Peter von Danzig, Codex Danzig, Cod. 44.A.8 oder Starhemberg Fechtbuch. Alles Namen für eine der beliebtesten Langschwert-Quellen in Deutschland. Warum dieses Fechtbuch so beliebt ist, was es sonst noch enthält und was wir sowohl über seine Autoren als auch über seine Geschichte wissen, erfahrt ihr in diesem Podcast.

Peter von Danzig Shownotes

Hier die von Alexander angefertige Auswertung dazu, welche Waffe und welcher Autor welchen Anteil am Fechbuch einnimmt:

In eigener Sache

Schwertgeflüster ist ein Podcast von Alexander Fürgut und Michael Sprenger. Alexander ist Trainer und Mitgründer der Schwabenfedern Ulm, Autor von Der Schielhau im Detail und ficht Langschwert und Rapier. Michael ist Trainer und Mitgründer vom Fencing Club Dresden und ficht vor allem Langschwert.

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Transkription

Schwertgeflüster Episode 144 und heute mal wieder Back to the Basics. Wenn man unterrichtet, aber auch wenn man diesen Podcast hier macht, merkt man immer mal wieder, dass man gewisse Sachen als bekannt oder gegeben voraussetzt, was aber nicht unbedingt zu stimmen muss. Und wir haben uns ja auf die Fahnen geschrieben, dass wir nicht nur für 15 Prozent der Leute mal folgend machen, auch wenn es zum Beispiel mit dem Trainer geht.

Aber dass wir auch einfach so Grundlagenfolgen machen, die einfach viele Jahre Bestand haben und wo die Leute dann reinhören können und sagen können, ey guck da ist es jemand, da haben sich zwei Leute hingesetzt und haben das Ganze in Ruhe mal erklärt, hör dir das einfach an, dann verstehst du das Ganze. Und heute wollen wir da nämlich mal über ein Fechtbuch reden, ein in Deutschland sehr einflussreiches Fechtbuch, nämlich den sogenannten Peter von Danzig, auch bekannt als Codex Danzig 44A8. Oder…

Das Starnberger Fechtbuch. Denn heute sind wir dem Fechtbuch auf der Spur. Wie immer mit mir und dem Michael. Hi Michael. Hallo Alexander. Fechtgeflüster, Schwertgeflüster, der Aufklärungspodcast. Ganz genau. Und was wir heute einfach mal machen, ist, dass wir euch noch mal so mitnehmen. Was hat es eigentlich mit diesem Fechtbuch auf sich? Was heißen zum Beispiel so Sachen wie 44er8? Warum nennt man das so? Wie ist die Aufteilung drin? Was ist überhaupt drin? Und was ist so ein bisschen der Kontext von dem Ganzen?

Exakt. Jetzt ist es ja so, dieses schöne rote Fechtbuch haben wir ja beide physikalisch da. Ich hab vorher mal reingeschaut und hab versucht, rauszufinden, falls wir irgendwelche Seitenzahlen sagen sollten, welche Editionen wir haben. Bei mir steht nix drin, also ich vermute, ich hab die erste Edition. Steht bei dir irgendwas drin? Wie meinst du, also Seitenzahlen? Weißt du, falls ich sag, auf Seite 100, Michael, guck mal da und du hast eine andere Edition, könnt ja sein, bei dir steht’s auf 101 oder so. Achso. Also.

Meinst du jetzt der Name der Edition drin steht oder ob das Ding Seitenzahlen hat? Nein, auf der zweiten Seite oder so, also die erste links auf der Textliste, da müsste drinstehen welche Edition das ist, wenn du nicht die erste Edition haben solltest. Ah ja, ne, da habe ich glaube die erste Edition, also 2008 ist hier der Copyright vermerkt bei mir.

Ja, okay, dann haben wir beide die gleiche. Weil, an der sicheren Stelle Graduation an Dirk Hagedon, war ja auch schon mal im Podcast, die vierte Edition von diesem schönen Buch wurde in Auftrag gegeben. Das heißt, 3000 Stück wurden verkauft. Daumen hoch. Also von 2008 bis jetzt. 15 Jahre. Ja, für ein Buch, was auf zur Hälfte aus mittelhoch oder frühen neuhochdeutschen Texten besteht. Respektabel.

Ja, da scheint es eine kleine Nerd-Gemeinde in Deutschland oder im deutschsprachigen Raum zu geben.

Ja, das ist… Also grundsätzlich mit was haben wir es hier zu tun? Also bei diesem Buch handelt es sich um ein Fechtbuch. Ich blätte auch extra so ein bisschen in der Nähe vom Mikrofon, dass man das auch hört. Um so ein bisschen Systemschritte zu machen. Ah ja, genau. Als ich es erst einmal als Fechtbuch aufgeschlagen habe. Er hat das Buch geöffnet und es kriecht der Seite in meine Hände gespürt. Die Worte auf dem Papier, die haben mich in eine Welt gelockt. Voller Schwertkampf und Verlanger. Er hat mich gefühlt.

wie meine Haut prickelt, hat die Zeit umgeblättert auf der Suche nach dem nächsten Höhepunkt. Meine Gedanken sind abgeschweift, als ich in die Geschichte eintaucht bin. Die Bilder, die waren so liebhaft und so realistisch zeugnet, die sind in meinem Kopf entstanden. Die Worte, die Worte auf der Seite haben meine Fantasie geklickt. Ich lasse mich so richtig fallen in die Geschichte und habe mich gefühlt, als ob ich selber der Protagonist wäre. Als ob ich selber mit dem Schwert an der Hand dastehen würde.

Sonnenausschlager wird. Also wäre ich selber der, der sich die dunkle Wünsche in meiner Seele imgibt. Mein Herz brachte wild als er weiter gläsert und meine Haare über die Worte glitten. Ich habe mich gefühlt ganz erregt und berauscht von der Geschichte, als ob ich von einer verbotenen Fruchtkoste tätt. Ich hab geschwürt, wie sich die Hitze in meinem Inneren ausgebreitet hat und mein Verlanger nach mehr gewachsen ist.

Sie ist weiter… schwer atmend.

fühle mich lebendiger als je zuvor. Jedes Kapitel ist wie ein neuer Akt, der meine Sinne erregt und mich an den Rand des Verlangens bringt. Ich kann es anders als mich da reinzusteigern und dem unstillbaren Hunger nach mehr zu erliegen. Ich schließe wieder wie lichtes Buch und lasse mir in die Kisse fallen. Ich spüre wie mein Körper verloscht bebt und mein Verlangen nach mehr unstillbar ist. Das Fächbuch hat mich in eine andere Welt geführt, wo ich mich verloren und sogleich gefunden fühlt habe.

Wir Flashbacks. Übrigens weißt du, wer heute vor vielen vielen Jahren gehängt wurde, wo wir gerade dabei sind? Der Baule! Ah ja, toll. Auch dem wusste, wo immer er jetzt gerade ist. So, liebe Hörerinnen, liebe Hörer, jetzt, wir nehmen Spekulation an, Spekulatius an zu Weihnachten. Wann wird diese Folge aufgenommen?

Ausgestrahlt wird sie ja ein bisschen später, aber welches Datum haben wir heute zum Tag der Aufnahme? Ja, also hierbei handelt es sich um ein Fechtbuch. Das ist ein Buch, in dem es ums Fechten geht, also um das Kämpfen mit und ohne Waffen.

Der Peter von Danzig wird auf 1452 datiert und ich habe vorher noch mal die Einleitung von Dirk lesen. Und das ist ja nett, wie er das macht, weil er hat da so ein bisschen für den Kontext drin, was eigentlich im Jahr 1452 passiert ist. Da wurden zum Beispiel Leonardo da Vinci geboren, Ludovico Sforza, Richard III.

Johannes Gutenberg fängt mit dem Druck seiner Bibel an. Mit Friedrich III. wird zum letzten Mal ein Kaiser in Rom vom Papst gekrönt und ein bedeutendes Fechtbuch entsteht oder wird zumindest abgeschlossen. Also 15. Jahrhundert, das ist eine Zeit des Umbruchs, das ist so herbe, der typischerweise auch als der Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit betrachtet. Und zum Beispiel auch die Schlacht von Agincourt, wo England das Französische herschlägt, die ist…

Im 15. Jahrhundert Jean d’Arc wird am Scheiterhofen verbrannt. 1453 erobern die Türken Constantinople und der 100-jährige Krieg zwischen England und Frankreich endet. Niccolò Machiavelli schreibt sein Hauptwerk Der Fürst. Die spanische Inquisition wird 1478 eingerichtet. Und so weiter und so weiter. Ja, also ist einiges los in der Zeit.

Und was hier das Besondere an diesem Buch ist, das hat jetzt nicht nur einen Autor, sondern das hat verschiedene Autoren mit verschiedenen Waffen. Wer ist denn da so alles dran beteiligt und mit welchen Waffen… Also, von welchen Waffen reden wir denn hier? Ich würd vielleicht, bevor wir in den Deep Talk hier einsteigen… Ja. Du hast ja angesprochen, 3.000 Exemplare verkauft. Also… Dass dieses…

dass dieses Fechtbuch so populär geworden ist. Du hast ja gerade den Dirk erwähnt. Aber ich würde sagen, dass dieses Fechtbuch so populär geworden ist, haben wir zum größten Teil, da lehne ich mich mal aus dem Fenster, Dirk Hagedorn zu verdanken, der sich in einem freien Nachmittag hingesetzt hat und das transkribiert hat. Freier Nachmittag, ja.

Also, mit Sicherheit. Bei Dirk hat man so das Gefühl, für den ist es einfach Runtertippen. Der liest so einen Text und zack, zack, zack ist er da durch. So ist das Feeling, weißt du? Ja. Natürlich hat Dirk Ewigkeiten gebraucht, um diesen Text auch zu transkribieren. Dann hat er uns ja noch eine Übersetzung angeboten. Gut, kann man sich jetzt streiten, ob die jetzt passt oder nicht. Aber ich finde, für den Einstieg ins historische Fechten ist das so ein…

ein Standardwerk, was ich auch meinen Trainierenden immer noch empfehle, weil ich sage, holt euch hier das Buch von Dirk, erstens unterstützt ihr einen Dirk damit und zweitens ist das einfach so ein, das gehört schon in jeden Bücherschrank eines historischen Fechtes, finde ich. Ja, also es war ja vor allem eines der ersten Fechtbücher, was transkrippiert wurde, was Text hatte.

In Renegment-Kreisen war der Talhofer lange beliebt, aber da gab’s kaum Konstruktionen, da waren viele Bildchen drin. Und man weiß als historischer Fechter, viel Text ist immer besser als Bild. Text mit Bild ist okay, aber nur Bild mit wenig Text, das ist schwierig, da kann man nicht gut mitarbeiten. Und sicherlich haben den Großteil der exemplare historische Fechter über die Jahre gekauft. Weil ja, das sollte in jedem… Also zumindest, wenn man sich mit dieser Zeit beschäftigt.

Napoleonischen Säbel macht dann vielleicht nicht. Aber gerade wenn man sich im Bereich lange Schwert rumtreibt, da finde ich auch, das ist einfach was, das kann sich jeder kaufen, sollte jeder kaufen. Es kostet auch nicht viel, es wird, glaub ich, für 26 Euro auf Amazon verkauft. Ich guck mal grade. Auf meiner Version steht hier noch 26 noch was. Das ist schon zum Teil von Tape abgeklebt, weil ich das Buch ein bisschen… Ja, es ist auch zu…

Es wird benutzt sozusagen, aufgemacht, zugemacht, zum Training geschleppt. Also, das ist echt eines der… meistgelesenen Bücher sozusagen in meinem Haushalt, muss ich sagen. Ja. Also, Aktuelle Version kostet 28,80. Da hat sich die Inflation bemerkbar gemacht. Cool an der… Ja. Lohnt sich aber trotzdem. Man hat auch gut was in der Hand. Wer das jetzt nicht kennt, das ist nicht so ein kleines… so ein kleiner Comic, sondern da hast du schon gut was.

Ja, genau. Wenn du das an die Rübe kriegst, merkst du, was passiert. Also, Paulus Hektormeier hätte es auf jeden Fall in seiner Sammlung haben wollen. Also solltet ihr das auch haben, liebe historische Fechterinnen und Fechter. Es ist ja jetzt kurz vor Weihnachten, wenn diese Folge rauskommt. Das heißt, noch mal Mama, Papa, Geschwistern, Oma, Opa bescheid sagen. Vielleicht nicht allen, dass sie euch das Buch kaufen, weil einmal reicht es im Schrank, aber falls sie da…

dass ihr noch nicht dastehen habt, ist jetzt ein guter Zeitpunkt. Und der Dirk freut sich. So, das… Genau. Jetzt können wir in den Deep Talk einsteigen. So deep wollte ich das noch gar nicht machen, aber was ist denn da alles drin? Ich vermute, die meisten werden sich das holen, weil sie den Teil zum langen Schwert interessiert. Ich hab auch lange Zeit tatsächlich auch nur den gelesen. Geht mir auch so. Also, das Buch ist ja 2008.

rausgekommen, beziehungsweise ist hier das Copyright. Und ich hab 2009 mit HEMA angefangen. Also, das war da grade so der Shit auf dem Markt. Und wir haben das natürlich hier missbraucht für unsere Zwecke, einfach den Langschwerteil aufgeschlagen und losgelegt. Wo sich jeder Gesc an den Kopf greift, so kann man in der Quelle umgehen. Wir haben’s trotzdem gemacht. Was ist denn da noch so drin? Was haben wir hier noch? Ich hab mal nebenher…

Wiktanauer aufgeschlagen. Da ist das ein bisschen übersichtlich zusammengefasst. Also wir haben am Anfang erst mal so ein bisschen vorgeplänkelt. So ein Vorwort. Also so ein, ja wie nennt man das? Ja, es ist im Prinzip so ein Geleitwort in der Quelle, wo dann eben drinsteht, was man hier alles machen soll oder nicht machen soll, wenn man irgendwie so sich so ein bisschen

der ritterlichen kunst verschrieben hat wenn man so will und dann geht es auch schon direkt los mit den gelossen zum langen schwert also erstmal mit den mit den ganzen zettel texten

Also, mit Vorwort meinst du die Verse von Lichtenauer. Versteh ich das richtig? Nee, damit mein ich noch, das darf… Also ja, im Prinzip ja. Aber wo es jetzt noch nicht so in die Beschreibung reingeht, sondern wo es erst mal darum geht, zuerst die Einleitung sozusagen, ne? Also, wo er dann schreibt, ähm… Alchi hebt sich an die Zädel der ritterlichen Kunst des Fechtens, die du geticht und gemacht…

hat Johannes Lichtenauer, der ein hoher Meister in den Künsten gewesen ist, dem Gott g’nadig sei.“ Und wo dann eben dabeisteht, was da jetzt hier alles auf einen zukommt und warum man das machen soll und warum das der Shit ist, den jeder Mann, der was auf sich hält, im 15. Jahrhundert tun sollte. Genau, und dann kommen die Versen Lichtenauer, was es damit auf sich hat, das gehen wir nachher noch im Teil drauf ein.

Wir gehen erstmal einmal über den Gesamtaufbau dieses Textes. Genau. Dann haben wir den Mounted Fencing, also das Rossfechten. Dann die Teile zum kurzen Schwert, also Harnischfechten de facto. Dann haben wir nochmal das Harnischfechten oder das kurze Schwert.

von andrej liegnitzer die ersten teile muss man sagen dass langschwert rossfechten und kurzschwert ist nicht so klar von wem das ist also das ist dieses pseudonym oder der pseudopeter von danzig dem das zugeschrieben wird also es war nicht der peter von danzig aber irgendjemand hat es geschrieben man weiß nicht genau wer also es gibt

Es ranken sich wildeste Mythen, aber wer dann jetzt wirklich den Langschwertteil im 44er8 geschrieben hat, ist meines Kenntnisstandes nicht. Ich weiß es nicht, sagen wir es so. Bei den anderen haben wir dann ziemlich genauer.

Autoren dazu also noch mal zum kurzen Schwert André Liegnitzer, Schwert und Bukler André Liegnitzer, Ringen André Liegnitzer, Dolch André Liegnitzer Meine absoluten Lieblingsquellen zum Ring und zum Dolch der André Liegnitzer Dann haben wir noch mal das kurze Schwert von Martin Hunsfeld das

Nach Kampfring oder gerüstete Ring, wenn man so will. Von auch von Martin Hundsfeld. Hundfeld, also unterhalten und aufstehen heißt es da. Dann haben wir noch Martin Hundfeld Dolch, Martin Hundfeld Rossfechten, Meister Ott Ringen und dann in der Tat wirklich noch Peter von Danzig mit dem Zweikampf. Also was man hier schon mitkriegt ist, es sind.

verschiedene Waffen von verschiedenen Autoren in einem Werk gebündelt. Also es ist keineswegs so, dass da nur das lange Schwert drin wäre, im Gegenteil. Das macht zwar einen großen Teil aus, wie groß kommen wir auch gleich noch dazu, aber es ist bei weitem nicht das einzige. Und im Endeffekt hat man eben drei Autoren, von denen mehrere Sachen drin sind, nämlich André Lignitzer mit kurzem Schwert für den Buckelring in Dolch.

Martin Hundfeld mit kurzem Schwert unterhalten, aufstehen, Dolch und Rostfechten. Also unterhalten, aufstehen ist ein Ding. Das ist also auch quasi vier Abschnitte. Ott hat einen Teil zum Ringen. Peter von Danzig hat einen Teil zum Kampffechten. Da gibt es eben noch diese Lichternauer Texte, von dem man nicht genau weiß, wer die jetzt aufgeschrieben hat. Plus eben die Lichternauer Ferse, also sozusagen auch wieder vier Teile mit sehr direktem Lichternauer Bezug. Jetzt müssen wir vielleicht jetzt haben wir jetzt.

sind wir glaube ich für Außenstehende schon in dem in so ein bisschen im Basso über Bingo. Was sind denn die Lichtenauer Ferse? Also Janis Lichtenauer ist ein Fechtmeister, auf den sich viele von den erhaltenen Feuchtbüchern direkt beziehen, dass sie in seiner

tradition stehen würde und seine kunst gelernt haben also entweder indem die leute die die texte geschrieben haben sich inhaltlich auf lichter nauer beziehen teilweise auch angeben von lichter nauer gelernt zu haben und über die person lichter nauer wissen wir nicht so viel also wir wissen nicht wann der gelebt hat wo der gelebt hat wo der her kam also wahrscheinlich aus irgendeinem dagegen die lichter nauer heißt aber davon gibt es auch mehrere und wissen aber dass er eben sehr viel einfluss hatte weil er

weil es ebenso viele Fechtbücher gibt, die sich direkt auf ihn beziehen. Es gibt, das ist in einem Text von einem anderen Fechtbuch drin, von Paulus Kahl, der gibt’s im Begriff der Gesellschaft Lichtenaurs. Also auf Englisch, the Fellowship of Lichtenaurs, so wie quasi bei Heider Ringe, the Fellowship so ein bisschen. Die Gefährten Lichtenaurs. Genau, die Gefährten Lichtenaurs. Da werden verschiedene Leute aufgezählt, die zu diesem Zirkel gehören. Eben, das ist eine Gruppe von 17 Fechtmeistern.

wo Paulus Kahl eben meint, das Design in diesem Zirkel drinnen rund um Lichthörner. Man weiß nicht genau, ist das jetzt auch wieder so, war das eine feste Organisation, war das eher so ein Zusammenschluss, war das Leute, die sich halt kannten. Und da sind eben so Leute drin wie Peter von Danzig, von dem eben der letzte Teil zum Kampffechten ist, André Liegnitzer haben wir schon gehört, sein Bruder, Jakob Liegnitzer.

Sigmund ein Ringeck, Hartmann von Nürnberg, Martin Hunsfeld, Martin Hunsfeld eben auch hier und dann noch ein paar andere oder auch Ott, also der Meister Ott. Aber auch einige Leute von denen jetzt hier nichts zu lesen ist und denen, ich bin mir auch nicht sicher, ob es von allen denen überhaupt mal ein Skript gibt, zum Beispiel Peter Wildiganz von Glatz, Hans Spindler von Snaim, nein ich denke mir das gar nicht aus, Lamprecht von Prag, Hans Seidenfaden von Erfurt.

Hartmann von Nürnberg, Hans Pignitzer, Philipp Perger, Wilge von Trattau, Dietrich, der Dolchfechter von Braunschweig, was auch ein cooler Titel ist, und Hans Stettner von Mörsheim. Stell dir mal vor, du stellst dich bei deinen zukünftigen Schwiegereltern vor. Ich bin Dietrich, der Dolchfechter von Braunschweig. Hallo. Ja, der Hans Stettner, das ist dann mein Paulus Kall, auch sein Meister.

Es gibt dann noch so eine Karte auf Wichtenauer, die können wir vielleicht auch verlinken. Das ist dann die wahrscheinlichen Geburtsorte und Aufenthaltsorte der Gesellschaft Lichtenauer drin. Wir denken ja heute in Nationalstaaten, das war natürlich zur derzeit noch nicht so ein Thema. Also die wohnen so schwerpunktmäßig Nordösterreich, Tschechien, Westpolen und ja so Südostdeutschland. Also vor allem Südostdeutschland, so heutiges Bayern und…

Das ist so ein bisschen da, wo die Leute herkommen aus dieser Gesellschaft. Also alles Regionen, wo man zu der damaligen Zeit Deutsch gesprochen hat. Äh, so man denn diese verschiedenen Regionaldialekte… Ja, okay. .. durchzusammelfassen. Dann ist natürlich die Wahrscheinlichkeit auch gegeben, dass einer dieser Personen, einer dieser Herren, da auch für den Langschwertteil, also der Pseudopäter von Danzig sozusagen, ist.

Einer, also wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit, würde ich sagen, schon gewesen sein. Ja, also zu diesem Zeug, das sollte man vielleicht auch noch kurz sagen, das ist so was, was aus dem englischen Sprachraum kommt. Früher wurde eben diese Lich eben Peter von Danzig zugeordnet, weil der halt im Buch namentlich erwähnt wird vorne drauf. Das ist halt ein Besitzvermerk und ja, das wurde quasi durcheinander gebracht. Eigentlich hat er nur den letzten Teil geschrieben.

Und im englischen Sprachen war es so ein, wir können jetzt nicht anonymen sagen, weil es gibt irgendwie viele Texte, die anonymen verfasst sind. Dann nennen wir es halt Pseudo von Danzig, weil es in diesem Danzig-Manuskript drin steht, was als solches bekannt geworden ist. Aber es ist nicht von Danzig selber. Im Deutschen wird das wenig gemacht. Da schenkt man sich das Pseudo in der Regel. Genau, und der lange Schwerteil, eben die Kommentare zu Lich das ist das, was die meisten Leute reinlesen.

Diese Lichtennauer Texte bestehen immer aus zwei Teilen, aus den Fersen, aus den sogenannten Glossen. Glosse heißt eigentlich nur Kommentar. Also die Fersen, das sind Reime, die haben sich damals gereimt. Wenn man die heute liest, reimt sich da nicht mehr alles. Da haben wir auch eine Folge mit Dirk, wo er die Lichtennauer Fersen quasi vorliest in der damaligen Betonung, oder sag mal einer anderen und die damalige Betonung. Die verlinken wir auch mal in den Show Notes.

Da könnt ihr mal reinhören, wie das quasi klang. Und die Verse, das wird auch in den Texten erwähnt, das ist Geheimsprache. Also die sind absichtlich kryptisch, dass die Leute, die sich damit auskennen, wissen, was gemeint ist, aber alle anderen nichts von ableiten können. Also wenn ihr schon mal so, weiß ich nicht, 80er Jahre Kung-Fu-Filme gesehen habt mit Nein, das ist unser Geheimwissen, das darf keiner außer uns wissen, ist genau so. Also das ist das eigene, man hatte die geheimen Techniken und dann sollte bitte sonst keiner wissen, wie man so ficht.

Glücklicherweise haben sich dann die Schüler von Lichternauer irgendwann gedacht, ja gut, egal. Und haben quasi Kommentare aufgeschrieben, wo sie erklären, was mit den Versen überhaupt gemeint ist. Und das ist das, womit man eigentlich aber dem Historischen fechten, mit diesen Kommentaren. Weil die halt erst erläutern und die sind auch in der Regel deutlich umfangreicher als die Verse, was es damit eigentlich auf sich hat. Also ich würde mal ein Beispiel vielleicht machen, oder hast du gerade eins?

Ich wollte gerade noch ergänzen in der Einleitung, die ich vorhin erwähnte, steht es auch so drin. Also der Schreiber-Link hat dann ebenso verfasst, dass die Verse eben so geschrieben sind. Also so hat er dieselbe Kunst, die gleich Besonderlassen schreiben mit verborgen und verdackten Worten, darum, dass sie nicht jedermann vernehmen noch verstehen soll.

Und auch schreibt er eben und hat das getan durch der leichtfertigen Schirmeister Willen, die ihr Kunst gering wegen, dass sein Kunst von derselbigen Meistern nicht gemein noch geoffenbart werden soll. Also dass die ganzen Leute, die es nicht drauf haben, das nicht verstehen und auch nicht einfach so offenbaren.

Ah ja, wie das mit Geheimnissen ist, wenn man sagt, er erzähl’s keinem weiter. Tja, 100 Jahre später gibt’s ein Fechtbuch dazu. Ja, man muss sich das ein bisschen so vorstellen, Leute, die als beruflich Fechtmeister waren, hatten natürlich ein Interesse dran, dass die Leute auch tatsächlich zu ihnen kommen. Und wenn’s dann heißt, ey, die Lichtanauer Sachen, richtig gut, das musst du lernen, dann willst du halt nicht, dass irgendjemand, der das gar nicht wirklich gelernt hat.

und dann hinstellt und sagt, ich kenne die entsprechenden Begriffe, ich zeig da was, und es ist was ganz anderes. Du hast schon gewisses Interesse dran, dass du derjenige bist, der dieses Wissen hat, und das Leuten beibringen kann und alle anderen nicht. Dass du einen lichtenauer TM hast. Sozusagen. Ja, ist gar nicht so anders wie… Also, das gibt’s heute ja auch noch, dass du… in irgendwelchen Kung nur ab dem Schülergrat, die geheime Technik lernen kannst, du darfst den Leuten nur dir zeigen und so.

Ja, also man könnte auch so Kung-Fu-Filme eigentlich von der Mentalität durchaus ins europäische Mittelalter übertragen. Das würde, könnte man an vielen Stellen genauso machen. Also liebe Hörerinnen, liebe Hörer, falls jemand von euch da hobbymäßig oder hauptberuflich solche Sachen verfolgt, also Filme macht, macht doch mal so einen Film über das mittelalterliche Fechten im Stile eines 70er Jahre Kung-Fu-Films. Und dann natürlich mit coolen Action-Kampfszenen.

Aber mit Schwertern. Das würde ich mir wünschen. Also ich habe jetzt mal hier so ein Beispiel für so ein Vers. Ich lese den jetzt mal voll. Ich versuche den so zu betonen, dass er sich reimt. Ich werde es aber nicht ganz genau treffen. Von Absetzen. Leere Absetzen. Hau sticht kunstlich letzten. Wer auf dich sticht, dein Ort trifft und sein bricht. Von peiden Seiten. Triff alle mal. Will du schreiten? Also, das heißt, lerne Absetzen.

Wer auf die sticht, den trifft ein Ort und bricht sein. Und zwar von beiden Seiten. Ja, super. Also, da weiß jetzt natürlich jeder direkt, was geweint ist und wie man die Technik ausführt. Da kannst du auch beim Talhofer ins Buch gucken, wo dann irgendwie zwei Leute mit einem Schwert im Kopf gemalt sind. Der haut, der auch. Ja. Und wenn man dann in die Glosse schaut, also in den Kommentar, dann…

steht immer noch diese Einleitung da, aber dann auf einmal hast du einfach zehnmal so viel Text, der der dann das wirklich erklärt. Also somit ja, du sollst mit dem Fuß vorne, du sollst in dieser Position stehen. Er macht genau das. Du machst genau das dagegen. Und damit kannst du was anfangen. Damit wird es nämlich auch erklärt. Und es bezieht sich immer noch auf diesen Reim. Und wenn du weißt, wie das absetzen geht, dann verstehst du auch, was der Reim dir sagt. Das ist sozusagen also wir reden ja zu derzeit.

Auch wenn das teilweise aufgeschrieben wurde von mündlichen Traditionen und so Reime helfen halt zur mündlichen Weitergabe. Also das ist halt was, wie ging das nochmal weiter, wenn man weiß, es reimt sich, dann kann man sich das irgendwie nachherleiten. Ah, ne, ne, ah, reich schreiten, ah, okay, beiden Seiten, ah, dann fällt noch irgendwie schreiten, genau. Das hilft einfach beim Merken und so muss man sich nicht den kompletten Text am Ende merken.

sondern kann sich nur versuchen, die Reime zu merken. Das sind auch gar nicht mal so viele. Wer schon mal zur Schulzeit wusste, wir alle irgendwelche Gedichte auswendig lernen, da wäre, glaub ich, die Licht-In-Auer-Ferse locker drin. Ja. Falls ihr Deutschlehrerin oder Lehrer seid, liebe Hörerinnen, liebe Hörer, das wäre mal richtig cool, eure Schülerinnen und Schüler die Lich auswendig lernen lassen, statt irgendwie…

dem Zauberlehrling. Ja. Zum Originalmanuskript ist noch zu sagen, also rein von der Größe her, von was reden wir da? Das ist natürlich alles handgeschrieben. Auch wenn’s losging mit dem Buchdruck, sind die meisten Fächbücher aus dieser Zeit noch von Hand verfasst. Und das Buch hier ist 20,5 Zentimeter auf 28,8 Zentimeter. Das ist tatsächlich fast wie A4. Woll ich grad sagen, A4, ne? Geil. Ja.

Also, noch vor irgendwelchen Normungen war ein gutes Format. Zumindest die Hand neben so. Und wer da reinschaut, wird auch feststellen, dass dann mit den Texten immer so dransteht, irgendwie 30R und 30V.

Heutzutage, ich erinnere mich, war unsere Bücher durch, also unsere Seiten, das ist eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben. Damals wurde die Bögen, also Vorder- und Rückseite, durchnummeriert worden. Ja, also, äh, der Rektor ist quasi dann Rückseite und Verso ist Vorderseite oder umgekehrt. Andersrum, Rektor ist die richtige und Verso ist die hintere. Ah, genau. Ja, also, ja, sozusagen das, was bei uns eine gerade oder ungerade Seite wäre. Also, so Seite…

31 und 32 zum Beispiel, das wäre da Seite 30 R und Seite 30 V. Der Text von Dirk, also das moderne Buch der Peter von Danzig, der hat natürlich diese Seitenzahlen quasi mit drin, aber der hat jetzt nicht genau die gleichen Seitenzahlen, weil er es eben ja halb halb ist. Also auf der linken Seite ist immer der Text im Früh auf der rechten Seite ist es dann immer auf modernes Deutsch übersetzt.

Dadurch ist es quasi doppelt so lang, aber auch die Formatierung ändert sich natürlich ein Stück weit, wenn man es einfach runter tippt. Nichtsdestotrotz kann man sich mal angucken, wie denn die Verteilung ist von den verschiedenen Waffen. Also jetzt mal einfach von den Verhältnissen her anhand von dem modernen Werk. Ich habe jetzt nicht nochmal die Originalfolios durchgezählt, aber die sind ähnlich, weil wenn du das transkrippierst, also quasi den handschriftlichen Text wird zuerst in den Maschinen,

Ich soll sagen, Computerbuchstaben übersetzt. Ja, moderner Textsatz. Genau, moderner Textsatz und dann das Ganze übersetzt. Das ganz Interessante ist zum Beispiel diese ersten Blöcke zur Lichternauer. Das lange Schwert ist bei diesen Lichternauerblöcken, nimmt zu ungefähr 38 Prozent von der Gesamtumfang ein, der Seitenzahlen. Und das Kampffechten 27 Prozent, also das Fechten in Rüstung.

und dann nochmal das Rossfechten separat, so ungefähr 22% der Kampf zu Pferde und die Ferse so ungefähr 13%. Also in diesem Konglomerat von den Lichtanauerstücken ist das lange Schwert schon der größte Teil. Und man kann sich dann auch nochmal anschauen.

die gesamte Quelle. Da ist dann das lange Schwert zu ungefähr bei 23% vom Gesamtumfang, das Kampffechten bei 22%, das Rostfechten bei 16%, das kurze Schwert bei 11%, das Ringen bei ebenfalls 11% und dann noch ein bisschen weniger die Verse mit 8% unterhalten aufstehen mit 3%, Dolch mit 4,5%.

und Schwerpenbuggler mit eineinhalb. Es ist schon so, dass das lange Schwert sowohl innerhalb dieser lichtennahen Texte, als auch innerhalb vom ganzen Buch, den größten Teil einnimmt. Das ist auch einfach mal der geilste Shit. Ja, aber nicht so sehr viel größer, als man denken könnte. Wie gesagt, lange Schwert 23%, Kampffechten 22%. Und Rossfechten ist ja eigentlich auch der Kampf im Harnisch zu Pferde. Äh, also…

Und das kurze Schwert ist eigentlich auch der Kampf im Harnisch, wenn man das alles zusammenrechnet. Das lange Schwert ist der größte Einzelteil, aber es ist nicht das wichtigste, was drinsteht von dem Gesamtumfang des Textes. Also Harnisch war schon ein Ding der damaligen Zeit.

Ja, also sehr signifikant, wo einfach auch viel Text drauf aufgewindet wird. Das kann jetzt mehrere Gründe haben. Vielleicht war es einfach komplizierter als andere Sachen. Vielleicht musste man zum Ringen zum Beispiel weniger schreiben, weil das mehr Leute schon konnten. Oder es war eben besonders wichtig. Oder es war so was, wo die meisten Leute rumgestümpelt haben. Und das war halt erst recht, dass man zeigen wollte, dass man was konnte. Also es gibt viele Möglichkeiten, woran das liegen kann. Aber was ich jetzt einfach nur sagen will, es ist nicht so, dass du das Ding in die Hand nimmst und da ist einfach die Hälfte lange Schwert.

Das passt dann schon, wenn man nur das anschaut. Zum Thema, das passt dann schon, wenn man nur das anschaut. Ich hab’s vorhin schon eingesprochen. Was haben wir gemacht damals? Wir haben das Buch aufgeschlagen, langes Schwert, und dann sind wir das von vorn nach hinten durchgegangen. Und ein Gesc geht da natürlich ein bisschen anders ran. Der stellt natürlich erst mal so ein paar Fragen an diese Quelle. Also, wo kommt die her? Wer hat die geschrieben? Für wen? Warum?

Wann? Was war der Grund? Also, also so Fragestellungen, mit denen man einen Zugang zu diesem Buch findet, wo man dann auch klärt, was ist denn überhaupt der Kontext, in dem das verwendet wurde? Also die Beschreibung der Techniken, was waren das jetzt für Waffen? Waren die scharf oder nicht scharf? Da steht ab und zu mal, das funktioniert zu Kampf, aber auch zu Schimpf.

Also zu schimpf und zu ernst. Und… Hm, für welchen Kontext war das beschrieben? Und das sind natürlich Dinge, die man eigentlich erst mal klären sollte. Macht natürlich fast keiner. Oder hast du das gemacht am Anfang? Nee, also, dass das Fragestellungen sind, ist einem ja ohne entsprechende Vorbildung auch erst mal nicht bekannt. Beziehungsweise… Ich nehme an, das Vorwort hab ich gelesen.

Aber da steht zu dem Kontext von dem Ganzen auch nicht so wahnsinnig viel. Ich glaube auch einfach, weil man 2008 auch noch nicht so viel drüber wusste, das ist teilweise ja immer noch ein Thema, wie viel würde da jetzt wirklich in einer potentiell tödlichen Situation gekämpft, wie viel dann halt auch nicht. Da ist sicherlich noch einiges an Forschung zu tun und da werden auch noch Veröffentlichungen rauskommen. Aber erklär doch noch mal kurz, du hast jetzt zu Schimpf und zu Ernst gesagt. Was heißt das eigentlich noch mal?

zum Schulfechten, also auf der Fechtschule, mit stumpfen Waffen, die wir heute als Fehler bezeichnen würden. Und höre dieses Podcasts wissen, dass dieser Begriff ein bisschen anachronistisch ist und im Mittelalter nicht verwendet wurde. Da wurde nur der Begriff Schwert verwendet. Und zu ernst heißt dann eben mit scharfen Waffen, zum Beispiel eben im ritterlichen Zweikampf.

wenn es irgendwie um was ging. Und so unterscheiden sich dann eben manche Techniken, bei manchen steht dabei, und das funktioniert zu schimpf und zu ernst, und bei manchen steht das nicht dabei. Jetzt ist die Frage dann natürlich, warum steht es nicht dabei? Na, es sind wieder solche Fragestellungen, die einem dann helfen, sich so ein bisschen mit der Materie auseinanderzusetzen. Und wenn du das machst, kommst du irgendwie drauf, dass der Großteil irgendwie…

für den für den Laien ziemlich schwer zu fassen ist. Also da hast du ja nur Fragezeichen. Wenn du jetzt nicht schon, wenn du dich nicht generell mit Fechtbüchern beschäftigst, mit mit Fechtmeistern beschäftigst, habe ich das Gefühl, wird es dann schwierig, all diese Fragen zu beantworten. Ja, beziehungsweise dann schleichen Sicherheit wieder so Grundannahmen ein. Da hat jemand mal erzählt, dass das so ist, wo aber halt auch nicht klar ist, ob das irgendwie belegt ist.

Ich wollt noch kurz ergänzen zu dem Schimpf. Es muss ja natürlich nicht eine Fechtschule sein, aber es war kein ernstes Fechten, das war ein Fechten zum Spaß. Ja. Es konnte schon auch eine Herausforderung sein, aber du wurdest dann nicht mit scharfen Schwertern geforten. Wenn wir bei der Fechtmeister sind und du sagst, der hat keine Ahnung, dann fechten wir vielleicht mit stumpfen Waffen. Aber es geht um was. Es geht um was, aber es geht nicht um eine so unmittelbare Gefahr und ja, potenzielle…

Tödlichkeit des Duells, wie wenn man das jetzt mit schaffen schwerer natürlich machen würde. Was wir auch nicht wissen zum Beispiel, was wir meines Wissens nach nicht wissen, ist der der Schreiberling, also der diese Kompilation hier zusammengestellt hat. Also wir haben zwar die einzelnen Autoren, die da benannt sind, aber die Person, die das dann zusammengestellt hat zu diesem Fechtbuch, die kennen wir nicht.

Wir wissen, dass es 1452 entstanden ist und dass es dann 1454 in den Besitz von Theo Wittig Schlager gekommen ist. Dann 14 Jahre später in den Besitz von Erasmus von Starrhemberg. Deshalb hat es auch die Bezeichnung Starrhemberg Fechtbuch.

Ich kürze das jetzt mal ab. Akademia, also einer italienischen Akademie oder ital Akademie gewidmet und liegt heute in Rom im Museum und dort im Fach 44 A8. Also es liegt genau genommen in der Nationalbibliothek in Rom.

Das ist, glaube ich, der aktuelle Aufbewahrungsort. Genau, also die 44 A8, das ist die Fachnummer. Und das ist also nicht jeder, jedes.

Buch, was man hat, dem kann man so einen eindeutigen Titel geben. Darum wird in der Forschung häufig mit diesen Fachnummern gearbeitet, weil diese Bibliotheken geben dann Kataloge raus oder jemand schaut das vor Ort nach und sagt dann, also die werden üblicherweise nicht ständig hin und her geräumt und das ändert sich jede Woche, sondern das ist quasi so eine fixe Zuweisung in den Bibl Und es zu dieser Zeit war es zum Beispiel so, dass im Kloster saßen…

Beispiel Münche und die haben dann einfach so hingesetzt und haben Bücher abgeschrieben. Also quasi diese Bücher werden von Hand vervielfertigt. Das heißt es kann sein, du hast von einem Buch mehrere Varianten. Das ist theoretisch das gleiche Buch, aber dadurch, dass es halt jemand von Hand abschreibt, unterscheiden die sich unter Umständen leicht. Und dann kannst du halt auch nicht sagen, ja das ist das Buch sowieso, wenn du hast drei Varianten, aber alles sind halt anders. Und wenn die heutzutage in einem eigenen Fach liegen, dann kannst du da halt sagen, das ist jetzt das sowieso Buch, das sowieso Buch, und das sowieso Buch, und dann kannst du es quasi eindeutig benennen, von welchem du da jetzt redest.

Weil zum Beispiel sowas wie links-rechts wird gerne mal verwechselt beim Abschreiben. Das merkt man auch, wenn man selber mal ein Fechtbuch versucht zu schreiben. Das geht schnell. Und das ist natürlich schon ein Unterschied, wenn du halt vier Bücher hast, die sagen, es wird mit rechts gemacht und eins mit links gemacht, dann ist schon relevant, ob es jetzt das eine oder die anderen sind. Ja. Also die verschiedenen Varianten des Peter von Lanzig-Fechtbuchs werden dann in den Fächern 44, 8, 9 und 10 zu finden.

Nein, also das habe ich mir gerade ausgedacht. Also in Rom liegt nur die 44er8. Ja, es ist dann auch des Weiteren noch so, diese Bücher sind eben Abschriebe von anderen Büchern und teilweise werden die auch zusammengestellt. Also es ist durchaus möglich zum Beispiel, dass jemand sich hinsetzt und sagt, ich habe hier zwei einzelne Bücher, die sind beide interessant zum gleichen Thema. Ich schreibe jetzt beide ab und pack die quasi in ein Buch zusammen.

Dann hast du auf einmal ein doppelt so dickes Buch, was aus zwei anderen Büchern besteht. Das ist dann was, wo man nachforschen kann, auch wer hat jetzt von wem abgeschrieben, welcher Teil kommt woher, welcher Teil ist älter. So kann man nachvollziehen, was am Ende das Originale ist. Es reicht ja, wenn einer links-rechts verwechselt, und der nächste weiß, kann das nicht wissen, der schreibt das wieder so ab. Dann hast du einen Fehler drin. Das kann bei vielen Sachen passieren, auch bei Namen oder manchmal wird was weggelassen. Es kann sein…

Das Ding fällt mal auseinander, dann geht mal irgendwie einen so einen Bogen kaputt, dann fiel zwischendurch mal was. Und das ist quasi was, was man eben in der Forschung dann sich anschaut, auch mit den Bindungen fehlen da vielleicht Seiten, ist irgendwie die Nummerierung nicht durchgängig, wer hat von wem abgeschrieben, was ist das Original. Und es gibt verschiedene Arten, wie man so Manuskripte datiert. Das einfachste ist natürlich, wenn drin steht, das Manuskripte ist aus dem Jahr sowieso. Da hast du dann den Checkbot gezogen. Es gibt aber auch Bücher, wo drin steht…

Eine Jahreszahl ist aber gar nicht, wann das Buch geschrieben worden ist, sondern wann das in den Besitz vom letzten Besitzer gekommen ist, bevor es quasi in die öffentliche Hand kam. So, also das wurde auch schon ein paar Mal verwechselt. Da hat jemand reingeschrieben, ich habe das Buch jetzt 1550 gekriegt, aber eigentlich ist es 100 Jahre älter zum Beispiel. Und was da auch hilft, ist das Papier, auf dem das gedruckt wird, hat oft Wasserzeichen. Also das ist jetzt hier wörtlich gemeint, das ist quasi diese Mühle, die das Papier hergestellt hat.

hat eine Prägung reingemacht, dass das Papier von ihnen ist. Und für viele von diesen Wasserzeichen hat man quasi… weiß man, wann die Mühle genau dieses Zeichen verwendet hat. Teilweise kann man da abgefahrene Sachen noch sehen mit… ah, guck mal, diese eine Ecke hat sich über die Jahre mehr abgenutzt beim Ständen. Da, wo’s ein bisschen mehr abgenutzt ist, sind die späteren. In diesem Fall steht’s einfach drin, dass es aus dem Jahre ist. Aber bei anderen Sachen muss man detektiv spielen.

Ja, also diese Wasserzeichen werden auch immer wieder neu gefunden und dann weiß man wieder eins, ah ich hab jetzt ein Wasserzeichen entdeckt von da und da und dann werden alle Bücher noch mal durchgeschaut und dann stellt man fest, ah wir haben da doch noch 15 Stück, die mit dem Papier sind, jetzt können wir die endlich datieren. Also das ist alles gar nicht so einfach, aber beim Land sich ist das ziemlich gut gesichert, dass er aus 1452 ist. Achso und dieses ganze Thema, wie nenne ich eigentlich so ein Buch? Also ich habe hier von verschiedenen Fächtebüchern auch die akademisch veröffentlichte Version und mein Eindruck ist, dass es immer

beliebtes thema dass man das noch mal aufgreift ob das die leute vor einem überhaupt richtig benannt haben ob es nicht doch noch einen besseren namen gibt beispiel da wäre zum beispiel der Von baumanns fechtbuch wie ist noch mal der umgangssprachige name codex wallerstein Genau codex wallerstein weil das genau das gleiche argument in waller in der waller stein bibliothek

In diesem Bestand liegen irgendwie Jahrzehnenbücher. Warum ist das genau das eine der Colegs Wallerstein, die anderen nicht? Aber das, was das von anderen unterscheidet, ist, dass der vermerkt, dass von Baumann das gehört, dann könnte man es doch Baumannsrechtbuch nennen. Also sowas findet sich dann einfach in der wissenschaftlichen Veröffentlichung.

So ein bisschen zum Kontext von dem Ganzen. Aber das ist keine wissenschaftliche Veröffentlichung. Das hat der Dirk nicht zuletzt auch für die historischen Fechter gemacht. Das merkt man auch natürlich am Format. Das passt gut in die Trainings-Line. Und es hat einen attraktiven Preis. Sehr schön gemacht. Weil wir gerade bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind, und ich ja vorhin meinte, die Frage des Autors ist nicht so ganz geklärt. Der Daniel Jacquet hat mal mit…

dem Bartholomew Walczak ein Paper in der Akta Periodica Dualatorium herausgebracht, das da heißt, Lignitza Hunsfeld O’Leh, The Question of Authorship of Popular Medieval Fighting Teachings und beleuchtet da eben diese, wie der Titel sagt, Frage der Autoren von

populären mittelalterlichen Kampftechniken. Das wäre vielleicht auch kurz noch die Stelle, wo man einwerfen kann. Diverse Texte, also dieser ganze Peter von Danzig Text und die Inhalte davon, da gibt es einige Fechtbücher, die sind dem relativ ähnlich. Zum Beispiel das, was als Judlee-Fechtbuch verkauft wird, das stimmt zu einem ganz, ganz großen Teil mit dem hier überein. Aber lustigerweise ist es da so, dass manche Sachen, die zum Beispiel Hundfeld zugeordnet werden…

da dann Liegnitzer zugewordnet werden. Also auch da, du hast den gleichen Text, der hat vielleicht nur hier ein paar Worte anders geschrieben, also wirklich quasi der gleiche. Und im einen Buch steht, das wäre vom Andre Hundfeld, im nächsten steht, das wäre von Andre Liegnitzer. Aber das sind zwei unterschiedliche Personen, die auch separat genannt werden. Das hat jetzt halt die Frage, hat der eine einfach Andre gelesen, und dann Hundfeld hingeschrieben, oder eigentlich war es Liegnitzer. Das sind dann auch so Sachen, die man hinterher dann…

Wenn man das wirklich wissen will, muss man es sauber analysieren, wo man auch einen akademischen Background braucht. Für die Praxis ist das häufig nicht so relevant, weil am Ende interessiert dann halt, was drin steht, wie funktioniert es. Genau. Aber der Kontext, und da hat der Michael völlig recht, der ist natürlich super wichtig, weil wenn ich jetzt davon ausgehe, das ist alles nur mit scharfen Schwertern, für die Straße sozusagen, für den Einsatz im echten scharfen Kampf.

Dann gehe ich anders an die Sache ran, als wenn ich mir denke, naja, das sollte ja auch mit stumpfen Schwertern funktionieren oder vielleicht sogar primär. Also ich habe einfach andere Vorstellungen davon, wie das am Ende aussieht und dementsprechend werden auch meine Interpretationen dann von dem Bild geprägt, mit dem ich an die ganze Sache rangehe. Wie bist du damals rangegangen, als du damit eingefangen hast?

Also damals, das war 2011, als ich angefangen habe, da war so die einheitliche Meinung in der HEMA-Community, das ist natürlich alles für die Straße. Full of Street, ja. Das ist alles der echte Shit für den echten Kampf. Und da, ja. Also, weißt du, nicht, dass man selber irgendwie Erfahrungen mit echter, potenziell tödlicher Gewalt hätte.

Ja, aber so wird es einem halt erzählt. Also ist man halt davon ausgegangen, hat es halt versucht, sich da danach dann zu richten. Das hat natürlich, da musste man natürlich viel diskutieren und hatte auch gewisse klischeehafte Vorstellungen davon, wie sowas dann aussieht. Aber das war halt erstmal die Prägung, mit der man an die ganze Sache da ran ging. Ja, war bei mir auch so. Und bei dem Kontext, ich meine, es ist ja das eine, was, ob die Waffen scharf und spitz sind oder im stumpf und biegsam.

Aber wie die sich verhalten, also so was wir jetzt als Feder bezeichnen, hat ja eine ganz andere Führigkeit als ein langes Schwert, was zwei Kilo wiegt und extrem kopflastig ist, was sozusagen einfach vom Feeling her vollkommen anders gefochten wird als eine Feder, die relativ ausgewogen ist.

Das macht natürlich auch einen signifikanten Unterschied bei der Interpretation. Wenn man sagt, das war für die Straße, dann geht man vielleicht eher davon aus, dass das Schwert eben auch… Vielleicht eines der etwas schwereren war und so weiter und so fort. Und guckt dann, wie kriegt man die Stücke damit zum Funktionieren? Ja, also die frühe Hämmer-Szene hat da sehr viel Wert auf den zu ernsten Teil gelegt, obwohl eigentlich in den Einleitungen immer drinsteht, dass es eben auch zu Schimpf gedacht war.

Wir erwähnen das am Podcast öfters, weil wir das Gefühl haben, es wurde eben früher in die andere Richtung sehr viel überbetont. Also zumindest, wenn man dem glauben darf, was in den Texten steht, ist es für beides gedacht. Dieser Postcast schafft einen Ausgleich zum Ernst. Ja, wie lange hat es denn dann eigentlich gedauert, bis du in die anderen Teile mal reingeschaut hast, außer jetzt dem langen Schwert? Oh.

Als ich angefangen hab, hatten wir auch schon so ein bisschen in das Otscherringen reingeguckt. Durchaus. Also gleich jetzt so im ersten Jahr, oder? Ja. Also ja, durchaus. Und mit dem anderen Zeug, das war alles irgendwie total magic. Also das war irgendwie, ich weiß nicht, wenn ich mich so zurück erinnere, eigentlich total ..

Banane, wenn du so willst, hätte man ja genauso lesen können. Aber das war so für mich. Das sind die verborgenen Texte, die keiner versteht hier. Und das ist halbschwert und das war ganz abstruses Zeug. Was ist das eigentlich? Wofür braucht man das überhaupt? Und da nicht sonderlich unter dem Zweikampf auf dem Pferd. Also seriously. Und ich weiß auch noch, ich hab eine ganze Weile gebraucht, bis ich

was mit unterhalten und aufstehen gemeint ist. Also, ich hab da immer unterhalten gelesen, so wie wir uns jetzt unterhalten. Unterhalten und aufstehen. Das ist sehr schön. Da brauchst du eine Anleitung für. Das konnte damals noch keiner. Das ist so, wie der Start in den Sonntagmorgen, unterhalten und aufstehen, Kaffee kochen. Nein, also, unterhalten ist ja quasi das Runterdrücken, das Untenhalten.

Jemanden nach unten halten. Und dann aufstehen, an das Gegenteil da wieder rauszukommen. Und ich habe dann, als ich in Schweden war, Kontakt zu einem anderen Fechtbuch bekommen, nämlich dem Sigmund Ringegg. Also, die Schweden, bei denen ich war, die haben da die Interprete oder das Buch für ihre Interpretation genutzt. Oder ihr Training…

diesen Beschreibungen abgeleitet, formuliere ich es mal so. Und da bin ich auch mit dem Ringen von André Liegnitzer in Kontakt gekommen. Also mein Ringlehrer an der GFS, der ist total auf das Liegnitzerzeug abgefahren und hat das quasi beigebracht. Ja, und daher kommt auch so ein bisschen meine Liebe für den André Liegnitzer.

Das heißt, die Teile mit denen du dich jetzt am meisten beschäftigt hast, außer dem langen Schwert, das ist das Ringen von Lignitze und der Dolch? Das Ringen, der Dolch und der Boklar von André Lignitze. Okay. Also ich hab grad, bei mir war es so, ich hab ja 2011 angefangen. Ich hab, das war irgendwann im Sommer, glaube ich, und ich hab, denke ich, das erste halbe Jahr nicht selber in die Quelle reingeschaut. Da hatte ich Respekt vor. Auch mit diesem ganzen Frühneuhochdeutsch so. Das war aber dann…

irgendwann 2012, als ich mir das dann selber angefangen habe zu lesen. Und ich habe jetzt in meine Bilder geguckt und auf jeden Fall 2013, also sozusagen eineinhalb Jahre später, da haben wir auf jeden Fall uns schon mit den Ringen beschäftigt gehabt. Da gibt es nämlich Bilder davon, wie wir irgendwo im Park so ein bisschen Sachen ausprobieren. Also das muss dann auch irgendwie. Es hat jetzt keine fünf Jahre gedauert, bis ich zumindest mal da reingeschaut habe. Ja, aber.

Welches ring also das von liegt so oder das von ot also wir hatten unsere ringen und durch angeschaut und sowohl von lindetzer als auch von eben Also die ringen von ot da sind wir nie so ganz durch gestiegen

Und dann haben wir halt die von Lignitzer gemacht, weil die haben wir gecheckt. Die waren kürzer, das waren weniger, das war irgendwie einfacher, damit zu arbeiten. Und bei den Deutschstücken ist auch so, da gibt es ja die von Hundfeld und von Lignitzer und auch da waren irgendwie die Lignitzer-Dinger eingängiger. Also wir haben immer schon die anderen auch probiert, aber so richtig durchgestiegen sind wir da nicht. Und dann sind wir eben, ja, also mit Lignitzer haben wir eben auch mit Deutsch und Ringen viel gemacht. Das ist aber auch ein schöner Teil, finde ich. Also das ist irgendwie verständlich, das…

ist nachvollziehbar, man kriegt das hin, da ist auch… Ich weiß nicht, das ist irgendwie ein leichter Zugang bei dem bei dem Liegnitzer. Ich mag das echt total. Ja, also der… Ich hab jetzt nochmal den Umfang nach den Autoren ausgewertet, also wieder Gesamtumfang basierend auf dem modernen Buch. Und der Lichtanauerteil macht so 61,5% aus, also auch deutlich über die Hälfte. Dann…

Lignitze und Hundfeld sind beide so bei 13 prozent vom Gesamtumfang, also ähnlich. Dann kommt noch Ott mit 7 prozent und am Ende noch mal Peter von Ansicht mit 5,5 prozent. Also im Gesamtumfang ist dieser Lichtanauerteil auch deutlich der größte. Aber eben, dass auf Platz zwei kommt dann schon Hundfeld und Lignitze. Also der Lignitze-Teil ist auf jeden Fall auch signifikant. Ist einfach geiler Shit. Was tatsächlich relativ lange gedauert hat?

Ist dann, bis ich mir tatsächlich die anderen Lichtsinnahmertal durchgelesen hab, was das Rossfechten und Kampffechten sind. Weil wahrscheinlich aus dem gleichen Grund wie bei dir, ja, Rossfechten, haha, also könnte ich reiten. Und Kampffechten, ja, einen Harnasch hab ich auch nicht. Was soll ich damit? Aber das ist natürlich schon was. Das kommt auch in den anderen Lich Ganz typisch, langes Schwert, dann kommt Rossfechten und Kampffechten. Das ist das Dreiergespann. Das scheint schon zusammenzugehören. Und ich hab jetzt nicht den Eindruck,

dass es notwendig ist, die anderen Teile zu lesen, um das Langsperr zu verstehen. Das ist nicht wie bei Joachim Meyer, das ist eine spätere Quelle, wo viele Querbezüge zwischen den Abschnitten vorhanden sind. Die stehen schon für sich. Trotzdem ist es interessant, sich diese Teile anzuschauen, um besser zu verstehen, in welchem Kontext sich das abspielt, welche Fähigkeiten jemand haben muss, der in dieser Welt lebt und in dieser Welt entsprechend ausgebildet wird. Ich hab es in diesem Podcast schon mehrfach erwähnt, aber ich werde nicht müde.

Wenn ihr nicht so die ambitionierten Reiter seid, vielleicht noch nie auf einem Pferd gesessen habt und dann mal so ein Seminar zum Rossfechten mitmacht, dann bekommt ihr plötzlich so vor Augen geführt, was das für abgefahrene Motherfucker waren damals. Ja, also wirklich. Also auf dem Pferd zu setzen und jemanden anders anzureiten, mit dem zu kämpfen, mit dem zu ringen und…

das Pferd sozusagen noch zu bedienen. Gang vorwärts, rückwärts, links, rechts. Also, richtig krass. Das Spannende an dieser Lichtanahmelehre ist, die ist didaktisch total gut aufgebaut. Du kriegst dann immer so Sachen wie, du hast bestimmte Ausgangspositionen, dann kriegst du bestimmte…

typische Situationen, was der andere macht, und dann die Konter dagegen. Das funktioniert im Langenschwert prima, das ist das, was die meisten von Ihnen erkennen werden. Aber das ist im Rossfechten genauso. Auf dem Ross gibt’s drei Ausgangsstellungen, drei Huten. Eins, zwei, drei, die sind auf eine bestimmte Art. Und dann geht’s auch los, ja, so reitest du an. Aber du hast auch Sachen drin, wo ich auch, ohne das zu lesen, nie im Leben drauf kommen wäre. Relativ schnell geht’s dann, eine Lektion vom Ringen zum Pferd. Mhm.

Man muss sich das vor Augen führen. Man sitzt auf dem Pferd, hat eine Lanze und trotzdem geht’s dann los, ja jetzt ringe ich vom Pferd runter. Warum? Naja, aus dem gleichen Grund wie mit dem langen Schwert, wenn ich halt so nah am anderen dran bin, dann ziehe ich den halt im Zweifelspfad einfach vom Pferd runter. So. Dieses, da ist man sich auch für nichts zu schade, was möglich ist, wenn’s irgendwie sinnvoll ist. Das ist ja so ein bisschen auch was, was sich durch diese ganzen mittelalterlichen Texte dann auch durchzieht.

Klar, sie stehen in einem bestimmten gesellschaftlichen Kontext. Es gibt sicherlich auch No-Gos, die man machen könnte, die nicht drinstehen. Aber es ist alles sehr hemmzärgerlich. Das hat mich damals auch überzeugt. Also, am Anfang, so, häh, Ringen vom Pferd und langen Schwert, das ist ein Thema. Aber wenn man’s dann verstanden hat, du bist zu nah dran und machst das halt, weil es bietet sich an. Dann ist das halt so ein, nee, wir lassen hier nix aus. Wir machen hier das volle Programm. Ringen am Schwert und Ringen am Pferd.

Genau. Und zum Beispiel stehen da halt auch so Sachen drin wie, wenn ihr beide reitet und ihr sitzt beide auf eurem Pferd mit Lanze und du weißt, der andere kann viel besser reiten als du und dann heißt, okay, jetzt, das Duell geht los, dann steig einfach ab. Weißt du auch so Sachen hier? Super pragmatisch. Dann steig einfach ab, hinter das Ende der Lanze in Boden an den Fußrand, und dann immer schön die Lanze auf das Pferd aufgerichtet halten.

Dann hat er das Risiko, dass er mit dem Pferd auf die Lanze reibt. Das Pferd hat keine Lust und dreht ab. Dann kommt er, wenn der Glück hat, nicht an dich ran. Vielleicht steigt er auch ab und dann seid ihr so im Dein Metier. Das ist alles schon sehr hemmzirrend. Durchdacht. Ja. Da merkt man auch, dass die Leute, die das geschrieben haben, also die eigentlichen Autoren der Beschreibungen, halt Ahnung davon haben, sowohl von…

von der Materie an sich, als auch im Unterrichten. Also, denn so wie du’s beschreibst, ist es ja didaktisch sinnvoll aufgebaut, dass das jemand nachvollziehen kann. Es ist jetzt kein Lehrbuch, wo drinsteht, okay, so und so übst du das jetzt. Aber man kann eine Technik, eine Bewegungsabfolge, einen Bewegungsablauf nachempfinden. Das ist eigentlich ziemlich cool. Ja, vor allem… es ist ja so…

noch mal zu dem Kontext. Diese Bücher richten sich häufig, also zumindest zu der Zeit, an Leute, die eine gewisse Grunderfahrung im Fechten haben. Also da steht nicht drin, wie du überhaupt das Schwert in die Hand nimmst. Also so grundlegend gibt es schon ein paar Tipps, dass du zum Beispiel vor dem Knopf greifen sollst in manchen Quellen und nicht den Knopf selber. Aber jetzt nicht so rechte Hand hier, linke Hand da oder so genau machst du einen Schritt. Also steht schon drin, wenn es relevant ist, ja dann machst du einen Schritt mit rechts nach vorne. Aber so dieses ganze

Also es nimmt dich nicht so ganz komplett an der Hand, wie wenn du jetzt jemanden hättest, der hat zum ersten Mal ein Schwert in der Hand. Das wird dann schon vorausgesetzt. Aber trotzdem steht genug drin, dass wenn man es ein paarmal liest und sich damit beschäftigt hat, dann irgendwann dahintersteigt, was die einem eigentlich sagen wollen, obwohl ein Jahr, 500 Jahre und die Sprache von dem ganzen trennen. Das ist schon was Besonderes. Weil du es grade so formulierst, es geht mir heute noch so, dass ich mir manchmal denke, ach…

Das meinen die vielleicht damit. Ah, das könnte auch irgendwie Sinn ergeben in diesem Zusammenhang. Also, dass mir jetzt noch irgendwie dann zu bestimmten Phrasen und Formulierungen Gedanken kommen, wie es hätte gemeint sein können, wie es irgendwie sinnvoll sein kann. Ja, und zum Beispiel auch in dem, noch mal beim Rossfechten, da gibt’s den edlen Schafgriff. Mhm. Was halt auch ein Hammername für eine Technik ist. Ja, das ist der edle Schafgriff.

Also mein Favorit ist ja immer noch bei Andre Lignitzer. Achtes Stück im Dolch. Macht den Sparren. Ja. Das ist das komplette Stück, mich hat er nicht gekürzt. Es ist, steh unbekümmert, mach den Sparren. Sticht er dann oben zu dir, greife ihn in seinem Gleichgewicht an. Bam. Ja. Das ist bei uns ein bisschen auch ein Running Gag, dieses Steh unbekümmert. Was das ja eigentlich heißt, ist so, lasst hier nix anmerken. Und wir haben das damals schon…

mit meiner Freundin geübt, die hat damals auch schon gefochten. Der Teil mit dem Unbekümmertstehen ist immer sichtbar schwergefallen. Das war das Stehen mal unbekümmert, da waren immer alle anderen, was ist das für eine Mordaurei? Gehen mal lieber einen Schritt zur Seite. Auch hier, Ergrüße gehen raus. Stehen unbekümmert. So hätten wir übrigens fast diesen Podcast genannt. Also, es war mit auf der Liste der möglichen Namen.

Neben Lichtenauers Erben hätten wir ihn auch fast unbekümmert genannt. Ich weiß nicht, ob der Sparn auch mit drauf stand. Bestimmt. Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, an dieser Stelle schreibt uns doch mal, wenn ihr euch mit dieser Thematik beschäftigt, was eurer Meinung nach Macht den Sparn bedeutet. Wir sind gespannt.

oder youtube challenge youtube yes yes yes ist so eine minute hashtag macht den sparen geil geil zeigt richtig gut ich will einen sparen sehen ja also man hat hier einfach eine menge zeugs in diesem fechtbuch dann auch drin mit dem man sich beschäftigen kann und wenn man jetzt sich noch mal vor augen führt wir haben alle möglichen waffen drin also wir haben lange schwert in der variante

Also theoretisch ungerüstet. Wir haben das kurze Schwert. Das heißt also, das vielleicht sollte man auch nochmal sagen, das lange Schwert ist die Griffweise. Das heißt, ich habe beide Hände am Griff. Kurzes Schwert heißt, ich habe eine Hand am Griff und eine in der Klingenmitte. Das wird auch als Halbschwert bezeichnet heutzutage. Das ist quasi eine Variante, wie man mit dem langen Schwert oder Schwertern, die so ähnlich aussehen, im Harnisch kämpfen kann. Dann haben wir noch das Ringen, den Dolch in diversen Varianten und das Unterhalten und Aufstehen. Das ist eigentlich auch Harnischkampf.

auch zu harnisch sein und das kampffechten was auf jeden fall auch komplett im harnisch ist also eigentlich haben wir lange schwert und dolch dolch war halt so ein ding das hatte man auch immer dabei also da ist also ist nicht in der quelle aber in anderen quellen hat man so ein bisschen auch den eindruck dass das selb da rauskommt so von wegen mit du sitzt im würzhaus dir sitzt einer gegenüber der beleidigt dich zieht sein dolch raus macht folgendes weil den hat es da halt immer dabei auch wenn der jetzt nicht voll gerüstet war

Aber im Endeffekt ist sehr viel Kampf eben im Harnisch dabei, plus langes Schwert und noch ein mini kleiner Teil Schwert und Buggler. Yes, also ja nur der Liegnitzer Teil Schwert und Buggler. Genau, also das ist schon so ein Ding einfach, was hier gemacht wird. Aber wenn man das alles, wenn das jetzt alles Sachen sind, mit denen man sich beschäftigt, dann fechtet man eben sehr viel im Harnisch. Mit zu Ross, ohne Ross, mit Speer, mit dem Schwert.

Man fechtet ohne Harnisch mit dem Schwert und mit dem Dolch. Man ringt ohne irgendwelche Waffen. Dolch ist eigentlich auch zum guten Teil ringen, muss man an der Stelle vielleicht noch dazu sagen, wenn man das noch nicht ausprobiert hat. Und dann macht man noch ein bisschen Schwere im Buckler. Ja, also dann hast du irgendwie alles drin. Du hast Stangenwaffen drin, du hast lange Schwert drin, du hast Kampenrüstung drin, du hast Reiten drin, du hast Schild und Schwert drin. Wenn es auch jetzt nicht der Quelle, nur ein kleiner Teil ist, du hast unbewaffnete Ringen, einfach.

Zum Spaß oder wenn du gar keine Waffe hast, sollte das vorkommen, kannst du auch jemand ordentlich am Kopf hauen. Du hast den Deutsche bei dir, den man im Alltag hat. Das ist schon ein sehr umfangreiches, aber auch rundes Bild eines Kampfkünstlers zu der Zeit. Also, jetzt mal von so was abgesehen, wie dass man vielleicht auch noch Bogenschießen geübt hat oder auch nicht, oder mit der Armbrust. Da ist schon irgendwie alles jetzt einmal mit abgebildet. Ja, also…

Der Shit der damaligen Zeit, alles, was du irgendwie brauchtest, wenn du was auf dich und deinen Namen gehalten hast sozusagen. Ja, also das Einzige, was sozusagen nicht drin ist, wo man sich noch überlegen könnte, der Halbmoment wäre ja nur ein einhändiges Schwert an der Hand zu haben, ohne irgendeine zweite Waffe, also zum Beispiel langes Messer. Mhm. Aber es ist schwer ein Buggler drin und wenn ich die Wahl hab, dann krieg ich natürlich, dass ich mein Schild noch dabei hab, wenn ich eh nur eine einhändige Waffe hab,

Ja. Also, wenn ich was am Gürtel mit dabei hatte, war’s in diesem Fall wohl rein, wenn man dieser Aufteilung vertrauen kann, das lange Schwert. Wenn ich das nicht hatte, hatte ich einen Dolch. Oder vielleicht noch einen Schwerten Buckler. Schwerten Buckler muss man vielleicht auch dazu sagen, ist die älteste Quelle, die wir im Himmel haben, das sogenannte 1-33 oder I-33. Auch hier wieder die Regalnummer, das sogenannte Towerfechtbuch von 1300. Das ist so eine Waffengattung, die ist ein bisschen älter.

Das hat man noch gekannt, das hat man auch noch gemacht. Das war schon nützlich, aber es war schon am Auslaufen. Und lange Schwerte war das, was in der Zeit die Beiwaffe schlechthin war. Mhm. Da ist halt wieder die Thematik des Kontextes. Also, welche Waffen hat man da überhaupt getragen? In welchem Kontext? Wann durfte man sie tragen? Wann durfte man sie nicht tragen? Und was waren da für Kombinationen am Vogue?

Da fehlt dem Leyen wie mir einfach ganz, ganz viel Wissen, wenn du dann jetzt nicht so tiefer eintauchst und dich damit beschäftigst. Wir haben ja auch mal eine Folge gemacht zum Waffenrecht der frühen Neuzeit. Wir sind hier noch nicht ganz in der frühen Neuzeit, das hatten wir ja auch schon. Also, man kann das nicht eins zu eins nach hinten transportieren, aber auch da könnt ihr mal reinhören, wie es denn so…

ab 100 jahre später quasi ausgesehen hat aber zum kontext auch nochmal es geht ja zum beispiel auch los dieses ganze diese lichter naher kommentare ich suche gerade die entsprechende stelle hier also es geht quasi los das ist so ein bisschen die einleitung weil das schreibt ja ein schülerlichter noch was oder ein vertrauter die schritt also jetzt im neuen modern deutsch die schriften wurden von der handeslichter da verfasst

Und da stellt dein großer Meister dieser Kunst gewesen, ist in dem Gott knädig sei. Also Gott knädig sei heißt in der Regel eher Warschentor zu dem Zeitpunkt. Weil die Kunst den Fürsten und Herren, den Rittern und gemeinen Soldaten gehört und damit diese Kunst von jenen erlernt hat beherrscht, zugleich aber nicht von jedem anderen Phänomen verstanden werden sollte, hat er ehrlich dann auch dieselbe mit verbeugenden und verstößenen Worten aufschreiben lassen. Das ist das, was du ja vorher auch schon erzählt hattest.

Ich möchte jetzt aber auf den ersten Teil vom Satz rein, weil die Kunst den Fürsten und Herren, den Rittern und gemeinen Soldaten gehört. Da kriegt man schon Eindruck, wer das Zielpublikum ist von diesen Sachen. Fürsten, Herren und Rittern. Nicht jeder, der bewaffnet war und in einer Riftung gerissen ist, und gekämpft hat, war ja zwangsläufig zum Ritter auch geschlagen. Auf Englisch gibt es den Griff man at arms, also bewaffnete Reiter. Aber nichtsdestotrotz viele von den Leuten waren halt…

waren halt auch dem Adel zugehörig und gehörten eben sozusagen dieser Kriegerkaste da auch an und das sind einfach Leute, deren Handwerkszeug es auch war eben kämpfen zu können und die haben das sehr vollumfänglich gelernt. Und hier ist der Abschnitt, wo es dann ein bisschen später auf der Seite Jungröter lernen, Gott zu lieben und die Dame zu ehren, so vergrößert sich deine Ehre.

Üb Ritterehre unterlernte Kunst, die dich schmückt und dir im Kampf ehrenvoll schmeichelt. Halt gut mit Ringen, verwende geschickt Lanze, Speerschwert und Messer, die in anderen Händen nutzlos sind. Schlag zu und greif an, Stürme heran, tritt oder lass fahren, sodass ihn die Weisens verachten, die man loben sieht. Zusammenfassend kann man sagen, alle Kunst hat Länge und Maß. Also auch hier wieder junger Ritter. Also da wird der junge Ritter sozusagen direkt angesprochen, falls der der Leser wäre. Man soll Gott lieben, die Damen ehren.

Also den Rittertugenden sozusagen folgen und die diese Kampfkunst eben lernen, weil die einen im Kampf schmeichelt. Also nicht nur, dass das nützliche Skills sind, sondern es ist natürlich auch so ein Repräsentationsding. Kann man sich denke ich gut vorstellen. Da waren viele Leute, die kämpfen konnten, die da auch was drauf gehalten haben. Die haben natürlich auch mal gezeigt, was sie konnten. Warum auch nicht, ne? Heute auch so. Ja, es ist ja also…

Natürlich will niemand in den Krieg ziehen oder will jetzt irgendwie in eine gefährliche Situation kommen. Aber das ist halt wie beim Training. Wenn du was trainierst, du willst es auch dann irgendwie mal anwenden. Du willst dann irgendwie zeigen, dass du was kannst. Das ist bei allen Menschen so ein Ding, so ein Motivationsthema auch. Also Ärzte zum Beispiel, Chirurgen.

Die wollen halt auch mal zeigen, was sie können. Da muss sich halt jemand mal irgendwie verletzen, damit sie mal eine abgefahrene OP machen können. Aber das ist so ein… Wird damals nicht anders gewesen sein, dass man dann, wenn du diese krasse Ausbildung hast, willst du auch zeigen, was du kannst irgendwie. Ja, und es hat sich ja dann auch so ein ganzes…

Duniersystem entwickelt mit Kämpfen mit sogenannte der Behurt. Es gab den Folgen darüber gemacht. Haben wir jetzt Arne Kutz, wenn wir da noch mal rein ist es ja so, die Situation, dass ich in Rüstung auf dem Pferd sitze,

Das kann man sich vorstellen, dass das direkt eins zu eins eine Situation ist, die sich tatsächlich in der Schlacht wiederfinden könnte, also in einem Gruppenkampf, in einem Geplenkel, wie auch immer. Die Situation, dass ich ungerüstet mit einem langen Schwert dastehe, nicht. Heutzutage würde man das ja auftrennen in militärisch und zivil, das ist natürlich damals nicht so, weil das eben Berufssoldaten am Ende auch waren, oder das zumindest einen großen Teil ihres Lebens ausgemacht hat, dass sie dafür auch spezifisch ausgebildet worden sind.

Also auch hier sieht man einfach, wie das hat alle Bereiche abgedeckt. Es hat das eher militärische Kämpfen abgedeckt, aber eben auch das…

ihr zivile kämpfen wobei sich die also das muss man vielleicht auch noch kurz erwähnen alle diese waffengattungen beschreiben immer duell situationen am ende also nicht dass das jetzt so häufig so ich habe dich wirklich gefordert du elber einfach zweikampf situationen zwei leute stehen sich gegenüber mit den gleichen waffen natürlich wenn ich irgendwo in der stadt unterwegs wäre würde ich in einem verband kämpfen also da hätte ich leute die mit mir zusammen agieren das ist nichts was was in diesen fechtbüchern typisch beschrieben

was Duellcharakter hat mit gleicher Bewaffnung. Genau, da hat dann jemand gerufen, it’s time to… Äh… Wobei gleicher Bewaffnung auch relativ ist, weil zum Beispiel bei diesen Kampfwächten Sachen, du fängst halt an in der Rüstung mit Speer, und wenn du deinen Speer geworfen hast, hast du halt noch dein langes Schwert, und der andere hat vielleicht noch ein Speer. Da wird’s leicht asymmetrisch, aber zumindest die Ausgangsstellungen sind immer symmetrisch.

Und einer der Hauptgründe, warum gerade dieses Buch so eingeschlagen hat in Deutschland, ist sicherlich einfach, dass es eines der ersten war. Das, was du ja auch gesagt hast, dass im englischen Sprachraum viel mit dem sogenannten Ringegg gearbeitet wird, liegt ja auch schlicht daran, dass es halt eines der ersten verfügbaren Quellen auf Englisch war. Stimmt, Matt Gellers hatte die, glaube ich, als einer der ersten mit ins Englische übersetzt.

Ich kann mich recht erinnern, dass das Ringegg war. Ja, das weiß ich nicht, aber… Dirk, ich glaub, das hat er sogar im Podcast gesagt. Ich bin gar nicht mehr sicher. Er findet, dass der sogenannte Ringegg, das Monoskript selber, eine ganz furchtbare Handschrift hat. Wer immer das geschrieben hat, hat einfach nicht gut geschrieben, nicht gut lesbar, hat viele Fehler rein gemacht und Sachen korrigiert.

Und zum Beispiel das Peter von Danzig Manuskript, das steht auch in der Einleitung hier drin, also in der modernen Einleitung. Das wäre von einer Hand geschrieben, das heißt, das hätte eine einzige Person runtergeschrieben, die hätte sehr ordentlich geschrieben, wenig Fehler gemacht, Fehler korrigiert an den Stellen, wo es aufgefallen wäre. Also…

Das werden die Hörer sicher auch kennen. Stellt euch einfach mal vor, ihr habt jemanden, der einfach eine Sauklaue hat. Und der ist halt irgendwie in dieses Berufsbild Mönch reingerutscht, weil er keine Ahnung, wie viel der Sohn war. Und der schreibt jetzt den ganzen Tag Bücher ab. Das ist vielleicht nicht immer eine Reihe Freude, dass dann hinterher wieder lesen zu müssen. Und andere Leute, da ist das halt vielleicht noch mal ein bisschen einfacher, das Ganze. Weil wir jetzt gerade beim Ringegg-Manual so ein bisschen abgedriftet sind.

Das liegt ja in Dresden in der Dresdener Univ Und das war vor einiger Zeit auch mal in der Schatzkammer. Also die Bibliothek hat ganz oben so eine kleine Ausstellung, eine Schatzkammer. Und da war das auch mal ausgelegt. Und es war ganz interessant. Ich bin da erst mal dran vorbei gegangen, weil das nämlich total klein und unscheinbar ist.

Es ist nicht A4, sondern mehr A6. Ein recht kleines 150 x 110 mm. Es ist ein recht unscheinbares Heftchen. Auch eine gewisse Dicke, weil da auch verschiedene Sachen drin sind. Aber es hat eine andere Qualität als die A8.

Also, von was ja jetzt eine andere Qualität? Also, von der Aufmachung her. Also, das… unterstreicht so ein bisschen das, was du grade meintest, dass die 44.8 halt wirklich aus einer Hand geschrieben ist, sauber, Fehler sind korrigiert. Das ist alles so ein bisschen… Da hat sich jemand Mühe gemacht. Und das Ringgagmanual, das ist so ein… Ich will’s jetzt nicht dispektierlich bezeichnen als kleines, hingerotztes Heftchen, aber… Hehehe. So der…

Das ist das Fech des 16. Jahrhunderts. Aber es ist irgendwie… Du merkst schon irgendwie… Hm, ist ein bisschen was anderes. Obwohl anscheinend Ähnliches drinsteht, zumindest. Was auch noch eine Besonderheit ist an dem Peter von Danzig, ist, dass es drei Bilder drin hat. Also drei Illustrationen, drei Zeichnungen. Und die Sinne der Druckausgabe von Dirk nicht drin. Ich weiß nicht wieso, ob das ungeklärte rechte Situation war.

Weil das ist auch was, was nicht so häufig vorkommt. Weil zum einen hat man die vier Huten, nämlich Pflug, Ochs, Hut vom Tag und den Alber gezeichnet, also wie die quasi aussehen. Nicht hundertprozentig lebensecht, so von der Perspektive her. Also 1450 war man an vielen Stellen noch nicht so weit, was die Kunstentwicklung angeht. Also gerade der Pflug, da ist der vordere Ellbogen auf Höhe der…

rechten Hüfte sehr weit nach hinten gezogen. Also das muss man ein bisschen stilisiert wahrnehmen. Und aber nicht nur das, wir haben ein Bild, was den guten Herrn Johannes Licht in unserer Zeit… Vermeintlich, vermeintlich. Vermeintlich, genau. Und…

Das ist auch, soweit ich weiß, das einzige Bild, das wir da haben. Und das ist megainteressant, weil da sitzt halt so ein Typ da mit ordentlichem Rauschenbart. Und das, was ich früher dachte, was grauer, interessanter grauer Afro war, so ein bisschen. Aber tatsächlich ist das wahrscheinlich eine Biberfan-Mütze, die der da trägt. Hast du auch gedacht, das wären seine Haare? Ja. Und der hat…

Also der sitzt auf einem Stuhl, wie so einen kleinen Thron. Wollte ich grad sagen, so ein Thron, ne? Ja. Hat so eine inzwischen leicht pinke Robehand, keine Ahnung, was das im Original mal war, wie so eine Art rotes Halstuch. Und megainteressant, der hat eine Fechtfeder in der Hand. Mhm. Ja. Also, du siehst an der Form, das ist eine Form Fechtfeder. Der hat hier unten eine breitere Stärke und so Rundungen drin.

Es gibt auch diverse Hersteller, die diese Formen dann quasi nachahmen. Man sieht, da ist ein Zeigestab in der Hand auf der anderen Seite, das ist echt schön gemacht. Da zeigt das so eine Wand und da ist hinten sogar noch so ein Schatten eingezeichnet. An dieser Wand wiederum. Da hängt nochmal ein langes Schwert, das ist vielleicht auch ein einhändiges Schwert, also ein scharfes wahrscheinlich, weil es in einer Scheide gezeichnet ist. Nebenan hängt ein langes Messer. Ja, auch das natürlich super spannend, weil sich in diesen Lichternauer Texten da findest du irgendwie nie.

lange Messertexte oder fast nie. In der Gesellschaft Lichthennam ist keiner davon jetzt der Messer-Dude bekannt, aber da hängt halt einfach noch ein langes Messer mit dazu. Er hat dann noch so hübsche rote Schuhe an und sieht einfach aus wie man sich so einen Fechtmeister vorstellt, bisschen in die Jahre gekommen schon. Nicht mal der jüngste, hat einiges erlebt und sitzt in einem Raum, der schön mit Holzdecke ist und auf seinem kleinen Drohnen und…

Sagt den jungen Spunden, wie sie ihren Zornhau schlagen sollen. Ja, also ich kann mir das nicht gut vorstellen. So guckst mal hier eine Zornhau schlage willst. Da musst du von da oben anfangen und danach hinhauen und dann Ort einschießen. Nicht vergessen. Läuft’s genau.

Ja, also mega spannend, schade, weil es hat echt auch eine ganze Weile gedauert, bis ich diese Bilder auch gefunden hab, weil die eben in dem Buch von Dirk nicht drin sind. Stimmt, stimmt nicht ganz. Eins ist auf dem Cover drauf. Das stimmt auch nicht auf dem Cover. Also der Flug und der Ox sozusagen. Aber das konnte ich tatsächlich nicht zuordnen. Und ich hab dann, also bevor es quasi gedruckte Bücher gab, die man einfach kaufen konnte, gab’s da so einen Schwarzmarkt, wo einfach selbst übersetzte und transkrippierte PDFs hin und her geschickt wurden. Weil die rechte Sensation nicht geklärt war.

Und da hab ich dann irgendwann mal einen Link gekriegt, wo halt alle möglichen Sachen hochgeladen waren. Und da gab’s dann eine Version, wo eben auch die Bilder drin waren. Dann hab ich erst gecheckt, ah, und heute kannst du das alles auf Victornauer nachschauen. Da ist das alles ein bisschen einfacher. Da hast du dich im HEMA-Darknet rumgetrieben. Sozusagen, ja? Ich hab ja ganz so einen Scheiß. Ich hab die Scans, die Bilder.

Aber das hab ich… Das ist also eine kleine Anekdote. Das hab ich auch von mehreren schon gehört, die dann irgendwie so semi-legal Zeug aus… aus Bibliotheken dann fotografiert haben und dann aufm Stick rausgeschmuggelt haben, so ungefähr. Das war damals so, das schwere Zeiten. Wir hatten ja nix. Ja. Da auch hier, also, Wic-de-nau, das ist quasi ein Wiki für Fecht-Handschriften. Die haben halt…

über die Jahre einfach so Spendenaktionen gemacht, Sachen eingesammelt und haben quasi dafür bezahlt, dass sie die Rechte haben, das im Internet frei zur Verfügung zu stellen. Also auch das hier, da ist einfach Geld und Zeit reingeflossen und das ermöglicht mir die Situation viel, viel besser. Und es gibt zum Beispiel was anderes, was auch noch interessant ist, was man auch nicht sieht, wenn man nur die gedrückte Version hat und zwar auf 7 verso und 8 recto. Da gibt es so kleine, wie soll ich das nennen, also

Das sind die Verse in so Kreisen angeordnet. Es ist nicht einfach Vliestext, sondern da ist eine geometrische Figur dahinter. Ganz spannend, da gibt es auch diverse Theorien, was es damit auf sich hat. Aber wer das auch noch nie gesehen hat, guckt euch das mal an. Das ist auch ganz interessant, wie hier… Das ist auch das ganze Schriftbild. Der Text ist in Schwarz geschrieben, aber die Einleitungen sind in rot geschrieben. Das kommt in den Scans noch gut rüber, ist ein richtig kräftiges Rot. Ich vermute auf… Ich weiß nicht, ist das…

auf Blutbasis geschrieben. Ich weiß nicht, wie man damals rot hergestellt. Ich weiß nicht, ich bin. Das wäre auch mal interessant, wenn ihr euch mit so Tinte auskennt. Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, schreibt uns doch mal. Wir leiten es hier in diesem Podcast weiter. Wie hat man damals eigentlich, wie ist man damals zu Tintenfarbe gekommen? Und es gibt ja auch diesen durchgeschrittenen Teil, der erst vor ein paar Jahren entziffert wurde. Mit dem Meister Berthold.

dass der Meister Berthold dem, wem war es, einem Talhofer auf die Hände gehauen hat? Ja, einem Talhofer. Ich glaube, einem Twerhau irgendwie eins übergebraten hat. Ja, aber das ist megaspannend. Du hast einfach so ein Werk, wo es um Lichthörner geht. Talhofer wird dir in der Gesellschaft Lichthörner-Dingen nie erwähnt. Aber dann auf einmal kommt er, ja, der Berthold hat ihm kräftig auf die Hände gehauen. Handtreffer ist auch so ein Ding.

war in den frühen 2010er Jahren ein Riesenthema. Sind Handtreffer überhaupt Kampfgrund oder dicht? Sind die A, sind die nicht A? Ja, also sehr spannend, auch einfach das Schriftbild, sich mal die Sachen anzugucken, gibt’s alle auf Wiktionauer, packt mal natürlich auch den Link dazu. Dass man einfach mal so ein bisschen ein Gefühl dafür kriegt, wie diese Texte aufgebaut sind.

Was auch sehr lange gedauert hat tatsächlich, bis ich das gemerkt habe, das liegt auch an dem Seitenumbruch im Inhaltsverzeichnis tatsächlich, dieses Buch hat einen Codex drin. Ich meine einen Glossar. Mhm. Und es ist quasi erklärt, was diese ganzen Begriffe bedeuten. Weißt du, so was wie, du kommst irgendwo vorbei und da steht dann irgendwas von wegen… Ort.

Was ist denn noch mal der Ort gewesen? Dann kannst du da reinschauen und sagen, ah, das ist die Schwertspitze. Oder zum Beispiel, äh, was ist denn eine Zecke? Ja, da steht da drin, leichter Treffer. Und das…

Ich habe das nicht gewusst, dass das gibt. Ich habe da jedes Mal nachgeschlagen, weißt du so, innerhalb des Kapitels, des Langstädt-Kapitels nach vorne und hinten geblättet, um nochmal zu gucken, was war das nochmal? Es hat ewig gedauert. Es hat ungelogen mindestens fünf Jahre gedauert, bis ich überhaupt mal gefunden habe, dass es diesen Glossar gibt. Und danach kommt die Bibliografie, also die Quellenangaben, die war für mich zu dem Zeitpunkt nicht so interessant. Und das Inhaltsverzeichnis hat halt alle Sachen auf einer Seite dargestellt, bis auf den Glossar.

Der ist auf der zweiten Seite. Der ist auf der zweiten Seite, genau. Zusammen mit dem Bibliografie. Auch hier, wer den noch nicht kennt, supernützlich, wenn man sich damit beschäftigt und keine Ahnung hat, was der Kram ist, da kann man die Fachbegriffe nachschauen. Wenn ich das mal gewusst hätte, das wär im ersten Jahr so nützlich. Den hat Dirk aber hinten dran gepackt. Der ist ja nicht in der Quelle im Original mit drin. Nee, genau, der ist von Dirk.

Nützlich ist er halt trotzdem. Ja, absolut. Nur das wäre wirklich richtig cool, finde ich, wenn das jetzt im Original in der Quelle schon mit drin gewesen wäre. So ein Glossat. So war das natürlich. Das wäre natürlich richtig… Was bedeutet hart am Schwert?

Da kann man dann auch mal hinten einfach diese Blizzard-Texte lesen und gucken, ob nicht irgendwas Interessantes drinsteht, was man sich noch mal im Detail anschauen will. Zum Beispiel gibt’s hier die Schere. Technik mit dem kurzen Schwert, bei dem der Kopf, das Gegende zwischen den beiden Schwertern wie mit einer Schere eingefasst wird. Das klingt doch spannend. Ja, und da steht auch noch mal drin, was das kurze Schwert ist und gewappneter Hand, Halbschwert, dass sie synonyme Begriffe sind. Aber wirklich gut. Ja, also bei solchen Büchern…

immer die Einleitung lesen, immer das Vorwort, das Moderne, weil da viel vom Kontext drin steht. Klar, wenn’s in ganz viele Details geht, mit, das hat so und so viele Papierseiten und da fehlt was, das kann man überspringen, aber zumindest, der Teil, wo’s darum geht, wer hat das erwähnt, wann war’s geschrieben, wer war die Zielgruppe, wer nicht. Das muss man im Hinterkopf behalten. Und eben auch bei so einem Buch, wie wir’s jetzt haben, also, das ist ja auch eine Quelle, die… der Dirk jetzt hier geschaffen hat.

da eben auch mal von vorne lesen und bis hinten durchlesen, um dann auf zum Beispiel das Glossar zu stoßen. Und nicht wie wir einfach direkt zum Langschwertteil springen und loslegen. Ja, also ich verstehe, dass man das so macht, aber irgendwann kommt ja dann der Punkt, wo man auch so ein bisschen sein Horizont erweitern sollte. Who am I to judge, ne? Aber…

Also, lustigerweise, der Teil, wo ich mich am wenigsten mit beschäftigt hab, ist der namensgebende Peter von Danzig Kampffechten-Teil. Wenn ihr die Kampffechten liest, dann bitte die von Lichthennau, die haben vielleicht noch einen Überlaub zum langen Schwert. Der ist am Ende dran geklatscht, und da war dann die Leidenschaft immer nicht so groß. Ich glaube auch, das Kampffechten vom tatsächlichen Peter von Danzig wüsste ich nicht, dass dem jetzt irgendwie so viel Liebe gewidmet wird. Das ist immer so der Blinddarm des Fechtbuchs so.

Es ist auch da, aber naja. Aber immerhin ist er hier großer Namensgeber dafür. Zumindest im deutschsprachigen Raum. Genau, das war halt was, was diese Quelle von anderen abhebt. Ja, auch interessant, vielleicht noch eine Sache kurz vor Schluss. Nochmal auf die Ringen zum Beispiel. Die sind häufig einfach durchnummeriert. Und wenn man die Ringen macht…

Vor allem die von Meister Ott. Liegnitzer hat das ja gesagt, er hat, glaub ich, acht, oder? Nee, Liegnitzer Ring sind 17, glaub ich. 17, ja. Die Ringen von Ott sind mehr. Ich hab die bei mir mit Bleistift durchnummeriert. Weil es sind 45 Stück. Und das ist ein weiteres Ringen, ein weiteres Ringen. Bricht dies folgendermaßen, also quasi der Konter, ein weiteres Ringen.

Also da ist man dann auch diese Lichtsinnauer Didaktik, weiß man, da ist ein bisschen mehr zu schätzen, wo einfach Sachen Namen haben. Da gibt’s einen Zornhau. Du kannst jemand anders sagen, ich mach jetzt einen Zornhau, mach du mal den Ferhau oder so. Äh, probier das mal bei den Ringen. Mach du mal das Ringen und du machst das Ringen und ich mach das Ringen. Genau. Du machst den Konter, den Bruch auf das weitere Ringen. Also…

Noch als Anmerkung, das sind 17 Stücke plus die ganzen Brüche, also die ganzen Konter bei Lignitzer. Und schande über mich, ich weiß gerade nicht, wie viele es insgesamt sind mit Brüchen. Aber mehr als 17. Das war, glaube ich, auch einer der Gründe, weswegen ich Lignitzer so cool fand, weil das war nicht so viel. Das war einfach so straight-forward.

Du hast auch das Gefühl, du kannst beim ersten anfangen, dann zum zweiten gehen, und das ist irgendwie so… Logische Abfolge. Du kommst von einem zum anderen, und das passt zusammen. Wer sich für die Ringen von Ott interessiert, die finden sich, ich weiß nicht, ob ganz vollständig oder nur zum Großteil, in anderen Quellen auch wieder. Und z.B. Fabian von Auerwald, ein späteres Manuskript, was auch Bilder hat für die ganzen Techniken, der basiert zum ganz großen Teil einfach auf den Ringen von Ott. Da hat man quasi die…

Zwar spätere, aber dafür bebilderte Variante von den Ringen und das macht es viel einfacher, mit den Sachen, die Sachen zu lernen und die Sachen zu verstehen. Wenn du auch siehst, wie die greifen und halt lauter so Sachen, die nicht im Text stehen, aber wo halt trotzdem irgendwie relevant sind, wie sie gehen. Ja. Und auf das Unterhalten und Aufstehen möchte ich auch noch kurz drauf eingehen, weil das ist auch was, was sich in ganz, ganz wenig Quellen findet. Also wir wissen, im Handelskampf ist es so, ich kann den anderen auch mal zu Boden ringen, dann lege ich mich oben auf ihn drauf.

Dann nehme ich mal ein Däuchchen in die Hand, klappe ihn bei das Visier hoch und frage ihn so, hast du genug? Sagt er nein. Kriegt dann ein Däuchchen, Augapfel. Oder er sagt halt, ich gebe auf. Ja genau. Oder er sagt halt, ja ich gebe auf und dann hat sich das erledigt. Und das ist was, was, wo es eben auch bestimmte Techniken gibt. Sachen wie man an den Beinen des anderen zum Beispiel auch vorbeikommt. Und das ist halt auch was, was in nicht so vielen Quellen drin steht einfach. Also wir wissen, dass das gemacht wurde, dass das auch am Boden gekämpft wurde aus Berichten.

auch aus Quellen anderer Länder, die dann abfällig sich über die Deutschen äußern, dass sie sich im Schlamm wälzen würden wie die Schweine. Aber da hast du halt nicht viel Material zu und da ist auch das Unterhalten mit Aufstehen ist halt das recht Außergewöhnliches. Zu den anderen Waffen, lange Schwäher draus fechten, der Kampf in Harmisch, Schwertebuckler sowieso, Ringen, Dolch, da hast du jede Menge andere Quellen. Die gibt es noch in Nöcher, auch viel umfangreicher, wie zum Beispiel Schwertebuckler. Aber so diese Bode

nicht viel Material. Also dann erst wieder in so spezialisierten Harn wo nur das beschrieben wird. Aber da dann häufig auch nicht so wahnsinnig umfangreich. Wobei wir ja zu ungerüstetem Bodenkampf fällt mir jetzt gar nichts ein, wo das drin ist, oder? Nee, das ist dann erst deutlich später, glaub ich. Ich weiß nicht, wann die erste Quelle ist, aber das ist mal mindestens im 15., ich glaube eher Ende 15.Jh.

Ich mein, 16. Jahrhundert. Also, da ist im 15., glaub ich, nicht viel los. Aber da gibt’s so was wie die Wurstelkunst von Nikolaus Peter. Das glaub ich 16., 16. Jahrhundert. Und da ist Grappling am Boden mit dabei. Also, ein bisschen halt. Das ist aber auch sehr straß, so mit den Augen stechend zu zeugsen. Das man das Grip können, vielleicht auch mal eine Folge zu machen. Gut, ich glaub, wir haben jetzt das Fechtbuch einigermaßen…

Erörtert von vorne bis hinten. Gibt es noch irgendwas, was man dringend erwähnen müsste, worauf man jetzt noch nicht eingegangen sind? Ja, für wen wurde es eigentlich geschrieben? Denn wir haben ja erst 100 Jahre nachdem es geschrieben wurde eine Information darüber, dass es einem, dass es jemandem gehörte, dem Theorwitig-Schlager. Aber für wen es geschrieben wurde.

Meiner Meinung, meines Wissens nach ist das auch weitestgehend unbekannt, für wen es da 1452 fertiggestellt wurde. Denn es scheint schon so irgendwie, das ist jetzt nicht wie das Nürnberger Hausbuch, was ja so ein Ding war, was da einer wahrscheinlich für sich selbst so verfasst hat oder als Skript für ein späteres Buch.

Hier haben wir es ja schon mit was sehr aufwendig zu tun, was wahrscheinlich einen sehr hohen Empfänger hatte. Also das lässt sich zumindest vermuten. Es gibt auch bei den Fechtbüchern, auch bei den frühen teilweise. Das gibt die vom Fechtmeister für sie selbst geschrieben waren, sind ja so Art Merkel für oder vielleicht auch so ein bisschen was, was man zeigen konnte. Die sind teilweise auch recht kude gemacht, also das sind die Zeichnungen nicht so hochwertig. Die.

Der Text ist nicht so hochwertig, aber hier scheint sich schon… Es wirkt wie ein relativ hochwertiges Endprodukt. Und ja, man kann sich das jetzt fragen. Ein paar Wörter haben sich gewisse Fechtmeister am Hofe vorgestellt. Es ist heute noch so, wenn du ein Buch über ein Thema schreibst, dann geht’s natürlich als Experte zu dem Thema. Und…

Da gibt es ein paar andere Fechtbücher, da wissen wir, die würden quasi geschrieben und dann einem bestimmten Fürsten geschickt, wie so ein Anschreiben mit einer Bewerbung sozusagen. Ja, so ein Bewe Genau, aber hier ist es glaube ich, also auch meines Wissens nach nicht komplett geklärt, warum eigentlich, also wer genau das ursprünglich mal gekriegt hat und aus welchem Grund es angefertigt wurde. Aber das ist ja ein Forschungsfeld, wo auch noch aktiv dran gemacht wird. Also zum Beispiel ist es auch so,

Andere Texte andere Fechtbücher wie zum Beispiel Baumanns Fechtbuch, also der sogenannte Collex Wallerstein, die wurden ja von Also die wurden akademisch aufbereitet. Da hat jemand Forschungsarbeit gemacht, ist noch mal in die Archive, hat sich das angeschaut, hat das alles nochmal ausgewertet, Primärquellen, Sekundärquellen und hat da eben alle Informationen zusammengetragen, die man dazu hat. Und das ist hier nicht passiert. Hier gibt es die Ausgabe von Dirk auf Deutsch. Es gibt Ausgaben auf Englisch von verschiedenen Autoren.

Aber so eine richtige akademische Aufbereitung, wo jemand das eben alles noch mal macht, alles im Detail durchanalysiert, alle Quellen noch mal zusammenträgt, gibt es meines Wissens nach bisher nicht. Und das wäre natürlich genau so was, wo jemand einfach die entsprechende Literatur zu der Zeit dann auch mal wälzen könnte und gegen und falls auch noch neue Sachen.

Ja, zutage fördern könnte ich mein zum Beispiel der Erik Burkhardt, der auch schon im Podcast war, hat er ja gerade zum Beispiel ein dreijähriges Forschungsprojekt am Laufen, wo er aktiv sich nochmal mit den Fechtbüchern beschäftigt. Also sind glaube ich alle gespannt, was da am Ende rauskommt. Also auch an euch, liebe Hörerinnen und Hörer, falls ihr Geschichte, mittelalterliche Geschichte vielleicht sogar studiert und sagt hab jetzt noch nichts gefunden, was mich so richtig catcht, dann probiert es doch mal mit Fechtbüchern. Die haben schon Paulus Hekter-Meier begeistert.

Ja, so eine Dissertation ist da, denke ich, schon machbar. Mhm. Denke ich auch. Ja, haben wir alles oder fehlt noch ein Teil? Ich denke, wir haben das Thema Peter von Danzig, wo sein Fechtbuch ist, wie immer abschließend geklärt heute. Und just als ich das gesagt habe, hab ich noch… fällt mir noch eine kleine Anekdote ein. Eine Anekdote zum Abschluss, das ist doch sehr schön. Genau. Wenn man zumindest die Erstausgabe, ich weiß nicht, wie es mit den aktuellen aussieht,

die allerletzten Seiten aufschlägt, wo noch Text drin ist. Was finden wir denn da, Michael? Ich mach das mal grade. Oh, eine Reise in die Vergangenheit findet man da. Oh, das ist ja eine Zeitkapsel. Eine Website, historische Fechtgruppen, Deutschland, Österreich, Schweiz. Internetforen. Genau, und davor moderne Anleitungen zum historischen Fechten.

Unter anderem auch das Buch von Herbert Schmidt, der ja auch schon bei uns Gast war. Und ja, also Internet-Forum, das Ars Gladi Forum, Skulas Sword Forum und Sword Forum International. Ich frag mich, ob’s die noch gibt. Also Ars Gladi gibt’s nicht mehr. Da müsst ihr euch vorstellen, die letzten zwei Seiten sind eine Linkliste von verschiedenen Fechtgruppen und deren Internetauftritten. Das waren so wenig. Alle Fechtgruppen…

derzeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die wir hier mal gemacht haben, passen auf eine der vier Seiten und es ist sogar noch Platz. Heutzutage sind wir bei irgendwie, ja wahrscheinlich bald 200 Gruppen allein in Deutschland. Das würde heute so nicht mehr laufen. Also viele davon, erkennt man auch viele, gibt es auch noch, einige gibt es auch nicht mehr.

Aber da war die HEMA-Community noch deutlich kleiner als heute. Sehr gewachsen, nicht zuletzt auch dank dieser schönen Quelle, die eben alles deutlich Zugängliche gemacht hat. Weil man konnte die einfach im Buchhandel kaufen, musste nicht eben ins HEMA darknet und sich von irgendjemanden PS schieben lassen. Ja. Also, ich hab hier grade mal die Internetformen ausprobiert, die anderen beiden gehen auch nicht mehr. Also… Ja, die Zeit ist vorbei. Das ist das Todgebot mit dem Internet.

Wenn ihr euch austauschen wollt und ein neues Forum sucht, wo ihr zu allen Themen, die mit dem historischen Fechten zu tun habt, euch austauschen könnt, dann ganz klare Empfehlung der Schwertgeflüster Discord-Server. Alle Infos dazu findet ihr auf schwertgeflüster.de. Wir sind jetzt schon ein gutes Stück über 100 Mitglieder. Es wächst und gedeiht und ist auch…

immer sehr, sehr konstruktiver, informativer Austausch. Also es ist ein sehr, sehr angenehmes Forum. Seid dabei, wenn ihr es noch nicht tut. Das wäre noch von mir sozusagen. Ja, und ihr lasst, lasst uns auch gerne mal wissen, wie ihr das erfindet, dass wir wirklich eine Quelle inhaltlich analysiert haben, so ein bisschen noch mal den Gesamtkontext versucht haben, aufzumachen.

Ist das ein cooles Format? Sollen wir das noch mehr machen? Gäbe ja eigentlich mehr als genug Quellen. Also wie üblich Feedback an uns über Discord oder per E-Mail? Per E-Mail post In diesem Sinne, liebe Hörerinnen und Hörer, bis in 14 Tagen. Macht’s gut. Tschüss. Ciao und frohe Weihnachten und einen guten Rutsch. Und frohes neues Jahr. Macht’s gut. Tschüss.

Halt bitte noch nicht weglaufen. Ihr könnt diesen Podcast nämlich noch unterstützen. Wenn es euch gefällt, dann tut uns ein Gefallen. Gebt uns ein Like auf Facebook oder bei Instagram oder bewertet diesen Podcast bei iTunes und unterstützt uns auch gerne auf Patreon.com slash Schwertgeflüster, Schwertgeflüster mit Ue und empfehlt diesen Podcast euren Freunden und Feinden weiter.


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