MG-Plattform, von wo aus die nach unten schießen können. Sie sind dann nahe nach unten rangeflogen, haben all der Besatzungen zu verstehen gegeben, schwimmt besser zurück auf euer Schiff oder wir schießen, was die auch gemacht haben. zurück auf das Schiff oder wir schießen.
01:43:53
Und der Kommandant des Schiffes, Herr Bockhold, hat dann mit einer Strickleiter, das Luftschiff war also sehr, sehr, sehr weit runter, mit einer Strickleiter und mit einer Enter-Besatzung sind sie dann auf die Barke gekommen und haben diese dann nach, was war das, Cuxhaven gebracht.
01:44:17
Und haben sie als Priese aufgebracht, also Priese als erobertes Schiff, aufgebracht und haben dafür auch eine Ordnung bekommen und wurden auch alle befördert. Und das war so die einzige Schiffskaperung eines Luftschiffes. Zu Schiff. Und die wollten die Besatzung auf dem Schiff haben, weil irgendjemand musste das Ding ja auch steuern, oder? Ja, genau, genau. Also so ein Luftschiff hat generell wohl sehr wenig Besatzung. Ist ja auch eine…
01:44:46
Nur mit gas gefüllt und hat ja auch begrenzt kapazitäten munition waffen und alles. Ich glaube ich hatte gelesen irgendwie drei leute haben sie runtergeschickt aus die auf die bake eine bake ist ja nicht so groß hat er vielleicht 12 14 leute besatzung. Aber genauso du hättest ansonsten dieses schiff niemals nach kokshafen bekommen. Ist natürlich auch interessant ich sag mal so ein luftschiff vielleicht war das noch mit wasserstoff gefüllt jetzt ja auch einfach drauf ballern können vielleicht hat es ja ganz gute chancen gab dieses luftschiff runter zu holen.
01:45:14
Ja möglich aber ich tippe mal die besatzung der der barke war unbewaffnet also okay mehr mehr so ein transportschiff war einfach okay alles klar. Sonst wäre das wahrscheinlich auch nicht funktionieren hätte das wahrscheinlich nicht funktioniert das ist ja geil. Mit dem luftschiff an das schiff und ist er bekannt mit was für waffen sie das schiff geändert haben.
01:45:38
Da zustande leider nicht so viel also die bedrohung war halt vorwiegend durch diesen mg stand vom zeppelin und ansonsten die bewaffnung wird wahrscheinlich pistolen gewesen sein vielleicht auch irgendjemand mit einem g also mit einer maschinenpistole. ich sag mal wir sprechen ja wieder vom ersten weltkrieg wobei 1917 gab es glaube ich schon deutlich mehr maschinenpistolen in der kaiserlichen armee als zu beginn des krieges wie. Ja da mit dem intermessen. Also in.
01:46:06
In unserer Fantasie war uns enter messer oder zumindest säbel der kaiserlichen marine die dann verwendet wurden das schiff zu ändern. Ja da könnte ich noch mal gucken ob ich dazu was finde aber ich sag mal.
01:46:17
Bisher habe ich herausgefunden, da wo diese Intermesser in der kaiserlichen Marine verwendet wurden, hatten die tatsächlich irgendwie einen Sinn, wie gesagt, für diese polizeilichen Aktionen, für ein Handelsschiff, wenn man das aufbringen wollte oder zerstören wollte, nach den Vorgaben damals. Aber ein Luftschiff wäre jetzt wirklich die Frage, ob die wirklich sowas brauchen. Also war wahrscheinlich jetzt nicht Teil des Standardumfangs, des Lieferumfangs, was man gesagt hat. Falls wir mal jemanden entern müssen, dann. Lieferumfang.
01:46:46
Er ist halt hier keine ahnung erbus so gesagt und ja schauen sie mal hier für im lieferumfang enthalten so ein kompletter gesatz enttermesser also für jede eventualität Wir kommen jetzt so ein bisschen zum ende des podcasts mir Ist aber noch eine frage im kopf worüber wir heute so gar nicht geredet haben bisher nämlich piraten War das ein ding
01:47:16
dass schiffe von piraten ange überfallen wurden geändert wurden und versenkt wurden oder ist es gar nicht so oft vorgekommen. Genau das ist so eine der erst großen enttäuschungen mit der ich mich beschäftigt die ich erlebt habe als ich mich in das thematief eingearbeitet also zu aller erst denkt man immer piraten die haben natürlich dann auch große schiffe mit vielen kanonen gehabt. Das haben sie aber nicht sondern was piraten vorwiegend hatten waren privateers also.
01:47:46
Segeljachten könnte man schon fast sagen. Zehn Meter Länge vielleicht, ein, zwei Masten. Sehr klein, aber trotzdem passen da schon um die hundert Leute drauf. Aber sehr schnell. War ja ein relativ kleines Schiff. Vorwiegend haben Piraten Schiffe geentert, indem die Schiffe vorher kapituliert haben. Weil all diesen Menschen, da aufgedient haben, die da gearbeitet haben, ihr Leben einfach mehr wert war als die
01:48:15
Sag schon, die Ware. Und wir sprechen ja dann auch nicht von militärischen Schiffen, die sowieso nicht angegriffen wurden, sondern von zivilen Schiffen, die dann keine Soldaten haben. Das heißt also … ist ja nicht meine Ware. So, so what? Sollen Sie haben.
01:48:33
Ich bin ein Matrose und Matrosen dieserzeit sind nicht ausgebildet fürs kämpfen. Warum soll ich mich mit blutrünstigen Piraten, über die sonst was für Sagen verbreitet werden, Votalität und Kampfesgeist überhaupt da anlegen? Das ist ja deren Beruf, die werden sich damit schon auskennen. Also besser auf jeden Fall, dass ich keine Ausbildung habe. Das sind Profis im Töten. Da fang ich gar nicht erst was an. Also nee, deswegen.
01:49:00
wirklich kämpfe von piraten um schiffe zu erobern wird es gegeben haben auf jeden fall aber. Wie deine absolute seltenheit. Piraten untereinander ist da was bekannt also weil du hast ja gesagt im militärischen bereich sowieso nicht ist auch irgendwie wenn man ein bisschen länger drüber nachdenkt klar ich bin ja nicht bekloppt also so ein bis an die zähne bewaffnetes militärschiff mit durchaus auch ausgebildeten personal und waffen also bist du nicht doof.
01:49:29
Aber so Piraten untereinander was weiß ich wenn hier eins gerade Beute gemacht hat und das andere sagt Och du jetzt kann ich mir den Aufwand sparen und einfach das hier nehmen. Ist da was bekannt und wie da so die das vorgehen war. Also das kann natürlich mal vorgekommen sein das ist jetzt nicht so mein Fachgebiet soweit ich aber weiß hatten Piraten auch ja so.
01:49:55
Blöd hört sich so nach hollivu dann aber auch ein kodex es gab regeln wie die miteinander umgegangen sind. Es gab so ein bisschen so wie ein r verhalten wenn ich jetzt eine prise aufbringe und zeitlich auch ein anderes piratenschifte ist dann wird sich die prise geteilt. Oder ich greife nicht einfach ein anderes piratenschiff an also das ist ganz spannend piraten unter sich auch auch auch als schiffsgemeinschaft waren unglaublich demokratisch organisiert. Die haben ihren captain gewählt also da ist auch viel wahres dran.
01:50:24
Okay. Wir reden ja hier jetzt auch 17. und 18. noch Anfang 19. Jahrhundert, wo ja die Piraterie im Endeffekt ja auch so staatlich vielleicht nicht organisiert, aber zumindest abgesegnet war. Genau, das war ja über Nassau. Also gerade jetzt in der Karibik, davon sprechen wir jetzt zum Beispiel, lief das ja alles über Nassau. Wobei aber es gab ja auch nicht nur die Piraterie, sondern es gab ja auch die Kapelbriefe, dass du für eine Nation andere Schiffe angegriffen hast, andere Handelsschiffe. Und es gab natürlich, was man auch immer viel vergisst,
01:50:55
den Mittelmeerraum, es auch, oder den arabischen Raum, es auch sehr viel Piraterie gab. Die berühmteste Piratin ist wohl tatsächlich aus China, also aus dem frühen 17. Jahrhundert, die am meisten aufgebracht hatte und sich eine ganze Flotte zusammengeklaut hatte. Also es gibt schon sehr, sehr, sehr viel. Man hat aber natürlich immer so bisschen seinen eurozentrischen Blick auf alles. Ja, Malta hat er ja auch viel erlebt, was durch seine Lage halt mitten im Mittelmeer.
01:51:24
Ich hätte jetzt bei Piraten in der Tat so an die Karibik Geschichten gedacht. Genau, genau. Das ist das Erste, was immer einfällt natürlich. Nee, aber wie gesagt, Interaktionen, wenige. Man setzt mehr auf Furcht. Man möchte sein Leben nicht riskieren. Die anderen wollen sowieso nicht, die die angegriffen werden. Und die Schiffe waren eher sehr, klein. Dafür aber schnell, worauf der Fokus lag. Und es gab, glaube ich, drei Piraten, die hatten irgendwie so…
01:51:51
Man könnte schon von Frigatten sprechen, von Schiffen, vielleicht zu 28 Kanonen geführt haben. Aber das waren wirklich große Ausnahmen. Okay. Ja, ich hätte auch supergern was anderes gelesen, aber man passt ja seiner Meinung der Fakten an und nicht die Fakten der Meinung. Das waren leider die Fakten. So ist das hier beim historischen Fechten. Also da hab ich es noch nie erlebt, dass man versucht hat, die Fakten der eigenen Meinung anzupassen. … 100 Prozent rational gehen alle Leute mit Fakten um.
01:52:21
Besonders bei Interpretationen von Meister Heuen. Ich finde, das war jetzt ein schöner Schluss, auf die Piraten einzugehen. Wenn auch ein bisschen enttäuschend, aber immerhin, es hat sie gegeben. Und ein bisschen was ist ja immer dran an einem Gerücht sozusagen.
01:52:45
Das einzige, was wir bisschen verpasst haben, in den ersten zehn Sekunden des Podcasts zu sagen, wir werden noch über Piraten reden, bleibt auf jeden Fall bis zum Ende dran. Vielleicht brauchst du das einfach noch mal zwischendurch jetzt so ein Spur ein. Ich klemme das dann einfach direkt vor das Intro. Wir werden heute über Piraten reden, bleibt bis zum Ende dran. Ja, genau, das passt. In diesem Sinne vielen Dank, Dennis, dass du heute bei uns im Podcast warst und uns über dieses Thema ein bisschen
01:53:14
Wissen beigebracht hast, was super interessant war. Und liebe Hörer, wir hören uns in 14 Tagen mit einem bestimmt ähnlich spannenden Thema wieder. Macht’s gut. Tschüss. Tschau. Tschüss. Halt bitte noch nicht weglaufen. Ihr könnt diesen Podcast nämlich noch unterstützen. Wenn es euch gefällt, dann tut uns einen Gefallen. Gebt uns ein Like auf Facebook oder bei Instagram.
01:53:42
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