Das Rapier ist Thema der Woche, wir machen also mit den Disziplinen des historischen Fechtens weiter und besprechen diese wunderbare Waffengattung.

Als Rapier-Experten haben wir uns Peter Zillinger von Klingenspiel aus Wien dazu geholt.

Wir beantworten die Fragen:

  • Wer hat ein Rapier und warum getragen?
  • Was sind die wichtigsten Stile und Quellen?
  • Wie fängt man heute mit Rapier an?

Rapier Shownotes

In eigener Sache

Schwertgeflüster ist ein Podcast von Alexander Fürgut und Michael Sprenger. Alexander ist Trainer und Mitgründer der Schwabenfedern Ulm, Autor von Der Schielhau im Detail und ficht Langschwert und Rapier. Michael ist Trainer und Mitgründer vom Fencing Club Dresden und ficht vor allem Langschwert.

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Transkription

00:14
Willkommen liebe Hörer, heute Episode 75 schon über eine ganz wunderbare Waffe in der Reihe Disziplinen des Historischen Fechtens und zwar das Rapier. Das Rapier ist eine super Sache, wer das noch nicht ausprobiert hat sollte jeder mal machen, aber spätestens nach der Folge habt ihr sicher alle mordsmäßig Bock drauf. Da wir nicht die absoluten Rapier-Experten sind, haben wir uns heute jemand dazu eingeladen und zwar den Peter Zillinger von Klingenspiel.

00:42
Klingspiel, dem das nix sagt, ist ein Verein aus Wien und der macht seit Anfang an unter anderem Rapier. Also Vereinsgründung war 2004, da war auch der Peter daran beteiligt und ihr könnt euch vorstellen, von 2004 bis 2021 hat sich einiges an Rapierwissen angesammelt. daher vielen Dank Peter, dass du heute da bist und hallo. Hallo, gerne, schön, dass ich hier sein kann.

01:10
Ansonsten natürlich mit mir Alexander Führgut und Michael Sprenger ist auch dabei. Hallo Peter, hallo Alex. Peter, was hat dich denn dazu gebracht, nicht wie alle angefühlt an der Hämmer-Szene zu sagen, ich hol mir jetzt ein langes Schwert und ab geht’s. Was hat dich denn zum Rapier gebracht?

01:28
Zum Rapier habe ich eigentlich zwei Dinge gebracht. Ein Film, ich 1976 gesehen habe, nämlich die drei Musketeere mit Marke Georg. Damals war ich noch sehr jung und ich habe diesen Film immer geliebt und wollte auch wieder Musketeer fechten können. Die zweite Schiene war, ich habe mit 30 mit Sportfechten, Olympischen Fechten begonnen, habe gemerkt, aufgrund meines Körperbaus tue ich mir mit einer schnellen Waffe leichter.

01:58
Ich bin nicht der Größte, bin nicht der Stärkste, ich bin eher schlank und beweglich und alles was in Richtung Schwert ging, ist mir einfach zu schwer. Ich wollte eine schnelle, elegante, leichte Waffe lernen, wie ich mich der europäischen Fechtkunst zugewendet habe und hatte das Glück dann sehr bald beim Rapier zu landen, wie es begonnen hat in Österreich bekannt zu werden.

02:28
Und du würdest auch direkt sagen, Rapier ist eine elegante Waffe? Ja, definitiv. Man kann jede Waffe elegant führen, aber das Rapier ist für Leute gedacht gewesen, die eine Körperausbildung hatten, die tanzen konnten, die sich präsentieren können mussten, Adelsschichten, all die Bereiche, wo man erwartet hat, dass man sich auch präsentieren kann.

02:56
Und das führt zu einer anderen Form von Körperhaltung als Handwerksgesellen, die mit dem Schwert durch die Gegend rennen. Ohne diese jetzt diskriminieren zu wollen. Aber es war eine andere Gesellschaftsschicht, die das Rapier benutzt hat. Da sind wir auch eigentlich direkt schon in den geschichtlichen Kontext eingestiegen. Die drei Musketiere wurden hier schon als Stichwort genannt. Vielleicht hatten da noch mal drauf zu kommen. Heute ist es in vielen Filmen ja so, dass die Musketiere im Wesentlichen halt

03:24
modernes Sportfechten machen, mit häufiger Sportfechtklingen. Aber das, die eigentlich geschichtlich haben müssten, wären ja Rapiere, oder? Ja, natürlich. Also lange Waffen, die für den Stich ausgerichtet sind. Dazu muss man sagen, die Musketiere waren eigentlich Gardisten. Die Musketiere der Filme. Das waren alles Adelige. Kleinadel teilweise.

03:51
die schon von Haus aus in einer Gesellschaft gelebt haben und reingeboren worden sind, wo man fechten können musste und wo man sich auch im zivilen Bereich damit duellieren können musste. Am Schlachtfeld ist ein Rapier ziemlich sinnlos, da ist die Muskete die bessere Waffe oder der Hautdegen. Was ist der Unterschied zwischen einem Hautdegen und einem Rapier? Der Unterschied ist schlicht und ergreifend die Länge.

04:19
Der Hautdegen ist eher die militärische Weiterentwicklung eines Schwertes. Der Unterschied ist mit einem Handschutz. Das heißt, in dem Moment, die Waffen einen Handschutz bekommen haben, konnte ich die Hand beim Führen weiter vorne halten, konnte damit eher stichlastig arbeiten und das hat dann letztlich zur Entwicklung einer immer länger werdenden, schmiederen Stichwaffe geführt.

04:45
Der Hautdegen ist allerdings noch so kurz und von der Klinge her breit genug, dass man damit auch sinnvolle Hiebe austeilen konnte. Und das ist der gravierende Unterschied. Mit dem Rapier kann ich ein paar Stiche machen und der Typ steht immer noch. Mit einem Hautdegen breche ich jemandem den Arm, schlage meine Gliedmaße ab, zertrüme ihn den Schädel und der steht nicht mehr auf.

05:09
Der ist verletzt, aber kann nicht mehr kämpfen. Mit einem durchstochenen Arm, Oberschenkel, Lunge, Herz, Gesicht mache ich noch weiter, und zwar lange. Und das ist das Problem als Kriegswaffe. Ich will nicht, dass einer lang weitermachen kann. Okay, wenn du jetzt sagst, Krieg, Rapier ist eher raus. Was war denn der zivile Anwendungsfall dafür? Du hast gerade schon gesagt, man hat es getragen. Ja, die äh…

05:38
Zivile Anwendung war, mit dem Aufkommen des Ehrenbegriffes und des Ehrenduelles zu beweisen, man trägt eine Waffe bei sich, die einem ermöglicht, ein Duell zu fechten. Das war vor allem für die adeligen Bereiche sehr wichtig.

05:58
weil so um 1570 herum entstand der Konflikt zwischen Königs, einer Entwicklung eines Königshauses, das gesagt hat, Duellen gehören verboten und zwischen einem Adel, der sagt, unser ureigenstes gottgegebenes Recht ist es, unsere Ehre mit der Waffe in der Hand zu verteidigen. Also das war sowohl ein politischer, wie auch ein gesellschaftlicher Konflikt und in dem Ausmaß, dem der mit dem Beginn des

06:28
Absolutismus, da sich die Fronten immer mehr verhärtet haben, haben natürlich die Leute gesagt, wir tragen unser Rapier dennoch und wir beweisen, dass wir unser Leben und unsere Ehre damit verteidigen können im zivilen Bereich. Wo sind wir denn jetzt eigentlich gerade zeitlich unterwegs? Also wann hat das los angefangen, dass man Waffen als Rapier bezeichnen konnte und wann hat es aufgehört?

06:52
Ich denke Mitte des 16. Jahrhunderts um 1550 haben sich schon ganz klar die ersten Rapierformen herausgebildet gehabt. Es gibt Beschreibungen von Kämpfen, wo man noch mit Buckel und Schwert aufeinander eingetroschen hat. Das war in England oder Schottland teilweise ein Volkssport oder einfach eine normale Straßenbrügelei. Dann sind auf einmal zwei, drei mit Rapier aufgetaucht und dann gab es die ersten Toten.

07:22
Also, das ist rund um die Zeit entstanden, wo Maria Stuart noch jung war. Und es wird also auch in diversen Stücken aus der Zeit beschrieben, dass einfach das Rapier die Sterblichkeitsrate massiv erhöht hat. Im Vergleich zu anderen Waffen. So wie in Colt im Wilden Westen. Das heißt, so ein Rapier hat man …

07:49
in keinem Fall zum Spaß getragen. Also das war dazu da, um andere Leute umzubringen. Ja, also ich habe mal eine Beschreibung gelesen in einem Buch. Muss man natürlich jetzt sagen, wo immer das auch recherchiert wurde, kann man selber nachrecherchieren. Aber im Wesentlichen hat man bewiesen, dass man selber

08:12
von Stand ist, seine Ehre verteidigen kann und dass man auch im Stande ist, die Ehre jemand anderes zu verteidigen. Also angeblich, wenn jemand zu einem Duell gedüst ist, weil das notwendig war und er hat jemanden gesehen, der Rapier trägt, hat man gesagt, komm mit, ich muss in ein Duell, du bist auch ein Ehrenmann, unterstütze mich. Und auf einmal sind dann nicht zwei, sondern vier oder sechs Typen mit Rapier und Dolch in der Hand auf der Wiesn gestanden und haben sich massakriert.

08:42
Also es war eine klare Bekenntnis dazu, ich kämpfe, ich töte, ich bin darin ausgebildet und es ist für mich völlig normal, das auch außerhalb von Kriegssituationen zu tun. Wie war das denn früher mit dem sportlichen Kontext? Denn Rapiere oder das Rapier war ja auch eine Waffe, die auf Fechtschulen zumindest überliefert ist, dass es die da gab.

09:11
Aber so wie ich dich jetzt verstanden habe, war das eher sehr, sehr nachgelagert, sozusagen hinten angestellt, hinter wir bringen uns gegenseitig damit um. Ja, es war nachgelagert, weil es ist kaum möglich, sich auf eine Art und Weise mit geschützten Spitzen mit dem Rape zu duellieren, ohne dass man das dem anderen nicht ins Gesicht rampt.

09:40
Und wenn der Spitzenschutz runtergeht, hat man es im Ohr, in der Nase, im Mund, im Hals. Und das ist auf jeden Fall eine äußerst schmerzhafte Angelegenheit. Alle anderen Techniken, die man jetzt in einem Turnier umsetzen könnte, wie Hiebesetzen, die den anderen entwaffnen oder in den Nahkampf gehen, ins Ringern, das hat mit einem Rapier keinen Sinn.

10:03
Das kann man natürlich machen, aber in dem Moment, wenn die Spitze am Gegner vorbei ist, kann man nur mit dem Korb mit der Barrierstange zuschlagen oder gleich zum Dolch greifen und im Infight weitermachen. Das macht letztlich in einer deutschen Fechtschultradition im Turnieren, die vor dem begeisterten Publikum gefochten worden sind, keinen Spaß. Wir haben ja schon eine Folge zu den Fechtschulen gemacht. Es war sogar.

10:32
Zwei sogar, Genau, zu den deutschen Fechtschulen. dort ist uns aufgefallen, dass alle Todesfälle, die da beschrieben sind, mit Rapieren zu tun haben. Wobei wir auch tatsächlich nur zwei Todesfälle angeschaut haben. Ja, genau das ist der Punkt. Es ist einfach viel zu gefährlich. Und es ist auch heutzutage nach wie vor eine gefährliche Waffe. Wenn man …

11:01
nicht auf entsprechende Schutzkleidung achtet. Es ist halt unglaublich viel Druck und Kraft auf dieser kleinen Spitze, die senkrecht auf einen zugeht.

11:15
Man kann nicht sanft zustechen. Es gibt für die Vorführung Möglichkeiten einen Stich abzufedern und abzufangen. Aber auf der Mentalität, der die Leute warnen und wenn man eine Technik richtig machen will, fährt ein Rapier durch jemanden durch wie Butter. Und das kann man schwer kontrollieren.

11:35
Was ich jetzt noch nicht ganz zusammenbringe, du meintest ja vorher auch im Vergleich zu den Haudegen, dass die Haudegen potenziell schneller zur Kampf- und Fähigkeit führen, weil die auch mal eine Gliedmaße abtrennen und der Rapier nicht unbedingt, da könnte man noch jemand mal in den Arm stechen und dann könnte der noch weitermachen oder hinterher verarztet werden. Jetzt auf der anderen Seite geht es aber darum, dass die Rapiere sehr gefährlich sind, ja eigentlich zu gefährlich um sie ohne zum Beispiel Fechtmasken und ähnliches im Sport zu verwenden.

12:03
Kannst das nochmal erläutern, woher das kam? Oder warum es dann doch so oft tödlich geendet hat? Naja, Problem einer Stichwaffe ist, dass man keine Möglichkeiten hatte, wie bis jetzt erst vor kurzem, also die letzten 70, 80 Jahre, innere Verletzungen ordentlich zu versorgen. Das heißt…

12:27
Die Verletzung war jetzt nicht, ich habe ein Loch in der Haut und das Ding kommt hinten wieder raus, sondern es waren innere Blutungen, die man nicht stoppen konnte. Und die aber der Gegner, gegen den man gekämpft hat, oft gar nicht mitbekommen hat. Eben Adrenalin, Aggression, Alkohol, egal. Was immer die Typen angetrieben hat, das Ding fährt einmal durch einen Arm, das spürt sich an wie ein Schlag, wie ein Leichter und

12:56
Ja, dann fährt es wieder aus und man kann unter Umständen gar nicht mitbekommen. Es ist ähnlich schlimm wie Messerkämpfe mit Dolchengel schmalen Aber trotzdem blutet man und irgendwann ist die Lunge blutvoll oder eine andere Verletzung aufgetreten, die einfach dafür sorgt, dass man letztlich innerlich verblutet, nach Stunden, nach Tagen.

13:23
Das hängt jetzt von der Verletzung ab. Aber man konnte nichts dagegen tun. Das ist das Böse. Also sozusagen die Mannstoppwirkung in dem Moment war nicht so gut, aber die langfristigen Folgen oder dann in dem Fall jetzt gerade nicht langfristig, die konnten sehr schlimm ausfallen. Ja, und das, was wirklich vermutlich oder mannstoppend war, war einfach ein Stich in den Hals oder ins Gesicht, in den Kopf.

13:48
Das merkt man, obwohl bei mir Fall beschrieben wurde, der einen Stich in die Augenhölle bekommen hat, am Aug vorbei, bei einer Fechtvorführung, ist dann am nächsten Tag erst gestorben, war vorher im Spital, die haben gesagt, na eigentlich sehen Sie keine Verletzung, in Wirklichkeit hat die Spitze von diesem Trap hier die Augenhölle durchgerungen und ist ins Gehirn rein. Und der hat dann aber noch 12 Stunden gebraucht, bis er umgefallen ist und tot war.

14:18
Das ist alles nicht sehr erbaulich. Aber das ist Rapierfechten. Der andere macht einfach weiter, auch wenn er schon lange tot ist. Jetzt haben wir schon so bisschen angesprochen. Es sind schon so paar Begriffe gefallen. Rapier, Haudegen. Ich habe gelernt, Rapier ist nicht gleich Rapier.

14:48
Auf den Fechtschulen auf den Deutschen wurde höchstwahrscheinlich ein anderes Rapier gefochten als die auf der Straße bzw. in Italien, anders als in Spanien. Und die Engländer haben, ja, womit haben die sich gebrügelt mit Hautdegen? Vielleicht können wir da mal so ein bisschen Licht reinbringen.

15:17
Ausgehend von vielleicht, was ist denn der Unterschied zum Beispiel von diesem, man kennt ja auch Joachim Meyer, hat ja auch in seinem Fechtbuch ein Rapier. Und wenn ich mir das angucke, das ist schon signifikanter Unterschied irgendwie zu so einem Rapier, was jetzt in so einer italienischen Rapierquelle drin vorkommt. Zumal es eben in diesem Fechtbuch eben auch stumpf dargestellt ist oder zumindest als…

15:47
Schulwaffe, Fechtschulwaffe da gezeigt ist. Was ist da denn, fangen wir mal damit an, was ist da der Unterschied? Also Rapier nach Meier ist von den Techniken und auch der Taktik und der Struktur des Fechtens eher an die Prinzipien angelehnt, die sie im Zuge der Deutschen Schule aus dem Langschwert und vergleichbaren Waffen übernommen haben. Es ist

16:16
mehr für den Hieb ausgerichtet als das italienische Rapier. Beinhaltet damit natürlich andere Verteidigungs- und Angriffsformen als mit einer reinen auf den Stich ausgerüsteten Waffe. Ich selber habe es vor Jahren mal bisschen probiert, bin dann leider nicht weitergekommen, aber Rapier nach Meier ist eher mit einer Form eines Hautdegens zu vergleichen als mit dem klassischen italienischen Rapier.

16:45
dass sich vor allem darauf konzentriert, die Spitze einzusetzen. so sind auch die Beschreibungen, die Bezeichnungen der Techniken, die Bezeichnungen der Huten, die man einnimmt. Bei Deutschen sind es die Huten, bei den Italienern die Gardie. Das sind nicht nur andere Namen, sondern sie haben teilweise auch andere Bedeutung. Kann man eigentlich mit so einem langen Rapier, wie jetzt aus Italien, kann man da mit Hiebenschaden anrichten?

17:13
Schaden kann man kaum anrichten. meine jedes Eisen drum, dass man jemanden am Schädel haut, tut weh. Oder auf die Finger. Das liegt in der Natur der Sache. Aber im Normalfall sind Hiebe für zwei Dinge benutzt worden. Entweder die gegnerische Waffe wegzuschneiden, was mit diesen langen schmalen Klingen wunderbar funktioniert, wenn man gescheite Klingenschnitte machen kann. Oder ich fetzle mal kurz durchs Gesicht.

17:37
Und das irritiert meinen Gegner so, dass ich ihn danach absteche. Das klingt jetzt bisschen brutal, aber so ist es. Also ein Schnitt mit der Rapierspitze durchs Gesicht, möglichst über die Stirn, damit möglichst viel Blut in die Augen rinnt und danach fällt sich es ihm irgendwo rein. Das ist eigentlich der Sinn und Zweck eines Hiebes im Rapierkampf.

17:59
Handtreffer sind ja wahrscheinlich auch nicht so einfach, weil ich habe ja das komplexe Gefäß oder sogar die Glocke und da komme ich eh nicht ran. Das ist der Punkt und ich meine, ihr seid auch Fächter. Ja, ich kann jemanden mit einer schmalen, leichten Stahlwaffe auf den Unterarm schlagen. Das macht einen blauen Fleck. Also, ich muss den Heap benutzen, um den folgenden Stich dann vorzubereiten und hoffen, dass ich mit dem durchkomme.

18:26
und dass er den Kampf vielleicht beendet. Wenn nicht, dann habe ich das Pech, dass mein Rapier im anderen steckt und seines wird früher oder später in mir landen. Jetzt wissen wir von John Silver, dass die Italiener ja nicht fechten konnten, sondern sich nur mit den Rapieren auf der Straße gegenseitig in einander rennen und sich umbringen.

18:55
Wie ist denn deine Meinung dazu? Ich glaube schon, Silber war nicht ein ausgebildeter Fechtmeister. Ich glaube, hat sich sehr theoretisch mit dieser Sache beschäftigt. Kann mich aber auch ehren, bitte schlagt mich, wenn ich jetzt Blödsinn rede. Ich hatte nur mal so etwas gelesen. Das was Silber auf jeden Fall anstreicht ist, dass man, wenn man rapier ficht, zwangsläufig auch zurückgehen muss. Also…

19:25
Ich kann nur Rappi einsetzen, ich die Spitze vor meinem Gegner habe. Wenn mir der Gegner zu nahe kommt, dann muss ich zurückgehen damit meine Spitze wieder vor meinem Gegner ist. Sonst brauche ich kein Rappi in der Hand zu haben. Mit einer Hiepwaffe, wie einem Hautdegen, kann ich 50 cm vor meinem Gegner stehen und ihn mit irgendeinem drunter Klinge das Ding am Schädel hauen.

19:49
Das ist einfach. Da gehe ich einfach vor und schlage, schlage, schlage, schlage. Irgendwann habe ich ihn. Mit einem Rapier ist das völlig sinnlos. Ich muss immer schauen, dass ich die Spitze vor den Gegnern kriege. Und je länger so eine Rapierklinge ist, umso mühsamer wird es, richtige Mensur aufzubauen, die es mir ermöglicht, ihm das Dingwur reinzurennen. Das hat der Silber vielleicht nicht ganz genau analysiert.

20:17
Bei seinem Urteil über Rapierkampf, über italienischen Rapierkampf. Das liegt einfach in der Natur der Waffe, dass ich auch mal zurückgehen muss, um in eine gescheite Mensur zu kommen. Wissen wir denn eigentlich, wo sich das Rapier entwickelt hat? Deutschland ist als Begriff gefallen, Italien ist als Begriff gefallen.

20:38
War das, hat sich das irgendwie parallel in mehreren Ländern entwickelt oder wo Wurzeln überhaupt verwendet, war das so ein Ding, was durch ganz Europa getragen worden ist? Weil zum Beispiel in der Langes-Messer-Folge haben wir mit dem Hans Heim gelernt, dass das lange Messer vor allem so ein deutschsprachiges, im deutschsprachigen Raum so ein Ding war. Wie war es mit dem Rapier? Also die älteste Quelle für eine rapierähnliche Waffe ist eigentlich Spanien.

21:03
Man vermutet, dass das in Spanien entwickelt wurde. Was auch mit dem ganzen Adelsstand Denken schön Hand in Hand geht, mit der gesellschaftlichen Entwicklung, ist dann von den Italienern auf jeden Fall übernommen worden, wobei definiert Italiener im 16. Jahrhundert.

21:23
Das waren Stadtstaaten, die einen haben den Spanien gehört, den spanischen Habsburgern, die anderen haben wieder irgendwen gehört. Also es gab keine Italiener per se. Es gab Bewohner von Regionen und von Städten. Und in Italien, also von diesen Bevölkerungsschichten, ist das ganz sicher von den Spanien auf die Italiener.

21:49
sehr schnell abgefärbt, wenn man davon ausgeht, dass es in Spanien begonnen hat. Und die Italiener haben es dann, das kann man schon nachvollziehen, Europa weitergebracht, in Form von herumziehenden Fechtmeistern, die damit Geld verdient haben, dass sie ihre Kunst entwickeln und an Leute, die bereit waren, dafür zu Zahlen weitergeben. Damit sind wir bei der nächsten Kundenschicht, Leute, die sie auch bezahlen konnten.

22:19
Das heißt, an Adelshöfen bis rauf nach Schweden war ein italienischer Fechtmeister begeistert, um die neue Waffe, den neuen Fechtstil zu präsentieren und zu unterrichten. Okay, das ist also wirklich so ein gesamteuropäisches Phänomen. Und da sind wir aber schon um 1600, wie das so richtig voll ausgegangen ist. Also wie kann ich mir das vorstellen? War das so ein richtiger Rapierhype im 16. 17. Jahrhundert? Jeder wollte Rapier, das war dann en vogue.

22:48
Ganz sicher. Das ist sicherlich eine Modewaffe geworden. Eben weil man konnte sie, ohne blöd aufzufallen, jederzeit mit sich tragen als Mann von Stand oder eben als Soldat, also im militärischen Bereich, die die sich sowas leisten konnten. Es war modern, es hat immer den Ansatz von ich bin ein tödlicher Duellant, keiner kann an mich ran und …

23:17
Ich präsentiere mich nicht nur über meine Kleidung, sondern auch über meine Waffe, die ich jetzt die ganze Zeit mit mir mitschleppen durfte. Das hat alles zusammen gespielt. Und im Endeffekt hat sich diese Ära gerade einmal, wenn ich ganz früh ansetze, mit 1550 bis ungefähr 1670 gehalten.

23:40
Also wenn man sagt, die Hochzeit begann so um 1600, dann ist das vielleicht gerade mal 60, 70 Jahre, in der diese Waffe überhaupt in der Form benutzt worden ist. Auch als Statussymbol. Dann hat sich die Kleidung geändert, ganze Stil. Dann hat Frankreich sozusagen die Führungsrolle in Kultur, in Mode, auch in der Waffenform übernommen für ganz Europa.

24:07
und damit sind auch die Waffen verschwunden. Am Schlachtfeld hat ein rapienieren Sinn gehabt, weil es nützt mir das, wenn ich einen am Spieß habe und drei andere auf mich einschlagen. Und irgendwann war es auch wirklich hoffnungslos im Weg, wenn man am Hof damit unterwegs war, weil man dauernd jemand anderen angerannt hat. Es war noch oft Anlass für Duellforderungen, wenn man mit seiner Gegenscheide, die er ewig weit hinten raus ragt, jemand anderen anrempelt.

24:36
Es ist mit den Kleidern extrem unpraktisch geworden, weil man dauernd irgendwo hängen geblieben ist. Wir machen auch jetzt schon seit vielen Jahren barocke Live-Rollenspiele, so Musketeer-Setting, und da merken wir auch mit den Live-Rollenspielen rapieren und den passenden Gewandern, wie unpraktisch so ein langes Ding im Gürtel ist. Das muss man mal wirklich sagen. Es ist kein Wunder, dass man irgendwann auf den Hofdegen oder das Smallsort zurückgekommen ist.

25:06
Das ist wesentlich praktischer. Ist das das, dann so mehr oder weniger direkt das Rapier für den Duellanten von Welt abgelöst hat? Das ging über das sogenannte Transitional Rapier. Also ich kenne nur die englische Bezeichnung. Im Französischen hat es eigentlich keinen speziellen Namen. Was ich weiß, ist es von Leon Coeur. Er ist einer der Fechtmeister, so um 1670.

25:33
am meisten propagiert worden oder ihn sieht man mit dieser Übergangsform. Das war im Endeffekt eine lange Klinge, nur schon ohne Korb. Das heißt, man hat die ganzen Ringe, Spangen, Parierstangen, Elemente weggenommen, hat es eigentlich schon sehr in den modernen Hofdegen angepasst, aber die Klingenlänge war noch die eines Rapiers. Und damit war es eine reine Stichwaffe. Und man hat aber dann auch nicht mehr mit Hieb gefochten.

26:03
Weil die Franzosen haben sehr viel Wert auf Form und Darstellung ihrer Kunst wertgelegt, dass ihnen bei den Duellen regelmäßig Unmengenleut abgestochen worden sind, das ist der Nebeneffekt gewesen. Aber es war sowieso verboten sich zu duellieren. Seit Richelieu, also seit der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, war es an fast allen europäischen Höfen verboten sich zu duellieren. Die Adeligen haben es gerade deswegen trotzdem gemacht.

26:33
Das muss man immer so ein bisschen als Machtkampf zwischen absolutistischen Herrscher und Adel, der sich nichts sagen lassen will, betrachten. Jetzt haben wir ja so ein bisschen darüber geredet, wie das Ganze ausgelaufen ist. Warum hat sich das Rapier denn überhaupt ursprünglich entwickelt? Ich hätte ja auch sagen können, das lange Schwert ist schon so eine schöne Waffe. Da bin ich eigentlich rundum zufrieden. Ich kann hauen, kann stechen, ich kann ringen. Super Ding. Ich kann es auch mit mir rumtragen. Eigentlich ja alles, was ich brauche.

27:02
ist noch nicht so super lange wie das Rapier, passt noch gut an den Gürtel. Warum mache ich denn da den Schritt zum Rapier hin? Das ist eine gute Frage. Ich muss gestehen, ich kann jetzt wirklich keine fachlich oder historisch begründete Antwort darauf geben. Erstens einmal hat sicherlich eine Entwicklung aus dem italienischen Seilschwert gegeben. Weil wenn man sich aus dem 15. Jahrhundert diese

27:31
seit Schwerter ansieht, die bestimmte Kreise auch getragen haben oder die bei einem Marozzo oder der Italien in der Bolognese Schule verwendet werden, dann muss man sie eigentlich nur ein bisschen länger machen und schmeler und vielleicht die einen oder anderen Ring oder Spange am Knopf und man ist eigentlich schon bei einem Rapier gelandet. Also da gab es sicherlich eine Übergangsphase, wo man gesagt hat

27:57
Mache ich das länger, kann ich auf weitere Distanz jemanden abstechen, habe ich einen Ring oder einen Korb um die Hand, dann kann ich die Hand weiter vorne führen, was meinen Fechtstil stark verändert. Ich muss nicht mehr prima im räumlichen Bereich arbeiten, sondern kann schon langsam in den lineares Fechten weitergehen. Das ist sicherlich durch die gleiche Bevölkerungsgruppe, die Waffen tragen durften.

28:23
langsam weiterentwickelt worden. Dass man drauf gekommen ist, für den Konflikt, den wir normalerweise haben, nämlich ungerüstet, Zivilkleidung, ist vielleicht so eine Form von Waffen noch zweckmäßiger als eine kürzere, mit der man zwar schlagen kann, aber wenn ich jemand auf größere Distanz abstächen kann, warum nehme ich da nicht die längere Waffe? Ist das so was, als wären wir die ganze Zeit von Adligen geredet,

28:53
Es gab häufig die Trends, dass die Adeligen was angefangen haben und irgendwann wollte das Bürgertum auch so ein bisschen daran anknüpfen und hat sich das so abgeguckt. War das beim Rapier auch so, dass das so ein bisschen in die Breite auch ging irgendwann? Also spätestens, ich denke mal ab 30-jährigen Krieg, wo sich über unsere Gesellschaftsformen fast aufgelöst haben, hat man so ziemlich alles benutzt, um sich gegenseitig umzubringen.

29:21
Teilweise sind Rapiere wieder kürzer geworden, weil sie einfach abgebrochen und umgeschliffen worden sind. Teilweise hat man festgestellt, dass Soldaten im Rapier am Gürtel, schaut zwar cool aus, aber wie soll er eine Muskete führen, während er über seinen ewig langen Degen stolpert. Also Rapiere haben sich einfach im Alltag nicht bewährt für einen normalen Menschen.

29:44
Man hat auch keine Langschwerter oder ähnliche Waffen mehr am Schlachtfeld benutzt. Man hat Musketen oder eben lange Hieb- und Stichwaffen benutzt. Am Anfang waren die Gegner gerüstet, dagegen ist ein Rapier genau sinnlos.

30:00
und dann später haben sie nur mehr geschossen und sich im Nahkampf mit allem, was irgendwo wehgetan hat, abgestochen und abgehackt. Es gab eigentlich keinen Grund mehr, dass jetzt sozusagen die normale Bevölkerung, die man halt am Schlachtfeld dann verheizt, jetzt auf einmal vom Adel eine Waffe übernimmt, die nun am Schlachtfeld überhaupt nichts bringt. Es ist einfach aus der Mode gekommen.

30:27
Weil man hat Leute dann lieber mit Musketen, Akepusen und immer besser werdenden Feuerwaffen ausgestattet, wenn schon. Im 18. Jahrhundert hat kaum ein europäischer Soldat mehr gewusst, wie man eine Blankwaffe am Schlachtfeld führt. Da gab es Bayonette. Bayonette sind Ende des 17. Jahrhunderts von Franzosen erfunden worden. Ich glaube um 1660 herum. Und ab da hat man alles gehabt, was man gebraucht hat.

30:56
Das heißt, wir reden hier auch ziemlich klar von einem Statussymbol? Ganz klar. Das Rapier ist ein Statussymbol gewesen. Allatriste und Co. mag noch am Feld und in Duellen damit brilliert haben als einfacher Soldat.

31:14
Aber im Wesentlichen war es ein Statussymbol, was auch teilweise die unglaublich prunkvollen Stücke erklärt, die von Herrscher an Herrscher als Geschenk weitergegeben wurden, mit unglaublich tollen damals Zehnerklingen und dann Edelsteine in den Griffen. Das waren Kunstwerke, Rapiere in einer gewissen Größenordnung.

31:38
Ich denke mir auch immer, das bietet sich halt auch viel mehr an, weil so eine einfache Kreuzstange, klar, da kann ich auch ein paar Sachen einlegen, aber wenn ich jetzt sage, ich habe hier so ein geplexes Gefäß, ach, da mache ich nochmal drei Ringe dran, habe ich nochmal mehr Platz für irgendwelche Diamanten? Oh ja, Diamanten und allein die Figuren und Formen, die man in diese Körbe einschneiden konnte und einarbeiten konnte. Oder durchbrochen gearbeitete Klingen und damals zierte Klingen und äh…

32:03
mit schönen Inschriften versehen. Also das sind Kunstwerke, wenn man sich das in den entsprechenden Museen ansieht. Am Schlachtfeld hat das kein Mensch getragen. Außer man war irgendwo hinten. Aber früher haben die Offiziere noch mitgekämpft im Normalfall und die Herrscher. Das war irgendwie fairer als heutzutage. Jetzt hast du schon gesagt, die Vermutung liegt nahe, dass es aus Spanien kam und die Italiener aber auch dann

32:33
kräftig mitgemischt haben. Und das ist vorhin gesagt, Italien gab es nicht so wirklich. Es gab haufenweise Stadtstaaten und der eine hatte einen italienisch sprachigen und anderen spanisch sprachigen Herrscher. Und in dieser Zeit haben sich ja dann auch verschiedene Stile entwickelt, wie wir jetzt die, die ich jetzt als Rapier leihe, so was ich darüber weiß, eine spanische und eine italienische Schule.

33:03
Ähm … gibt … Ist das erst mal so? Kann man das grob unterteilen, Spanisch, Italienisch? Oder gibt es noch eine Schule, die bei Rapier was zu melden hat? Oder war’s das damit? Also … Die Hauptunterteilung, die gröbste, ist wirklich die spanische und italienische Schule. Jetzt mögen mich all die verfluchen, die Meier-Rapier nach Meier lernen.

33:29
Aber im Vergleich zu dem spanischen und italienischen Stil ist es einfach nicht wichtig genug. Das ist eine Nischenerfindung in der deutschen Schule gewesen, weil die wollten halt auch ein Rapier haben. Ich weiß, jetzt werde ich Flames kriegen, aber ist so. Die Spanier haben ihre Philosophie mit dem Rapier dagegen entwickelt, dass sie es einfach nicht weitergegeben haben.

33:57
nämlich nach Europa weitergebracht haben. Da muss man auch schon einmal bei den Spanien unterscheiden zwischen der Verda Terra des Dreser, der Hohenfechtkunst und die andere weiß ich jetzt nicht auf Spanisch, aber die Primitive quasi. Die einfache Fechtkunst mit dem Rapier war genauso wie die italienische. Da gibt es kaum Unterschiede. Die hohe Fechtkunst, die spanische, die war für den Adel gedacht,

34:27
und für gebildete, nach dem Prinzip in der Renaissance ausgebildete intelligente Menschen, die sich halt ehrenvoll mit einer spannenden neuen Waffe nach strengen symmetrischen und mathematischen und geometrischen Regeln an den Kragen wollten. Das hat nie in der breiten Bevölkerung Platz gefunden. Das war eine elitäre Fechtform und so muss man die hohe spanische Fechtkunst auch betrachten.

34:55
Die Italiener haben eher, so wie auch die einfache spanische Schule, einfach das gemacht, was man mit einer Stoßwaffe am besten macht. Ich mache mich im Normalfall möglichst klein, halte den Bauch hinten, damit er mich nicht einsticht, biete möglichst wenig Ziel- und Angriffsfläche und daraus haben sie jetzt das, was sie schon vorher an Fechtkunst hatten und da hatten sie viel, wenn man sich an Fiori anschaut oder die Bologneseschule.

35:23
Daraus haben sie dann eine Fechtform entwickelt, die sie dann letztlich auch exportiert haben nach Deutschland, nach Schweden, nach Frankreich. Die Spanier sind auf ihrer hohen Fechtschule geblieben und haben sie nicht sitzen geblieben, sondern sie haben sie zu elitär betrachtet, um sie weiterzugeben, so wie die Polen auf ihrem Sebel. War sie denn überlegen, die hohe Fechtkunst der

35:52
Niedrigen? Was immer ich jetzt sage, wird falsch sein, weil das hängt echt davon ab, welchen Fechtstil man propagiert. Wenn man die spanische Fechtschule, die Werder Terra des Dreser, verstanden hat und fechten kann, ist sie überlegen, weil sie immer noch im Raum arbeitet.

36:18
Man hat kleine, schnelle Schritte. Es gibt diesen berühmten spanischen Fechtkreis, der von Thibaut auch sehr schön beschrieben wurde. Es erfordert Körperbeherrschung, es erfordert sehr viel Ruhe.

36:33
weil man sehr nah am Gegner arbeitet, deswegen sind spanische Rapiere auch ein bisschen kürzer als das was ich zum Beispiel in Capoferro dann ausgedacht habe, um ihn jetzt Beispiel geben zu nennen und es ist die Fechtintention eine andere. Und die Spanier gehen auf den Kopf. Hals, Kopf, Armbeuge, weil da kann man auch verbluten, die haben einfach das Hauptziel eine tödliche Wunde. Die Italiener gehen nicht auf den Kopf?

37:01
Die Italiener gehen schon auf den Kopf, Aber ist bei der Verda des Dreser eben so, dass man aufrecht steht. Das ist der wesentliche Unterschied. Und die Klinge auf Schulterhöhe hat. Damit ist sie automatisch dort, wo der Kopf ist beim anderen.

37:19
Ich würde gerade sagen oder das mal so aus moderner praktizierender Perspektive beschreiben. Ich habe jetzt nicht wahnsinnig viel Rapier gemacht, aber es ist schon so ein bisschen so italienisches Rapier, Capoferro und natürlich auch vor allem Fabris. Da stehst du so komplett verbrezelt dran, brauchst überall krass Muskelgruppen. Da musst du erst mal überhaupt diese Stellungen einnehmen und eine Weile halten können und dann auch noch das Rapier am gestreckten Arm, wenn du so eben schon nach vorne gekippt bist an der Hüfte. Super anstrengend. Aber das Dreser, da stehe ich mit durchgestreckten Knien da, halt das so locker.

37:49
auf Schulterhöhe, super entspannt, würde ich mir denken, Gut, die einen waren offensichtlich ein bisschen mehr auf… Ja, also irgendwie wirkt da die italienische Schule immer nicht so einsteigerfreundlich und das Räser so wie, ah ja, das kann man schon beibringen, müssen sie körperlich nicht so viel mitbringen. Hast du erstens einmal von außen her völlig recht, das Schwierigere bei der Spanischen ist, dass man eigentlich laufend

38:17
in einer sehr engen Mensur am Gegner arbeitet und man das räumliche Arbeiten verstanden haben muss. Also nie von vorne angreifen, immer schon, dass man in Seitenlinien kommt, dass man den Gegner dazu bringt, selber die Linie zu verlassen, um dann in seine Flanke zu kommen, dass man ihm quasi umtänzelt in der Beständigung, der Druck hält. Nicht umsonst hat der Thibaut für seine Schritte

38:47
für seine Interpretation der spanischen Fechtschule Tanzschrittbezeichnungen benutzt. ich kann auch historischen Tanz und mag gerne Paroktänze und das ist sehr ähnlich vom Körpergefühl her. Das Italienische ist einfach ein sehr pragmatischer Stil.

39:09
Wenn man sagt, ich biete so wenig wie möglich Angriffsgelegenheiten, verhalte mich eher ruhig und lasse den anderen kommen. Suche nur ganz langsam die Mensur des Retter, aus der ich dann durch Klingenmanipulation oder langsam näher rücken den anderen in eine Position bringe, indem er entweder angreift, was ich will, weil dann habe ich ihn.

39:32
quasi in meine Technik reinlaufen lassen oder wo ich ihn dann einfach absteche, weil er nichts gemacht hat. Das spanische ist ein viel dynamischerer, schnellerer Fechtstil. Das italienische, also ich sage jetzt einmal nur Capoferro, aber Fabres ist ähnlich, ist in der Annäherung, in der Vorbereitung des Schlagabtausches eher langsam, wie eine gespannte Feder ist man da eigentlich.

39:59
Schaut wo es sind, ich möglichst wenig Ziele, die ich anbiete, wie arbeite ich mit den Linien, die entstehen, den Fechtlinien und wenn er dann da ist, dann schlage ich blitzschnell zu. Das ist also wirklich ein Unterschied in der Intention. Arbeite ich ruhig, lasse den anderen kommen oder gehe ich ihn auch an und nerfe ihn, indem ich ihn umkreise so lang, er einen Fehler macht und ich eine Öffnung habe.

40:29
Jetzt hast du ja schon so ein paar Namen von Autoren von Fechtbüchern genannt und ich muss zugeben das Hauptwissen was ich zu Rapier Fecht meistern habe, habe ich aus dem Film Die Brautprinzessin.

40:56
aus dieser aus dieser Fechtszene, in der sie sich da die die Namen so an den Kopf werfen mit den entsprechenden Aktionen. Also Agrippa, Capofero. Und was muss man denn jetzt wissen? Was sollte man kennen, wenn man wenn man mit Rapier sich beschäftigt? Oder was heißt? Was sollte man kennen? Was sollte man mal gehört haben? Welche gibt’s da die

41:26
Das ist brauchbares Material, unabhängig von der hohen oder der niederen Fechtkunst.

41:35
Da muss ich an einem ganz anderen Ende anfangen. Es gibt einen Grund, warum ausgebildete Sportfechter meistens sehr schnell verstanden haben, wie man Radwürfecht. Also es sollte eigentlich damit anfangen, dass man …

41:53
die Grundbegriffe von einem linearen Fechten, von einer Mensur, einem Tempo, von Klingenbindungen, von Angriffen in erste und zweite Intention, von Karvationen, von Übertragungen, von Fintangriffen, von Paraden einmal gehört hat.

42:15
plus einer dynamischen Vorwärts-Rückwärts-Bewegung je nach Stil oder eben einer gespannten Ruhe, wenn ich sage, ich lasse den anderen kommen. Das Schwierige, glaube ich, für einen Anfänger im Rapier ist, dass das Basiswissen, das auch die moderne Fechtkunst bietet, nicht vorhanden ist. Oder nur ansatzweise. Wenn er vom Schwert kommt, dann hat er sowieso mal das Problem, dass er anders dasteht.

42:46
als ich das brauche um mit einer einhändigen Stichwaffe arbeiten zu können

42:52
Glücklicherweise gibt es aber in den 20 Jahren, die ich das mache, mittlerweile einige sehr gute Rapier-Trainer, die auch gute Bücher geschrieben haben, die das aufgegriffen haben und die quasi ihre Rapierschule beginnen einmal mit den Grundlagen, was bedeutet eigentlich Stoßfechten, worauf muss ich von Anfang weg schauen, was sind grundlegende Übungen. Da hat sich zum Glück sehr viel getan.

43:19
Und hier gibt es einige extrem gute Leute, wie ein Guy Winzer zum Beispiel, dessen Bücher zu dem Thema Rapierfechten oder ich habe es unten stehen, ich weiß den Tickle jetzt nicht auswendig, das ist einfach, das beinhaltet Grundlagenarbeit für prinzipielles Verständnis vom Stoßfechten und dank jeder aber auch auf die rapiertypischen Techniken.

43:44
Was brauche ich am Körperhaltungen? Wie arbeite ich mit der Körperspannung? Wie arbeite ich mit dem Korb deinen Teil vom Gesicht und das Körpers schützt? Bis ich dann wirklich bei den Techniken bin, wo ich eine Inkartata habe oder eine Passata Sotto oder wo ich eben mit Profilwechsel angreife oder mit einer Klingenbindung reingehe. Ich würde einem Anfänger empfehlen sich eher Sekundärliteratur.

44:14
einmal anzuschauen, weil da haben die Leute, die das geschrieben haben, schon dieses grundlegende Wissen erarbeitet und vorbereitet.

44:23
Und wenn ich das einmal halbwegs intus habe und sage, ja, da möchte ich weiterarbeiten, dann kann man sicher einen der unzähligen Transkriptionen, die es mittlerweile als PDF-Dateien in diversen Bibliotheken gibt, reinziehen und sich eine Capofero in Original anschauen und versuchen, die Tafeln zu interpretieren oder viel, viel mehr lesen, indem man sich einen Fabris reinzieht, in welche Übersetzung auch immer. Aber ich würde…

44:50
als Anfänger nicht gleich mit einem Originalwerk, mit einer Originaltranskription anfangen. Da ist man eigentlich aufgeschmissen, wenn man vom Fechten keine Ahnung hat. Das heißt, es wäre auch zielführend mit dem, es gibt ja dann spätere Quellen, Stoßfechten, auch deutsche Quellen und die ja diese Sachen, also die auch sehr didaktisch

45:19
sinnvoll aufgebaut sind und dann als Lehrbuch, ist es sinnvoll auch sozusagen, sagen wir mal, 100, 200 Jahre später anzufangen und sich mit einer Quelle zum Hofdegen zum Beispiel zu beschäftigen, bevor man mit dem Rab hier anfängt? Man kann es. Man kann es genauso. Man muss sich dann halt anschauen.

45:45
Die Körperhaltung hat sich verändert, der Fechtstil ist immer linearer geworden, die Waffen sind kürzer geworden, aber ich habe immer noch das gleiche Problem. Was ist ein Tempo? Wie stelle ich eine Mensur her? Ein gravierender Unterschied zwischen dem 18. Jahrhundert und dem 17. Jahrhundert, also des Rapiers, ist das sogenannte Stessotempo.

46:12
und du etempi, das sind jetzt zwei Fachausdrücke die ich aber gerne erkläre, weil die sind ganz essentiell um das zu verstehen. Stesso tempo ist quasi ich verteidige mich und greife gleichzeitig an. Also die Gleichzeitigkeit einer Aktion. Während der eine den Stich macht pariere ich ihn mit der Stärke, drücke die Spitze raus und renne meine eigene Spitze ins Gesicht. Das ist Stesso tempo. Du etempi ist

46:41
Ich pariere den Stich, beseite also einmal die Gefahr und setze dann eine Gegenaktion, einen Konterangriff. Das ist einmal ein ganz gravierender Unterschied. Und je leichter und schneller eine Waffe geworden ist, umso mehr musste man auf Duotempo fechten, weil Stessotempo oftmals mit Körperbewegung und mit Beinarbeit verbunden ist.

47:07
und der Körper und die Beine arbeiten nicht so schnell wie ein leichter Ding, den man in Hand hat. Und ich muss zuerst einmal schauen, dass ich dieses irrschnelle Ding von mir wegkriege und dann schaue ich, ob ich einen Gegenangriff setzen kann. Also du meinst, dass dieses paratere Postefechten, das ist das, was mit den leichteren Waffen aufkam und mit den frühen Rapierquellen hat man das, also konnte man das wahrscheinlich auch machen, aber es war noch nicht so…

47:33
Es war noch nicht so wichtig, man hat eher geschaut, dass man Handparaden benutzt, Körperparaden, Ausweichbewegungen aus dem Stich, während ich gleichzeitig versuchte den anderen zu treffen. Oder man hat die vier Garten, die man gekannt hat oder die beschrieben worden sind, benutzt auch als Paradeposition.

47:59
hat zum Beispiel noch in der Bolognese Schule diese ganze Latte am Paraden gegeben, bei den Deutschen auch diese verschiedenen Huttenbezeichnungen, wo ja viele Positionen nur Durchgangspositionen um aus einer Parade heraus den nächsten Angriff vorzubereiten. Gibt es im italienischen Rapier, jetzt einmal je nach Schule unterschiedlich, aber im Wesentlichen drei bis vier Grundpositionen.

48:27
Das ist die Prima, Secunda, Terza und Quarta, die sind auch so genannt worden. die gleichen Positionen benütze ich einerseits, um einen Stichangriff, der auf der Linie der jeweiligen passiert, zu parieren und auf dieser Linie auch gleichzeitig während ich die Klinge wegdrücke zuzustoßen. Das ist einfachste Form einer Stessotempoaktion. Quasi das, was die Langschwertfechter als absetzen können.

48:56
Und wichtig ist eben auch beim Rapier, ich muss schauen, dass ich vor der Spitze davon komme. Entweder indem ich nach links oder rechts zur Seite gehe oder an ihm vorbei mit einer Passat Assoto. Wenn ich einmal von der Spitze weg bin, dann wäre ich zumindest nicht mehr getroffen.

49:22
Und wenn ich mir jetzt dieses Grundlagenwissen erarbeitet habe und ich möchte doch mal in die Quellen schauen, wir hatten jetzt Fabrice und Capofero für Italien und Thibaut, der glaube ich eigentlich Franzose ist für die spanischen Quellen, sind das die relevanten Manuskripte in dem Bereich? Also das sind diejenigen, wo ich sage, da gibt es am meisten Interpretationen, die sind am griffigsten.

49:51
Spanische Fechtschule, ich habe unten ein wunderschönes dickes Buch stehen auf Spanisch. Damit werden sich die meisten ein bisschen schwer tun. Wäre halt original spanische Schule. Entypo schreibt auf Französisch. Das können doch ein paar mehr. Und es gibt eine englische Übersetzung, aber grauenvoll ist, also die würde ich nicht heranziehen.

50:17
Da ist es besser, tut sich mit jemandem zusammen, der das Französische beherrscht, der sich auch mit den alten Begriffen auskennt. da kann man schon sehr effizient arbeiten. Und ähnlich gibt es auch für die Italiener englische Transkriptionen. Es gibt, glaube ich, aber vom Fabris, glaube ich, auch eine deutsche Übersetzung aus dem 17. Jahrhundert.

50:42
Da gibt es sogar eine zweisprachige Auflage, die parallel italienisch und deutsch abgefasst wurde. Was ist mit Nicoletto Giganti für die italienischen Quellen? Da ich zwei Bände, die auch unten stehen. Ist genauso gut. Im Endeffekt habe jetzt durch meine Freunde, die da wirklich viel Forschungsarbeit betrieben haben,

51:07
festgestellt, die Grenze zwischen wer hat vom anderen abgeschrieben, wer hat welches Wissen aufgenommen und weiterentwickelt, das ist unglaublich verschwindend. Ne, verstehe. Das geht aber quasi bis ins 17. Jahrhundert oder bis an den Anfang des 18. Jahrhunderts, wo sich eigentlich Leute noch mit alten Rapidechniken befasst haben, obwohl die Waffe schon längst ein Hofdingen war.

51:37
Man kommt automatisch in Stile rein, in Bücher, wo man sagt, ich schaue da mal rein, schaue da mal, wird Techniken wiedererkennen, kann sich neue Varianten anschauen. Zum Beispiel hat der Giganti einige Rapier-Rotella-Techniken drinnen, die de facto mit einem Rapier nur bedingt Sinn machen, die sicherlich aus der Zeit stammen, also aus dem 16. Jahrhundert, wo man eine Hiebwaffe

52:07
geführt hat. Aber sie haben auch geschaut wie funktioniert ein Rappel mit einer Rotella. So ist sehr viel Experimente drinnen und Versuche und jeder hat es bisschen selber interpretiert von diesen alten Fechtmeistern. Wir sollten auf jeden Fall noch darüber reden, dass wir vorher so bisschen ausgespart, was ich denn eigentlich mit meiner anderen Hand mache im Rapier. Also Rapier ist erstmal eine einhändige Waffe und bei manchen Waffen ist das ja auch so, da habe ich in der anderen Hand nichts mehr. Man kann ja auch

52:36
nur Rapierfechten oder Single Rapier, wie es im Englischen genannt wird. Aber häufig ist das ja nicht der Fall, sondern ich habe ja noch was in der anderen Hand, oder? Ja, und zwar das ist eigentlich sehr wichtig, weil mit Single Rapier komme ich automatisch in ein lineares Fechten. Sonst macht es keinen Sinn. Außer ich bin Spanier, aber die gehen halt anders.

52:58
Ich habe die zweite Hand um mich optimal zu schützen. Witz bei einem Rapier ist gesagt, dass was mich tötet ist die Spitze. Das ist scharf. Die fährt durch mich durch wie Butter. Ich kann aber jeden anderen Teil der Klinge mit der linken Hand kontrollieren. Abfangen, wegdrücken, festhalten. Was besonders bei Turnieren sehr beliebt ist, wo man seinen Gegner wirklich zu hasst.

53:25
die Radien führen kann, wenn man das Rad befestigt ist auch nicht sehr nett.

53:32
Man sollte besser pfechten und nicht dem anderen die Waffe festhalten. Aber es war beim Rapier eine realistische Methode zu verhindern, dass man umgebracht wird. Wie gesagt, wir reden nicht von einer Sportwaffe, wir reden von einem reinen Mordinstrument. Und schlimmstenfalls lasse ich mir die linke Hand durchbohren und fixiere so die Klinge, die mich töten kann und kann selber zustechen. Aber sinnvoller ist natürlich, sich einen Dolch in die Hand zu nehmen. Dazu gab es dann eben die Linkshand-Dolche in verschiedenen

54:02
Formen und Längen und Ausstattungsformen mit großen Parierstangen, mit einem Handschutz, das man vor dem Hieb des Rapiers auf die linke Hand geschützt war, dass man mit langen, gekrümmten Parierstangen die gegnerische Klinge festklemmen konnte und zwar so lang, dass während der andere noch anzieht, man selber einen Stich einsetzen konnte. Also der Dolch hat das Überleben im Rappi-Gefecht um 100 Prozent.

54:30
verbessert. Wir reden ja jetzt auch hier nicht von so was wie einem mittelalterlichen Hohendolch, der ja quasi keine Parier-Elemente hat. Das hätte jetzt auch ein bisschen was gebracht, aber ja dieses Festhalten und wie soll ich das nennen? Ja dieses Manipulieren der gegnerischen Klinge, das geht halt sehr gut mit den Parierdolchen. Genau, also das ist ein bisschen Übung. Es fordert dann natürlich eine bisschen andere Körperhaltung, weil die linke Hand nicht ganz hinten sein darf.

54:59
Aber auch bei Fabris habe ich die linke Hand eher auf Kopf- und Gesichtshöhe vor mir in bestimmten Positionen. Das hat einen Grund. Ich will, bevor die Spitze in mich reinkommt, noch wegschlagen können. Mit irgendwas will ich mich schützen. Und ähnlich kann ich aber auch den linken Hand, den Linkshanddolch benutzen, indem ich ihn je nach Schule oder Technik, die ich einsetzen will, in Nähe des Rapierkorbs führe. Des eigenen?

55:29
des eigenen Rapierkorbs um zum Beispiel einen Stich, den ich mit dem Rapier pariere, mit dem Dolch übernehmen zu können. Meine Klinge quasi freiräumen kann und dann zustechen kann. Auf jeden Fall schließt ein Dolch eine der Angrifflinien die zur Verfügung stehen. Wir lernen das Scheiden beim Rapier zwischen innen, außen, oben und unten.

55:57
Innen ist quasi alles links von meiner Rapierhand, außen ist alles rechts von meiner Rapierhand. Also bei Rechtshänden jetzt? Bei Rechtshänden jetzt, schuldigt es natürlich, bei Rechtshänden. Oben ist alles oberhalb meiner Rapierhand, unten ist alles drunter. Egal wo ich die Hand jetzt vor meinem Körper positioniere, aber es ist immer das eine links von meiner Faust, das andere rechts von meiner Faust, drüber oder drunter. Und wenn ich jetzt in der zweiten Faust auch eine Waffe habe,

56:26
da wird es schon echt schwer eine offene Linie zu finden. Und der Unterschied zwischen einer Parade mit dem Rapier und einer Parade mit einem passenden Linkshand Dolch ist gleich Null. Weil ich pariere mit beiden mit der Stärke und da sind die Waffen vergleichbar. Also alles was ich mit dem Rapier parieren kann, kann ich auch mit Dolch parieren. Und damit wird es dann schon echt schwierig den anderen zu treffen. Und wir hatten das ja auch eingangs.

56:54
Dann fällt halt auch dieser Teil mit, ich gehe dann mal ins Ringen weg, weil wenn ich halt einen Dolch habe, der dann doch noch mal kürzer ist als das Rapier, dann brauche ich halt auch nicht Ringen, dann benutze ich den einfach. Ja genau. Also ist meine Rapierspitze vorbei, was bei den langen Dingen sehr schnell passiert, weil weggeschlagen oder ich habe mich verstochen oder der jetzt rauspariert, dann kommt das nächste Dolch zum Einsatz. Und mit dem trifft man dann meistens auch. Jetzt kann man ja…

57:20
noch mehr Sachen in die andere Hand nehmen. Also der Dolch ist das eine oder nichts und dann eben mit der Handfläche parieren, wie du es schön Da gab es eigene Handschuhe dazu, die in Duellen aber dann verboten waren, wenn man es ehren kann, wenn man in den Duell gegangen ist. Ich habe jetzt allerdings noch so vor Augen, dass es auch so Mäntel gab, also Mantel und Rapier und auch diese Rundschilde, die Rotella.

57:51
In welchen Fechtbüchern oder zu welcher Zeit kam das irgendwann auf? War das von Anfang an da? Das war von Anfang an da, weil man einfach in dieser Zeit in der Mode Rundmentel getragen hat. Mit einem langen Mantel.

58:09
verwickelt man sich im Rappige Fecht eh. Aber wenn ich anschaue, was war die Mode so um 1560, 1570, so habt ihr die kurzen Bluderhosen, die weiten ausgestopften, lange Strümpfe, Schuhe, zylinderähnliche Hüte und einen Kurzmantel, der bis zur Hüfte gegangen ist. Und wenn ich jetzt zum Beispiel bei einem Überfall oder einem überraschenden Angriff

58:35
angegriffen wäre, ist das eine der ersten techniken bis ich das lange rapier herausgezogen habe ist es eh schon zu spät ich ziehe mir mal den mantel von der schulter wirf ihn mir einmal um die hand so dass ich einen gescheiten griff habe und kann damit einmal versuchen eine rapier klinge wegzuschlagen das geht nämlich ziemlich gut dazu ließen sich also auch erfahrene fechter, blei

59:02
Kugeln oder Bleischnüre in den Saum eines Mantels einnähen, weil man mit einer Mantelfalte oder dem Saum eines Mantels sehr leicht eine Leichttherapieklinge wegbringen konnte. Und ich konnte die Klinge wegschlagen, vielleicht blockieren, bin einmal aus dem ersten Angriff rausgekommen und dann habe ich geschaut, dass ich Zeit und Raum finde, meine eigene Klinge zu ziehen.

59:28
weil es war nicht so, dass man immer, ha wir treffen uns jetzt zur Morgenstund und jeder zieht seine Waffe und man grüßt sich und sticht sich dann ab, sondern es wurden auch viele Gefechte mit dem Rapier einfach als Überfälle durchgeführt. Irgendwo im Hinterhof, im Gassen, man wollte jemanden aus dem Weg geräumt haben und hat ihnen ein paar Bravos auf den Hals geschickt und dann hatten wir auf einmal die Stoßwaffen in der Hand gehabt.

59:54
dass natürlich jeder Fechtmeister in seinem Buch damals geschrieben hat, all ihre Techniken nur der Verteidigung dienen und dass man bereiten niemanden töten will und das ist ja Gott gegeben, dass man Leben schont und bla und dings, das mussten sie schreiben, also ging nicht anders. Aber im Wesentlichen war ihnen bewusst, dass was sie den Leuten beibringen ist, bringt es Leute um bevor sie das mit euch tun, weil einen anderen Zweck hat ein Rabbi nicht gehabt.

01:00:25
Die Rottella. Ja, Der Punkt ist noch zu der Rottella. Du hast ja gesagt, rapier hauptsächlich im zivilen Kontext. Und jetzt ist die Frage, warum trage ich im zivilen Kontext plötzlich so ein Schild mit mir rum? Kein Grund. Weil es mag Fälle geben, wo, ich glaube, das ist sogar beschrieben, wo einer aus

01:00:54
weil er angegriffen wurde, sich noch einen Schutz gesucht hat oder wusste, sollte ein Angriff auf ihn stattfinden und hat sich eine Rotella mitgenommen, um sich entsprechend verteidigen zu können. Besser als mit einem Mantel, weil mit einem Mantel verwickelt man sich relativ bald. So gut kann man gar nicht damit umgehen.

01:01:15
Die Rotella war glaube ich einfach ein Relikt aus der Zeit der sogenannten Rontagire und die Rontagire waren eine Elite-Infantrieeinheit, Spanische ursprünglich, im 16. Jahrhundert. Das waren die letzten gerüsteten Schwertschildkämpfer, die man auf den Schlachtfeldern dieser Zeit noch gefunden hat. Und die haben sich dann

01:01:41
um 1620, 1630 schon ziemlich oft gehört gehabt, vor allem in den großen Kriegen. Das waren spezialisierte Fechter mit Helm, Brünne, Schild, Hautdegen, Pistole, Spieß, die noch einen militärischen Einsatz gefunden haben. Und das ein Schild schützt, das hat man sich vermutlich dann auch noch vorstellen können, wie es die Ronde de Chiris schon lange nicht mehr gab.

01:02:11
Und natürlich haben sich auch die Fechtschulen, die italienischen Fechtschulen, genauso wie die deutschen mit alten Waffen beschäftigt. Sie haben auch geschaut, was kann man noch benutzen, wie kann ich jetzt eine moderne Waffe mit einer alten Schutzrüstung in Verbindung bringen. Das waren sicherlich auch Experimente und einfach Forschung, die die Fechtmeister der damaligen Zeit betrieben haben.

01:02:38
im Alltag hat das kaum mehr Verwendung gefunden. typische Beiräufe ist dann schon der Dolch zum Rapier. Der Dolch beim Rapier, ich glaube im englischen Bereich dann eher auch noch der Buckel zu den kürzeren Rapieren und Hauten. Da wäre man dann bei einem Tigrassi oder bei einem Silber. Tigrassi ist zwar Italiener, aber es hat stark auch das englische Fechten beeinflusst.

01:03:08
Aber ein Buckel selber macht eigentlich nur mit einem hautigen Wiedersehen. Was ich noch gesehen habe, ist die Tarsch, also sozusagen ein Buckel, aber halt nicht rund, sondern wie so ein Wellblechdach und wenn du von hinten drauf guckst, rechteckig? Gleich, also ich habe es noch nicht versucht mit einer Tarsch zu fechten. Ich glaube, man setzt dann die Kanten ein bisschen anders ein, weil man kann an einem kantigen Schild schlechter vorbeistechen oder kavieren als bei einem runden Schild.

01:03:38
Also so habe ich zumindest gehört, dass man mit den Kanten von einem eckigen Schild könnte man so ähnlich parieren wie mit dem Dolch, was halt bei einem runden Buckler nicht geht. Ich habe zwar auch Kante, aber da kann ich halt nicht so kontrollieren, wohin ich den anderen leite. Ja genau, vor allem ich fahre einfach mit einem Rapier um den runden Schild rum, kawiere und bin drinnen. Also der Buckler hat sich gegen das Rapier nicht sonderlich bewährt.

01:04:01
Also außer man weiß wie man ihn führt indem man nämlich vorne hält, also gestreckte Hand um so eine Eisstandnitzelform aufzubauen wo die Spitze wenn sie pariert wird vom Rapier auf jeden Fall an mir vorbeigehen wird.

01:04:18
Wer hat dann schon im zivilen Alltag jetzt dauernd seinen Buckel oder seine Tasche mit sich geschleppt? Das waren Spezialwaffen, sich natürlich die Leute überlegt haben, wie kann ich möglichst effizient so eine komplexe Waffe wie ein Rapier einsetzen und verwenden.

01:04:38
Dann kommen wir doch mal zu den Waffen heute. Wenn ich jetzt diesen Podcast gehört habe und total angefixt bin, sag was der Peter da erzählt hat, das hat mich vollkommen überzeugt. Ich fange jetzt mit dem Rapierfechten an. Ich habe auch schon ein paar Jahre Sportfechten gemacht und kenne mich mit den ganzen Begriffen aus. nehme mir jetzt. Peter, hast eigentlich eine Lieblingsquelle? Eine Lieblingsmanual? Thibaut.

01:05:08
Dann sagen wir, ich nehme jetzt ich nehme jetzt Thibaut und lege jetzt auf jeden Fall mit Rapier irgendwie los. Was was brauche ich denn dann für den Anfang? Worauf muss ich achten? Welche wie lange ist so ein Rapier? Woran erkenne ich ein gutes Rapier? Was was brauche ich für den Anfang?

01:05:33
Ihr fragt jemanden der vor 20 Jahren damit begonnen hat wo es fast nichts außer Handwerk am Markt gab. gehen wir mal zum Rapier. Prinzipiell muss die Klinge in einer Form sein dass sie vorne möglichst elastisch ist, weil ich kann eine Technik nur sauber machen indem ich sie dem anderen reinrenne und wenn sich das Ding nicht gescheit durchbiegt

01:06:00
dann verletze ich den anderen. So viel Stoppel kann ich vorhin gar nicht draufhauen, dass der keine Quetschungen oder blauen Flecken kriegt. Vor allem wenn ich dann einen Stoß gegen die Maske, Maske ist zwingend notwendig natürlich, aber wenn ich dann einen Stoß mit einem starren Rapier gegen die Maske führe, der eigentlich aus einer Menstru dafür gedacht ist, dass das Ding zur Hälfte hinten beim Kopf wieder rauskommt, dann könnt ihr euch vorstellen was im Genick passiert. Also…

01:06:28
Ich muss eine Waffe wählen, ich sage, die gibt wenigstens ein bisschen nach, wenn es eine gute Klinge ist, der richtigen Stelle, im richtigen Abstand voran bei der Schwäche, um einfach meinen Partner nicht umzubringen oder zu verletzen, weil durchkomme ich sowieso nicht. Ich meine, wenn ich mit einem Rapi-Fecht das durchkomme, habe ich etwas missverstanden am Sparen oder am Trainingsfechten. Ich sollte eine Waffe haben, die wiederum nicht zu schwer ist.

01:06:57
damit sie nicht das Handgelenk nach zwei Stunden Training zusammen hat, weil man durch diese teilweise gestreckte Haltung und die langen Waffen sehr viel Gewicht in einer Hand haben muss, die man auch laufend mit kleinen Bewegungen führen muss. Also das hat keinen Sinn gleich mit einem schweren Rapier anzufangen, außer man steht auf Handgelenkenschmerzen. Wie viel Kilo hat denn ein leichter wie viel Kilo ein schwerer Rapier?

01:07:28
Also das Schlimmste was ich mal in der Hand hatte war über ein Kilo. Sinnlos wenn man nicht Handgelenke in Handflächenbreite hat. und ich glaube ein leichtes wird jetzt um die 700 Gramm haben. 600, 700 Gramm. Das ist dann schon eher der leichtere Bereich. Das heißt ein Empfehlungsbereich wäre so 700, 900 Gramm so um den Dreh.

01:07:57
Wenn ich jetzt auf eine Waffe Wert lege, die wirklich auch in den Paraden gut funktioniert, die einfach star in der Linie ist, kann der andere dagegen sämmeln, was er will, dann ist ein schwereres Rapier besser. Der entscheidende Punkt ist eigentlich, wo ist der Schwerpunkt der Waffe. Ich kann zwei gleich schwere Waffen haben, zwei gleich lange und das eine ist Müll und das andere

01:08:26
Ja, das ist jetzt eine Kampfwaffe. Das ist wie bei den Langschwertern oder bei Fechtfedern. Die Dinge schauen gleich aus. Man nimmt sie in die Hand und sagt sich, was für ein Klumpen oder mit dem kann ich arbeiten. Es kommt auf den Verlauf der Klingenstärke an. Gute Rapiere werden nach vorne hin wirklich flacher und haben eine relativ starke Stärke, auch dickere Stärke.

01:08:51
Sie sind vorn elastisch, auch wenn sie flach sind, aber sie dürfen sich jetzt nicht bis hinten zum Griff umbiegen, wenn man zusticht. Korbringe spannen, das ist oftmals Geschmackssache. Also ich persönlich habe abgesehen von spanischen Degen Pappenheimer Klingen sehr gerne, weil man die auch beidhändig gut führen kann. Das sind diese militärischen Körbe mit halbgeschlossenen Korb.

01:09:20
Ein normales Sweptilt-Rapier hat meistens eine Innenseite mit weniger Spangen und eine starke Außenseite. Was je stärker verziert ist oder breiter gemacht ist, den Nachteil hat, dass es in ihm die Waffe in der Hand dreht. Wenn ich jetzt die Klinge so halten will, dass die Schneide senkrecht ist, verläuft.

01:09:45
und ich habe einen zu schweren Korb auf der Außenseite, dann muss ich dauernd dagegenhalten, dass es mir nicht die Waffe in der Hand dreht. Da muss ich ja vor allem auch aufpassen, ob ich rechts oder linkswender bin, ob ich das Rapier für die richtige Seite sozusagen kaufe, oder? Absolut, also bei ungleichmäßigen Seiten sowieso. Ein Pappenheimer hat dieses Problem nicht, der hat zwei gleiche

01:10:10
die auch beide gut schützen, weil sie meistens durch Brochen gearbeitet sind, die Stichblätter oder Stichschalen haben. Deswegen mag ich die wirklich gerne. Der Griff, ist auch so eine Sache, ist die meisten Rapiere, man jetzt bei Darkwood oder ähnlichen Herstellern bekommt. Darkwood ist ein sehr guter Hersteller, aber die meisten Griffe haben rundliche Griffe, die ein bisschen nach hinten schmeler werden und einen elliptischen Durchmesser haben.

01:10:40
Alle historischen Rapiere, mit denen unsere Leute jetzt gearbeitet haben und die sie auch selber herstellen und nachbauen, haben kantige Griffe. Oftmals mit Metallumbieg, mit Metallwickelung. Die kriegt man im normalen Handel fast überhaupt nicht. Aber hat man mal so einen Griff in der Hand gehabt und sich an die Kanten gewöhnt, dann hat man einen wesentlich besseren Halt und wesentlich bessere Kontrolle der Waffe, vor allem wenn sie schwerer ist.

01:11:09
Je runter der Griff ist, umso leichter kann sich das Ding in der Hand drehen. Wie ist es mit den Glocken? Also ich könnte ja denken, eine Glocke ist wahrscheinlich vom Schutzbett am besten, weil das ist ja einfach alles zu. Wo soll da noch was treffen? Glockenrepiere haben sich vor allem für die spanische Fechtschule sehr bewährt.

01:11:31
weil man sich sauber ficht, meistens die Spitze jeweils vom Korb des Gegners hat. Und nachdem ich auf der geraden Linie durch die Glocke nicht durchkomme, bin ich gezwungen die Linie zu wechseln. Also entweder räumlich, indem ich zur Seite gehe oder indem ich seine Klinge wegdrücke.

01:11:51
Der Nachteil von Glockenrapieren ist, dass sie oft relativ schwer sind, was die Glocke betrifft. Also da muss ein gutes Verhältnis zwischen Gewicht der Klinge, Länge der Klinge, Bauart der Glocke sein und letztlich auch des Griffes, ich benutze, weil die Boogreif zum Beispiel in einem Rapierkorb anders als in Italien. Die einen überliefern das man quasi mit

01:12:18
mit Mittelfinger, der Ricasso umgreift, mit dem Zeigefinger ein bisschen drauf ist und mit den Daumen auf der anderen Seite rumkommt. Fabris hat, glaube ich, beschrieben, dass man nur mit dem Zeigefinger um die Barrierstange greift und ansonsten einen säbelähnlichen Griff hat. Also all das beeinflusst jetzt den Stil und die Form, wie ich lernen will und kann.

01:12:45
weil wenn ich mit einem unpassenden Rapier jetzt z.B. Fabris fechten will, dann werde ich sehr schnell merken, die Hälfte der Techniken funktioniert nicht, weil die Waffe nicht passt. Die Hälfte der Techniken aber funktionieren bei Capo Fero dafür sehr gut, weil das ist eigentlich ein Capo Fero Rapier. Mit dem funktionieren seine Techniken gut. Mit einem spanischen Rapier funktioniert Capo Fero wiederum überhaupt nicht.

01:13:11
Ich weiß, sind jetzt Details, aber da sind wir auch erst im Laufe der Jahre drauf gekommen, dass das Funktionieren einer Technik und damit das Glücklichmachende Erlernen einer Technik.

01:13:23
ganz eng damit zusammenhängt, welche Schule fechte ich, welche Tradition will ich da üben und passt meine Waffe überhaupt zu dieser Tradition, weil die Längenunterschiede zwischen Rapieren sind auf 10-20 cm und das verändert den Stil massiv. Das ist ein bisschen schade, weil Rapiere waren ja bis vor ein paar Jahren sowieso schon eine eher teurere Waffe, also wenn ich 200 Euro kriege, ich einen Langschwärtsimulator, eine Fechtfeder, das passt dann schon.

01:13:52
Rapiere gingen dann so bei 300, 400 mal los. Inzwischen gibt es auch ein paar, die im höheren 200 Bereich liegen, aber das denke ich mir so, boah, das kostet eh schon irgendwie als Waffe mehr als so manche andere Waffen und dann ist es noch so, ja, ich habe so viel Auswahl, was die Körper angeht. könnte ja Dutzende verschiedene Körper mir sagen, ich möchte jetzt den oder den oder den haben und dann muss ich aber auch noch gucken, dass es so der Fechtweise passt und dass der Korb passt und dass die Länge passt.

01:14:22
zu dem was ich am Ende machen möchte, das ist ja schon schwierig da irgendwie was passendes zu finden. Beim Schwert sagst du halt einfach, hey, holst du die Feder entweder von dem herstellt oder von dem, solange du da eine von den Standarddingern nimmst, die passt für die meisten Leute eigentlich ganz gut. Also meiner jetzigen Erfahrung nach, und ihr habt gesagt, ich soll auch mit Firmen, Namen reden, ich weiß, dass seit einigen Jahren zum Beispiel Regenny, der ungarische Schmid, für HEMA-Bedürfnisse

01:14:52
sehr gut angepasste Blankwaffen erzeugt, sowohl bei den Federn wie auch bei den Rapieren. Das ist als Durchschnittswaffe sind die wirklich schon gut. Darkwood hat eine ganze Latte von teilweise wirklich sehr guten Waffen und Repliken, auch Einzelteile, kann Klinge, Körbe, Griffe miteinander kombinieren. Da findet man garantiert eine gute Waffe.

01:15:21
Man muss irgendwann feststellen, warum geht diese eine Technik, die ich unbedingt erarbeiten will, der nicht so gut. Wieso funktioniert sie mit einer Klinge, 5 oder 10 cm kürzer oder länger ist? So gut kann ein Rapier gar nicht sein und so teuer, dass man nicht an einer spezifischen Technik sich die Zähne ausbeißen wird, wenn einfach Waffe und Technik nicht zusammenpassen.

01:15:50
Da geht es oft gar nicht so sehr um den Preis der Waffe. Ich meine es gibt Ramsch und Müll sowieso, den erkennt man meistens, dass es messinkfarbene oder goldfarbene Körbe sind und hochpolierte Klingen. Also von irgendwelchen Herstellern, die kann man mal alle schmeißen, weil sie zu schwer sind meistens. Die sind nicht fürs Fechten gedacht. Da gehe ich auf einen Mittelaltermarkt und spiele Musketier damit. Aber das ist es auch schon.

01:16:17
Aber auch bei den höherwertigen Waffen können diese Probleme eigentlich zu dem Stil den ich fechten will, auftreten. Wir zum Beispiel haben mit den Übungswaffen mit den ersten Rapien die Handwerksdienste rausgebracht und waren einige Jahre wirklich zufrieden damit.

01:16:40
Sie haben für die Grundlagen von Rapi, die wir uns damals selber erst erarbeiten mussten, weil es gab keine anderen Quellen oder nur sehr wenig andere, haben sie funktioniert. Irgendwann, nach ein paar Jahren, habe ich gesagt, eigentlich bräuchten wir längere Klingen. Zum Glück hat Hanwe dann auch längere Klingeln rausgebracht. Die Körbe sind immer mieser geworden, also dreimal betionieren, hergebogen, hergeborgt. Wir haben fünf Jahre mit der gleichen Waffe trainiert und zurück haben wir Schrott bekommen.

01:17:09
Ich muss es hat mich auch nicht gefreut, weil die Leute, damit betonieren und gefochten haben oder die mir anderen Fechtschuhen geborgt haben, nicht auf die Dinge so aufgepasst haben, sie sollten. Dann hat Hanwe halt einfach das getan, was es tut. Es bricht oder verbiegt sich und wird nur mehr ein Hoffenschrott. Es gibt sicherlich auch sehr gute Hanwe-Rapiere, ich bin jetzt böse, aber die damaligen sind ziemlich schnell zerlegt worden in einem Sparring-Einsatz.

01:17:39
Würdest du dann eigentlich sagen, weil wir hatten es ja auch vom Dolch, besorge ich mir dann gleich einen Dolch noch mit, wenn ich mir einen Rapier hole oder fange ich lieber erst mit einem Einzelrapier an und mache das mal ein Jahr oder zwei und nehme dann erst den Dolch dazu? Ich würde, wenn ich die Möglichkeit habe einen passenden Dolch dazu zu nehmen, den auch im Set nehmen. Dann bin ich jetzt bei 600 Euro, je nach Hersteller oder mehr, aber…

01:18:08
Es ist einfach schön mit zwei gleichwertigen Waffen arbeiten zu können, die auch von der Optik her zusammenpassen. Ich zum Beispiel habe das nicht. Ich habe einen Deltin-Lingshanddolch seit Anbeginn der Zeit, den ich liebe und der sehr gut funktioniert für mich. Und ich habe im Papenheim Arape, das mir der Peter Koser hat machen lassen. Das wollte ich ihm noch sagen, das war die zweite Quelle von den

01:18:38
wirklich besser werdenden Waffen, wir haben es bei den Slowaken und Tschechen schmieden lassen. Die hatten Jahrzehnte Erfahrung mit guten Sparring und auch Bühnenfecht oder Schaukampf tauglichen Waffen und da haben wir unsere ersten wirklich maßgeschneiderten Rapiere dann bekommen. Neben den Handwerkerrapieren.

01:19:00
Heutzutage muss man für die Tschechen und Slowaken Waffen genauso hinblättern. Die haben mittlerweile den Wert ihrer Arbeit erkannt.

01:19:10
jetzt schauen, wofür sind diese Waffen gedacht gewesen, für Schaukampf, für ich trage sie in Rüigen-Eckmend als Dekowaffe für einen Offizier oder gehe ich jetzt in Sparring mit authentischen Techniken. Mittlerweile machen die Slowaken alles und daher gibt es auch da schon massive Unterschiede zwischen dem Material, sie benutzen.

01:19:32
Noch mal die Frage zum Einstieg. Würdest du sagen, ich fange gleich mit beiden Waffen an oder mit der Waffenkombination Rapier und Dolch oder trainiere ich erst mal Rapier separat? Das hängt letztlich von der Schule ab, der man sich entschließt beizutreten, vom Trainer, von welcher Tradition der kommt. Ich würde mit dem Single Rapier anfangen, bis ich einmal verstanden habe, wie sich eine teilweise kopflastige Waffe

01:19:58
in einer manchmal etwas verspannten und verkrampften Körperhaltung gut wird. wenn ich merke, gut, ich habe jetzt 10 Jahre Sportfechten gemacht, irgendwie gehen meine blitzschnellen linearen Ausfälle und Stichangriffe und Dinge mit der Waffe nicht so gut, weil der andere leider nicht stehen bleibt. Und ich nehme mal den Dolch in die Hand und stelle fest, 90 Prozent mache ich immer noch mit dem Rapier, obwohl ich einen Dolch in der Hand habe, dann sollte ich mir überlegen,

01:20:27
mich mit dem Dolchkampf und dem räumlichen Fechtkampf auseinanderzusetzen. Eben indem er auch zur Seite geht, indem er beide Hände benutzt, indem er die linke Schulter ein bisschen vorwandert, was man bei einem Lineanfechten nie machen würde oder beim Säbelfechten zum Beispiel. Es sind aber auch exzellente Fechter entstanden, die gar keine Fechtausbildung hatten. Die hatten einfach ein Grundverständnis von Körpermechanik.

01:20:56
Mir ging es um das Allgemeine, es könnte ja auch sein, dass es so ein Ding ist, in der Rapier-Szene gilt. Du fängst immer erstmal mit dem Einzelrapier an, weil die Leute sich so schlechte Sachen angewöhnen. Aber ich habe dich jetzt so verstanden, kann man machen, ist kein No-Go, kommt ein bisschen drauf an, wie man an die Sache rangeht, was ja soweit okay ist. Ja, ich habe immer sehr schnell mit meinen Leuten auch den Linksandolch dazugenommen, weil es einfach eine sinnvolle Kombination dieser beiden Waffen ist.

01:21:23
Jetzt natürlich noch die Frage, wie ist es denn eigentlich heute mit Rapier in der HEMA-Szene? Ich habe immer das Gefühl, wobei ich das nicht so genau sagen kann, dass in so einem deutschsprachigen Raum und auch in Skandinavien sehr viel langes Schwert geforten, aber gerade in Italien und Spanien, wo was ja auch die zwei großen Rapierschulen sind, dass es dann viel viel größeren Anteil an Clubs gibt, die Rapier machen oder vielleicht sogar mehr Rapier als andere Waffen.

01:21:53
Ist das so? Ja, denke das ist so. Erstens einmal, die haben dort

01:22:01
wieder begonnen, alte Tradition, die sie bei sich selber entwickelt haben, neu zu entdecken. Und haben natürlich ganz andere Forschungs- und Quellenmöglichkeiten als diejenigen, die dann auf englische Transkriptionen angewiesen sind, die man jetzt als Deutsche einmal übersetzen muss, damit man weiß, was der Schwede, der das italienische Buch übersetzt hat oder der Engländer eigentlich gemeint hat. Die lesen ihre Bücher, weil sie die Sprache können und die fühlen sich…

01:22:31
Also die italienischen und spanischen Fechte, die ich kennenlernen durfte, die fühlen sich auch der Tradition, die mit diesen Waffen verbunden ist, verbunden. Da gibt es auch ein, wenn man mit denen spart oder in Turnieren steht, dann ist das immer ein bisschen ein anderes Gefühl. Von meinem Eindruck her, die wollen einfach ein bisschen dieses

01:22:58
Wir sind Elite, wir haben eine elitäre Fechtwaffe, wir sind Ehrenmänner, wir brauchen nicht den billigen Punkt nur, damit ich ein Turniergefecht gewinne. Ich will schön fechten, es muss auch gut ausschauen. Ich will diesen Punkt jetzt schaffen und sagen, ja danke, das war perfekt und richtig. Ich glaube, das ist gerade in diesem italienischen und spanischen Himmabereich.

01:23:27
noch verbreiteter als im deutschen oder nördlichen Bereich. Wir haben einfach eine andere Tradition in der deutschen Fechtschule. Das war eben nur bedingt eine elitäre, einer dünnen Schicht vorbehalte Fechtform.

01:23:49
Es mussten besondere Kriterien erfüllt werden, um zu Fechtschulen zugelassen zu werden. man jetzt an die Federfechter oder die anderen denkt, die Marxbrüder, denkt, ein Kriterium war, dürfte nicht adelig sein. Also das sagt schon viel. ich denke mal, dass sie in den südlichen Landen eher noch eine Verbindung zu ihrem, zu ihrer Quelle haben, zu ihrer Tradition.

01:24:20
Wie ist es dann im deutschsprachigen Bereich? man kann sich an euch wenden, an Klingenspiel, Klingenspiel AT. Kennst du noch drei gute Rapier-Trainer, die du empfehlen könntest im deutschsprachigen Raum? Ich und Namen. Also ich weiß, dass Gryphon einer der ersten deutschen Rapierschulen war. Also deutschen Fechtschulen, die auch Rapier unterrichtet haben oder begonnen haben damit zu arbeiten. Mir fehlt jetzt einfach der Name von ihm.

01:24:47
Das ist Christian Bott, der war auch schon im Podcast. Genau, Christian Bott. Also den habe ich damals schon kennengelernt, die wir bekommen haben. Es haben sich… Puh, hu hu hu hu. Wir müssen jetzt auch nichts zu zwingen, wenn dir die Namen gerade nicht einfallen. Nein, leider. Ich hätte sie mir aufschreiben sollen. Aber es ist das Rapier… Gott, wie heißt es schnell?

01:25:16
Dann wurden sie Lungenfuchs. Der Alex Kirmeier zum Beispiel hat sich intensiv auch mit Rapi beschäftigt. war einer meiner ersten Turniergegner. Sehr schön. Den hat man auch schon im Podcast. Alex ist, glaube ich, mit jedem Ding, das in die Hand nimmt, Auch mit dem Rapi, so jung die Schule damals war. Ja, das ist irgendwie was, was hat Alex noch nicht gemacht. das ist. An der Stelle kann.

01:25:46
Ich vielleicht noch ein bisschen Input liefern für unsere Hörer. Und zwar wird es dieses Jahr im Oktober das Hieb- und Stichfest 2021 geben. Das wird ausgerichtet von der… Oh Gott, jetzt versuche ich den Namen richtig auszusprechen. Ich hoffe, Benjamin Bott verzeiht mir, falls das nicht der Fall ist. Denn der hat das organisiert von der Scola di Scarmier in Koblenz.

01:26:12
Das ist auch im südlicheren Bereich Deutschlands. Das heißt, unsere österreichischen Hörer haben es da auch nicht allzu weit. das ist gleichzeitig sind das die ersten Rapiertage des Deutschen Dachverbandes für historisches Fechten. Und da gibt es verschiedene Dozenten, Seminare und verschiedene Systeme kennenzulernen. Und besonders als Anfänger ist es auch explizit erwünscht, dass ihr dort auftaucht.

01:26:41
Und dann könnt ihr euch auch mit erfahrenen Rapierfechtern austauschen und diese Thematiken, wie sieht das optimale Rapier für das jeweilige System aus, gleich sozusagen hands-on testen. Das Ganze ist am 2. 3. Oktober.

01:27:05
Und wenn ihr nach Hieb- und Stichfest und Schwertfechten Koblenz sucht, beziehungsweise auf die Webseite des DDRF Gug, es auch verlinkt. Ja, sehr empfehlenswert für Anfänger und Fortgeschrittene. Das klingt toll. Ich hoffe, dass ein paar von unseren Leuten auch raufen werden. Bin ich sogar ziemlich sicher.

01:27:31
Ich selber vermutlich auch. muss schauen, ob es nicht mit einem anderen Termin kollidiert. Aber das ist sicher eine ganz spannende Sache. Ja, ich wollte auch da sein. Michael, wenn du auch noch mitkommst, treffen uns da alle mal. Ich glaube, ich muss da zum Trainingslager der Langschwertfechter. Ach, schon wieder? Michael, wie oft mache ich das denn? Zweimal pro Jahr. Und an diesem Wochenende beginnt das Herbsttrainingslager. Ah ja.

01:28:02
Ja gut. Ein Aspekt, mir noch eingefallen ist zum Ratbierfechten ist, dass wir von Anfang weg einen sehr hohen Damenanteil hatten. das war schon eine Besonderheit, zumindest in der österreichischen Fechterszene, dass wir teilweise über 50 Prozent Fechterinnen hatten, weil das eine Waffe war, die

01:28:27
vor allem Frauen sehr entgegengekommen ist. Einerseits durchs Gewicht, andererseits auch durch die, sagen wir mal, bei vielen natürliche, elegantere Form sich zu bewegen und Bewegungsabläufe umzusetzen. Weil es auch bei manchen sehr stark

01:28:50
Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl entwickelt haben, eine Waffe in der Hand zu haben, mit der sie tatsächlich auch umgehen können und wo sie nicht daran scheitern, das Ding ist zu schwer oder zu lang und eigentlich dürfen Frauen ja nicht schlagen und und und. Also das war auffällig, bei Klingenspiel zumindest, in der österreichischen Szene, dass es sehr viele Rapierfechterinnen vorgebracht haben.

01:29:17
Und das ist eine Entwicklung, die sich zum Glück in der HEMA dann fortgesetzt hat, wie die HEMA dann letztlich entstanden ist. Ja, da habt ihr es. Falls euer Verein das Problem hat, dass er gerne mehr Damenanteil hätte, könnt ihr es ja mal mit dem Rapier probieren. Oder wie wir von Jahren Brusewinkel gelernt haben und Tante, funktioniert er auch gut. Was ich zum Abschluss noch kurz sagen wollte.

01:29:43
Wer mal wirklich sehr hübsche und sehr gut gemachte und sehr vielfältige moderne Rapierrepliken sich anschauen möchte, kann auch zu Daneli Armouries schauen. Da schreibt man D-A-N-E-L-L-I.

01:29:57
und der stellt leider nicht mehr so richtig auf Auftrag Sachen her, den ging es irgendwann gesundheitlich nicht mehr gut, aber der hat wunderschöne Stücke gefertigt lange Jahre lang natürlich oberes Preissegment, Einzelstücke aber die Sachen, wenn er darf mal auf die Facebookseite schaut, die der gemacht haben, das ist der Hammer

01:30:15
Bei uns haben drei unserer Rappiefächter begonnen, ihre Waffen herzustellen. Die haben sich vorher, Florian und Julian, zwei Jahre lang damit beschäftigt, Museen dortige Stücke zu vermessen. Sie aus den Rappien und den Mesterarten, die sie dort bekommen haben, einen Standard heraus.

01:30:41
lesen können, verhältnisst klingenticke Stärke in den jeweiligen Abschnitten der Klinge und haben dann begonnen diese Rapiere selber herzustellen. In zig Stunden Arbeit natürlich, aber ihre Waffen sind eigentlich fast die einzigen, wo man wirklich jetzt vergleichen kann.

01:31:06
wie fühlt sich eine historische Waffe im Einsatz an mit den jeweiligen dazugehörigen Techniken. Aber das ist natürlich unbezahlbar, wenn man sich sowas von der Mehrzahl der Hersteller erwarten würde. Kann ich die Waffen bei denen irgendwo kaufen? Haben die eine Homepage oder so? Nein. Also das ist, wir haben vier oder fünf Stück.

01:31:33
Eines davon habe ich auch. Ich habe jetzt von ihnen eine Spadone gekauft, eins von zweien. Ich liebe mittlerweile Spadone. Aber das ist einfach unbezahlbar. Also da ist man schnell im dreistelligen Bereich, wenn man die Arbeitszeit von den beiden rechnen möchte.

01:31:53
Du meinst wahrscheinlich vierstellig, oder? Vierstellig natürlich. Dreistellig hätte ich gesagt. Nein, da ist man im vierstelligen Bereich und das werden die wenigsten leisten wollen. Sie bieten aber an, dass man sagt, ja, wir zeigen euch, wie wir es machen, kommt es und macht es euch selber. Wenn man viel Zeit und Nerven hat und die Möglichkeit, dann kann man sich schon ein…

01:32:19
authentisches, historisches Rapier machen. Aber im Endeffekt sind die Dinge teilweise Museumsstücke in der Ausführung so, wie sie gemacht worden sind. Allein die Arbeiten am Korb und am Gehilz, ist echt toll teilweise. Ja, aber das ist doch ein schöner Abschluss. Dann haben wir es. Ihr braucht ein Rapier, macht einmal einen ausgedehnten Wien-Urlaub und dann klappt das schon.

01:32:40
Mehr Monate in Wien Urlaub kann ich nicht mehr drängen mit dem Auslandssemester. Wenn er überlegt, wo er Erasmus hingeht, vielleicht ist ein halbes Jahr in Wien auch ganz passend. Genau, da könnt ihr dann auch zu Klingenspiel gehen, nebenbei noch trainieren. Gerne. Also wir freuen uns immer über Besuch. Und dadurch, dass wir regelmäßig Training haben, ich glaube zweimal bis dreimal in der Woche Rab hier und dann ins 33, zweimal in der Woche und andere Spielzeuge.

01:33:11
Also ein Platzer, Säbel natürlich auch, habe ich ganz vergessen. Säbel ist bei uns auch sehr wichtig geworden. Also es ist immer etwas nach Lust und Laune da, wenn man trainieren möchte in Wien. Dann würde ich so sagen, wir lassen uns dabei. Peter, vielen Dank, dass du uns heute einen Einblick in das Rapier gegeben hast. Ja, vielen, Dank. Gerne. Ich hoffe, es war nicht zu blutrünstig stellenweise, aber…

01:33:35
Es hat halt erst jetzt den Status einer Sportwaffe erhalten und nicht zu der Zeit, wo sie kreiert und benutzt wurde. Die Frage können wir einfach an unsere Zuführer weitergeben. Fandet ihr die Folge blutrünzig oder nicht, lasst es uns wissen postedschwertgepflüster.de Oder in die Kommentare bei Facebook, wenn wir die Folge veröffentlichen. In diesem Sinne, bis nächste Woche. Ciao! Macht’s gut, tschüss!

01:34:00
grüße euch und danke, dass ihr mir zugehört habt und dass ich Gast sein durfte. Tschüss! Liebe Hörer, der nächsten Folge reden wir über Härte im Training, im Wettkampf und allgemein in der HEMA-Szene. Und wir reden vor allem darüber, und welche Arten von übertriebener Härte es denn gibt. Seid gespannt!


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