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Wer zu welcher Zeit Schwerter besitzen/tragen/verwenden durfte/musste/sollte war historisch oft klar geregelt: Jeder. Also zumindest wenn dieser jeder ein Er war… und nicht Teil des Klerus… und auch nicht wenn… aber dazu in der Folge mehr. 🙂
Um das Thema wer Schwerter besaß und tragen durfte ranken sich viele Mythen, die wir in dieser Folge zur Frühen Neuzeit mit einem Blick in Fachliteratur klären wollen.Shownotes
Shownotes
- Die Quelle dieser Folge ist The Martial Ethic in Early Modern Germany: Civic Duty and the Right of Arms von B. Ann Tlusty.
- Die Fechtschule – Das Fechtevent der Frühen Neuzeit | Teil 1 (SG 66)
- Die Fechtschule – Das Fechtevent der Frühen Neuzeit | Teil 2 (SG 66)
In eigener Sache
Schwertgeflüster ist ein Podcast von Alexander Fürgut und Michael Sprenger. Alexander ist Trainer und Mitgründer der Schwabenfedern Ulm, Autor von Der Schielhau im Detail und ficht Langschwert und Rapier. Michael ist Trainer und Mitgründer vom Fencing Club Dresden und ficht vor allem Langschwert.
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Transkription
00:15
Wir schreiben das Jahr 1601 und befinden uns in Nördlingen. Dort wurde ein gewisser Hans Schwarz verhaftet, weil er gegen das lokale Waffenrecht verstoßen hat. Waffenrecht heutzutage immer noch ein großes Thema. Man kann sich sicher schon denken, was passiert, denn der gute Hans hatte kein Schwert. Das ging natürlich deutlich zu weit, war absolut nicht akzeptabel. Dementsprechend wurde er in Haft genommen.
00:41
Liebe Hörer, wir kommen zur Folge 106. Wer darf eigentlich Schwerte tragen? Waffenrecht der frühen Neuzeit. Hallo zusammen und Hallo Michael. Hallo Alexander. Ich würde das auch direkt wieder einführen heutzutage. wer sich ohne Schwert hier traut auf die Straße zu gehen und noch nicht mal eins zu Hause hat, solche Leute gehören für mich einfach in den Knast. Worum geht es heute?
01:08
Man hört ja immer wieder so Geschichten, wer eigentlich aus welchen Gründen Schwertern tragen dürfte oder nicht. Auch diese Diskussionen mit, aber in Städten dürfte man keine Schwerter haben, darum wurde das lange Messer erfunden, weil das hatte ja nur eine Schneide und Schnickschnack. Da gibt es sehr viel, sagen wir mal, interessante Interpretationen. Sagen umwobene Mythen. Genau. Und wir dachten, wir machen heute mal wieder so bisschen Schlenker auch mit einem geschichtlichen Thema und beleuchten das so ein bisschen.
01:37
Wobei man dazu sagen muss, ich muss ehrlich gestehen, dass meine Expertise sich heute in dieser Episode etwas zurückhält. Denn Alex hat hier die Vorbereitung gemacht, kam mit dem Thema an und ich habe so die ganzen Hörensagen-Sachen auf dem Schirm und werde die dann entsprechend sozusagen in diesem Podcast meine Wissenslücken füllen.
02:05
und hoffe, dass ich das stellvertretend für euch tue. Sehr schön. Schreibt uns auch gerne, wie gut das funktioniert hat. Ja, dann kann ich auch gleich sagen, woher ich die Sachen habe. Es gibt nämlich ein sehr schönes Buch, The Martial … Ich versuch noch mal. The Martial Ethic in Early Modern Germany from N. Plasti. Das ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung, eine Monographie.
02:30
wo es genau um diese Themen geht. Riesiges Buch, werden da auf jeden Fall nur einen Ausschnitt heute draus betrachten können. Aber super spannend, weil es eben in der frühen Neuzeit, teils auch im Spätmittelalter spielt und sich geografisch auf Süddeutschland beschränkt. Also wir werden heute noch einiges über Ulm, Augsburg, Memmingen kurz zu hören bekommen. Über Dresden dann wahrscheinlich nicht. Nee, Dresden lag damals auch schon nicht in Süddeutschland. Ja, stellt sich ein bisschen die Frage, warum war das nicht okay, dass der Hans kein Schwert hatte?
03:00
Was war denn überhaupt ein Schwert? was wäre denn okay gewesen? Also wenn wir jetzt hier so von Schwert reden, du hast gesagt 1601. Ja. Reicht da ein Schwert oder muss es ein langes Schwert sein oder ein Haudegen? Was zählt damals schon so unter Schwert? Der dadurch aus den anderen Folgen weiß, dass man mit diesem Begriff sehr großzügig umging.
03:30
Alles davon in Ordnung. hat keiner nachgemessen, ob das eine gewisse Mindestlänge hatte oder eine gewisse Mindestanzahl schneiden oder so. Es ging halt letztendlich darum, dass die Leute in ausreichendem Maße bewaffnet waren. Ob jetzt die persönlichen Finanzen oder der persönliche Präferenz hat da sicherlich eine Rolle gespielt. Aber es war jetzt nicht so super genau geregelt. Bei ein anderen Sachen schon. Da kommen wir aber gleich noch dazu. Also es ist für heute auch ein Schwert ist nur ein bisschen günstiger als ein langes Schwert. Und so setzt sich dann das individuelle
03:59
was man hier so an der Wand hat zusammen. Ja, und ich würde halt immer nicht außer Acht lassen, dass es natürlich auch was zum Protzen war und als Statussymbol, aber dazu auch gleich mehr. Also, warum war das ein Thema, dass der Hans kein Schwert hatte? Der Hans war Bürger der Stadt Nördlingen und heute ist das so ein leichtfertiges Nerv der Wohnzeit in der Stadt oder auf dem Land, macht ja eigentlich keinen Unterschied. Das war zu der Zeit natürlich nicht so. Da hatte man
04:29
Also wenn man in einer Stadt gewohnt hat und auch das Bürgerrecht haben wollte oder gehabt hat, waren da gewisse Rechte, aber eben auch gewisse Pflichten mit verknüpft. Und einer von den Pflichten war, dass man die Stadt im Notfall verteidigen konnte bzw. auch die Stadt bewacht hat, also im Wachdienst mitgeholfen hat. Das heißt, wenn jetzt da der Feind vor den Toren gestanden wäre, dann wäre es die Erwartung gewesen, dass z.B. Mann oder zumindest jeder Haushalt
04:59
von jedem Haushalt der Mann sozusagen, dass Familienoberhaupt ausreichend bewaffnet ist, um dann die Stadt verteidigen zu können. Und selbiges auch, jetzt… Es gab halt immer eine Nachtwache, ne? Also zum einen natürlich um aufzupassen, dass keiner Scheiß macht, aber auch kann ja immer ein Feuer ausbrechen oder ähnliches, dass man halt da ein Auge drauf hat, dass in der Stadt alles gut läuft. Und auch das war was. Es gab jetzt ja keine Polizei wie heute, wo einfach das dediziert Leute gemacht hatten.
05:27
sondern das war eine ganze Zeit lang zumindest teilweise noch eben von dem, was wir heute Zivilisten nennen würden, erwartet, dass die halt dann mit, gegebenenfalls erfahrenen Soldaten ihre Runden drehen nachts. Und da hieß es dann Bring your own sword. Genau, so wie heute bei vielen HEMA-Turnieren, da musste man seine eigenen Kram mitbringen. Naja, das führen wir ja konsequent fort heute, sind wir ja gar nicht so schlecht. Ja, warum musste man das eigene Zeugs bringen? Naja, äh…
05:56
Irgendjemand musste das ja bezahlen. wenn du das die Leute bezahlen kannst, dann gerne. Aber es ist so eine Verquickung. Es ist auch ein ganz zentraler Punkt von diesem Buch eben. Darum heißt es auch nicht irgendwas mit Waffenrecht, sondern The Martial Ethic.
06:12
Es gab ein gewisses Gefühl und eine gewisse Anspruchsdenke, die die Leute mitgebracht hatten. Also wann bin ich denn? Wann bin ich ein Mann? Das ist so, man es heute wahrscheinlich sagen, wann bin ich denn ein echter Mann? Und das war halt ganz klar, okay, ich habe da einen Haushalt und ich mache halt Dinge, die man als Kopf eines Haushalts macht. Ich bin zum Beispiel verheiratet, aber eben auch ich kann meinen Mann stehen auf der Mauer nachts bei der Wache mit den entsprechenden Waffen.
06:42
Und ich trug’s da nicht irgendwie rum, sondern ich hab die auch und ich bin auch bereit, Leib und Leben und Stadt zu verteidigen, wenn’s sein muss. Also kurzum, wann bin ich ein Mann, wenn ich ein Schwert hab? Fassen wir’s doch mal zusammen. Ja, kurz auf einen Satz runtergebracht, das ist es. Nicht schlecht, so mein Haus, meine Kutsche, mein Schwert. Ja, genau. Also das ist untrennt da, miteinander verknüpft, dieser Begriff von …
07:07
Wann gehöre ich zum Illustrierenkreise der Männer, wann bin ich sozusagen kein Kind mehr und wann bin ich auch vollwertig dabei und wann halt nicht. Dementsprechend war das eben eine Erwartungshaltung, dass die Leute ausreichend Waffen hatten. es gibt auch gerade in Nördlingen natürlich Berichte, dass durchaus jedes Jahr immer ein paar Haushalte nicht ausreichend bewaffnet waren und dann haben die in dem Fall jetzt 14 Tage Zeit bekommen, sich ehrlich zu wehren, also ausreichend zu bewaffnen.
07:37
Und wenn du das in der Zeit nicht gemacht hast, dann hatte das Strafen zur Folge. Also das konnte eben sein, dass man dich gefangen genommen und eine Zeit lang eingesperrt hat. Geldstrafen war natürlich auch ein Thema. Das konnte aber auch so weit gehen, dass du aus der Stadt verbannt wurdest bzw. deinen Bürgerstatus in der Stadt verloren hast. Also das ist nicht damit zu spaßen gewesen. Das konnte schon ernste Konsequenzen haben, die man auf jeden Fall vermeiden wollte, wenn man nicht ausreichend bewaffnet war.
08:05
Das heute auch noch, wenn du beim Himmertun, nicht ausreichend bewaffnet bist, darfst nicht mitmachen. sind schon ernsthafte Konsequenzen. Ja, genau. Umgekehrt war es aber auch so, wenn du einen Scheiß gemacht hast, kann es auch sein, ist das Recht, Waffen zu tragen, abgesprochen worden. Da gibt es auch ein Beispiel, und zwar Blaubeuren, das ist hier bei Ulm um die Ecke. Da wurde der Militäroffizier, weil er jemanden angegriffen hatte, der zu Boden gegangen war.
08:34
Lebenslänglich verboten Schwäder zu führen. Sie sind sich in die Haare geraten, haben miteinander gekämpft, beide noch im Stand, alles in Ordnung, aber der eine geht zu Boden, wird dann am Boden angegriffen und das war ein, okay, hier ziehen wir die Linie, das war jetzt unerhebenhaftes Verhalten, nicht in Ordnung, du darfst jetzt kein Schwert mehr führen. No ground grappling. In dem Fall nicht, genau.
09:02
Anderes Beispiel ist von einem Bäcker aus Augsburg, da sind wir jetzt 1543. Dem hat man für ein Jahr sein Schwert weggenommen, er, wahrscheinlich, das steht nicht im Text, aber vor lauter Zorn sein Schwert die Tür von jemand anderem gerammt hat. Also, kannst du dir natürlich vorstellen, man geht irgendwie in Stress, der eine sagt, ah, leck mich, geh rein, mach die Tür zu, du ramst ihm das Schwert rein. Und es heißt, hey Leute.
09:27
nicht in Ordnung, ist keine verantwortungsvolle Umgang mit Waffen. Du hast jetzt für ein Jahr lang Pause. Ja, ich sag mal, wenn du das jetzt auf die heutige Zeit projizierst, hieße das ja, dass dann einer seine Knarre holt und einfach noch mal durch die Tür hinterherballert. … Ohne was zu treffen, aber schon so, dass man … Kann ich schon verstehen, dass man sagt, das möchte die Gesellschaft nicht. Ja, also so Sachen, wo man sagen würde, gut, das ist halt irgendwie …
09:57
Da ist mal einmal was passiert, wo du dich nicht ordentlich benommen hast. Es gibt aber auch Sachen, wo die Leute einfach schwere Verbrechen begangen haben, wo es halt auch klar war, die dürfen nicht mehr Schwerter tragen. Zum Beispiel Eidbruch. Da steht ein Beispiel drin. Da durfte einer nur noch mit einem Brotmesser mit abgesprochener Spritze rumlaufen. Also sogar das Brotmesser dürfte keine Spitze mehr haben, weil er sich des Eidbruches schuldig gemacht hat.
10:23
Also heute ist es dann die, keine Ahnung, musst du dann irgendwie einen Knick in den Lauf machen oder sowas bei einer Schrottflinte. Ja, man muss natürlich dazusagen, das sind alles so Lokalgeschichten. Also das war jetzt nicht so supereinheitlich. Dementsprechend findet man halt von den verschiedenen Städten alle möglichen Varianten, das zu regeln. Aber es ist schon eben gewisse rote Faden da. Die Leute verhalten sich nicht so, wie man sich das wünscht gesellschaftlich.
10:51
dann nimmst du ihnen das Schwert weg auch unter Umständen mal, wodurch die Ihnen halt indirekt ja dann auch dieses ganze Männlichsein so ein Stück weit aberkennens, bis hat kein vollwertiges Mitglied der männlichen Gesellschaft mehr dann. Das ist schon sehr angenehm. Also das das verdeutlicht auch nochmal, was für einen Stellenwert diese Waffe damals hatte. das ist das ist halt für uns heutzutage extrem schwer nachvollziehbar.
11:19
Es war halt schon ein cooles Schwert, was das damals bedeutet hat, was es bedeutet hat, eins zu haben, eins tragen zu dürfen, zu müssen, beziehungsweise andersrum dann, wenn es einem weggenommen wurde, dass es, ja, so wie ich dich jetzt verstehe, ein gesellschaftlicher Abstieg war.
11:39
Ja, das ist halt wahrscheinlich so, wenn du heute Leute nimmst, die voll auf ihre Karten abfahren, sagen wir Tuner, also irgendwelche Autotuner, und dann sagst du denen, hey, du hast dich scheiße bedommen, das Auto bleibt jetzt ein Jahr lang in Garage, Führerschein ist weg, darfst du jetzt nur noch Fahrrad fahren. Ja, heftig. Und damals war es quasi das Schwert, was so diesen Stellenwert hatte. Ganz genau. Ein andere Gründe, also andere schwere Verbrechen, wo das auch passieren konnte, dass du dann kein Schwert mehr führen dürft, das Stiebstahl.
12:09
Aber auch Ehebruch oder seine Frau schlagen. Oder, und das fand ich auch sehr nett, Financial Irresponsibility. Also wenn du nicht anständig mit deinem Geld umgegangen bist, kann es auch sein, es hat geheißen, hey Jung, das ist nicht in Ordnung hier. Du verpulverst ja alles, haben keine Ahnung, zocken oder so. Kommt der Gerichtsvollzieher sozusagen oder hat ein Kuckuck aufs Schwert geklebt. Und tatsächlich kommen wir da auch schon zu meinem Lieblingsbeispiel. Das ist aus Augsburg und zwar
12:38
Konnte man in Augsburg sagen, ey, ich kann mir das wirklich nicht leisten, Waffen zu haben, die auch entsprechend zu pflegen. Ich hab da echt nicht die Kohle für. Da hat man gesagt, okay, das können wir akzeptieren, wir sperren dich nicht ein, wenn du nicht genug Geld hast. Aber du darfst die Taverne dann leider nicht mehr besuchen, bis du dir ein Schwert bevorrugt hast. Oh, heftig. Dass er dann auch noch mal so der … Nicht nur, dass du kein Schwert hattest, und so wie ich dich jetzt
13:08
verstanden habe, damit schon am Rande der Gesellschaft geparkt warst. Du wurdest dann jetzt auch noch komplett aus dem öffentlichen Leben katapultiert, weil du nicht mehr in die Taverne gehen konntest. Ganz genau so verstehe ich das. ich meine, ich bin ja hier in Süddeutschland auf dem Dorf aufgewachsen. Also wenn du nicht mehr saufen gehen kannst, mit den Kumpels ist es heute noch so. Sind die Leute nicht happy drüber? Krass.
13:31
Ich find das auch so nett. Das Praktische mit dem symbolischen Verbinden hatte schon mal weniger Ausgaben, das ist gut. Aber es zeigt auch noch mal deutlich, so ist nicht in Ordnung. Ja, da machst du dann auch einen Kopf. Wie komm ich jetzt an ein Schwert? Genau. Man kann sich jetzt natürlich auch fragen, wie wurde das kontrolliert? Oder hat das jemand kontrolliert? Weil, wenn man eins haben sollte …
13:58
Du bist jetzt in der Stadt unterwegs, hast halt einfach deine Beiwaffe im Piertel hängen, das ist relativ klar für die Leute, ob du ein Schwert hast oder nicht. Aber kann ja auch mal sein, man nimmt es nicht mit oder so. Das muss ja nicht heißen, dass jemand kein Schwert hat, nur weil er das in dem Moment nicht dabei hat. Oder? Ja, das wäre so was wie, ich habe den Beweis, dass es den Yeti nicht gibt, denn auf diesem Foto ist der Yeti nicht zu sehen. Genau. Und da gab es jetzt auch so zwei Varianten. Das eine waren halt einfach meist vorbeigekommen, hat kontrolliert.
14:28
Da klopft dann wer, wer hat dann geklopft? Also die wird jetzt wahrscheinlich nicht direkt der Oberbürgermeister gewesen sein, sondern Leute halt von der Stadt. Aber gab es dann speziellen Posten, Schwerd-Sichtung oder Schwerdbehörde? Also ja, mehr oder weniger. Diese Stadtmilizen, also diese Bürgerverteidigung, musste ja irgendjemand organisieren. Das heißt, es gab schon so eine gewisse
14:56
Ja, der Hierarchie, also militärische Hierarchie. Und normalerweise hattest du da einen Captain oder irgendeinen eigentlichen Rang, der halt für einen bestimmten Bereich verantwortlich war. Der war halt auch dafür verantwortlich, dass die Leute entsprechend da waren, wenn es zum Beispiel Drills gab. Also es konnte durchaus sein, dass man auch mal geübt hat und auch, dass die Leute bewaffnet waren. Das ist ein bisschen von der Zeit abhängig. Am Anfang war das eher so, ich würde das auf Gildenebene organisieren, das heißt halt deine Gilde…
15:24
Vor der Gilde stand vielleicht mal jemand bei dir und hat geguckt, du auch ausreichend Schwerte da hattest. Später war es dann quasi über die Stadt selber geregelt außerhalb der Gilden. Also gilde jetzt sozusagen die Berufsgruppierung, die Gilde der Bäcker, Tischler, irgendwie so. Und da kam dann sozusagen jemand von der der Innung vorbei und wollte mal ein Schwert sehen.
15:51
Genau, also das ist einfach so bisschen Verantwortlichkeit. Ich habe mir das hier notiert. Genauso am Ende vom Mittelalter, so 1400 bis ins frühe 16. Jahrhundert, war das eben gildenbasiert, organisiert und ab dem mittleren und späteren 16. Jahrhundert ist es halt immer mehr in Richtung Einzelhaushalte gegangen. Also es gibt zum Beispiel Beispiele, dass jetzt halt die Winzergilde, die hat halt zum Beispiel dann die Weinstöcke bewacht.
16:21
Man hat das auch teilweise so organisiert, die Leute das bewacht hatten, wo sie auch ein großes Eigeninteresse dran hatten. Dann hat die Gilde ein gewisses Kontingent an Wahnstellen müssen oder auch an wehrbaren Bürgern. Das hat einfach geheißen, ihr habt so und so viel Kohle, habt so und so viele Mitglieder, wir brauchen von euch so und so viele Leute, die da Wache schieben oder da entsprechend bewachnet sind. Die Gilde musste sich halt darum kümmern, dass das läuft. Ja, das ist ja eigentlich gar keine doofe Sache. Oder gibt es da irgendwie
16:51
Was jetzt so auf den ersten Blick dagegen spricht? Nö, überhaupt nicht. ist durchaus ja logisch, das zu organisieren, weil dann kennen sich die Leute ja auch besser, da miteinander dann Unternehmungen machen. Ja, absolut. Genau, das war halt die eine Variante. Man hat einfach kontrolliert, gerne auch mal unangekündigt. Kunde man sich nicht einfach das Schwert vom Nachbarn zocken und sagen hier, ich habe eins, sondern.
17:17
Es war wie früher, wenn die GEZ vorbeigekommen ist. Das ist heute nicht mehr der Fall. Ganz genau dieses. Und wie du sagst es schon richtig, natürlich haben das Leute probiert, sich darum rumzumogeln und einfach mit einem Kumpel Schwertsharing zu machen. Das immer, wenn jemand kontrolliert hat, wann die Waffen vom anderen dastehen, hat er dann, ja, auf jeden Fall, ich hab alles da, was ich brauche. Gibt’s da eine Angabe, wie das Verhältnis war? Angekündigte zu unangekündigte Kontrollen?
17:46
Also im Buch habe ich gelesen, es unangekündigt war wohl eher der Usus. Weil es gibt wohl auch in diesen ganzen Städten fast immer eine Regel mit, dass du genau das halt nicht machen darfst, dass man sich nicht Waffen teilen darf und dann hin und her verleihen, sondern dass gefälligst jeder sein eigenes Zeugs braucht. Ja, muss ich ja mal überlegen. Hinter jeder Regel steht eine kleine Episode, die dazu geführt hat, dass es diese Regel gibt.
18:15
Ja und wie sagt man so schön in den Mittelaltermarkreisen, die waren ja nicht dumm damals. Ein bisschen was sparen geht immer. Ja und das andere war, dass man einfach eine Militärparade gemacht hat. Heute kennt man das ja eher so, dass man möglichst alles auffährt, was man hat, oder sich vielleicht noch bisschen mehr oder so tut, als hätte man mehr, als man tatsächlich hat. Die Idee da war halt zu sagen, wenn alle gleichzeitig draußen sind mit ihrem Zeugs, dann hat auf jeden Fall jeder was, weil
18:45
Sie tragen sie ja in dem Moment dann. War wohl aber auch so ein Abwägen, dass man sich überlegt hat, wenn alle Bürger einmal durch die Stadt marschieren, dann weiß jeder andere, wie viel wir haben. Vielleicht machen wir es doch wieder, dass nur ein Teil der Leute auf einmal, dass man es nicht ganz genau abschätzen kann. Das war ein bisschen so ein Abwägen. Geh ich jetzt einzeln vorbei, hab ich Stichproben, oder lass ich alle antreten, dann weiß man wieder, da lässt man die Hosen runter, was man alles wirklich da hat. Verstehe.
19:15
Also es schien damals auch schon, Institutionen zu beschäftigen, also Behörden mit Arbeit zu versorgen, diese Kontrollen durchzuführen. Also das ist ja quasi wie heute, wo man sich denkt, wozu braucht man euch eigentlich? Das gab es dann damals auch schon, dass Leute einfach sich überlegt haben, wie sie sich beschäftigen können. Oder was heißt, wie sie sich beschäftigen können, aber …
19:45
Er war ja jetzt nicht unbedingt, wie soll ich das sagen? Du hast jetzt nicht direkt einen unmittelbaren Mehrwert von der Kontrolle. Du hast jetzt eben nur das in Anführungsstrichen normal aufgedeckt, wenn es irgendwie nicht gepasst hat. Wie war das denn dann? Wenn wir jetzt mal zum Hans zurückkommen. Der Hans, weißt du, er, wurde der kontrolliert oder wie ist es herausgekommen, dass der kein Schwert dabei hat?
20:15
Das wird leider nicht näher beschrieben, das kann ich dir nicht im Detail sagen. Aber es ist … Es ist jetzt irgendwie rausgekommen und … Was ist dann passiert? Gab’s da eine Anklage? Ist er da vor Gericht gekommen? Gab’s da jetzt einfach nur … Brief vom Staatsanwalt oder wie? Na ja, also, ganz genau weiß ich es nicht, aber wie erwähnt, ist ja schon alles auf so einer zwischen-emenschlichen Ebene.
20:44
eigene Institutionen, du dich nicht kennst. Also wenn das über deine Gilde läuft, du bist ja Mitglied dieser Gilde, hängst in der Gildenhalle rum, kennst die anderen Leute, dann weiß halt der Gildenvorsitzende auch, wer da seine Spätzle sind, wo man da vielleicht auch mal besser hinschaut. So, der Frieder hat jetzt irgendwie die letzten drei Wochen kein Schwert dabei gehabt, vielleicht gucken wir mal bei dem oder dem.
21:07
Also ich glaube man darf sich das nicht wie heute vorstellen, dass ein Brief kommt und dass man dann Brief in und her schenkt, lange nichts passiert, also die Städte sind ja auch ein von der Personenzahl nicht so riesig gewesen. Da kannte es die Leute halt und dann, ich glaube das lief alles einfach aus so einer zwischenmenschlichen Ebene. Der Punkt ist aber auch, das sollte man auch glaube ich noch erwähnen,
21:26
Wir haben jetzt ganz drüber geredet, dass die Leute nicht ausreichend bewaffnet waren, aber auch, dass das Schwert ein Statussymbol war, Zeichen, dass man ein echter Mann war. Es würde nicht wahnsinnig viel Sinn ergeben, dass die Hälfte der Leute keine Schwerte gehabt hätten, weil es war ja auch ein wichtiges Thema. Es war aber jetzt nicht so, dass man quasi ein Schwert hatte und damit war es dann erledigt. Es hat nicht gereicht, ein Schwert zu haben.
21:51
Nee, also es war ein ein Schwert war eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung sozusagen. Genau. Denn wir wissen ja auch, das haben wir auch in anderen Podcasts schon ein paar Mal erwähnt, dass Schwärter bei Waffen sind. Also wenn ich tatsächlich mal in eine Schlacht verwickelt sein sollte oder in eine Situation, wo man halt nicht alleine sich mit irgendjemanden duelliert, wäre da irgendwas gegen.
22:19
seine Frau gesagt hat oder so, dass wirklich ein Heer dasteht, dann möchte man andere Waffen haben. die hat man ja auch schon ein paar Mal erwähnt. Was haben wir dann typischerweise? Die Stangenwaffen, hätte ich jetzt gesagt. Genau, Stangenwaffen. Und das ist halt zum Beispiel was, was dann halt vorgeschrieben war.
22:40
Also benötigte Ausrüstung konnte dann zum Beispiel heißen, das ist auch nach je nach Stadt geregelt gewesen. Du musstest halt eine Stangenwaffe deiner Wahl haben, ein Schwert deiner Wahl. Rüstung, je nach Zeit unterschiedlich, aber sagen wir mal Helm, Brustplatte, war mindestens vielleicht auch noch eine Ecke mehr. Vielleicht alternativ zur Stangenwaffe auch eine Fernkampfwaffe. Armbrüste sind da ein Thema. Später geht es dann natürlich Richtung Gewehr bzw. Moskete.
23:10
Das hat pro eine Person, also quasi eine Hauptwaffe, Stangenwaffe oder Fernkampfwaffe, eine Beiwaffe, also ein Schwert einer bestimmten Art plus eben eine zurzeit passende Rüstung. Da wäre ich ja schon am Arsch. Ich habe weder eine Stangenwaffe noch eine Fernkampfwaffe. Genau und man kann sich jetzt ja noch vorstellen, Schwert hatte man dann vielleicht noch, weil das hast ja auch mit dir rumgetragen, wenn du unterwegs warst. Habt vielleicht auch ein bisschen was besseres geholt, was ein bisschen Eindruck auch geschunden hat bei den Kumpels.
23:40
Aber die Stangenwaffe, okay, ja, gut. Hast vielleicht noch zum Machtdienst dabei. Aber so deine Muskete, wenn die halt irgendwie nur im Schuppen steht, oder gut, im Shoppen, bei dir eine Wohnung an der Wand hängt, vielleicht hat man da dann auch gedacht, boah, ich könnte auch bisschen sparen. Ja, also, das war wohl so. So im 15. Jahrhundert hat sich so bisschen gewandelt, was die Stangenwaffen angeht. Davor ist eher so die Pike.
24:10
Das Mittel der Wahl und danach hat es sich dann eher in Richtung Hellebarde entwickelt. Gab es einen Grund oder? Wurde jetzt nicht näher genannt, aber ich würde mal vermuten, das hat halt von dem Kriegstaktischen und von dem, wie man sich aufgestellt hat, einfach dann irgendwann besser gepasst. Das hat sich ja auch entwickelt über die Zeit. Verstehe. Genau. dann halt Gewehre kamen halt an dem Zeitpunkt auf, wo das relevant war. so.
24:37
Ja, ab dem frühen 17. Jahrhundert ist dann halt die Armbrust nicht mehr so in Wucht gewesen, da hatte man dann schon entsprechend Musketen und ähnliches. Wie ist das mit großen zweihändigen Schwertern? Also was jetzt sozusagen im iberischen Bereich das Montante ist. Da gab es ja auch bei, also in in etwas ja in unseren Räumlichkeiten sozusagen in Deutschland, deutschen Raum gab es ja auch Pondons, so Großschwerter.
25:06
Wie … wann … Wie war das mit denen? Konnte ich sozusagen … Wenn ich so eins hatte, war das okay? Oder brauchte ich unbedingt noch eine helle Bade? Hab ich keine Infos zu gefunden. Es war in den Textbeispielen immer konkret die Rede von Stangenwaffen. Ah ja, okay. Kann jetzt einfach heißen, das ist nicht so verbreitet gewesen. Oder vielleicht war es in den Städten nicht so ein Ding. Aber genau kann ich’s dir nicht sagen. Mhm.
25:34
Wie ist es denn jetzt mit dem… Hast du etwas herausgefunden zu dem Mysterium? Zwei schneidige Klingen. ich bringe jetzt mal das Urban Muth ein. Im Mittelalter bzw. in der frühen Neuzeit haben Bürger und Bauern lange Messer getragen.
26:00
weil die nur eine Schneide hatten, weil es dem Adel vorbehalten war, zwei schneidige Klingen zu tragen. Was ist da nach deinem aktuellen Kenntnisstand dran? Also wir sind ja auf jeden Fall schon in der frühen Neuzeit, so 16. Jahrhundert und später. Und da ist es
26:28
Definitiv so, dass die Bürger halt auch einfach das, was wir heute ein Langschwert nennen würden, hatten. Also einfach zweischneidige Schwerter. Gab auch Leute, die lange Messer hatten. Das wird in dem wissenschaftlichen Text nicht weiter unterschieden. da wird halt aufgezählt an den Textbeispielen. Mal hatten sie halt eher was, was in Richtung eines Messers ging. Mal hatten sie eher Richtung was, was scheinbar in langes Schwertrichtung ging. Und mal ist halt einfach nur Schwert drin, was halt irgendwie alles heißen kann. Ja, okay. Also das …
26:58
kann ich zumindest für diesen Zeitraum, für diese Quelle nicht bestätigen, dass es da irgendwas in der Richtung gibt. Und auch dieses, ja in den Städten dürfte man ja nur einschneidige Klingen tragen und darum hat man oder halt in Städten dürfte man keine Schwärte tragen. Darum hat man ja die langen Messer gemacht, weil die haben ja nur eine Schneide. Das sind ja keine Schwärte. Haha. Das sind ja alle zu doof, das am Eingang zu checken. Ja, also die haben einfach in der Stadt ihr Schwert am Gürtel gehabt und das war okay, egal dass jetzt eine oder zwei Klingen hatte. So lese ich das in dem Text raus.
27:27
Da würde mich ja durchaus mal interessieren, wenn unter unseren Hörern und Hörern jemand ist, der belastbares Quellenmaterial oder die belastbares Quellenmaterial dazu hat. Zu diesem Thema einschneidige, zweischneidige Klingen, lange Messer nur für Bürger ETC. Lasst es uns wissen, gebt uns gerne Informationen dazu. Wir verbreiten sie in die Welt und möchten gern mit.
27:54
Entweder sozusagen diese Gerüchte bestätigen oder damit aufräumen. Was wir vielleicht auch noch erwähnen, könnte so ab dem 15. Jahrhundert kamen dann auch diese öffentlichen Zeughäuser auf. Das kennen wahrscheinlich die meisten noch, weil sie einfach schon mal in einem Museum waren, wo es Schwerte ohne Ende gab, was irgendwas mit Zeughaus im Namen hatte. Das waren quasi zentrale Orte, wo man die heute würde man es Kriegswaffen nennen, also die Stangenwaffen zum Beispiel aufbewahrt hat und die Rüstungen.
28:24
Das kann verschiedene Gründe haben. Ich denke, einer war sicherlich die Nachvollziehbarkeit. kannst halt einfach zählen, wie viele Männer im passenden, alten Leben in der Nachbarschaft. Okay, wie viel Zeugs liegt in den Zirkaus rum? kann ich eins und eins zusammenzählen und kann gucken, ob wir jeden was da Arschlömer auch. Ja, das ist übrigens der Schwertgeflüster Geheimtipp. Wenn ihr coole Waffen sehen wollt, also wenn ihr euch für historisches Fechten interessiert und
28:54
Waffen sehen wollt, mit denen gefochten wurde, dann guckt eher, dass sie in ein Zeughaus geht, als in ein, ich sag jetzt mal, echtes Museum, weil in Museen dann doch eher spärlich Blankwaffen ausgestellt werden und wenn dann eher welche mit so einem gewissen Prunkcharakter. Das heißt, ein Zeughaus ist durchaus da, dass die Anlaufstelle der Wahl, wenn man mal sehen möchte,
29:23
womit eben zu einer gewissen Zeit wirklich geforten wurde. Ja, das Schöne an Salkhäusern ist halt, dass die meisten sehr viel aus einem kurzen zeitlichen Raum, also Zeitraum haben. Das ist halt dann innerhalb von 50 Jahren so verwendet wurde oder so, oder vielleicht mal 100. Bei Museen ist es ja, wenn man jetzt nicht die Schilder liest, weiß man nicht, ist das jetzt hier von 1500 und das andere von 1700 oder so, wenn man nicht eh schon der Materie drinsteckt. Ja, was ich noch ganz witzig finde,
29:53
ist ja auch die Frage. Also ich habe jetzt immer von Haushalten gesprochen, die oder eben Gilden, dass halt da gewisse Quoten auferlegt worden sind, wo es geheißen hat, hey ihr Gilde, so und so viele Leute brauchen wir von euch oder dann später, ihr Haushalt, mach du mal. der männliche, also Familien, was habe ich vorher gesagt, Familienoberhaupt, Oberhaupt, genau, Familienoberhaupt. Also der musste auf jeden Fall teilweise auch noch die
30:23
männlichen älteren Söhne ab einem gewissen Alter. Manchmal schon, manchmal nicht. Das war so ein bisschen ein Thema, ob die auch noch quasi komplett eine Satzausrüstung für die gebraucht haben und auch entsprechend die sich an Wachen beteiligen mussten oder nicht. Und dann ist aber so ein bisschen ja die Frage, ab wann geht das denn los und bis wann geht das? Also was würdest du denken, ab welchem Alter hat man quasi gesagt, so du bist jetzt ausreichend volljährig, du fängst jetzt an hier Wachdienst und kriegst
30:51
Sprechen deine eigenen Waffen und machst auch bei den Drills mit, wenn es da welche gibt. Was würdest du denken? Ich denke mal, damals war es ein bisschen eher als heute. Also wenn wir heute sagen, mit 18 ist man in volljährig. Ich könnte mir vorstellen, dass das damals eher war. Vielleicht schon so Richtung 13, 14, 15. ist jetzt meine Schätzung.
31:16
Und bis zu welchem Alter? kann verraten, es gab sozusagen eine Wachdienstrente, wo man nicht mehr musste. Ja, jetzt kenne ich mich bisschen zu wenig damit aus, wie alt denn die Leute wirklich geworden sind. Im Mittelalter gibt es ja auch sehr viele Legenden, die sich darum ranken. Ich würde jetzt sagen 50. Okay.
31:43
Nicht ganz. Also deine untere Schätzung war ziemlich gut. Typischerweise war es so zwischen 14 und 17, wo das losging. Ah ja. Und es ging dann typischerweise so bis 60 oder 70. Ah ja. Also unten war es ziemlich gut mit der Schätzung. Hulala. Aber dann eben doch schon bis ins ins hohe Alter muss man verfügbar sein und noch kämpfen. Ja.
32:08
Für Ulm gibt es ein konkretes Beispiel aus dem 17. Jahrhundert. Da ist es von 17 bis 70. Also quasi ab 17 ging das los mit Milizdienst und Wachdienst und mit 70 war es dann daraus. Aber ich finde, das können wir eigentlich sehr schön auf die heutige, also auf unseren heutigen Sport übertragen, wenn dann irgendwie mal die Ausreden kommen, so von Fechtern ab Mitte 30, die dann irgendwie anfangen, rapier zu machen und sowas.
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So sagt nix da, ihr wird bis 70 Langschwert gebrügelt. Ja, man muss dazu sagen, dass was die Altersangaben angeht, viele Leute nicht so ganz genau wussten, wie alt sie eigentlich sind. Also die haben dann häufig gerundet auf die nächste ganze Zahl. So, ja, ich bin so ungefähr 50 und ich bin so ungefähr 60. Ah ja. Und da gibt’s wohl auch ganz schöne, diese Musterungstabellen, halt Einträge, wo Leute ihr Alter genau angegeben haben und halt die geschätzten Altersstufen und
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geschätzten Altersstufen machen irgendwie so zwei Drittel aus. teilweise halt waren sie dann wahrscheinlich noch ein paar Jahre älter. Also 50 oder 60 würde man noch gewusst haben, aber ob es jetzt 52 oder 53 war, sei dann mal dahingestellt. Das ist ja auch schön. Wie alt bist du? Ich bin grad irgendwas zwischen 30 und 40. Ja. Glaube ich. Aber ich meine, du musst dir mal diese Situation vergegenwärtigen. Jetzt hast du da Leute, die zum Wachdienst eingeteilt sind. Die?
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sind entsprechend aufgerödelt. Würde man im HEMA-Jogger sagen. heißt, sie haben halt Rüstung und Helm an und ihre Stangenwaffe dabei. jetzt vielleicht nicht die drei, vier Meter Pike in der Stadt, sondern wahrscheinlich dann eher tatsächlich die helle Bade, was ein bisschen halt womit man auch gut porträtieren kann. Und jetzt hast du da so einen 14-jährigen. Und ja, also vielleicht ist da dann noch irgendwie ein älterer dabei, um den so ein bisschen mitzunehmen und auch, dass er ernst genug genommen wird. Aber
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Vielleicht hat man sich dann mal an der Ecke getrennt, so, oh, wir hören zwei Geräusche, geh du mal dahin, geh du mal dahin. Teil uns auf, finden wir uns schneller. Genau. Und dann hast du halt so ein paar, ja, sagen wir mal, die sind dann eher schon so vielleicht 17 oder so, haben schon ein bisschen was getrunken, haben gute Laune, wollen dann noch Party machen. Und dann stehst du da mit der helle Warte, sag ich, Jungs, Nachtruhe, ab ins Bett mit euch. Ja, das würde mich auch interessieren. Gab es dann eine Ausbildung?
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eine Zentrale oder hat da jede Familie irgendwie selber fürzogen zu müssen? Ich kann mir vorstellen, dass damals, wenn klar war, dass das auf einen zukommt, dass man dann seine Kinder bzw. seine Söhne dann ganz anders heranführt, dass sie dann eben mit 14, 15 da ihren Mann stehen können. Also ich denke, das ist schon, wenn du das halt in der Gesellschaft so hast, gehst du generell anders mit dem Thema um.
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Bei dem Machtdienst ist es halt so dieses Learning by doing, das nimmt dich halt jemand erfahrenes mit. ist so bisschen halt wie wenn du eine Ausbildung machst beim Handwerk, dann nimmt dich halt auch jemand mit und zeigt dir wie das geht und dann machst du es halt auch und sagt dir jemanden, hey das kann man so ein bisschen anders machen. Bei den, also es war durchaus gewünscht von den Stadträten zum Beispiel, dass die Leute auch tatsächlich geübt hatten. Also das wurde sehr gut.
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Angesehen, das würde auch immer sein. Ja, ja, macht das gerne, gerne. Wir unterstützen das. Und zum Beispiel gerade mit den Schusswaffen so ein. Auf jeden Fall seid ihr gerne eingeladen, alle, die ihr Schussfassen habt, mit Schützengilde mitzumachen und gerne jeden Sonntag einmal schießen gehen und so. Das finde ich total super. Wir können euch nur dazu raten, das zu machen. Also so ich sehe da so viele Parallelen. Also wie bei uns kommt zum Training und kommt gerne vorbei, auch zur offenen Halle am Wochenende.
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Seid gern eingeladen. also ich meine, du darfst dir das glaube ich nicht so vorstellen, dass sie dann irgendwie jede Woche tatsächlich ihre Waffe einsetzen mussten für irgendwas. So wird es dann sicherlich auch nicht gewesen sein und es ist sicherlich auch nicht jeder gleich gut ausgebildet, weil ich weiß nicht, ob es das bei euch im Osten auch gibt. Aber so wenn du hier aufs Land guckst Richtung freiwillige Feuerwehr und Rettungsdienst und so hat schon die Leute machen schon auch ihren Job und so. Aber es
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ist halt auch viel zusammensitzen und Bier trinken. Das ist das Bild von der. ja, kenn ich. Ja, also hier ähnlich. Ja, also natürlich machen die das, was sie machen sollen. Machen sie sicherlich auch gut. Und ist aber dann halt trotzdem noch mal was anderes als Leute, die das komplett beruflich machen. eine Berufsfeuerwehr oder jetzt halt Berufssanitäter und ähnliches. Dann eben damals Berufssoldaten.
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Genau, oder Vollzeit bei der Wache angestellt. Das konnte es auch geben, je nachdem, wie groß die Stadt war. du Leute hattest, die z.B. ehemalige Soldaten waren, die auch tatsächlich im Feld waren. Die haben dann bei der Stadt angefangen und haben da die nicht so erfahreneren geführt. Natürlich, man macht das so gut, wie man das machen kann. Der eine nimmt es ernster als der andere.
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Aber es gibt verschiedene Levels, das das, was ich damit sagen möchte. Ja, verstehe. Auch zu diesem Thema, man hat auch mal ein Bierchen getrunken, da gibt es auch diverse Regeln, dass man zum Nachtwachtdienst gefährlichst nüchter zu erscheinen hatte. Jede Regel hat eine Episode, die sie entstehen ließ. Womit wir natürlich auch bei dem Thema sind, das zu einige, heute würde man sie noch Teenager nennen, Hasch, die nachts zusammen rumhängen in der Wachstube.
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mehr oder weniger beaufsichtigt. Kannst du dir auch vorstellen, dass nicht jede Nachtschicht da komplett auf dem Trocknen blieb. Also man muss da auch sozusagen bisschen durchmischen die Altersgruppen bei der Schicht. Ansonsten konnte es zur Entgleisung führen. Das wurde an diversen Stellen angeraten, ja. Was wahrscheinlich damals auch nicht immer ging. Schön, sehr schön.
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Ich meine, ist halt schon… Weißt du, kommt da so 15-Jähriger, macht halt einen auf wichtig und will dir dann erzählen und so und du hast gerade gute Laune und so. Das eine schwierige Situation auch. Weil das sind halt Leute, ist ja nicht wie jetzt, dass das halt irgendwie anonyme Polizisten sind, die du nicht kennst, sondern du weißt halt, das ist der Sohn von dem und dem. Ich kann mir das gut vorstellen, dass da halt mehr als eine Situation gab, ah Thomas, jetzt geh ich schon mal wieder heim und lass‘ Onkel da alle mal weitermachen. Ja.
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Ja, also so typische Sachen waren eben auch, dass man halt geguckt hat, dass nachts alles seine Ordnung hat. Also so das, was man heute vielleicht in St. Pauli oder so macht, nachts durch die Straßen und singen, wo die Leute nicht schlafen können. Das hat mich in einer frühneuzeitlichen Stadt natürlich genauso genervt. Und so was halt zu unterbinden oder auch, dass halt keine Leute irgendwie jetzt aneinandergeraten Schlägerei oder schlimmeres Messerstecherei oder so. Ja, es ging halt darum, den Stadtfrieden zu wahren und so ein bisschen die
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ein Auge auf die Ordnung eben auch zu haben. Steht in dem Buch drin, gut das so overall funktioniert hat? Unterschiedlich, also was sie teilweise auch gemacht hatten, war so die Zeit durch Rufen und da gibt es halt ein paar Beschwerdepriefe an den Stadtrat, dass es die Leute übelst genervt hat.
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Lass doch mal dieses scheiß Zeitrufen und so, das braucht doch kein Mensch, ich will hier schlafen. Ja, das kann ich mir vorstellen. Und du findest natürlich immer Geschichten, wo es halt dann doch eskadiert ist. Aber das… also… Ich mein, die Städte waren wie gesagt auch nicht so groß und auf dem Dorf hast du auch nicht jedes Wochenende eine Messerstecherei, also… Es wirkt schon so, als wäre das weitestgehend relativ friedlich abgelaufen. Aber zum Beispiel war man ja auch was Fremden gegenüber, an ging immer so bisschen skeptisch.
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Also nachts zum Beispiel waren ja auch die Stadttore zu, dass halt einfach da nicht so viel Verkehr war, aber auch, dass halt nicht so viele Leute einfach reingehen konnten, von denen man kein Auge drauf hatte. Und halt das war auch immer so ein Thema so gucken, dass halt keiner von den Fremden irgendwie Scheiß macht, der halt vielleicht nicht aus der Stadt ist und da die Leute jetzt auch nicht kennt. Aber zum Thema Zeit durchrufen, das kann ich wirklich sehr, sehr nachvollziehen. Ich habe in Dresden mal neben der Kreuzkirche gewohnt, in der Dresdner Innenstadt, eine sehr, sehr große Kirche.
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Und die wird, da wird die Glocke nachts nicht abgeschaltet. Also die läutet zur Viertel, halben, Dreiviertel und vollen Stunde. Und zur vollen Stunde läutet sie auch eben die Schläge, welche Stunde gerade ist. Ist natürlich wirklich top.
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Wenn du irgendwie nicht schlafen kannst, dass du dann auch noch alle Viertelstunden einen Gong dazu bekommst und zur vollen Stunde noch gesagt bekommst, wie spät es jetzt ist und wie lange du jetzt wahrscheinlich nicht schlafen kannst, bis es morgen ist. Ja, wäre schön, Also, wie das das morzmäßig nervt, das kann ich wirklich nachvollziehen. Da hätte ich auch Beschwerdepriven geschrieben damals. Ja.
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Also man hat ja generell dieses System, was für so deutsche Städte typisch war, dass wenn irgendwas passiert, was nicht mit der sozialen Ordnung vereinbar ist, dass dann der nächste, rankam, den Stadtfrieden ausrufen musste. Und wenn man sozusagen, sagen wir mal, die Gemüte haben sich bisschen hochgeschaukelt, okay, kann passieren, es wurde noch niemand, es wurden noch keine Deutsche gezückt, wurde schwerer. Dann kommt halt jemand, den Stadtfrieden aus und wenn es dann gut sein lässt, okay, gut, ist halt so, dann war es auch in Ordnung.
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Am Ende dann sozusagen weitergemacht hast, obwohl jemand den Stadtfrieden ausgerufen war, dann war es halt egal was dann danach kam, noch mal eine Stufe schlimmer sozusagen. Ah ja, wie kann ich mir das vorstellen? Stadtfrieden ausrufen, was hatte das für eine Bedeutung? Also was, was wurde da gemacht und ähm… Also das war wirklich wörtlich gemeint. Also du bist irgendwie um die Ecke gelaufen, da waren halt zwei Leute im Zank und es war schon mehr als akzeptabel gewesen worden wäre und hast halt gerufen Friede, Friede, Stadtfriede oder so. Aha.
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Und dann, entweder hat sie das sozusagen zur Besinnung gebracht und wenn nicht, dann ist alles, was dann passiert ist, noch mal schlimmer gewesen. Also, wie erklär ich das? Das sollte halt, denke ich mal, in Erinnerung rufen, dass sie gerade den sozial akzeptablen Rahmen verlassen. Ah ja. Und dass sie sich jetzt auch rechtlich auf eine, also das, sie, wenn sie jetzt weitermachen einfach, dass es dann auch
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Konsequenzen haben wird es sagen wir so. Das finde ich aber gar nicht so schlecht. Also könnte ich das jetzt auch, könnte ich mir auch heute noch vorstellen, dass ich sage mal manche Rauferei, manche Lärmbelästigung, wenn man da einfach mal nur Startfrienen vom Balkon rufen muss, bevor man die Polizei ruft, fände ich eigentlich gar nicht so schlecht. Ja, ich denke, das funktioniert halt in einer
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wo sich die Leute kennen, wenn das alles anonym ist, kannst du ja wurscht sein, aber wenn du halt die Leute am nächsten Morgen wieder nüchtern siehst, ist das halt was anderes. Und das konnte prinzipiell jeder machen oder sollte halt auch jeder machen. Also jeder jetzt auch wieder halt die männlichen Stadtbewohner. quasi die Leute, offiziell in, ich will jetzt nicht sagen Uniform, aber halt in Rüstung mit Waffen entsprechen da waren, das war natürlich der primäre Aufgabe, das zu machen, aber prinzipiell konnte das halt auch jeder andere tun.
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Dadurch, dass du das gerufen hast, ich weiß nicht genau, ob sie wirklich Stadtfriede im speziellen gerufen haben oder ob man da einfach gesagt hat, Jungs, reuzt euch mal zusammen in der Lokalvariante. Das haben halt natürlich andere Leute auch gehört. Da hast du quasi damit auch noch mitbekommen, dass halt irgendwas im Gange war. du hast vielleicht schon so bisschen Stimmen gehört, die lauter geworden sind. Okay, lauf mal in die Richtung. Aber spätestens an dem Punkt, es dann in der Stadtfriede aufgerufen wurde, wusstest du, es wird die Situation wirklich brenzlig genug, dass man einschreiten muss. Und da ist man vielleicht halt auch dann
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bisschen schneller hin. Ah ja, okay. Also das war eigentlich eine Deeskalationsmaßnahme. halt auch das wieder, die Leute, die halt Wachdienst hatten, gerne das tun. Kommt dann so ein 14-jähriger her, ruft den Stadtfrieden aus, nimmst du das so ernst oder nicht? Ja, bis du in einem irgendwie im eingedrungenen Zustand bist, schwierig.
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Aber das war halt dann was anderes. Ab dem Zeitpunkt waren ja auch Zeugen da. Wenn es dann heißt, weiß auch nicht, der hat nicht angegriffen, hat er einen durchgezogen, hab ich einen durchgezogen, da kannst du vielleicht noch eine Story draus machen, dass das irgendwie eine selbstverteidigende Situation war. wenn du halt, keiner hat den durchgezogen, jemand kommt her, ey Jungs, Stadtfriede hier, soll denn der Scheiß? Und dann ziehst du einen durch und stichst einen anderen ab, das ist halt eine ganz andere Hausnummer. Ja, verständlich auch irgendwie. Krasses System, also finde ich interessant, kannte ich auch bisher so noch nicht.
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Ja, das ist halt alles so ein Stück weit soziale Kontrolle, weil es eben eine Gemeinschaft ist, die sich gegenseitig auch kennt. Ja, ja. So wie hier auf dem Land, wenn du quasi samtags Rasen mäschst und der Nachbar dann rüberkommt und sagt, so geht’s nicht. Oder dein Auto wäscht oder so. Oh, ja, verstehe. Oder so stelle ich es mir zumindest vor, so in die Richtung. Ich habe das Gefühl, viel von diesen Lokalen hat sich auf dem Dorf hier doch noch gehalten. Ich glaube nicht nur auf dem Dorf. Ja.
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Ähm, ja was gibt’s noch zu sagen? Wie gesagt, war dann eben auch Voraussetzung für das Bürgerrecht, auch wenn man in einer Stadt sich das Bürgerrecht, also wenn man sich in der Stadt einbürgeln wollte und das auch das Bürgerrecht erhalten wollte, musste man eben…
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Nachweisen durchaus auch mal, dass man die Waffen besaß und teilweise eben auch, dass man damit umgehen konnte. Das hat das vorher auch gefragt, zum Beispiel von Hamburg und Lübeck im 17. und 18. Jahrhundert wusste man, da musste man die Feuerwaffen, die man hatte, zeigen und dann wurde aber auch geguckt, ob man damit umgehen konnte. Also da gab es dann diese Schießstände von den Schützen. Da hat bewusster da hingeschickt und man hat gesagt, du, die wollen Bürger werden, schau dir die mal an und dann, okay, dann hier bitte die Herren.
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Schießt mal hier auf die Zielschirme, ich guck mir das mal an, ob das gut genug ist hier. Ah ja, das war sozusagen auf Einbürgerungstest quasi. Genau, also natürlich auch nicht immer und überall, aber es gab durchaus auch Bestrebungen einfach mal zu gucken, ob die Leute dann auch ein Mindestmaß an Fähigkeiten an ihren Waffen hatten. Kannst du auch irgendwie mit einer Knarre umgehen hier, komm. Sonst kommst du hier nicht rein. Ja.
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Zum Beispiel 16. Jahrhundert war in Ulm noch die Armbrust vorgeschrieben. Das weiß man auch noch, das ist auch so in den Notizen entsprechend hinterlegt. Und vielleicht auch nochmal auf das mit den Rüstungen einzugehen. Das hatte ich jetzt so angesprochen, aber das ist ja auch so ein bisschen dieses, wer hatte Rüstungen? Na ja, okay, Ritter hatten Rüstungen. Wenn du reich warst, hattest Rüstungen.
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Und das war sicherlich auch mal so. Aber natürlich, später wir in der Zeit sind, desto günstiger sind wir auch in der Herstellung geworden. Und es war eine Zeit lang schon so, dass man ja eigentlich so einen fast vollstelligen Harnas haben musste. wo halt Helm und Brustbleib jetzt nicht gereicht hat, sondern auch entsprechend Armzeugs, Beinzeugs. Das ist dann mit der Zeit wieder weniger geworden. Man kennt ja auch die Bilder von den Landsknechten, die halt dann nur noch einen Helm auf haben und halt einen
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der Busplatte, was ja eben auch mit der Stückwärme natürlich mit Feuerwaffen gut zusammenhängt, dass es halt irgendwann auch von dem, wie die Armeen aufgestellt waren, mehr so viel Sinn gab, sich komplett einzudosen. Ja, genau, aber so war das halt ein bisschen durch die Zeit. Also auch hier merkt man schon, das war schon gewisses Investment, was man da tätigen musste. Aber das wurde dann halt auch gemacht. Zumindest wenn man kein geschicktes
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geschickte Methode herausgefunden hat, sich das mit dem Kollegen zu teilen. Ja, es ist ja auch wirklich wie heute beim historischen Fechten. das Zeug ist teuer, man muss es sich besorgen, um mitmachen zu können und trotzdem versucht man alles Mögliche, um sich untereinander auszuleihen und zu verteilen. Du kennst ja auch von jedem Turnier, du kannst die Leute halt in ihrem Zeugs antreten lassen, da ist die Chance ganz gut, dass sie das Zeug tatsächlich haben oder es liegt halt irgendwo in einem Haufen.
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Wo da halt sein kann zu vergiss irgendwas oder halt es liegt fast von Kumpel mit dabei und er wundert sich später, dass er da doch nichts haben, wenn es an Einsatz geht. Jetzt haben wir die ganze Zeit auch über Männer geredet tatsächlich. Das würde ich gerne einmal nochmal tatsächlich erwähnen. Frauen und Kinder waren davon explizit ausbenommen. Also die mussten weder Wachdienst leisten noch
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Meditärdienst, also Stadtverteidigung. Und teilweise war es auch explizit vorgeschrieben, dass wenn es eine Krise gab, das könnte auch zum Beispiel ein Brand sein, dass die bitte ihr Haus nicht zu verlassen hatten. Also sie durften das nicht. War nicht nur so, dass sie das nicht mussten, sondern sie durften es nicht. Also sich oder hättest du jetzt als Frau auch sagen können, ob haben wir jetzt hier ein Schwert besorgt, will jetzt mitmachen?
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Lass mich kurz meine Notizen lesen, dass nichts Falsches sag. Nee, so wie ich das hier notiert hatte, durften sie nicht. Okay, krass. Also Wachtdienst, Stadtverteidigung, Feuerbekämpfung, war alles Männersache. Gleich ist es übrigens mit Klerus. Klerus durfte, also katholische Doctrin, Klerus darf kein Blut vergießen. Dementsprechend war der Klerus ausgenommen von solchen Sachen. Durfte auch keine Schwerter führen bei uns.
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Zumindest in einem gewissen Zeitraum. wissen ja aus dem 1.330, das war auch durchaus mal anders. Und das wird nun in einem Nebensatz erwähnt. Ich hab das jetzt nicht weiter nachgelesen, aber das war wohl auch so ein Thema während der Reformation, wo man halt gesagt hat, hey, hey, Priester, sollen die nicht doch so ein bisschen mal dran beteiligen, wenn es ein Feuer zu löschen gibt oder so? Ja, nein, vielleicht. Zumindest wenn die Kirche brennt, könnten sie da noch mitmachen.
50:55
Also tatsächlich war das war ein von den Beispielen, dass wenn ein Gebäude des Klerus plante, dass sie dann doch zumindest mitmachen durften. Ja, wäre doch doof. Fackelt irgendwie das Kloster ab und die Jungs müssen daneben stehen und zugucken. Also so optimal. Ich frage mich dann auch, also ich kann mir nicht vorstellen, dass das dann auch so funktioniert hat. Also das ist irgendwie einmal und versuchst es zu löschen. Also ja, es war halt.
51:24
Also auch Feuerlöschen war ja keine Einzelgeschichte, sondern da haben ja Leute so Eimerketten gebildet und Ähnliches, um das irgendwie zu machen. Oh, das hab ich auch noch nicht erwähnt übrigens. Paar von den specialen Berufen, also von den Gilden, die halt große Bottiche hatten, zum Beispiel Bleicher oder Fischer oder eben auch Winzer, für die gab es teilweise eben so spezielle Regeln, dass die ihre Bottiche bringen mussten, wenn ein Feueralarm ausgerufen wurde, weil man muss sie mit irgendwas transportieren. Krass.
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Also bring your own Feuerlöscher auch noch. Genau, also das wird halt alles mit dem, was man hatte, so organisiert. Und da bin ich mir zum Beispiel auch nicht sicher, ob man das mal irgendwie getestet hat, so mit dem Feuerlöschen, dass man… Also heute würde ich sagen, das sollte man auch mal drillen, wenn er die ganze Stadt sozusagen mithilft. Aber es waren halt so…
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Das musste ja koordiniert werden. Also irgendjemand hat gesagt, ihr fünf hier eine Kette, ihr fünf da eine Kette und so. Ich könnte mir schon vorstellen, dass es halt, wenn du normalerweise halt mit den Männern diese Drills machst, die halt auch wissen, wer mit wem und wer der Captain ist und dir Befehle gibt, dass das dann ganz gut funktioniert. Und wenn du halt Leute dabei hast, die in diese Hierarchie nicht eingeordnet sind, die nicht gewöhnt sind, dass es halt auch einfach ein praktisch nicht super gut funktioniert. Ja, verstehe. Ja.
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Aber es gibt auch Beispiele, wo die Leute sich versucht haben, trotzdem nützlich zu machen. Wenn die Stadt angegriffen würde, sollten sie nicht aus den Häusern raus. Aber du nicht auf der Brüssel gestanden und hast runtergeschossen, sondern hast gleich Munition hin und her getragen. Gleich ist es übrigens auch für Juden. Das war ja auch immer so eine Bevölkerungsgruppe, die nicht im gleichen Maße Recht im Pflichten hatte wie andere Bevölkerungsgruppen.
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Also die waren auch vom Waffendienst später ausgenommen und da gibt es auch eben Beispiele, wie die dann zumindest Munition oder ähnliches hin und her getragen haben. Also wie es ihnen auch verboten war eigentlich oder wie sie nur nicht mussten? Ich habe die Stelle mir jetzt gerade nicht notiert, aber wenn ich das noch richtig im Kopf hatte, das, dass die jüdische Bevölkerung wurde ab, ich weiß nicht mehr genau, welches Jahrhundert sozusagen unter Schutz gestellt. Das heißt,
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Du musstest die quasi, wenn die irgendwo hingereist sind, dürftest du denen nichts tun, sondern musstest denen eigentlich helfen. Im Gegenzug war es aber auch ein, wenn er jetzt unter Schutz steht, dann braucht er aber eigentlich auch keine eigenen Waffen, oder? Hm, okay, verstehe. Ja, kulturell gesehen gibt es da sicherlich einiges zu zu sagen, ob das jetzt gut gemeint war oder nicht gut gemeint war. Aber das Endresultat war halt, nach dieser Logik waren wir halt…
54:00
analog zum Klerus eigentlich keine vollwertigen Männer, wenn sie keine Waffen mit sich tragen durften. Mhm, verstehe. Ja. Aber nicht mal ein Spezialthema, da müsste man mal mit jemandem anders drüber reden. Aber so spezielle Regeln für die jüdische Bevölkerung gab’s ja im Mittelalter sowohl zu positiven oder leider auch zum negativen ja durchaus öfters. Ja. Ja. Ja, und das … ist so ein bisschen jetzt der Überblick gewesen.
54:28
Ein Aspekt, man vielleicht noch erwähnen könnte. Hat dich das vielleicht an einen heutigen Start erinnert zu dieser Denkweise? Die Schweiz. Die Schweiz? Wo alle Haushalte bis an die Zähne bewaffnet sind. Spannend, ich hatte jetzt nicht an die Schweiz gedacht. hast du das Gefühl, dass in der Schweiz die Leute da so drauf sind, dass sie auch so bisschen waffengeil sind oder dass man das halt einfach so macht und das ist halt
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Puh, ich kenne nicht so viele Schweizer. Wenn ich mich mit welchen unterhalte, ist es so für die normal, dass sie Waffen im Waffenschrank haben und das besitzen. Aber es ist nicht täglich Thema, dass man sagt, hier, geil, guck mal, hier die neue Heckler und Koch. Sondern das ist einfach so, wir haben Waffen.
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Und ja, überlegt euch, ob ihr die Schweiz angreift. Jeder von uns ist bis an die Zähne bewaffnet. Ja, interessant. Ich wollte jetzt natürlich eher aus Amerika raus, so rein von der Kultur und um die Waffen her. Aber du hast natürlich recht. Dieses Schweizer System mit, leisten dann halt von Ihnen raus Widerstand, weil es hat halt jeder was daheim. Und die Leute sind jetzt halt auch nicht… Also der Durchschnitt Schweiz ist jetzt auch kein Kommandosoldat, aber hat eine Mindestausbildung an den Waffen gekriegt und hat die entsprechenden Waffen um.
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Damit er weiß, wo das richtige Ende ist sozusagen. Und ich glaube, das kannst du schon ganz gut vergleichen. Weil du, ich glaube, man muss ja auch alle paar Jahre dann so sozusagen einen Auffrischkurs machen, wo du noch mal bisschen Übungen machst, solange du halt noch als Avispisch und das Ding tatsächlich daheim stehen hast. Ja. Ich wollte tatsächlich eigentlich auf Amerika hinaus. Auf die USA sozusagen. Ja. Da gab es doch jetzt, habe ich am Rande verfolgt, eine
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erstmalig seit langer, langer Zeit eine Verschärfung des Waffenrechtes. Wenn du mit Verschärfung meinst, dass irgendein Gericht in einer Bundesstadt gesagt hat, ja, offenes Waffen tragen ist prinzipiell erlaubt, alles andere wäre nicht, wenn der Verfassungverein war. Nein, schon ein Gesetz. Aber da sind die die Gegebenheiten. gut, okay. Man muss dann wahrscheinlich gucken von Bundesstaat zu Bundesstaat. Aber also in Texas kann ich mir das schon so vorstellen, dass da
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eine Behörde bei dir vorbeikommt und dein Waffenarsenal sehen möchte und du, wenn du das nicht vorzeichen kannst, kein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft bist. Ich glaube, das war sogar New York, wo man in New York einfach offen jetzt Waffen tragen darf oder so. Ach ja, schön. Du läufst so durch Manhattan mit der Glock am… Ähm… Ja, das… Aber also dazu noch, da gab es ein schönes Foto und zwar in einem Supermarkt, ein Mann und ein kleines Mädchen.
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Und der Mann hat ein Assault Rifle, ein Sturmgewehr in der Hand und das kleine Mädchen ein Eis, also so eine Waffel mit einer Kugel Eis dran. Und runter stand, eine der beiden Personen macht sich gerade strafbar. Und Spoiler, es ist nicht der Mann gewesen.
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Du durftest in diesem Supermarkt nicht mit diesem Eis rumrennen, weil jemand wieder runterfallen könnte und dann könnte jemand drauf ausrutschen und den Supermarkt verklagen. Sehr schön. Der Punkt, worauf ich hinaus wollte, war, was ist denn immer so das Hauptargument neben ich habe einfach Bock auf Waffen, was man aus den USA so hört, warum das wichtig ist, dass jeder eine Waffe hat oder zumindest Zugang zu. Ja, weil also Kriminelle haben ja Waffen und wenn du keine Waffe hast, dann haben nur die Kriminellen Waffen und du brauchst deine Waffe, um das auszugleichen.
58:16
Okay, ist auch ein vielgehörtes Argument, noch nicht das, worauf ich hinauswollte. Oh, jetzt wird’s schwierig. Was ist noch eins? Ich dachte, vielleicht so ein absolutes Grundrecht auf Selbstverteidigung. Okay, worauf ich hinauswollte, war diese Geschichte mit, wenn der Staat uns dumm kommt, wir ihn ja einfach absetzen. Ah, was man jetzt auch überneulich probiert hat im Kapitol. Ja, äh, ja.
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Kann man leider nichts zu sagen. Das ist durchaus ein Thema, was hier auch zumindest angerissen wird, dass das für ein gewisses Kräftegleichgewicht sorgt. Vielleicht jetzt nicht mehr unbedingt heute, wenn der Staat Drohnen und Panzer hat und du halt nur Handfeuerwaffen. Aber wenn der Staat sozusagen auch nicht anders ausgerüstet ist als du, der hat vielleicht paar mehr Leute noch und vielleicht auch bisschen besser ausgebildet.
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Aber dass man halt auch als, ja, also wenn du irgendwie König bist und du hast halt da in deinem Gebiet drei aufmüpfige Städte, vielleicht ist eine davon sogar eine freie Stadt, dann muss halt gucken, ne? Also das macht einen vielleicht halt auch bisschen kompromissbereiter an vielen Stellen. Und es wird das Argument in der Quelle gemacht, dass eben das halt auch so ein System war, was so…
59:42
Ja, da hat man halt ein bisschen die Autoritäten auch im Griff behalten und dass viele Regelungen gar nicht durch so gewaltsame Umstürze kommen. Also natürlich das, was man im Geschichtsunterricht behandelt, weil das sind halt die großen Ereignisse, sondern das halt oft auch einfach so mehr oder weniger auf Augenhöhe miteinander verhandelt würde, man hat auch Kompromisse geschlossen hat. Das ist es nicht das, wie man es heute in der Demokratie machen würde. Aber ja, wenn du halt eine Stadt hast, die ausreichend groß ist, kannst du denen halt auch nur bis zum bestimmten Punkt dumm kommen, bevor die sagen, na gut.
01:00:10
Also jetzt, äh, marsch hier mal vielleicht auch mal irgendwo hin. Ja, und so ist es halt vom großen bis ins kleine. Also sozusagen die kleinste Einheit, der Haushalt. Der Haushalt muss sich halt verteidigen können. Die nächstgrößere Einheit, die Nachbarschaft oder die Gilde gegebenenfalls, ja, die muss ich halt auch irgendwie verteidigen können. Und dann die Stadt außen rum, ja, die muss ich verteidigen können. Da müssen die Leute bereit sein, das auch zu machen. Die Struktur oben drüber, Heiliges Römisches Reich, irgendeine
01:00:40
Lokalregierung, was auch immer. Da geht es dazu vom Klein bis ins Große. Und du hast eigentlich eine komplett bewaffnete Gesellschaft, wo sich das halt einfach durchzieht, dass einfach jeder Waffen hat oder zumindest im Zugang dazu, bis halt auf ein paar, sagen wir mal, Berufsgruppen, die davon ausgenommen sind. auch wenn es natürlich irgendwie zum Streit kommt, ist halt die Chance, dass eine Waffe in greifbarer Nähe ist.
01:01:08
Meistens die eigene, Zweifel aber auch irgendwo in der Nähe gibt es auch irgendwas anderes, ist natürlich immer sehr groß. Und das kann man sich zumindest bei uns jetzt hier, wir leben ja nicht in Texas, glaube ich, relativ schwer vorstellen, wie sich das dann lebt in so einer Gesellschaft. Ja. Weil du hast natürlich schon dieses Risiko, jeder Streit kann halt so weiter eskalieren, dass jemand sein Schwert zieht. Oder ein Dolch. Ja, absolut, absolut.
01:01:31
Das finde ich jetzt gar nicht so schlecht, dass das hier bei uns nicht so gang und gäbe ist, dass dann plötzlich jemand eine Knarre zieht, beziehungsweise ein Schwert. Okay, ich kenne es auch nicht anders. Also wenn ich jetzt daran gewöhnt wäre, da kann es immer eskalieren und ich habe auch ein Schwert dabei. Vielleicht würde ich das da anders sehen. Ja, also ich meine auch wieder so hier moderne Geschichten vom Land, diese ganzen Zeltfeste.
01:02:00
Da kommt’s halt schon immer mal wieder vor, dass jemand einen Bierkug durchs Gesicht gezogen bekommt. Mhm. Und das wär dann halt vielleicht kein Bierkug, sondern halt der Dolch gewesen oder so. Ja. Ich mein, wir sind jetzt hier ja auch in der Zeit, dann Fechtschulen natürlich schon ein großes Thema waren. Und auch da kann man sich halt fragen, gut, du bist jetzt in einer Gesellschaft, wo Waffen tragen Usus ist, wo das ein Teil deiner männlichen Identität ist. Du musst mit den Waffen zumindest …
01:02:28
ein Mindestmaß an Umgang können. dass du dich halt jetzt beim Wachelaufen nicht lächerlich machst oder wenn es irgendwelche Übungen gibt. Da ist halt der Schritt dann zu sagen, dann investiere ich halt vielleicht noch ein bisschen mehr ins Üben. Weil das halt, gehört halt einfach dazu dann auch nicht mehr so weit. Ja, ja, verstehe. Ja, spannendes Thema. gibt es noch was? Worüber dir dazu nicht?
01:02:58
geredet haben, wer darf eigentlich Schwerte tragen, Waffenrecht in der frühen Neuzeit. Was ist eigentlich aus dem Hans geworden? Entweder es wird nicht erklärt, was aus dem Hans geworden ist, oder ich hab’s nur überlesen. Ich weiß es nicht. Wir hoffen natürlich alle, dass es dem Hans dann gut ging, bis an sein Lebensende. Und im hohen Alter mit einem Schwert an jeder Hüfte. Frohen Mutes dann.
01:03:28
das zeitliche gesehen hat. Doch vielleicht hohes Alter, ist nur ein Stichpunkt. Ja, Nee, erzähl zum hohen Alter. Man könnte jetzt ja denken, dieses ganze mit dem Wachdienst ist super nervig. Sie haben so gemeint, sie haben es mal ausgerechnet, so alle drei Wochen ist es bei so einer mittelgroßen Stadt bei dir im Haushalt gelandet. Also war es nicht so, dass du jede Woche irgendwie nach Dienst hattest.
01:03:52
Aber es konnte relativ kurzfristig sein, also du es erst an dem Tag selber oder halt am Abend vorher Bescheid bekommen, hier übrigens ihr seid jetzt dran. Und man könnte jetzt denken, ey was für ein Scheiß, da hätte ich ja mal keinen Bock drauf. Aber auch hier, das gehört halt einfach dazu. Man ist halt ein Mann, ein Vollwertiger, dann machen wir das halt einfach. Und man findet durchaus auch Berichte, wie Leute dann eigentlich über das Alter raus waren, wo sie noch was jedenzeit leisten können, dürfen oder sollen.
01:04:19
und aber noch weitermachen wollten. Die wollten sich das nicht nehmen lassen. Es war ein, nee, ich bin nur fit, alles gut. Ich lauf noch mal in Runden. Wo dann der Stadtrat gesagt hat, ja, nee, sorry, du bist echt zu alt. nee. Auch hier wieder, zumindest die Spekulation an der Stelle, oder das Argument, das war halt Teil ihrer Identität. Das wollten sie nicht aufgeben. sozusagen, … Als ob sie keinen Mann mehr …
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Genau, wenn in dem Alter schon bist, dass du nicht mehr wach erläufst, dann kürzest nicht mehr dazu, dann bist du nicht mehr vollwertig. Es gab halt eben durchaus Leute, halt versucht haben, dann den entsprechenden Leuten zu überzeugen, dass sie dann doch noch ganz fit sind und einfach noch weitermachen wollen. Hat nicht immer geklappt. Ich hatte gerade noch eine schöne Idee, und zwar … Wir wissen jetzt nicht, was aus Hans geworden ist.
01:05:14
Deshalb liebe Hörerinnen, liebe Hörer, geht doch mal auf schwertgeflüster.de slash fragen. Da gibt es ein kleines Tool, mit dem ihr uns eine Sprachnachricht schicken könnt. Und wir würden uns freuen, wenn ihr uns eine lustige kurze Geschichte, vielleicht so eine halbe oder eine Minute schickt, was denn eurer Meinung nach aus Hans geworden ist. Das wäre eine sehr schöne Idee.
01:05:43
zusammenschneiden und auch hier veröffentlichen. Also Schwertgeflüster Punkt D E slash Fragen beziehungsweise wenn ihr auf Schwertgeflüster die geht oben dann auf den Reiter schick uns deine Frage da das kleine Online tool nutzen und uns eine eine lustige Geschichte zum Hans, der kein Schwert hatte bei der Kontrolle schicken. Sehr schön. Das gibt dann ein Best of Hans quasi.
01:06:12
Ja, Best of Hands, machen wir ein Sauna special. Ja, tatsächlich sind wir jetzt auch am Ende meiner Notizen angekommen. Das war das, was ich mir so rausgeschrieben habe. Wie gesagt, es ist ein sehr großes Buch. Da gibt es noch diverse schöne weitere Geschichten und auch Rahmenthemen. Das war jetzt nur so der Grundriss, was halt das Thema Waffenrecht anging. Man erkennt, denke ich, ein paar Sachen wieder jetzt aus dem heutigen Deutschland. Man wird ja heute auch kontrolliert, wenn man Waffen hat.
01:06:42
Ja. Nur eben aus anderer Sicht, da guckt man, ob man sie auch anständig verwahrt und nicht, ob sie in ausreichender Anzahl vorhanden sind. Aber in dem Schrank ist noch Platz, da brauchst du noch drei Waffen. 14 Tage Zeit, besorg dir mal was. Ja, wie war’s für dich? wär das jetzt das, was du erwartet hättest von den Folgen, die wir sonst zu der Zeit schon so gemacht hatten? Puh, ich bin relativ unvoreingenommen rangegangen. Also, das …
01:07:11
dass verschiedene Leute Waffen tragen mussten. war mir schon, das wusste ich schon. So eine frühe Neuzeit. Was mir neu war eben auch so, sag mal, Jugendliche, Heranwachsende und auch bis ins hohe Alter und die dann auch eben ihren entsprechenden Stadtwehrdienst, wenn man es mal so nennen möchte, zu verrichten hatten. Und ja, auch vor allem, dass eben eine Langwaffe, also eine Stangwaffe oder
01:07:39
eine Distanzwaffe und ein Schwert und bisschen Panzerung vorhanden sein musste. Das waren so Sachen, die wusste ich da noch nicht. Ja, das war für mich eine ganz spannende Geschichte. Ich hoffe auch für euch, liebe Hörerinnen und Hörer, wenn ihr so den gleichen Kettnisstand wie ich hattet vor der Episode. Es gibt übrigens auch noch eine Diskussion, ob das überhaupt so militärisch sinnvoll war mit den Milizen. Ja.
01:08:09
Und man kann da wohl das Argument machen, dass die eigentlich, wenn sie dann wirklich mal im Feld auf eine, sag mal mal, bisschen erfahrenere oder professionellere Armee getroffen sind, eigentlich fast immer den Kürzeren gezogen haben. ich glaube, man kann sich das schon auch bisschen so vorstellen, dass es halt einfach auch einen gewissen Abschreckungszweck hat. du weißt ja auch nicht bei jeder Brücke, ob die wirklich so stabil ist gegen eine Beschuss oder eine Belagerung, bis du es mal ausprobiert hast, aber
01:08:37
Wenn die ordentlich protzig aussieht, du vielleicht auch überlegt, das sein muss. Ich so könnte das mit den Städten gewesen sein. Selbst wenn die nicht die Bestausgebildeten waren, es waren halt ganze Menge Leute, die ein starkes Interesse dran hatten. Es dient der Abschreckung. Ja, genau. Und die Motivation, seine eigene Stadt oder seine eigene Nachbarschaft zu verteidigen, beziehungsweise auch Brände zu löschen und so. Da brauchen wir, glaub ich, nicht drüber reden, die ist da. Ja, absolut.
01:09:07
Ja, liebe Hörerinnen, liebe Hörer, schreibt uns auch gerne, was ihr von der Folge gehalten habt, auf welchem Wissensstand ihr davor wart und ob ihr, wenn ihr euch damit auskennt, mit Alex Ausführungen d’accord seid oder ob ihr sagt, nein, das war ganz anders. Da sind wir immer dran interessiert. Schreibt uns an post-edge-wertgeflüster.de und denkt dran uns eine kleine Geschichte.
01:09:36
zu schicken, was aus dem Hans geworden ist. In diesem Sinne vielen Dank Alex für die ausführliche Recherche heute. Ich war ja so bisschen schmückendes Beiwerk in der heutigen Episode. Vielen Dank für deine Mühe hier für die Vorbereitung und euch lieben Hörerinnen, liebe Hörer. Vielen Dank fürs Zuhören und wir hören uns in 14 Tagen wieder. Macht’s Tschüss.
01:10:02
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