Habt ihr euch schon mal gefragt, wie ihr als HEMA-Gruppe an Presseberichte oder gar TV-Beiträge über euch kommt? Wie es manche Gruppen anstellen regelmäßig in der Regionalzeitung zu sein, während über euch nicht berichtet wird?

Dann seid ihr an der richtigen Stelle, denn in diesem Podcast kriegt ihr vom Journalisten Christoph Schneider direkt aus der Branche eine Grundeinführung in die HEMA Pressearbeit! Pressearbeit ist dabei die kostenlose Ergänzung zur Werbung, der wir bekanntlich eine ganze Folge gewidmet haben.

Christoph ist von Berufs wegen Lokalredakteur einer regionalen Tageszeitung und trainiert seit 2015 bei den Schwabenfedern. Dadurch kennt er beide Welten und hat Alexander über die Jahre mit viel Hilfe und Ratschlägen bei der Schwabenfedern Pressearbeit unterstützt.

Presseberichte über HEMA haben einen sehr großen Vorteil, den man sich immer vor Augen führen sollte: Sie erklären der Bevölkerung in verständlichen Worten, was wir eigentlich machen und dass wir keine Verrückten sind. Jeder gute Artikel und TV-Beitrag zahlt auf dieses Ziel ein. Wie ihr dafür sorgt, dass die Berichte gut und inhaltlich stimmig werden erfahrt ihr ebenfalls in der Folge.

In den Shownotes findet ihr zudem eine Original Pressemitteilung der Schwabenfedern die unter Christoph Mithilfe entstand und mehrere sehr gute Artikel nach sich zog.

Shownotes

Berichte auf Basis der Pressemitteilung

Original Pressemitteilung zum Nationalkader

Das hier ist die Originale Pressemitteilung die Alexander Anfang 2021 per E-Mail an diverse Redakteure verschickt hat. Wenn ihr die Pressemeldung mit den Artikeln vergleicht sieht man recht gut, was dem jeweiligen Redakteur für seinen Artikel war und was gekürzt wurde.

E-Mail-Betreff: Vier der besten historischen Fechter Deutschlands trainieren beim SSV Ulm 1846

Für den Deutschen Dachverband für historisches Fechten (DDHF) messen sich vier Mitglieder der Ulmer Schwabenfedern auf internationalen Schwertkampf Wettbewerben.

Diese vier Schwabenfedern werden den SSV Ulm 1846 im insgesamt 18 köpfigen Nationalkader Langes Schwert vertreten:
- Saskia Eisenbach (24), Studentin
- Lukas Mästle-Goer (28), Arzt
- Michael Hein (35), Physiker
- Harald Zikeli (35), Chemiker

Mästle-Goer, Hein und Zikeli sind erfahrene Wettkampf Veteranen, während Eisenbach noch recht jung in dieser Sportart ist. Mästle-Goer ist zudem nicht nur ein Trainer der Schwabenfedern, er ist auch einer der erfolgreichsten deutschen Schwertkämpfer und wurde 2019 der erste Deutsche Meister im Langen Schwert.

Historische Fechter tragen gepolsterte und gepanzerte Schutzkleidung, denn ihr Sportgerät ist das in der Regel beidhändig geführte, um die 1,30 Meter lange, stumpfe und flexible Stahlschwert, das Fechtfeder genannt wird.

Das Fechten nach historischen europäischen Quellen die bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen wird seit einigen Jahren auch in Deutschland zunehmend beliebter, die Zahl der privaten und in Vereinen organisierten Fechtschulen wächst. International wird der Kampfsport als HEMA bezeichnet, was für „Historical European Martial Arts“, also „Historische europäische Kampfkünste“ steht. HEMA umfasst neben dem Umgang mit Langen Schwert oder dem Rapier weitere Kampfkünste die über die Jahrhunderte aus der Mode gerieten und nun unter Einbeziehung historischer Quellen sportlich wiederentdeckt und aufgearbeitet werden.

Vor diesem Hintergrund hat sich der Deutsche Dachverband für historisches Fechten (DDHF) gegründet. Nach eigenen Angaben gehörten ihm Stand Ende 2018 insgesamt 53 Mitgliedsgruppen mit zusammen rund 2000 Fechterinnen und Fechtern in dreizehn Bundesländern an. Eine dieser Gruppen sind die Ulmer Schwabenfedern, die historischen Fechter der Fechtabteilung des SSV Ulm 1846.

Der vom DDHF einberufene Nationalkader besteht aus zehn Herren und acht Damen. Die Schwabenfedern stellen für die Saison 2021 drei der zehn Kaderathleten im Langen Schwert Herren sowie eine der acht Kaderathletinnen im Langen Schwert Damen. Der Hintergrund: Im Oktober soll in Deutschland der IFHEMA-Cup, die Weltmeisterschaft im HEMA, austragen werden. Die International Federation for Historical European Martial Arts (IFHEMA) versteht sich als Dachorganisation der nationalen HEMA-Verbände.

Damit das deutsche historische Fechten bei dem Wettbewerb im eigenen Land auch entsprechend vertreten wird, hat der DDHF die Kader für die Disziplin Langes Schwert Männer und Damen berufen. Aus diesen Kadern wird dann ein Wettkampfteam ausgewählt, welches beim IFHEMA-Cup antreten wird.

Die übrigen Kaderathleten trainieren quer über Deutschland verteilt von Hamburg über Münster bis nach Berlin. Auffällig ist beim Blick auf die Kaderliste, dass nur die Schwabenfedern mehr als zwei Fechter und Fechterinnen auf einmal entsenden.

Ob die HEMA-Weltmeisterschaften im Oktober stattfinden können und ob es 2021 überhaupt eine geregelte Wettkampfsaison geben wird steht aktuell durch Corona noch in den Sternen. Da die Sportart HEMA kein Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ist, profitieren die historischen Fechterinnen und Fechter nicht von Corona-Ausnahmeregeln für Kaderathleten. Somit konnten die Ulmer Athleten seit Oktober nicht mehr gemeinsam trainieren. Schwabenfedern-Trainer Alexander Fürgut sagt: "Wir versuchen, mit auf historisches Fechten zugeschnittenem Online-Fitnesstraining körperlich aktiv zu bleiben und es haben sich auch private Kleinst-Trainingsgruppen gebildet, um das fechterische Level coronakonform einigermaßen aufrecht zu erhalten. Das ist natürlich alles kein Ersatz für richtiges Training." Man hoffe einfach darauf, dass sich die Pandemielage zum Jahresende hin entspannt.

Zitate:
Schwabenfedern-Trainer Michael Hein erklärt, wie er zu dem Sport kam: „Ich hatte einen Sport gesucht, der in meinen Studienplan passte. So bin ich auf Leute gestoßen, die sich in einer Halle mit Schwertern schlugen. Und weil ich als Kind in einen Topf mit Rittersagen gefallen bin, war ich sofort dabei.“ Heute gehört der Physiker zum deutschen Kader für das Lange Schwert.

Lukas Mästle-Goer als Deutscher Meister Langes Schwert 2019:
""Fechten hat mich schon immer fasziniert, ich habe als 12-Jähriger mit dem olympischen Fechten begonnen und habe später zum Historischen Fechten gewechselt. Egal mit welcher Waffe, Fechten ist anders als häufig in Film und Fernsehen dargestellt, eine extrem schnelle Kampfsportart. Treffer können innerhalb von Sekundenbruchteilen fallen. Die Anforderungen an den Fechter sind vielschichtig, neben körperlicher Fitness ist technisches Können und ein feines Gespür für Distanz und Timing notwendig."
Neben der Kunst des Fechtens spüre ich auch der Kunst der mittelalterlichen Schwertschmiede nach und fertige hochwertige Blankwaffen im Stil des Mittelalters und der Renaissance in aufwendiger Handarbeit."

Zitat Saskia Eisenbach: “Ich hab schon immer viel Sport gemacht und als mir ein guter Freund erzählt hat, dass er Schwertkampf macht, musste ich das unbedingt mal ausprobieren.”

Harald Zikeli: „Mit Schwertkampf hab ich im Studium in München begonnen bevor ich nach Ulm gezogen bin. HEMA macht mich zu einem besseren Menschen, es erweitert meinen Horizont und ich bin stolz ein Schwert führen zu können und darin gut zu sein. Ich bin stolz Teil der Schwabenfedern des Nationalkaders und der Hema Community zu sein. Hema ist etwas Besonderes, es holt das Beste aus einem heraus.“

Die Schwabenfedern sind dabei nicht nur erfolgreiche Wettkämpfer, sondern fördern die Deutsche HEMA-Szene mit weiteren Projekten wie Deutschlands einzigem HEMA-Podcast Schwertgeflüster, dem zweitgrößten deutschen HEMA-Event Schwabenhau und ihrem eigenen Langschwert-Turnier Symphony of Steel.

Möchten Sie mehr wissen? Unsere Kadermitglieder stehen Ihnen auch gerne als Interviewpartner zur Verfügung. Kontakt über Lukas Mästle-Goer xxxxxxx xxxxxc

Infos zu den Schwabenfedern unter www.schwabenfedern.de

Ein RegioTV Beitrag über die Schwabenfedern (nur für Plus-Abonenten) https://www.schwaebische.de/landkreis/alb-donau-kreis/ulm_video,-kampfsport-bei-den-schwabenfedern-treffen-die-klingen-aufeinander-_vidid,157158.html
Das RegioTV Video aus obigem Beitrag (Öffentlich) https://www.regio-tv.de/mediathek/video/kampfsport-bei-den-schwabenfedern-treffen-die-klingen-aufeinander/

Der gesamte Nationalkader https://www.ddhf.de/verband/pressemitteilung/die-nationaltrainer-und-die-kader-2021-sind-berufen/

Fotos
Im Anhang finden sich zwei Vorschau Fotos, einmal von den vier Ulmer Katerathleten und einmal von einem HEMA Turnier. 
Beide Bilder in Druckauflösung sowie weitere zur Verwendung freigegebene Bilder finden sich in diesem Google Drive Ordner. Dort sind auch Einzelportraits der Kadermitglieder hinterlegt.
https://drive.google.com/drive/folders/xxx

Schwertgeflüster

Der beste HEMA und Fechtpodcast Deutschlands

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